Finanzplan-Bausteine

Ihr Finanzplan zeigt Kapitalbedarf und Überschüsse nach Höhe, Zeitpunkt und Dauer an. Er ist Bestandteil des Businessplans, mit dem Sie sich an Ihre Hausbank und die KfW Bankengruppe wenden, um Kredite und Fördergelder zu beantragen.

Ziel ist ein Gleichgewicht, das heißt ein ausgeglichener cash flow .

Ihr Plan besteht aus zwei Teilen:

  • Mittelverwendung (Zweck und Höhe der verwendeten Mittel)
  • Mittelherkunft (Aus welchen Quellen kommen die Gelder?)

Dabei gilt:

Ihr Anlagevermögen sollte durch Eigenkapital gedeckt sein. Alternativ ist auch die Kombination von Eigenkapital und Fremdkapital (wie zum Beispiel Fördergelder) denkbar.

Glossaranker

Ihr Umlaufvermögen finanzieren Sie durch Fremdkapital. Neben den reinen Gründungskosten geht es also auch um die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes.

Bevor wir auf die Kalkulation aller Positionen eingehen: Ein tragfähiger Finanzplan setzt sich aus den Einzel-Bausteinen

  • Lebenshaltungskosten
  • Kostenplanung
  • Umsatzplanung
  • Rentabilitätsplanung
  • Liquiditätsplanung

zusammen.

Für alle diese Bausteine halten wir ein Planformular für Sie bereit.

Lebenshaltungskosten

Gehen Sie davon aus, dass Sie von Ihren Einkünften leben wollen. Ihr Drei-Jahres-Plan enthält z. B. folgende Positionen:

  • Miete und Nebenkosten für Privatwohnung
  • Soziale Absicherung (Krankenversicherung, Altersvorsorge etc.)
  • Sonstige vertragliche Verpflichtungen (Bausparverträge, Ratenzahlungen, Hypothekentilgungen etc.)
  • Anteilige private Nutzung des PKW
  • Rücklagen (für Krankheit, Urlaub etc.)

Nutzen Sie das vorbereitete Formular Planungshilfe Lebenshaltungskosten individuell.

Achtung: Bei der Kranken- und Rentenversicherung müssen Sie in der Regel den vollen Beitrag zahlen. Rechnen Sie auch eine Rücklage für die Einkommensteuer hinzu (mindestens 30 % des oben ermittelten Betrages).

Kostenplanung

Sie unterscheiden zwischen fixen und variablen Kosten

Zu den fixen Kosten zählen:

  • Büromiete (auch Abschlagszahlungen Heizung, Strom etc.
  • Personalkosten
  • Versicherungen
  • Beiträge
  • Leasingraten
  • Fremdkapitalzinsen
  • Kraftfahrzeuge
  • Telekommunikation und Porto (Pauschalen ansetzen)

Zu den variablen Kosten zählen:

  • Wareneinsatz (Handelsware, Fremdbauteile, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe)
  • Fremdleistungen
  • Fracht und Versand
  • Provisionen
  • Garantieleistungen
  • allgemeine Verbrauchskosten

Wenn Sie noch keine Kosten haben, kalkulieren Sie zunächst mit Pauschalen. Nutzen Sie den vorbereiteten Kostenplan.

Umsatzplanung

Der Umsatzplan stützt sich auf Ihre Marktanalyse, auf Statistiken, Erfahrungswerte und Schätzungen. Legen Sie ihn monatlich (für die nächsten drei Jahre) an und unterteilen Sie ihn in Ihre verschiedenen Produkte und/oder Dienstleistungen.

Passen Sie Ihre Umsatzplanung regelmäßig den tatsächlichen Entwicklungen an (Soll-Ist-Vergleich). Nutzen Sie den vorbereiteten Umsatzplan.

Rentabilitätsplanung

Prüfen Sie, ob Ihre Einnahmen die Ausgaben decken. Der Gewinn muss mindestens so hoch sein, dass Sie Ihre Lebenshaltungskosten daraus bestreiten können. Anderenfalls sollten Sie durchrechnen, ob Sie vielleicht Einsparungen vornehmen können. Eine Unterstützung bietet die vorbereitete Checkliste Rentabilitätsvorschau.

Liquiditätsplanung

Liquide sein heißt, dass Sie zu jedem Zeitpunkt in der Lage sind, anstehende Verbindlichkeiten im gesetzten (Zeit-)Rahmen zu erfüllen.

Ermitteln Sie also möglichst genau den Zeitpunkt der künftigen Zahlungseingänge und -ausgänge. Der vorbereitete Liquiditätsplan unterstützt Sie hierbei.


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