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Kooperation mit europäischen Förderbanken

Die KfW pflegt mit zahlreichen nationalen Förderbanken in Europa einen engen Kontakt, der sich nicht nur auf finanzielle Kooperationen beschränkt sondern weit darüber hinausgeht. So werden Regierungen beim Aufbau von Förderbanken unterstützt, gemeinsame Studien durchgeführt und mit verschiedenen Partnern wurden Personalaustauschprogramme etabliert. Außerdem engagiert sich die KfW in verschiedenen Netzwerken (ELTI, NEFI, LTIC) und mit CDC, CDP, Bpifrance und AFD (frz. Entwicklungsbank) hat die KfW eine Bürogemeinschaft in Brüssel.

Förderbankenberatung

Nicht zuletzt dank der eigenen Erfolgsgeschichte ist das KfW Modell zum Vorbild für viele andere Förderbanken geworden. Bereits nach dem Fall der Mauer haben viele Süd- und osteuropäische Länder eigenen Institutionen ähnlich dem KfW Modell gegründet. In Ungarn, Kroatien und den baltischen Staaten beispielsweise beriet die KfW die Regierungen beim Aufbau einer Förderbank bzw. bei der Entwicklung von Mittelstandsprogrammen.

Die Finanzkrise und ihre erfolgreiche Überwindung in Deutschland, auch mit Hilfe des KfW Sonderprogramms, haben viele Staaten in Europa dazu veranlasst, die deutsche Herangehensweise zu analysieren. Das Modell der KfW zur Finanzierung von KMUs ist dabei auf großes Interesse gestoßen. In der Folge sind weitere Förderbanken in Europa entstanden, z.B. in Irland, Portugal, Malta, UK. In allen genannten Fällen hat die KfW die Regierungen beim Aufbau der neuen Institutionen unterstützt und Knowhow-Transfer geleistet sowie ihre jahrzehntelange Expertise in der Mittelstandsförderung in den Gründungsprozess eingebracht.

Europas führende nationale Förderbanken und Europäische Investitionsbank starten Marguerite II

Logo EDFI

Mit dem Start von Marguerite II wird die wichtige Arbeit des Europäischen Fonds 2020 für Energie, Klimaschutz und Infrastruktur („Fonds Marguerite“) als gesamteuropäischem Beteiligungsfonds fortgesetzt; Ziel des Fonds ist es, als Katalysator für Neuinvestitionen ("Greenfield") sowie auch für den Ausbau bestehender Infrastrukturinvestments ("Brownfield") in den Sektoren erneuerbare Energien, Energie, Verkehr und digitale Infrastruktur zu fungieren, und so die wesentlichen EU-Politiken in Bezug auf Klimawandel, Energiesicherheit, digitale Agenda und transeuropäische Netze umzusetzen. Der Fonds wird über ein Investitionsvolumen von über 700 Mio. EUR für Infrastrukturprojekte in der gesamten EU und in den Beitrittsländern verfügen. Marguerite II hat eine Laufzeit von 10 Jahren (mit 2 möglichen Verlängerungen um jeweils 1 Jahr) und soll innerhalb von 5 Jahren vollständig investiert sein.

KfW-Pressemitteilung v. 30. November 2017

Weitere Kooperation von KfW und EIF im Rahmen einer neuen Verbriefungstransaktion von Leasingforderungen an deutsche KMU der abcfinance GmbH

Die KfW und der Europäische Investitionsfonds (EIF) haben zur Förderung des Mittelstandes eine Investition in eine neue Verbriefungstransaktion durch den Erwerb von zusammen insgesamt EUR 100 Mio. der Senior- und EUR 48 Mio. der Mezzanine-Tranchen abgeschlossen. Die von der Raiffeisen Bank International AG strukturierte Transaktion verbrieft ein Portfolio deutscher KMU-Leasingforderungen der abcfinance GmbH.

Die Transaktion wurde im Rahmen von ENSI (EIF-NPIs Securitisation Initiative), einer gemeinsamen Initiative zur Förderung des Verbriefungsmarktes von EIF und nationalen Förderbanken (NPI), getätigt.

KfW-Meldung v. 8. September 2017

Die Caisse des Dépôts (CDC), die Cassa Depositi e Prestiti (CDP) und die KfW bekräftigen ihr gemeinsames Bekenntnis zur Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWU)

Die Vertreter von CDC, CDP und KfW haben ein gemeinsames Schreiben an die Wirtschafts- bzw. Finanzminister Deutschlands, Frankreichs und Italiens - Wolfgang Schäuble, Bruno Le Maire und Pier Carlo Padoan – adressiert; darin erklären sie ihre Unterstützung für die Initiative der drei Minister, eine gemeinsame Position ihrer Länder bezüglich der künftigen Ausrichtung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWU) zu erarbeiten.

KfW-Meldung v. 24. Juli 2017

6. April 2017: Französisch-Deutsche Initiative

Bpifrance und KfW planen gemeinsame Investments in ambitionierte europäische Wachstumsfonds

Förderung des Risikokapitals in Europa

Die nationalen Förderinstitute der fünf größten europäischen Volkswirtschaften (Bpifrance, Frankreich, British Business Bank, Großbritannien, Cassa depositi e prestiti, Italien, Instituto de Credito Oficial, Spanien und KfW, Deutschland) stellten am 7. Dezember 2016 ihre gemeinsame Studie zum europäischen Risikokapitalmarkt vor und geben Empfehlungen, wie der Zugang zu Risikokapital in der EU gefördert werden kann.

Der Zugang zu Risikokapital ist ein wichtiger Erfolgsfaktor für innovative, wachstumsorientierte Start-ups. Dies war der Anlass für die fünf nationalen Förderinstitute, die Studie „Building Momentum in Venture Capital across Europe” gemeinsam durchzuführen. Sie beruht auf verfügbaren Statistiken und den jeweiligen Fachkenntnissen der Förderinstitute zu einzelnen nationalen Märkten.

KfW-Pressemitteilung v. 7. Dezember 2016

Europäische Förderinstitute unterstützen gemeinsam den Verbriefungsmarkt zugunsten des Mittelstands

Anfang Juli 2016 haben sich der EIF, die KfW und weitere nationale Förderbanken auf ein gemeinsames Vorgehen zur Förderung des Verbriefungsmarktes zugunsten des Mittelstands in Europa verständigt. Ziel dieser Kooperation ist die gemeinsame Beteiligung an Verbriefungstransaktionen, um den Verbriefungsmarkt zu revitalisieren und somit die Refinanzierungsmöglichkeiten für mittelständische Unternehmen in Europa zu verbessern.

Im Rahmen der gemeinsamen Initiative ENSI wurden standardisierte Prozesse und Mindestkriterien definiert, unter denen sich die jeweiligen Förderinstitute an entsprechenden Verbriefungstransaktionen beteiligen können. Aktuell befinden sich bereits mehrere Transaktionen in der Pipeline. Über ENSI soll die kapitalmarktgestützte Mittelstandsfinanzierung im Sinne des Europäischen Fonds für Strategische Investitionen (EFSI) gestärkt werden. Die Arbeitsgemeinschaft steht darüber hinaus mit der Europäischen Kommission in einem Dialog zu der Möglichkeit, Mittel aus dem EFSI für solche Investitionen einzusetzen.

ENSI

Die ENSI-Partnerinstitute sind EIF, EIB, KfW, European Bank for Reconstruction and Development (EBRD), bpifrance, Cassa Depositi e Prestiti (Italien), Malta Development Bank Working Group, Instituição Financeira de Desenvolvimento (Portugal), Instituto de Crédito Oficial (Spanien) und British Business Bank.

Weiterführende Informationen

Flyer ENSI  (PDF, 288 KB, nicht barrierefrei) (in Englisch)

Indicative Term Sheet  (PDF, 990 KB, nicht barrierefrei) (in Englisch)

Transaktionen

Im September 2016 haben sich die italienische CDP, die KfW und der EIF gemeinsam an einer italienischen Verbriefungstransaktion in Höhe von insgesamt 65 Mio. EUR beteiligt. Die Verbriefung umfasst gewerbliche Leasingforderungen der ICCREA Banca Impresa (eine italienische genossenschaftliche Geschäftsbank).

"Zusammenarbeit im Bereich Verbriefungen schreitet mit einer neuen Transaktion der ICCREA Banca Impresa voran", KfW-Meldung v. 28. September 2016

Vereinbarungen mit einzelnen europäischen Förderbanken

Die europäischen Förderbanken arbeiten bereits seit vielen Jahren in verschiedenen Organisationen zusammen, so zum Beispiel im Rahmen des europäischen Förderbankennetzwerks "NEFI" .

Außerdem hat die KfW mit unter anderem der Caisse des Dépôts in Frankreich, der Cassa Depositi e Prestiti in Italien und der EIB den Long Term Investors Club (LTIC) gegründet, der mittlerweile 19 Mitglieder weltweit zählt. Zu den ersten gemeinsamen Initiativen des LTIC gehört die Gründung des Fonds "Marguerite" , der Eigenkapitalangebote für europäische Infrastrukturprojekte vorhält.

Bilateral unterhält die KfW intensive Kontakte zu anderen Förderbanken in Europa, die sich beispielsweise in einem Personalaustauschprogramm und dem Austausch von Know-how, in regelmäßigen Treffen der Vorstände oder in gemeinsamen Finanzierungen widerspiegeln.

Stand: Januar 2018

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