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Ausschlusskriterien für das Liquiditätsportfolio

Bei unseren Investitionsentscheidungen für das Liquiditätsportfolio werden zusätzlich zu den sogenannten ESG-Kriterien (environmental, social and governance) auch Ausschlusskriterien mit einbezogen. Somit soll dazu beigetragen werden, dass grundsätzlich keine KfW-Mittel an Emittenten fließen, durch deren Aktivitäten aus KfW-Sicht inakzeptable negative Auswirkungen auf bestimmte Aspekte im Bereich Umwelt, Soziales und Governance zu erwarten sind.

Sind die Emittenten Finanzdienstleistungsunternehmen, werden die Ausschlusskriterien indirekt angewendet, bspw. bei Banken auf deren relevante Beteiligungen. Für Staatsanleihen werden keine Ausschlusskriterien berücksichtigt.

  • Beteiligungen von Banken in Höhe von mind. 50 % oder strategische Beteiligungen an einem Unternehmen,
    • das mindestens 5 % seines jährlichen Gesamtumsatzes durch eines oder mehrere der unter die Ausschlusskriterien fallenden Produkte erwirtschaftet, oder
    • eine Kontroverse in Bezug auf die Ausschlusskriterien mit dem Schweregrad „severe“ oder „very severe“ durch unseren Research-Partner ISS ESG aufweist.

Ausschlusskriterien für das Liquiditätsportfolio der KfW

Die Ausschlusskriterien für produzierende Unternehmen und Finanzdienstleistungsunternehmen orientieren sich an der "IFC Exclusion List" sowie an der bankweiten Ausschlussliste der KfW.

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1.Produktion oder Geschäftstätigkeiten, die Zwangsarbeit oder Kinderarbeit in Anspruch nehmen gemäß der ILO Kernarbeitsnormen.
2.Unter internationale Ausstiegs- oder Verbotsbestimmungen fallende Produktion, Verwendung oder Handel von bzw. mit Pestiziden/Herbiziden sowie anderen gefährlichen Stoffen.
3.Handel mit Tieren oder Tierprodukten, die unter die Bestimmungen von CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora) fallen.
4.Produktion von Kosmetika etc. unter Zuhilfenahme von Tierversuchen.
5.Kommerzielle Abholzung von primären Feuchtwäldern.
6.Investitionen, die mit der Zerstörung ** oder erheblichen Beeinträchtigung – ohne angemessene Kompensation nach internationalen Standards – von besonders schützenswerten Gebieten einherzugehen drohen.
7.Produktion oder Handel von kontroversen Waffen oder wichtigen Komponenten hiervon (nukleare Waffen und radioaktive Munition, biologische und chemische Massenvernichtungswaffen, Streubomben, Anti-Personen Minen, angereichertes Uran).
8.Produktion oder Handel von radioaktivem Material. Dies betrifft nicht die Beschaffung medizinischer Geräte, von Geräten zur Qualitätskontrolle oder andere Verwendungen, für die die radioaktive Quelle unbedeutend und / oder angemessen abgeschirmt ist.
9.Atomkraftwerke (ausgenommen Maßnahmen, die im Bestand Umweltgefahren mindern) sowie Minen mit Uran als wesentlicher Gewinnung.
10.Prospektion, Exploration und Abbau von Kohle; wesentlich für Kohle genutzte landgestützte Verkehrsmittel und -infrastruktur; wesentlich mit Kohle befeuerte Kraftwerke, Heizwerke und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen sowie zugehörige Stichleitungen. ***
11.Nicht-konventionelle Prospektion, Exploration und Abbau von Öl aus Ölschiefer, Teer- oder Ölsanden.
12.Anbau und Verarbeitung von Tabak.
13.Kontroverse Formen des Glücksspiels: Betreiben von Casinos, Herstellung von Geräten bzw. sonstiges Equipment für Casinos oder Wettbüros bzw. Unternehmen, die durch Online-Wetten Umsätze generieren (hierbei werden sogenannte "short odds" als "kontroverse Form des Glückspiels" gesehen).
14.Jedwede Geschäftstätigkeit, die Pornografie beinhaltet.

** “Zerstörung” meint die (i) Vernichtung oder hochgradige Verminderung der Intaktheit eines Gebiets, verursacht durch einen größeren und lange anhaltenden Wandel der Nutzung von Land oder Wasser, oder (ii) die Veränderung eines Habitats in der Weise, dass die Fähigkeit des Gebiets, seine Funktion wahrzunehmen, verloren geht.

*** Investitionen in Stromübertragungsnetze mit wesentlicher Kohlestromeinspeisung werden nur in Ländern und Regionen verfolgt, die über eine ambitionierte nationale Klimaschutzpolitik bzw. -strategie (NDC) verfügen, oder wenn die Investitionen gezielt der Minderung des Kohlestromanteils im betreffenden Netz dienen. In Entwicklungsländern können wesentlich mit Kohle befeuerte Heizwerke und KWK in streng zu prüfenden Einzelfällen mit besonders hohem Nachhaltigkeitsbeitrag mitfinanziert werden, sofern sie nachweislich ohne klimafreundlichere Alternative sind und besondere Umweltgefahren gemindert werden.

Kontakt

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KfW Bankengruppe

Investor Relations

Palmengartenstraße 5-9

60325 Frankfurt am Main

Telefon

+49 (0)69 74 31-22 22

Fax

+49 (0)69 74 31-39 86

E-Mail

investor.relations@kfw.de

Bloomberg: KfW

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