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KfW Research – Dossier

Konjunktur

Wirtschaft­liches Wachstum verläuft nicht gleichmäßig, sondern in Zyklen: Phasen konjunk­tureller Unter- und Überaus­lastung der gesamt­wirtschaft­lichen Kapazitäten wechseln sich ab. Der Analyse solcher Zyklen und der Prognose konjunk­tureller Wende­punkte kommt eine wichtige Bedeutung zu. Denn die Konjunktur setzt den wirtschaft­lichen Rahmen, in dem private Haushalte, Unternehmen und Staat ihre Entscheidungen etwa im Hinblick auf ihren Konsum oder ihre Investitionen treffen. Auch Geld- und Fiskal­politik sollten je nach Phase im Konjunk­turzyklus unterschiedlich ausgerichtet sein. KfW Research analy­siert die Konjunktur in Deutschland und der Eurozone und veröffentlicht vierteljährlich eigene Prognosen zum realen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts.

KfW Research Jahresausblick 2021

Pressegespräch zum KfW Research Jahresausblick 2021

Angesichts der Aussicht auf bald verfügbare, wirksame Covid19-Impfstoffe stehen die Chancen gut, dass die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr die Folgen der Corona-Pandemie überwindet. Zuvor steht uns jedoch ein harter Winter bevor. Mit der Rückkehr des öffentlichen und sozialen Lebens ab dem kommenden Frühling dürfte es zu einem Wachstums­schub kommen. KfW Research erwartet für 2021 ein Wirtschaftswachstum von rund 4 % nach einem Rückgang von 5,3 % im laufenden Jahr. Bis Ende 2021 kann das Vorkrisen­niveau wieder erreicht werden.

Um insgesamt gestärkt und nachhaltig aus der Krise zu kommen, muss Deutschland verstärkt den digitalen und klima­neutralen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft angehen. Hier gilt es durch entschiedene Weichen­stellung die Rückkehr zu einem nachhaltigen Wachstumspfad zu ermöglichen. Ansatzpunkte hierfür sind:

  • Investitionen in Digitalisierung und Klimaschutz
  • Aus- und Weiterbildung von Fachkräften und die
  • Nutzung von Europas Stärken.

KfW Research Jahresausblick 2021  (PDF, 570 KB, nicht barrierefrei)

Presseerklärung

Medienbeiträge und Kommentare der KfW-Chefvolkswirtin Dr. Fritzi Köhler-Geib

03.03.2021 │ EU Kommissionsvorschlag Ausweichklausel auch 2022 anzuwenden

„Die Bewältigung der Corona-Pan­demie war und wird mit weiteren erheblichen finan­ziellen Belastungen der EU-Mitglieds­staaten verbunden sein. Die vorüber­gehende Anwendung der in den europäischen Fiskal­regeln verankerten Ausweich­klauseln sorgt daher für zusätz­lichen Handlungs­spielraum. Die EU-Kommission hat heute vorgeschlagen, die Ausweich­klausel auch auf das Jahr 2022 anzuwenden. Das Ziel ist sicher­zustellen, dass der fiskalpolitische Stimulus, regelbedingt, nicht zu früh zurückgenommen werden muss und die kon­junkturelle Erholung nach der Pandemie abgewürgt wird. Vor dem Hintergrund, dass einige Mitglieds­staaten bis ins Jahr 2023 brauchen dürften, um das Vorkrisenniveau des BIP zu erreichen, erscheint dieser Vor­schlag durchaus sinnvoll. Allerdings sind, mit Blick auf die strukturell hohe Ver­schuldung im Euro-Raum und der EZB als größtem Einzel­gläubiger der Mitglieds­staaten, mittelfristige Strategien, die die Schulden­stände glaubwürdig auf ein langfristig nachhaltiges Niveau zurückführen, entscheidend. Dabei ist der ziel­gerichtete und effiziente Einsatz von Mitteln aus dem Recovery Fund ebenso ein Ansatz­punkt wie der fiskalische Reform­prozess. Auf diese Weise gelingt es, fiskalische Nachhaltigkeit mit dem Investitions­bedarf in grüne und digitale Zukunfts­projekte zu vereinen.“

Bisherige Kommentare von Dr. Fritzi Köhler-Geib

Konjunktur Deutschland / Eurozone

KfW-Konjunkturkompass Deutschland / Eurozone

24. Februar 2021

Deutschland und die Eurozone: Erholung von zweiter Corona-Welle nur unterbrochen

Infolge des weiterhin erhöhten Infektions­geschehens, des Risikos ansteckenderer Virus­mutationen und der deswegen verlängerten Einschränkungen wird die deutsche Wirtschaft im Startquartal 2021 spürbar schrumpfen. Mit zunehmenden Impf­fortschritten und zunächst vorsichtigen, dann aber immer umfassenderen Lockerungen bei erfolgreicher Zurück­drängung des Virus und Vermeidung einer dritten Welle zeichnet sich dann aber eine deutliche Erholung im Frühling und ein Wachstums­schub im Sommer ab. Insgesamt wird das deutsche BIP 2021 voraussichtlich um 3,3 % und 2022 um 3,4 % steigen. Das Vorkrisen­niveau wird im vierten Quartal 2021 wieder erreicht. Das BIP der Eurozone dürfte 2021 dank eines kräftigen Aufhol­wachstums um 4,6 % und 2022 um 4,0 % zulegen. Ihr Niveau vor Krisen­ausbruch wird die Eurozone als Ganzes im Jahr 2021 allerdings noch verfehlen.

Aktueller KfW-Konjunkturkompass  (PDF, 128 KB, nicht barrierefrei)

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer

Mittelständische Unternehmen sind entscheidend für Wachstum und Wohlstand einer Volkswirtschaft. KfW Research analysiert mit seinen einzigartigen Umfragen, Studien und Statistiken die Bedürfnisse der mittelständischen Unternehmen in Deutschland. Die Indikatorfamilie KfW-ifo-Mittelstandsbarometer basiert auf einer größenklassenbezogenen Auswertung der ifo Konjunkturumfragen, aus denen unter anderem der bekannte ifo Geschäftsklimaindex berechnet wird. Dabei werden monatlich rund 9.500 Unternehmen aus den Wirtschaftsbereichen Verarbeitendes Gewerbe, Bauhauptgewerbe, Großhandel, Einzelhandel sowie Dienstleistungen (ohne Kreditgewerbe, Versicherungen und Staat) zu ihrer wirtschaftlichen Situation befragt, darunter rund 8.000 Mittelständler.


1. März 2021

Mittelständisches Geschäftsklima: ein Hauch von Frühling

Während im Januar noch der verschärfte Lockdown verdaut werden musste, weht im Februar ein Hauch von Frühling. Das mittelständische Geschäftsklima steigt wieder deutlich um 4,2 Zähler auf -10,1 Saldenpunkte. Vor allem die Geschäfts­erwartungen hellen sich auf. Aber auch die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage legt etwas zu. Die Schere zwischen den von Eindämmungs­maßnahmen betroffenen Dienstleistungs- und Einzelhandels­unternehmen auf der einen Seite und den Bau- und Industrie­unternehmen auf der anderen Seite bleibt aber weit geöffnet. Bei den mittel­ständischen Industrie­unternehmen setzt sich der kräftige Stimmungs­aufschwung fort. Im Einzelhandel ist es dagegen nur die Hoffnung auf bessere Zeiten, die im Februar für einen moderaten Anstieg des Geschäftsklimas sorgt. Die Lagebeurteilung des Einzelhandels ist dagegen fast so schlecht wie während des ersten Lockdowns.

Aktuelles KfW-ifo-Mittelstandsbarometer  (PDF, 145 KB, nicht barrierefrei)

Europäische Konjunktur

seit Mai 2020 zusammen mit Konjunktur Deutschland

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