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KfW startet Leuchtturmprojekt TUMO Berlin

Pressemitteilung vom 01.09.2020 / KfW

  • Accenture GmbH ist der neue Betreiber des ersten TUMO-Zentrums für digitale Bildung in Deutschland
  • Bechtle Systemhaus Mannheim wird Technologiepartner für die technische Ausstattung des Zentrums
  • Zentrumsmanager bringt Erfahrung in digitaler Bildung für Jugendliche mit
  • Webauftritt berlin.tumo.de live
  • Eröffnung des Zentrums im November geplant
  • Innovatives pädagogisches Konzept nach armenischem Vorbild

Pünktlich zu Beginn des neuen Schuljahres sind wesentliche Voraussetzungen geschaffen worden, damit das erste TUMO-Zentrum für digitale Bildung von Jugendlichen in Deutschland seine Türen bald öffnen kann: Für TUMO Berlin stehen sowohl die Betreiber als auch der Zentrumsmanager fest. Im Rahmen einer EU-weiten Ausschreibung der KfW Bankengruppe bekam die Accenture GmbH den Zuschlag. Den technologischen Part der Ausschreibung um die Ausstattung des hochmodernen TUMO-Zentrums gewann die Bechtle Systemhaus Mannheim.

Als Zentrumsmanager konnte der Berliner Pawel Mordel gewonnen werden, ein prominenter Vertreter der Berliner Kreativszene, der zuletzt das von ihm gegründete gemeinnützige Bildungsprogramm für Teenager in Berlin, After School Hustle, leitete. Um bereits vor Eröffnung des Zentrums in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf das TUMO-Konzept bei den Schülern, Eltern sowie Lehrern bekannt zu machen, wurde der Webauftritt berlin.tumo.de nun live geschaltet. Die Eröffnung von TUMO Berlin, in dem wöchentlich mehr als 1.000 Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren nach der Schule digitale Techniken und Kompetenzen kostenlos erlernen können, ist im November geplant.

Dr. Ingrid Hengster, Mitglied des KfW-Vorstandes: „Wir freuen uns sehr, dass unser Leuchtturmprojekt TUMO zügig voranschreitet und wir mit Accenture und Pawel Mordel kompetente und kreative Partner finden konnten. Ich freue mich auch für Berliner Schüler, die sich nun bald kostenlos und in modernster Umgebung digitale Fertigkeiten aneignen können. Von digitaler Bildung für Jugendliche profitieren wir letztlich alle: unsere Gesellschaft, die Wirtschaft und die Unternehmen. Deshalb brauchen wir mehr solcher Lernzentren in Deutschland und unser Ziel ist klar: Die KfW sucht weitere Partner, um ein landesweites Netzwerk von digitalen Lernzentren aufzubauen.“

Auch für Frank Riemensperger, Vorsitzender der Geschäftsführung für Accenture in Deutschland, stellt TUMO einen weiteren wichtigen Schritt zu mehr (digitaler) Bildungsgerechtigkeit dar: „Bildung ist Zukunft: Nicht erst die vergangenen Monate haben uns deutlich vor Augen geführt, wie wichtig digitale Kompetenzen sind. Dass wir da in Deutschland noch Nachholbedarf haben, insbesondere was die Bildungsgerechtigkeit angeht, ist kein Geheimnis. Wir müssen Menschen die Chance geben, neue Technologien zu verstehen und mit dem digitalen Wandel nicht nur Schritt zu halten, sondern diesen auch aktiv mitzugestalten. Der Bedarf für entsprechende Skills wird in Zukunft nur noch größer – daher können wir nicht früh genug anfangen, Kinder und Jugendliche für die Welt der Technologie und Digitalisierung zu begeistern. Ich freue mich deshalb sehr, dass wir von Accenture Betreiber dieses spannenden, außerschulischen Lernortes sind und als Unternehmen und Mitglied der Gesellschaft einen Beitrag zur digitalen Bildung leisten.“

Pawel Mordel, Zentrumsmanager von TUMO Berlin: „Aus meiner eigenen Jugend kenne ich den Bedarf für Bildung, auch digitale Bildung. Ich habe mir das Programmieren noch selbst beigebracht, nun ist die Zeit gekommen, dass Angebote wie TUMO zum Standard werden. Und ich finde es aufregend, dass ich als Leiter von TUMO Berlin hier zur Speerspitze gehöre. In meinen Jahren in der Berliner Kreativszene habe ich gesehen, dass es viele Leute gibt, die in ihrer Freizeit mit Teenagern arbeiten wollen. Deshalb bin ich überzeugt, dass sich um TUMO Berlin ein richtiges Netzwerk aus Kreativen, Pädagogen und Jugendlichen bildet.“

Bei TUMO handelt es sich um ein innovatives pädagogisches Lernkonzept aus Armenien: Jugendliche im Alter von 12-18 Jahren lernen in einem hochmodern ausgestatteten Zentrum nach der Schule freiwillig und kostenlos digitale und kreative Technologien wie 3D-Modellierung, Robotik, Programmierung, aber auch Film, Musik und Fotografie. TUMO wird bereits international erfolgreich, unter anderem in Paris, Beirut und Moskau, umgesetzt und hat bislang 19.000 Jugendliche erreicht.

Marie Lou Papazian, Mitgeschäftsführerin von TUMO in Armenien, betont die Einzigartigkeit des Kursangebots von TUMO: „Das Programm, mit dem die KfW startet, ist ambitioniert. Es deckt die modernsten und die sich am schnellsten verändernden Technologien ab und ermöglicht so Karrieren der Zukunft.“

TUMO Berlin ist eine Initiative der KfW: Die KfW hat mit TUMO Armenien einen Franchisevertrag zum Aufbau des ersten TUMO-Zentrums in Deutschland geschlossen und finanziert das Zentrum für die ersten fünf Jahre. Bei der feierlichen Vertragsunterzeichnung im Januar 2020 war Dorothee Bär, Staatsministerin im Bundeskanzleramt für Digitalisierung, anwesend.

Die KfW fördert Bildung in Deutschland bereits gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit ihrem Studien- und Bildungskredit sowie dem Aufstiegs-BAföG. Als Förderbank des Bundes und der Länder begleitet sie darüber hinaus den digitalen Transformationsprozess in Deutschland mit diversen Förderangeboten für Unternehmen und Kommunen.

Weitere Informationen:

TUMO Berlin

TUMO Armenien

Interview mit den beiden TUMO-Geschäftsführern in Armenien auf KfW Stories

Themen kompakt "Bildungsförderung der KfW"

Digitale Bildung für Jugendliche - das TUMO-Lernzentrum in Armenien

Das TUMO Center for Creative Technologies in Armenien hat sich als kostenloses Bildungszentrum für Jugendliche auf Technologie und Design spezialisiert.

(21. Januar 2020)

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