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Konjunktur

Wirtschaftliches Wachstum verläuft nicht gleichmäßig, sondern in Zyklen: Phasen konjunktureller Unter- und Überauslastung der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten wechseln sich ab. Der Analyse solcher Zyklen und der Prognose konjunktureller Wendepunkte kommt eine wichtige Bedeutung zu. Denn die Konjunktur setzt den wirtschaftlichen Rahmen, in dem private Haushalte, Unternehmen und Staat ihre Entscheidungen etwa im Hinblick auf ihren Konsum oder ihre Investitionen treffen. Auch Geld- und Fiskalpolitik sollten je nach Phase im Konjunkturzyklus unterschiedlich ausgerichtet sein. KfW Research analysiert die Konjunktur in Deutschland und der Eurozone und veröffentlicht vierteljährlich eigene Prognosen zum realen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts.

Aktuelle Kommentare von KfW Research

31.03.2020 | Arbeitsmarkt Deutschland

Dr. Köhler-Geib

„Auch wenn die jetzt veröffentlichen Zahlen den Effekt der Coronakrise nicht widerspiegeln, ist an der gegenwärtigen Lage nichts zu beschönigen. Zusätzlich zu Erkrankungen gibt es Produktionsausfälle und Einnahmeverluste in gravierendem Umfang, die noch mehrere Wochen oder Monate andauern können. Allerdings werden sich die Auswirkungen für viele Beschäftigte in Deutschland auf temporäre Arbeits- und Verdienstausfälle beschränken. Das liegt nicht zuletzt an den entschiedenen Maßnahmen der Bundesregierung. Hinzu kommt, dass viele Unternehmen mit Blick auf den schon länger beobachteten Fachkräftemangel ein großes Interesse haben, ihre Mitarbeitenden weiter zu beschäftigen; vor allem, um in einer Erholung schnell Nachfrage bedienen zu können.

Wie schon in der Finanzkrise hat die Bundesregierung das Kurzarbeitergeld erheblich ausgeweitet. Das federt Verdienstausfälle ab und entlastet Unternehmen von Lohnkosten und Sozialbeiträgen. Zudem haben die Bundesregierung und die KfW finanzielle Hilfspakete von historisch einmaligem Ausmaß auf den Weg gebracht. Diese helfen besonders betroffenen Betrieben über Liquiditätsengpässe hinweg und bewahren sie vor der Zahlungsunfähigkeit. Das hilft natürlich auch einen starken Anstieg der Arbeitslosigkeit zu vermeiden.

Wir sollten uns eins klar machen: Wie lange der gegenwärtige Ausnahmezustand anhält, hängt entscheidend davon ab, dass die Menschen sich an die von der Politik vorgegeben Einschränkungen ihres Arbeits- und Soziallebens halten. Das rettet nicht nur Menschenleben, sondern trägt entscheidend dazu bei, dass unsere Wirtschaft die Krise schnellstmöglich und weit gehend unbeschadet überwindet."

Dr. Fritzi Köhler-Geib, KfW-Chefvolkswirtin

Konjunktur Deutschland


25. Februar 2020

Corona-Virus verzögert die Erholung der deutschen Konjunktur

Die deutsche Wirt­schaft trat im vierten Quar­tal 2019 auf der Stelle und auch im ersten Halbjahr 2020 dürfte sie nur wenig über Stagnation hinaus­kommen. Der Ausbruch des Corona-Virus verlängert die bereits rekord­lange deutsche Industrie­rezession in das Jahr 2020 hinein. Mit 0,8 % dürfte der BIP-Anstieg 2020 um 0,1 Prozent­punkte geringer ausfallen als bislang prog­nostiziert. Für 2021 erwartet KfW Research in seiner Erst­prognose eine Wachstums­beschleunigung auf 1,3 %. Die Abwärts­risiken über­wiegen.

Aktueller KfW-Konjunkturkompass Deutschland  (PDF, 94 KB, nicht barrierefrei)

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer

Mittelständische Unternehmen sind entscheidend für Wachstum und Wohlstand einer Volkswirtschaft. KfW Research analysiert mit seinen einzigartigen Umfragen, Studien und Statistiken die Bedürfnisse der mittelständischen Unternehmen in Deutschland. Die Indikatorfamilie KfW-ifo-Mittelstandsbarometer basiert auf einer größenklassenbezogenen Auswertung der ifo Konjunkturumfragen, aus denen unter anderem der bekannte ifo Geschäftsklimaindex berechnet wird. Dabei werden monatlich rund 9.500 Unternehmen aus den Wirtschaftsbereichen Verarbeitendes Gewerbe, Bauhauptgewerbe, Großhandel, Einzelhandel sowie Dienstleistungen (ohne Kreditgewerbe, Versicherungen und Staat) zu ihrer wirtschaftlichen Situation befragt, darunter rund 8.000 Mittelständler.


8. April 2020

Mittelständisches Geschäftsklima kollabiert im Angesicht der Corona-Krise

Das mittelständische Geschäftsklima erfährt im Angesicht der Corona-Krise einen historisch einmaligen Absturz. Mit einem Minus von 20 Zählern wird der bisher schärfste Rückgang in der Finanzkrise um ein Vielfaches übertroffen. Anders als bei vorausgegangenen Rezessionen erfolgt der Einbruch nicht primär durch die eher zyklischen Industriebranchen, sondern es wurden viele Teile der Binnenwirtschaft bewusst stillgelegt. Dementsprechend rauscht das Geschäftsklima der mittelständischen Dienstleister sowie Einzel- und Großhändler besonders rasant in den Keller. Dennoch wird das Ausmaß der Krise erst zum Teil erfasst. Im Befragungszeitraum hat sich eine Verschärfung der Pandemie und der damit notwendigen Einschränkungsmaßnahmen zwar abgezeichnet, diese waren in Deutschland aber überwiegend noch nicht in Kraft. Die vollen Auswirkungen dürften also erst im April abgebildet werden.

Aktuelles KfW-ifo-Mittelstandsbarometer  (PDF, 133 KB, nicht barrierefrei)

Europäische Konjunktur


5. Dezember 2019

Brexit erneut vertagt, aber Wachstum der Eurozone bleibt vorerst schwach

Von Juli bis September hat die Wirtschaft der Eurozone das gemächliche Tempo des Vorquartals beibehalten, was angesichts rückläufiger Stimmungs­indikatoren und einer zeitweisen Zuspitzung der politischen Risiken keine Enttäuschung ist. Insbesondere die französische und spanische Wirtschaft zeigen sich robust, während Italien und das besonders stark vom Industrie­abschwung betroffene Deutschland nur marginal expandieren.

Zuletzt hat der politische Gegenwind auch etwas nachgelassen. Insbesondere ist der noch im Sommer befürchtete harte Brexit am 31. Oktober nicht eingetreten, was uns zu einer Aufwärtsrevision des Winter­halbjahrs veranlasst. KfW Research rechnet nun mit einer Fortsetzung des niedrigen, aber immerhin klar positiven Wachstums im laufenden und kommenden Quartal sowie einer schrittweisen Rückkehr zum Trendwachstum ab dem Frühjahr. Im Gesamtjahr 2019 dürfte die Wirtschafts­leistung der Eurozone um 1,2 % und im Jahr 2020 um 1,0 % zulegen.

Aktueller KfW-Konjunkturkompass Eurozone  (PDF, 87 KB, nicht barrierefrei)

KfW Research Konjunkturuhr

Die KfW Research Konjunkturuhr zeichnet den aktuellen Konjunkturverlauf anhand der Outputgap nach, also der Abweichung der tatsächlichen Wirtschaftsleistung von derjenigen, die bei normaler Auslastung der Kapazitäten in der Eurozone erreicht wird. Sie erlaubt eine einfache Interpretation aktueller Konjunkturdaten und eine Einordnung in die vier Phasen eines Konjunkturzyklus Aufschwung, Boom, Abschwung und Rezession.

Details zur KfW Research Konjunkturuhr  (PDF, 499 KB, nicht barrierefrei)

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