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KfW Research – Dossier

Konjunktur

Wirtschaft­liches Wachstum verläuft nicht gleichmäßig, sondern in Zyklen: Phasen konjunk­tureller Unter- und Überaus­lastung der gesamt­wirtschaft­lichen Kapazitäten wechseln sich ab. Der Analyse solcher Zyklen und der Prognose konjunk­tureller Wende­punkte kommt eine wichtige Bedeutung zu. Denn die Konjunktur setzt den wirtschaft­lichen Rahmen, in dem private Haushalte, Unternehmen und Staat ihre Entscheidungen etwa im Hinblick auf ihren Konsum oder ihre Investitionen treffen. Auch Geld- und Fiskal­politik sollten je nach Phase im Konjunk­turzyklus unterschiedlich ausgerichtet sein. KfW Research analy­siert die Konjunktur in Deutschland und der Eurozone und veröffentlicht vierteljährlich eigene Prognosen zum realen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts.

Medienbeiträge und Kommentare der KfW-Chefvolkswirtin Dr. Fritzi Köhler-Geib

30.07.2021 │ BIP Deutschland Q2 2021

„Das Verarbeitende Gewerbe hat zwar enttäuscht, doch die Musik spielte im vergangenen Quartal in den Dienstleistungs­bereichen, die nach langen pandemie­bedingten Einschrän­kungen eine kräftige Erholung erreichten. Nachdem im April vielerorts noch die Bundes­notbremse griff, gingen die Infektions­zahlen ab Mai rasant zurück und machten viele Öffnungen möglich, die von den Konsu­menten dankend angenommen wurden. In der Industrie mangelt es dagegen an Materialien, weshalb prallgefüllte Auftrags­bücher nicht abgearbeitet werden können. Auch im laufenden Quartal bleiben die hartnäckigen Angebots­engpässe eine Wachstums­bremse. Durch die wieder deutlich steigenden Infektions­zahlen in Deutschland haben sich außerdem die Aussichten für die kritischen Dienstleistungs­branchen etwas eingetrübt. Das Tempo weiterer Öffnungen wird wohl gedrosselt, mit dem konsequenten Einsatz von Impfungen, Tests und Masken dürften pauschale Schließungen von Geschäften, Hotels oder Restaurants aber mittlerweile vermeidbar sein. Allein durch den Schwung der letzten Monate wird es im laufenden Vierteljahr wohl ein solides Wachstum geben. Darüber wie es im Winter weitergeht, entscheidet dann insbesondere der Impffort­schritt der nächsten Monate.“

30.07.2021 │ BIP Eurozone Q2 2021

„Das Wachstum ist zurück. Nach dem schwierigen Winter­halbjahr liegt die Eurozone wieder auf Erholungs­kurs. Von den schnellen Öffnungs­schritten im Mai und Juni haben vor allem die gebeutelten Dienstleistungs­branchen profitiert. Mit diesem Rückenwind und hervorragenden Stimmungs­werten startet die europäische Wirtschaft in das Sommer­quartal. Die Voraussetzungen für weitere ordentliche Steigerungen des Brutto­inlandsprodukts sind damit gut, auch wenn die Erholung durch Liefer­schwierigkeiten und die hoch ansteckende Deltavariante etwas Schwung einbüßen kann. Besonders für stark vom Tourismus abhängige Länder kommt die rasante Entwicklung der Neuin­fektionszahlen mitten in der Hochsaison zur Unzeit. Im Unterschied zum vergangenen Jahr kann eine hohe Impfquote die gesund­heitlichen und wirtschaftlichen Folgen der neuen Infektions­wellen aber begrenzen. Anstrengungen zur Steigerung der Impf­bereitschaft rücken damit zu Recht in das Zentrum der Pandemie­bekämpfung.“

Bisherige Kommentare von Dr. Fritzi Köhler-Geib

KfW Research Jahresausblick 2021

Pressegespräch zum KfW Research Jahresausblick 2021

Angesichts der Aussicht auf bald verfügbare, wirksame Covid19-Impfstoffe stehen die Chancen gut, dass die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr die Folgen der Corona-Pandemie überwindet. Zuvor steht uns jedoch ein harter Winter bevor. Mit der Rückkehr des öffentlichen und sozialen Lebens ab dem kommenden Frühling dürfte es zu einem Wachstums­schub kommen. KfW Research erwartet für 2021 ein Wirtschaftswachstum von rund 4 % nach einem Rückgang von 5,3 % im laufenden Jahr. Bis Ende 2021 kann das Vorkrisen­niveau wieder erreicht werden.

Um insgesamt gestärkt und nachhaltig aus der Krise zu kommen, muss Deutschland verstärkt den digitalen und klima­neutralen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft angehen. Hier gilt es durch entschiedene Weichen­stellung die Rückkehr zu einem nachhaltigen Wachstumspfad zu ermöglichen. Ansatzpunkte hierfür sind:

  • Investitionen in Digitalisierung und Klimaschutz
  • Aus- und Weiterbildung von Fachkräften und die
  • Nutzung von Europas Stärken.

KfW Research Jahresausblick 2021  (PDF, 570 KB, nicht barrierefrei)

Presseerklärung

Konjunktur Deutschland / Eurozone

KfW-Konjunkturkompass Deutschland / Eurozone

25. Mai 2021

Deutschland und die Eurozone: am Ende des Tunnels?

Der Impffortschritt hat deutlich zugelegt und die dritte Infektions­welle ist gebrochen. Mit den Öffnungs­schritten wird das deutsche BIP im laufenden Quartal wieder wachsen. Im Sommer folgt dann voraussichtlich ein deutlicher Schub, bevor im Herbst das Vorkrisen­niveau überschritten wird. Insgesamt dürfte das deutsche BIP 2021 um 3,5 % expandieren. Für 2022 wird mit 4,0 % gerechnet, wobei sich die hohe Rate aber vor allem aus einem außer­gewöhnlich großen statistischen Überhang ergibt. Das BIP der Eurozone dürfte 2021 dank eines kräftigen Aufhol­wachstums um 4,5 % und 2022 um 4,3 % zulegen. Abwärts­risiken ergeben sich insbesondere aus dem Pandemie­verlauf. Bei einer schnellen Auflösung der Engpässe im Verarbeitenden Gewerbe könnte das Wachstum aber auch höher ausfallen.

Aktueller KfW-Konjunkturkompass  (PDF, 124 KB, nicht barrierefrei)

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer

Mittelständische Unternehmen sind entscheidend für Wachstum und Wohlstand einer Volkswirtschaft. KfW Research analysiert mit seinen einzigartigen Umfragen, Studien und Statistiken die Bedürfnisse der mittelständischen Unternehmen in Deutschland. Die Indikatorfamilie KfW-ifo-Mittelstandsbarometer basiert auf einer größenklassenbezogenen Auswertung der ifo Konjunkturumfragen, aus denen unter anderem der bekannte ifo Geschäftsklimaindex berechnet wird. Dabei werden monatlich rund 9.500 Unternehmen aus den Wirtschaftsbereichen Verarbeitendes Gewerbe, Bauhauptgewerbe, Großhandel, Einzelhandel sowie Dienstleistungen (ohne Kreditgewerbe, Versicherungen und Staat) zu ihrer wirtschaftlichen Situation befragt, darunter rund 8.000 Mittelständler.


2. August 2021

Gute Geschäftslage, aber auch neue Pandemiesorgen im Mittelstand

Lange kannte das mittelständische Geschäfts­klima nur den Weg nach oben. Jetzt erhält es einen Dämpfer und geht zum ersten Mal seit Januar wieder zurück. Ursächlich sind vor allem Sorgen über die wieder steigenden Inzidenzen. Das Geschäfts­klima unter den kleinen und mittleren Unternehmen sinkt allein erwartungs­bedingt, während sich die Lagebeurteilung nochmals leicht verbessert.

Aktuelles KfW-ifo-Mittelstandsbarometer  (PDF, 98 KB, nicht barrierefrei)

Europäische Konjunktur

seit Mai 2020 zusammen mit Konjunktur Deutschland

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