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KfW Research – Dossier

Konjunktur

Wirtschaftliches Wachstum verläuft nicht gleichmäßig, sondern in Zyklen: Phasen konjunktureller Unter- und Überauslastung der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten wechseln sich ab. Der Analyse solcher Zyklen und der Prognose konjunktureller Wendepunkte kommt eine wichtige Bedeutung zu. Denn die Konjunktur setzt den wirtschaftlichen Rahmen, in dem private Haushalte, Unternehmen und Staat ihre Entscheidungen etwa im Hinblick auf ihren Konsum oder ihre Investitionen treffen. Auch Geld- und Fiskalpolitik sollten je nach Phase im Konjunkturzyklus unterschiedlich ausgerichtet sein. KfW Research analysiert die Konjunktur in Deutschland und der Eurozone und veröffentlicht vierteljährlich eigene Prognosen zum realen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts.

Aktuelle Kommentare von KfW Research

01.07.2020 | Arbeitsmarkt Deutschland

„In allen Wirtschafts­bereichen hat sich das Geschäfts­klima seit dem Ende des Lockdowns von einer sehr tiefen Basis deutlich verbessert. Die meisten Unter­nehmen erwarten bessere Geschäfte im zweiten Halbjahr, auch wenn Nachfrage und Liefer­ketten immer noch beein­trächtigt sind und die Sorge um die Zukunft oft noch groß ist. Durch die wieder­belebte Geschäfts­tätigkeit können viele Kurzar­beiter ihre Arbeitszeit wieder ausweiten. Die Zahl der Arbeits­losen dürfte in den nächsten Monaten dennoch weiter steigen, denn es wird weitere Entlassungen geben und die Unter­nehmen stellen weniger ein. Deshalb liegt die Zahl der gemeldeten offenen Stellen im Mai mit 570.000 um mehr als 200.000 unter der des Vorjahres­monats. Die Arbeitslosig­keit hat vor allem unter Erwerbs­tätigen ohne Berufsab­schluss und Jugend­lichen zugenommen. Es kommt in den kommenden Monaten darauf an, dafür zu sorgen, dass sich die Arbeitslosig­keit nicht verfestigt und zu bleibenden Nachteilen führt. Hierfür müssen Lehrstellen und Qualifizierungs­angebote in größerer Zahl geschaffen werden. Die Bedingungen dafür sind nicht einfach. Denn viele Betriebe können aufgrund wirtschaft­licher Probleme nicht ausbilden. Und die Notwendigkeit zum Social Distancing stellt ausbildungs­willige Betriebe vor mehr oder weniger große Heraus­forderungen. Deshalb sind auch beim Schulen und Ausbilden innovative Lösungen gefragt.“

Dr. Fritzi Köhler-Geib, KfW-Chefvolkswirtin

Konjunktur Deutschland / Eurozone

KfW-Konjunkturkompass Deutschland / Eurozone

12. Mai 2020

Ein langer Weg aus dem Corona-Tal

Die Pandemie hat Europa wie ein Blitz getroffen. In Breite und Tiefe ist die Rezession einzigartig. Die deutsche Wirtschaft dürfte 2020 um rund 6 % einbrechen. Wenn eine zweite Infektionswelle ausbleibt, sollte jedoch schon im zweiten Halbjahr eine zunächst kräftige und dann abflauende Erholung beginnen, die sich 2021 in einem aufholenden Wachstum von 5 % niederschlägt. Das Ausgangsniveau wird so im Herbst 2021 wieder erreicht. Die insgesamt verlorene Wirtschaftsleistung beträgt dann etwa 300 Mrd. EUR.­

Im Euroraum dürfte die Rezession noch tiefer ausfallen (2020: -7 %; 2021: +6 %), denn gerade die anderen großen Länder Frankreich, Italien und Spanien wurden von der Pandemie besonders hart getroffen und auch die strukturellen Voraussetzungen sind ungünstig.

Aktueller KfW-Konjunkturkompass Deutschland / Eurozone  (PDF, 115 KB, nicht barrierefrei)

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer

Mittelständische Unternehmen sind entscheidend für Wachstum und Wohlstand einer Volkswirtschaft. KfW Research analysiert mit seinen einzigartigen Umfragen, Studien und Statistiken die Bedürfnisse der mittelständischen Unternehmen in Deutschland. Die Indikatorfamilie KfW-ifo-Mittelstandsbarometer basiert auf einer größenklassenbezogenen Auswertung der ifo Konjunkturumfragen, aus denen unter anderem der bekannte ifo Geschäftsklimaindex berechnet wird. Dabei werden monatlich rund 9.500 Unternehmen aus den Wirtschaftsbereichen Verarbeitendes Gewerbe, Bauhauptgewerbe, Großhandel, Einzelhandel sowie Dienstleistungen (ohne Kreditgewerbe, Versicherungen und Staat) zu ihrer wirtschaftlichen Situation befragt, darunter rund 8.000 Mittelständler.


10. Juni 2020

Mittelstand endgültig im Corona-Tal angekommen

Die Corona-Pandemie verursacht nie dage­wesene Stimmungs­schwankungen im Mittel­stand. Sein Geschäfts­klima erholt sich im Mai extrem stark, nachdem es zuvor historisch abge­stürzt war. Bemerkens­wert sind jedoch die Rela­tionen. Die Klima­aufhellung gegen­über dem Vor­monat ist zwar die zweit­stärkste seit Beginn der Zeit­reihe, macht aber nur gut ein Fünftel der Ein­brüche im März und April wieder wett. Getragen wird die Ver­besserung des Klimas allein von einem Rekord­anstieg der – gleich­wohl weiterhin sehr pessimistischen – Geschäfts­erwartungen.

Aktuelles KfW-ifo-Mittelstandsbarometer  (PDF, 112 KB, nicht barrierefrei)

Europäische Konjunktur

seit Mai 2020 zusammen mit Konjunktur Deutschland

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