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Digitalisierung

Chancen und Herausforderungen für Mittelstand und Gründer

Digitale Technologien stellen als „General Purpose Technologien“ eine wichtige Quelle für Neuerungen in breiten Teilen der Wirtschaft dar. Sie gelten daher als zentraler Treiber für Wettbewerbs­fähigkeit und Wachstum. Aus gesamt­wirtschaftlicher Sicht gilt die Digitalisierung als Hoffnungs­träger für ein Wieder­ansteigen der seit Jahren in vielen Industrieländern rückläufigen Produktivitäts­raten.

Aktuell veröffentlicht

KfW Resarch - Aktuelles
KfW-Digitalisierungsbericht 2018

Der Anteil der Mittelständler, der Digitalisierungs­projekte erfolgreich abgeschlossen hat, ist gegenüber der Vorperiode gestiegen. Allerdings stagnieren die Ausgaben je Unternehmen auf einem niedrigen Niveau. Dies gibt Anlass zur Sorge, dass sich eine Spaltung des Mittelstands in große, stark digitalisierte Unternehmen und kleine, bei der Digitalisierung abgehängte Unternehmen entwickeln könnte.

KfW-Digitalisierungsbericht Mittelstand 2018  (PDF, 880 KB, nicht barrierefrei)

Weitere Veröffentlichungen zum Thema Digitalisierung von KfW Research

Digitalisierung erfasst breite Teile des Mittelstands

  • Der Anteil der mittelständischen Unternehmen, der Digitalisierungs­projekte erfolgreich abschließt, liegt bei 30 %.
  • Dieser Anteil ist gegenüber der Vorperiode um 4 Prozentpunkte gestiegen.
  • Aktuell treiben mehr Mittelständler ihre Digitalisierung voran, als sie traditionelle Innovationen hervorbringen.

Quelle:
KfW-Digitalisierungsbericht Mittelstand 2018  (PDF, 880 KB, nicht barrierefrei)

Höhere Digitalisierungsanstrengungen großer Mittelständler

  • Unternehmen jeder Größenklasse haben den Anteil der Digitalisierer gegenüber der Vorperiode gesteigert.
  • Mit zunehmender Unternehmensgröße steigt der Anteil der Digitalisierer deutlich.
  • Da große Mittelständler auch mehr für ihre Digitalisierung ausgeben, droht eine Spaltung in große, stark digitalisierte und kleine, bei der Digitalisierung abgehängte Unternehmen.

Quelle:
KfW-Digitalisierungsbericht Mittelstand 2018  (PDF, 880 KB, nicht barrierefrei)

Eigene Forschung und Entwicklung (FuE) befördert die Digitalisierung

  • Unternehmen mit eigener FuE sind Vorreiter bei der Digitalisierung. Sie führen Digitalisierungs­vorhaben mehr als doppelt so häufig durch als Unternehmen ohne FuE.
  • Vor allem tief greifende Digitalisierungs­vorhaben, die die Arbeitsabläufe in Unternehmen verändern, werden von FuE-treibenden Unternehmen besonders häufig durchgeführt.

Quelle:
KfW-Digitalisierungsbericht Mittelstand 2018  (PDF, 880 KB, nicht barrierefrei)

Digitalisierung der Schnittstellen zum Unternehmensumfeld am häufigsten

  • Der Kontakt zu Kunden und Zulieferern wird von Mittelständlern am häufigsten digitalisiert. Nahezu gleich häufig werden IT-Strukturen erneuert und neue Anwendungen eingeführt.
  • Die Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen rangiert auf der letzten Position.

Quelle:
KfW-Digitalisierungsbericht Mittelstand 2018  (PDF, 880 KB, nicht barrierefrei)

15 Mrd. EUR gibt der Mittelstand für Digitalisierung aus

  • Gegenüber dem Vorjahr steigen die aggregierten Digitalisierungsausgaben im Mittelstand um 1 Mrd. EUR.
  • Große Mittelständler geben rund das 24-fache der kleinen Mittelständler für ihre Digitalisierung aus.

Quelle:
KfW-Digitalisierungsbericht Mittelstand 2018  (PDF, 880 KB, nicht barrierefrei)

Zugang zu Krediten für Digitalisierungsprojekte schwieriger als für Investitionen

  • Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Unternehmen seinen Kreditzugang als "schlecht" oder "sehr schlecht" bezeichnet, liegt für Unternehmen, die Kreditverhandlungen über Kredite für Digitalisierungs­vorhaben geführt haben, um gut zwei Drittel höher als für Unternehmen mit Kreditver­handlungen über Investitions­vorhaben (d. h. für Maschinen, Anlagen o. ä.).
  • Kredite für Digitalisierungsvorhaben werden jedoch nur selten nachgefragt.

Quelle:
Unternehmensbefragung 2018 – Digitalisierung nimmt Fahrt auf  (PDF, 545 KB, nicht barrierefrei)

Interne Mittel dominieren bei der Finanzierung von Digitalisierungsprojekten

  • Digitalisierungsvorhaben werden zu 77 % aus den laufenden Einnahmen der Unternehmen finanziert. Bankkredite spielen mit 4 % des Finanzierungs­volumens eine untergeordnete Rolle.
  • Damit unterscheidet sich die Finanzierung von Digitalisierungs­vorhaben deutlich von der Finanzierung von Investitionen in Sachanlagen. Dort machen Bankkredite 21 %, laufende Einnahmen aber nur 58 % des Finanzierungs­volumens aus.
  • Abgesehen von den vergleichsweise kleinen zu finanzierenden Volumen dürfte dies auf die besonderen Charakteristika von Digitalisierungs­vorhaben zurückzuführen sein.
  • Die Erfolgschancen sind für externe Geldgeber schwierig zu beurteilen, da Digitalisierungs­vorhaben häufig firmen­spezifische Anwendungen bzw. Problem­lösungen zum Ziel haben und dem Aufbau und der Verbesserung von Knowhow und organisatorischen Abläufen dienen.
  • Digitalisierungsvorhaben setzen sich zu einem großen Anteil aus Aufwendungen für Personal und Vorleistungen zusammen, während nur ein vergleichsweise kleiner Anteil auf materielle Investitionen entfällt. Dies senkt die Möglichkeiten, Sicherheiten aus dem Projekt heraus zu stellen.
  • Beides verringert die Bereitschaft externer Geldgeber, Digitalisierungs­vorhaben zu finanzieren.

Quelle:
Digitalisierung im Mittelstand: Status Quo, aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen  (PDF, 567 KB, nicht barrierefrei)

Digitalisierung beschleunigt Internationalisierung im MIttelstand

Glasfaser Raunheim
  • Aus Sicht mittelständischer Unternehmen (20–499 Beschäftigte) wird es durch die Digitalisierung einfacher, sich in die Wertschöpfungsketten ihrer Kunden zu integrieren – im Inland wie im Ausland. Dies gilt für Dienstleister noch stärker als für Industrieunternehmen, da sie ihre Leistungen häufiger elektronisch erbringen können und seltener auf den physischen Transport von Produkten angewiesen sind.
  • Knapp zwei Drittel der mittelständischen Industrie- und Dienstleistungsunternehmen gehen davon aus, dass die Digitalisierung die Erschließung europäischer Absatz- und Beschaffungsmärkte für sie leichter machen wird.
  • Zudem erwarten rund 50 % der Industrie- und 44 % der Dienstleistungs­unternehmen eine verstärkte Kooperation mit Unternehmen aus dem europäischen Ausland. Einige Unternehmen erwarten von der Digitalisierung sogar Impulse für ihre Investitionstätigkeit im Ausland.

Quelle:
Mittelständische Wertschöpfungsketten werden internationaler – Europa bleibt wichtig  (PDF, 145 KB, nicht barrierefrei)

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