Businessplan

Ihr Unternehmenskonzept als Erfolgspilot

In Ihrem Businessplan stellen Sie dar, wie Sie Ihre Geschäftsidee verwirklichen wollen. Sie zeigen, dass Ihr Projekt Erfolg verspricht und dass es sinnvoll ist, in Ihre Idee zu investieren. Der Plan ist zudem Ihr bestes Instrument zur Unternehmensführung, weil er Ihnen die Auswirkungen unternehmerischer Entscheidungen aufzeigt.

Der Businessplan beginnt mit den Ist-Angaben und schließt mit den Plan-Angaben

Infoboxanker

Wenn Sie mehrere Unternehmensprodukte oder Dienstleistungen anbieten wollen, wird jedes Angebot zu einer eigenständigen strategischen Geschäftseinheit (SGE). Es ist nicht ungewöhnlich, für jede SGE unterschiedliche Strategien darzulegen, da die Märkte und Zielgruppen meist nicht identisch sind.

Zur Unterstützung stellen wir Ihnen eine Checkliste (PDF, 46 KB, nicht barrierefrei) zur Verfügung.

Ist-Angaben

Starten Sie mit einer Bestandsaufnahme.

Gegenstand des Unternehmens 

Diesen Punkt führen Sie zu Beginn auf - Sie erarbeiten ihn aber zum Schluss, wenn alle Detailfragen geklärt sind. Nennen Sie Name, Rechtsform, Firmensitz, Produkte, Dienstleistung, Zielgruppe und Qualität.

Ein Beispiel: Die Firma XY GmbH mit Sitz in Musterhausen produziert und vertreibt Hochleistungsrechner für professionelle Softwareanwendungen in mittelständischen Unternehmen.

Geschichte der Firma und/oder der Gründerperson/en

Bei einer Neugründung beschreiben Sie hier Ihren Werdegang, wie Sie zu Ihrer Unternehmensidee gekommen sind und was Sie vorhaben. Stellen Sie Ihre persönlichen Erfolgsfaktoren heraus. Wenn Sie sich mit Partner/n selbstständig machen, gehören alle Lebensläufe hier hin.

Falls Sie sich als Franchise-Nehmer selbstständig machen oder eine Firma übernehmen, bzw. sich an einem Betrieb beteiligen, beschreiben Sie zusätzlich die Entstehung und Entwicklung des Unternehmens. Zeigen Sie, worin der bisherige Erfolg bestand, was Sie fortführen und was Sie ändern wollen.

Rechtsform und Gesellschafter

Welche Rechtsform wird Ihr Unternehmen haben und warum? Wer wird in welcher Form Gesellschafter (Anteile) und wer erhält welche Entscheidungsbefugnisse? Wer hat welche Funktionen und was qualifiziert ihn dafür (z. B. Ausbildung, Erfahrungen, Vermögen, Funktionen außerhalb des Betriebes)?

Leistungsangebot und Zielgruppe

Beschreiben Sie Ihre Produkt- und/oder Dienstleistungsangebote und nennen Sie Merkmale, Preise, Qualität und Services. An welche Zielgruppen richtet sich Ihr Angebot? Wodurch unterscheiden Sie sich von der Konkurrenz? Wie können Sie garantieren, dass Sie stets in Qualität liefern? Ein Qualitätszertifikat (etwa nach der ISO-Norm) hat Konsequenzen in Bezug auf die Produktion, den Preis und den Vertrieb.

Wenn Sie selbst produzieren: Fertigen Sie auf Lager oder nach Auftragslage? Produzieren Sie mit Fließband-, Serien- oder Werkstattfertigung? Welche Vorteile bringt Ihnen das gegenüber der Konkurrenz? Wo liegen die Risiken? Ein großes Angebot ist zwar von Vorteil, Sie sollten aber nicht zu viele Einzelleistungen anbieten. Ermitteln Sie, was Sie selbst leisten müssen und was Sie zukaufen können (Wertschöpfungsgrad).

Plan-Angaben

Nach den Ist-Angaben kommen die Unternehmenspläne.

Markt und Standort

Begründen Sie Ihre Standortentscheidung (besonders wichtig, wenn Sie im produzierenden Gewerbe, im Einzel- bzw. Großhandel oder in der Gastronomie tätig werden):

  • Art des Geschäftes
  • Kundenbedürfnisse und Kaufgewohnheiten
  • Kosten/ Kostenentwicklung
  • Werbewirksamkeit und Imagefragen
  • Bebauungspläne
  • Platzbedarf und Wachstumsmöglichkeiten
  • Umweltschutz und -belastung durch Ihren Betrieb
  • allgemeine Infrastruktur, Anbindung an Verkehrsmittel, Parkplätze
  • Mitbewerber und Lieferanten

Machen Sie sich auch Gedanken, welche Modernisierungs- oder Ausbaupläne Sie haben.

Unternehmensphilosophie und -kultur

Die Kultur eines Unternehmens umfasst das Meinungs-, Norm- und Wertegefüge und prägt Ihre Mitarbeiter. Entwickeln Sie Ihre Unternehmensphilosophie. Sie wird Ihre Strategie beeinflussen und sich in Ihrem Unternehmen bemerkbar machen. Überprüfen Sie Ihre Leitsätze regelmäßig.

Marketing- und Vertriebsplanung

Weitere Informationen finden Sie in der Rubrik Marketing & Vertrieb.

Stellen Sie Ihr Marketingkonzept zusammen: Zielgruppendefinition, Produkt- und Sortimentspolitik, Preis- und Konditionspolitik, Vertriebspolitik, Kommunikationspolitik und Servicepolitik nach dem Verkauf. Hier fließen alle Punkte ein, die Sie bereits in Ihrer Markt- und Standortbestimmung und in Ihrem Leistungsangebot ermittelt haben.

Überlegen Sie, wie Ihre Ziele in Bezug auf Marktführerschaft, Marktanteil, Ertrag und Bekanntheit aussehen, welches Ihre Erfolgsfaktoren (USP) sind und welche Auswirkungen Trends auf Ihre Unternehmensziele haben könnten. Wenn Sie mehrere Produkte und/oder Dienstleistungen anbieten wollen, sind diese Überlegungen für jeden Bereich fällig (Stichwort SGE).

Organisation und Personalplanung

Wenn Sie in ein Unternehmen einsteigen oder bei einer Neugründung Personal einstellen wollen, entwickeln Sie mit einem Organigramm die Funktionsbereiche Ihres Unternehmens. Bilden Sie mittels eines Ablaufdiagramms die Prozesse in Ihrem Betrieb ab. Ermitteln Sie Kennzahlen in Ihrer Branche über Personalzahlen (Anzahl, Umsatz und Wertschöpfung pro Mitarbeiter). Fragen Sie Ihren Verband.

Finanzplanung

Weitergehende Informationen zu diesem Thema finden Sie auch in der Rubrik Kalkulation & Fianzplanung.

Vorbereitung und Bausteine: Ihre Finanzplanung sollte auf die nächsten drei Jahre ausgelegt sein.

Investitionsplan: Erstellen Sie eine Liste Ihrer Gründungsinvestitionen. Diese können Räume, Lager, Maschinen, Fahrzeuge, Schulungskosten, Beratungskosten usw. sein. Sind die Investitionen wirklich notwendig? Was macht Ihr Unternehmen so leistungsfähig wie möglich, ohne dass es Sie anfangs finanziell zu stark belastet?

Kostenplan: Er enthält alle fixen Kosten (unabhängig davon, ob Sie Umsatz erwirtschaften) und die variablen Kosten, die in Zusammenhang mit Ihrem Geschäft stehen.

Umsatzplan: Führen Sie Ihre Netto-Umsatzerwartungen auf, das heißt ohne Mehrwertsteuer. Diese stellt nur einen Durchlaufposten dar, da Sie sie als Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen.

Rentabilitätsplan: Hier stellen Sie Ihre Kosten dem prognostizierten Umsatz gegenüber. Wenn Sie auf einen Verlust kommen, rechnen Sie alle Teilpläne noch einmal durch und ändern oder streichen Sie Ausgaben, die nicht unbedingt notwendig sind.

Liquiditätsplan: Er entspricht inhaltlich Ihrem Rentabilitätsplan. Die Einnahmen und Ausgaben werden hier jedoch in den Monaten eingetragen, in denen sie tatsächlich erwartet werden bzw. zur Zahlung fällig sind. Mit der Zahlungsmoral steht es allerdings oft nicht zum Besten: Im Schnitt vergehen zwei Monate, bis die Kunden Ihre Leistung bezahlen werden.

Finanzierungsplan: Neben den Zahlen aus der Kosten-, Umsatz- und Rentabilitätskalkulation stellen Sie hier dar, wie Sie Ihr Unternehmen finanzieren wollen, also welche Eigenmittel Sie haben (dies können neben Geld auch Computer und weitere betriebsnotwendige Güter sein). Sie bringen außerdem die Investitionen ein, die Sie fremdfinanzieren müssen und geben an, wann die Finanzspritze nötig sein wird.

Gestaltungstipps

Ihr Businessplan repräsentiert Ihr Unternehmen und ist oft die erste Informationsquelle für Dritte. Er sollte nicht nur inhaltlich stimmig, sondern auch optisch ansprechend gestaltet sein.

Die Inhalte

Nur die wesentlichen Fakten gehören in Ihren Businessplan. Vermeiden Sie lange, verschachtelte Sätze. Der Plan sollte dem Leser kurz Ihr Vorhaben darstellen. Wenn relevante Feinheiten sich nicht in Kürze darstellen lassen, bereiten Sie diese grafisch auf. Der Umfang liegt bei etwa 20 Seiten.

Das Layout

Das Corporate Design(CD) Ihres Unternehmens beginnt mit dem Businessplan. Legen Sie ein einheitliches Seitenformat fest. Hierzu gehören sich wiederholende Kopf- und Fußzeilen. Wählen Sie Schriftart und Schriftgröße (mindestens 10 Punkt). Halten Sie diese Formatierungen bei allen Dokumenten und Unterlagen ein. Wichtig sind auch Deckblatt und Inhaltsverzeichnis.

Die Präsentation

Um Ihren Businessplan angemessen präsentieren zu können, wählen Sie einen ansprechenden Einband aus. Wenden Sie sich an ein DTP- oder Kopierstudio. Ob Sie Ihre Unterlagen spiralbinden oder laminieren lassen oder eine Präsentationsmappe verwenden, ist Geschmacksfrage. Achten Sie auf einfache Handhabung.


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