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KfW Research – Dossier

Konjunktur

Wirtschaft­liches Wachstum verläuft nicht gleichmäßig, sondern in Zyklen: Phasen konjunk­tureller Unter- und Überaus­lastung der gesamt­wirtschaft­lichen Kapazitäten wechseln sich ab. Der Analyse solcher Zyklen und der Prognose konjunk­tureller Wende­punkte kommt eine wichtige Bedeutung zu. Denn die Konjunktur setzt den wirtschaft­lichen Rahmen, in dem private Haushalte, Unternehmen und Staat ihre Entscheidungen etwa im Hinblick auf ihren Konsum oder ihre Investitionen treffen. Auch Geld- und Fiskal­politik sollten je nach Phase im Konjunk­turzyklus unterschiedlich ausgerichtet sein. KfW Research analy­siert die Konjunktur in Deutschland und der Eurozone und veröffentlicht vierteljährlich eigene Prognosen zum realen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts.

Medienbeiträge und Kommentare der KfW-Chefvolkswirtin Dr. Fritzi Köhler-Geib

30.04.2021 │ BIP Deutschland Q1 2021

„Die Pandemie und der lange Lockdown haben zum Jahresauftakt 2021 deutliche Spuren im deutschen Bruttoin­landsprodukt hinterlassen. Anders als im vergangenen Herbst federte das Verarbeitende Gewerbe den Rückgang der Wirtschafts­leistung nur teilweise ab, da die Unternehmen angesichts von Liefer­engpässen bei Vorprodukten die gefüllten Auftrags­bücher kaum abarbeiten konnten. Da die Stimmungs­indikatoren aus der Industrie dennoch immer höher klettern, handelt es sich dabei wohl nur um einen temporären Engpass. Im laufenden Quartal wird der Schub aus dem Verarbeitenden Gewerbe voraussichtlich wieder für ein positives Quartals­wachstum sorgen. Für die geschlossenen Dienstleistungs­unternehmen ist das allerdings kein Trost. Sie können sich nur an den beschleunigten Impffort­schritt klammern, der ab dem Sommer nachhaltige Öffnungs­schritte und einen deutlichen Wachstums­schub verheißt.“

30.04.2021 │ BIP Eurozone Q1 2021

„Die Währungsunion beginnt das neue Jahr wie das alte zu Ende ging: mit einem Minus bei der Wirtschafts­leistung. Vor allem das unterschiedliche Timing im Wechselspiel von Ein­dämmungs- und Lockerungs­maßnahmen hat dafür gesorgt, dass der Rückgang des Bruttoin­landsprodukts Anfang 2021 für die Eurozone insgesamt etwas moderater ausfällt als in Deutschland. Dessen ungeachtet ist der Weg zurück zum Vorkrisen­niveau damit nochmal ein Stück länger geworden. Angesichts der Impfkam­pagnen, die Fahrt aufnehmen, ist für den Sommer Besserung in Sicht. Das zeigt sich bereits sehr deutlich in der wirtschaft­lichen Stimmung. Ob es jedoch bereits im aktuellen Quartal zu einem merklichen Wachstums­schub reicht, bleibt weiter unklar. Zwar haben viele Euroländer nun deutliche Öffnungs­schritte angekündigt. Aufgrund der verbreitet hohen Inzidenzen und belasteter Intensiv­kapazitäten ist das Risiko für eine Fortsetzung der Jo-Jo- Lock­downs aber noch hoch.“

Bisherige Kommentare von Dr. Fritzi Köhler-Geib

KfW Research Jahresausblick 2021

Pressegespräch zum KfW Research Jahresausblick 2021

Angesichts der Aussicht auf bald verfügbare, wirksame Covid19-Impfstoffe stehen die Chancen gut, dass die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr die Folgen der Corona-Pandemie überwindet. Zuvor steht uns jedoch ein harter Winter bevor. Mit der Rückkehr des öffentlichen und sozialen Lebens ab dem kommenden Frühling dürfte es zu einem Wachstums­schub kommen. KfW Research erwartet für 2021 ein Wirtschaftswachstum von rund 4 % nach einem Rückgang von 5,3 % im laufenden Jahr. Bis Ende 2021 kann das Vorkrisen­niveau wieder erreicht werden.

Um insgesamt gestärkt und nachhaltig aus der Krise zu kommen, muss Deutschland verstärkt den digitalen und klima­neutralen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft angehen. Hier gilt es durch entschiedene Weichen­stellung die Rückkehr zu einem nachhaltigen Wachstumspfad zu ermöglichen. Ansatzpunkte hierfür sind:

  • Investitionen in Digitalisierung und Klimaschutz
  • Aus- und Weiterbildung von Fachkräften und die
  • Nutzung von Europas Stärken.

KfW Research Jahresausblick 2021  (PDF, 570 KB, nicht barrierefrei)

Presseerklärung

Konjunktur Deutschland / Eurozone

KfW-Konjunkturkompass Deutschland / Eurozone

24. Februar 2021

Deutschland und die Eurozone: Erholung von zweiter Corona-Welle nur unterbrochen

Infolge des weiterhin erhöhten Infektions­geschehens, des Risikos ansteckenderer Virus­mutationen und der deswegen verlängerten Einschränkungen wird die deutsche Wirtschaft im Startquartal 2021 spürbar schrumpfen. Mit zunehmenden Impf­fortschritten und zunächst vorsichtigen, dann aber immer umfassenderen Lockerungen bei erfolgreicher Zurück­drängung des Virus und Vermeidung einer dritten Welle zeichnet sich dann aber eine deutliche Erholung im Frühling und ein Wachstums­schub im Sommer ab. Insgesamt wird das deutsche BIP 2021 voraussichtlich um 3,3 % und 2022 um 3,4 % steigen. Das Vorkrisen­niveau wird im vierten Quartal 2021 wieder erreicht. Das BIP der Eurozone dürfte 2021 dank eines kräftigen Aufhol­wachstums um 4,6 % und 2022 um 4,0 % zulegen. Ihr Niveau vor Krisen­ausbruch wird die Eurozone als Ganzes im Jahr 2021 allerdings noch verfehlen.

Aktueller KfW-Konjunkturkompass  (PDF, 128 KB, nicht barrierefrei)

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer

Mittelständische Unternehmen sind entscheidend für Wachstum und Wohlstand einer Volkswirtschaft. KfW Research analysiert mit seinen einzigartigen Umfragen, Studien und Statistiken die Bedürfnisse der mittelständischen Unternehmen in Deutschland. Die Indikatorfamilie KfW-ifo-Mittelstandsbarometer basiert auf einer größenklassenbezogenen Auswertung der ifo Konjunkturumfragen, aus denen unter anderem der bekannte ifo Geschäftsklimaindex berechnet wird. Dabei werden monatlich rund 9.500 Unternehmen aus den Wirtschaftsbereichen Verarbeitendes Gewerbe, Bauhauptgewerbe, Großhandel, Einzelhandel sowie Dienstleistungen (ohne Kreditgewerbe, Versicherungen und Staat) zu ihrer wirtschaftlichen Situation befragt, darunter rund 8.000 Mittelständler.


6. April 2021

Deutliches Plus beim Geschäftsklima: Vorschusslorbeeren für den Aufschwung

Die Stimmung in den mittelständischen Unter­nehmen hellt im März zum zweiten Mal in Folge auf – und diesmal sogar ausgesprochen deutlich. Mit einsetzendem Frühling steigt das Geschäfts­klima um gut das Dreifache einer üblichen Monats­veränderung. Besonders die Erwartungen springen regelrecht nach oben und sind erstmals seit Ausbruch der Pandemie leicht positiv. Noch besser gestimmt sind derzeit die Groß­unternehmen. Die kräftigen Klima­verbesserungen in der ganzen Breite der Wirtschaft sind angesichts der sich auftürmenden dritten Infektions­welle jedoch nur eine Moment­aufnahme. Gleichwohl unterstreichen sie das große Potenzial für eine konjunkturelle Erholung, sobald die Pandemie erfolgreich eingedämmt wird – es sind Vorschuss­lorbeeren für den Aufschwung.

Aktuelles KfW-ifo-Mittelstandsbarometer  (PDF, 97 KB, nicht barrierefrei)

Europäische Konjunktur

seit Mai 2020 zusammen mit Konjunktur Deutschland

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