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KfW Research – Dossier

Investitionen in Deutschland

Investitionen sind der Schlüssel zu einer zukunfts­fähigen Volks­wirtschaft und daher ein wichtiges Querschnitts­thema für KfW Research. Nur wenn Unternehmen, private Haushalte und der Staat entsprechend investieren, gelingt die Transformation zu einer klima­neutralen, digitalen und resilienten Volkswirtschaft. Produktivitäts­steigernde Investitionen sind außerdem essenziell, um trotz der demografischen Alterung Wohlstand zu erhalten, beziehungs­weise auszubauen. Welche Investitions­summe braucht es für die Klima­neutralität bis zur Mitte des Jahrhunderts? Warum investieren Unternehmen oder auch nicht? Wie entwickelt sich der Wohnungsbau? Wie hoch ist der Investitions­rückstand in den Kommunen und wie lässt er sich am besten beheben? Diese und andere Fragen beantworten wir mit unseren Studien.

Unternehmensinvestitionen

Arbeiter in Maschinenfabrik

Mit ihren Ausgaben für Maschinen, Fahrzeuge, Wirtschafts­bauten sowie zunehmend auch für Geistiges Eigentum tätigen die Unternehmen den Großteil der Investitionen in Deutschland. Im Jahr 2020 waren sie für 56 % der Investitions­summe verantwortlich. Seit den 1990er-Jahren gehen die Unternehmens­investitionen, relativ zum Bruttoinlands­produkt, allerdings trendmäßig zurück. Dies hat vielfältige Ursachen, wobei die demografische Alterung gerade im Mittelstand eine große Rolle spielt. Bei IT-Investitionen gibt es bei vielen deutschen Unternehmen außerdem einen großen Nachholbedarf und es muss wesentlich mehr Geld für Klimaschutz­maßnahmen in die Hand genommen werden.

Klimaschutzinvestitionen im Mittelstand (PDF, 247 KB, nicht barrierefrei)

Im Jahr 2020 haben rund 460.000 Unternehmen insgesamt 22 Mrd. EUR in Vorhaben investiert, die auch dem Klimaschutz dienen. Damit floss etwa jeder zehnte vom Mittelstand investierte Euro in Klima­schutz­vorhaben. Zudem planen drei von zehn Unternehmen verstärkt in Maß­nahmen zur Anpassung an den Klima­wandel zu investieren. (Dezember 2021)

Warum Unternehmen (nicht) investieren (PDF, 143 KB, nicht barrierefrei)

Die Investitionsbereitschaft hängt an den Geschäfts­erwartungen sowie den wirtschafts­politischen Rahmen­bedingungen. Innovationen und Digitalisierungs­anstrengungen sind wichtige Treiber. Das Streben nach finanzieller Unabhän­gigkeit und begrenzte Wachstums­ambition senken die Investitions­bereitschaft. Die rapide Alterung der Unter­nehmer stellt gerade im Mittelstand eine große Investitions­bremse dar. (November 2021)

KfW-Mittelstandspanel 2021 (PDF, 1 MB, nicht barrierefrei)

Die Corona-Krise hat die Investitions­laune des Mittelstands im Jahr 2020 gedämpft. Noch nie haben so viele Unternehmen auf die Umsetzung ihrer Pläne verzichtet und bei den noch getätigten Investitionen haben kleinere Projekte zur Krisen­anpassung dominiert. Insgesamt sanken die Investitionen um 7 %. (Oktober 2021)

Digitalisierung im internationalen Vergleich (PDF, 203 KB, nicht barrierefrei)

Deutschland liegt bei den IT-Inves­titionen im inter­nationalen Vergleich zurück. Einerseits ist es notwendig, den Unternehmen die Vorteile der Digitali­sierung weiter zu verdeut­lichen. Andererseits müssen Hemm­nisse, wie Fachkräfte­mangel und fehlende Kom­petenzen, Einschrän­kungen bei der Finanzierung sowie Mängel bei der digitalen Infra­struktur angegangen werden. (Mai 2021)

Klimaneutral bis 2050: eine große Transformationsaufgabe für die deutsche Industrie (PDF, 196 KB, nicht barrierefrei)

Das Ziel der Klimaneutralität macht eine treibhaus­gas­neutrale Indus­trie in Deutschland erfor­derlich. Die Transformation ist mit heute bekan­nten Technologien möglich. Die notwendigen Investitionen in neue Produktions­prozesse sowie den erforderlichen Kapazitäts­aufbau für Erneuerbare Energien und grünem Wasserstoff sind allerdings groß. Zugleich bietet der klima­gerechte Umbau der Wirt­schaft beträchtliche Chancen für zukünftige Wert­schöpfung und Beschäftigung. (März 2021)

Öffentliche Investitionen

Neubau einer Autobahnbrücke

Auf den Staat gingen zuletzt nur etwa 12 % der gesamt­wirtschaftlichen Investitionen zurück. Wegen des komplementären Charakters der Infrastruktur für die private Investitions­tätigkeit spielen die öffentlichen Investitionen dennoch eine große Rolle für das Wachstums­potenzial der Volkswirtschaft. Innerhalb des Staates stemmen die Kommunen mit 37 % den relativ größten Anteil der öffentlichen Investitionen; bei den öffentlichen Bauten allein ist es mit 58 % sogar die absolute Mehrheit. Das reicht von Straßen über Brücken, Tunnel und Kanäle bis hin zu Schulgebäuden und deren Ausstattung. Mit dem KfW-Kommunalpanel verfügt KfW Research über eine einzigartige Daten­grundlage zu den kommunalen Aktivitäten. Der wahrgenommene kommunale Investitions­rückstand im Jahr 2021 lässt sich so auf 149 Mrd. EUR beziffern.

Finanzierung öffentlicher Investitionen: Kredite allein helfen den Kommunen nicht (PDF, 162 KB, nicht barrierefrei)

Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie und die Investitions­bedarfe für Klimaschutz, Digitalisierung und Demografie bringen neue Finanzierungs­herausforderungen mit sich. Dabei wird der Kommunalkredit eine wichtige Rolle spielen. Der Verschuldung sind aber Grenzen gesetzt. Ohne eine strukturelle Verbesserung der kommunalen Finanzausstattung sind die anstehenden Zukunftsinvestitionen darum nicht zu bewältigen. (Dezember 2021)

Effizienz der Staatsausgaben (PDF, 265 KB, nicht barrierefrei)

Der deutsche Staat hat in Sachen Bildung und Infrastruktur bisher recht effizient gewirtschaftet. Bei eher durchschnittlichen Leistungen ergibt sich die Effizienz aber vor allem aus relativ niedrigen Ausgaben für diese Bereiche. Eine große Herausforderung ist es, auch bei höheren Ausgaben effizient zu bleiben. (Oktober 2021)

Digitalisierung der Schulen (PDF, 163 KB, nicht barrierefrei)

Bei der digitalen Ausstattung der Schulen sehen die Kämmerer den größten Investitionsbedarf. Um ihn zu bedienen, sind finanzielle Planungssicherheit und ausreichend qualifiziertes Personal wichtig. (September 2021)

KfW-Kommunalpanel 2021 (PDF, 687 KB, nicht barrierefrei)

Im KfW-Kommunalpanel 2021 zeigt sich, dass die Investitions­planungen der Kommunen in der Krise vorerst stabil bleiben. Trotzdem reichen die gestiegenen Investitionen kaum aus, den Kapitalstock zu erhalten. Der wahrgenommene Investitions­rückstand steigt um rund 2 Mrd. EUR auf nun insgesamt 149 Mrd. EUR. (Mai 2021)

Private Wohnbauten und Klimaschutztechnologien

Energieffiziente Gebäude

Die ausreichende Verfügbarkeit qualitativ hochwertigen und bezahlbaren Wohnraums dort, wo er benötigt wird, ist eine zentrale gesellschaftliche Frage, denn ein Trend zur Urbanisierung, kleineren Haushalten und die Zuwanderung aus dem Ausland haben regional zu ausgeprägten Wohnungsknappheiten geführt. Zugleich entstehen durch die demografische Entwicklung Rückbaubedarfe in schrumpfenden Regionen sowie die Notwendigkeit für mehr Barrierefreiheit in den Wohnungen. Ein hoher Investitionsbedarf besteht außerdem für Klimaschutz­maßnahmen in Wohngebäuden, die im Jahr 2020 für etwa 12 % der Treibhausemissionen in Deutschland verantwortlich waren. Mit 32 % hat der Wohnbau einen beträchtlichen Anteil an den gesamtwirt­schaftlichen Investitionen. Seit 2010 liegen die Wohnbau­investitionen in einem Aufwärtstrend, der sich gerade in den letzten Jahren nochmal beschleunigt hat.

KfW-Energiewendebarometer 2021 (PDF, 637 KB, nicht barrierefrei)

Die Zustimmung zur Energiewende ist weiterhin hoch und liegt sogar leicht über dem Vorjahres­niveau. Gut 15 % der Haushalte nutzen Energiewende­technologien, weitere 7 % planen die zeitnahe Anschaffung. Insbesondere bei Photovoltaik­anlagen und Elektroautos sind deutliche Anstiege zu erwarten. Derzeit sind Haushalte mit hohem Einkommen in ländlichen Regionen am häufigsten unter den Nutzern. Die Klimaziele lassen sich jedoch nur erreichen, wenn auch Haushalte mit niedrigen Einkommen aktiviert werden – und die jährlichen Emissions­einsparungen im Gebäude­bereich in den nächsten 10 Jahren doppelt so hoch ausfallen wie bisher. (September 2021)

Lichtblick: Wohnungsbauinvestitionen steigen trotz Corona-Krise (PDF, 212 KB, nicht barrierefrei)

Die Wohnungsbauinvestitionen sind 2020 trotz Corona-Krise weiter gestiegen. 2021 könnten erstmals seit 20 Jahren wieder mehr als 300.000 Wohnungen gebaut werden -- in Ballungs­räumen wird Wohnraum dennoch knapp und teuer bleiben. Ein Abbau von Überschuss­nachfrage kann zum einen durch den Bau neuer Wohnungen, zum anderen durch die Umlenkung von Wanderungs­strömen erfolgen. Der Ausbau des öffentlichen Regional­verkehrs und der digitalen Infrastruktur sind hierfür wichtige Ansätze. (Februar 2021)

Klimaneutralität: Die Energieeffizienz von Gebäuden ist weiterhin entscheidend! (PDF, 106 KB, nicht barrierefrei)

Gebäude haben seit 1990 mehr als 40 % ihrer Treibhausgase (THG) eingespart, müssen aber gemäß Klimaschutz­gesetz die jährlichen Einsparungen bis 2030 noch einmal deutlich steigern, um Klimaneutralität zu ermöglichen. Ein angemessener CO2-Preis erhöht die Wirtschaftlichkeit von Energieeffizienz­maßnahmen. (Juli 2020)

Querschnittsthema Umwelt- und Klimaschutzinvestitionen

Bei Umwelt- und Klimaschutz­investitionen sind alle Sektoren – Unternehmen, Privathaushalte und der Staat – gefordert, damit die Transformation zu einer klimaneutralen und nachhaltigen Gesellschaft gelingt. Grüne Investitionen werden von uns daher in unterschiedlichen Zusammen­hängen adressiert. Von den Klimaschutz­investitionen in mittelständischen Unternehmen, den technologischen Lösungs­ansätzen in der Industrie, den Investitions­bedingungen in den Kommunen, bis hin zur Nutzungs­bereitschaft von Energiewende­technologien in privaten Haushalten. In einer von uns beauftragten Studie haben wir außerdem den gesamtwirt­schaftlichen Investitions­bedarf berechnen lassen, der für das Erreichen der Klimaneutralität bis zur Mitte des Jahrhunderts notwendig wird.

5 Bio. EUR klimafreundlich investieren – eine leistbare Herausforderung (PDF, 258 KB, nicht barrierefrei)

Für Klimaneutralität bis zur Mitte des Jahrhunderts sind Investitionen in Höhe von rund 5 Bio. EUR erforderlich. Dabei handelt es sich jedoch vielfach um ohnehin anstehende Investitionen, die nun in eine nachhaltige Verwendung fließen müssen. Um bis zum Jahr 2045 klimaneutral zu werden, stehen Mehrinves­titionen von jährlich 72 Mrd. EUR an. Während es zur Mobilisierung der Mehr­investitionen zentral ist, bestehende Investitions­hemmnisse, wie etwa aufwendige Planungs- und Genehmigungs­verfahren, zeitnah abzubauen, gelingt die Kanalisierung von Klimaschutz­investitionen in nachhaltige Bereiche vor allem durch eine zielgerichtete Anpassung der Rahmen­bedingungen und strukturelle Reformen. (Oktober 2021)

Kontakt

KfW Research, KfW Bankengruppe, Palmengartenstr. 5-9, 60325 Frankfurt,

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