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Konjunktur

Wirtschaftliches Wachstum verläuft nicht gleichmäßig, sondern in Zyklen: Phasen konjunktureller Unter- und Überauslastung der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten wechseln sich ab. Der Analyse solcher Zyklen und der Prognose konjunktureller Wendepunkte kommt eine wichtige Bedeutung zu. Denn die Konjunktur setzt den wirtschaftlichen Rahmen, in dem private Haushalte, Unternehmen und Staat ihre Entscheidungen etwa im Hinblick auf ihren Konsum oder ihre Investitionen treffen. Auch Geld- und Fiskalpolitik sollten je nach Phase im Konjunkturzyklus unterschiedlich ausgerichtet sein. KfW Research analysiert die Konjunktur in Deutschland und der Eurozone und veröffentlicht vierteljährlich eigene Prognosen zum realen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts.

Aktuelle Kommentare von KfW Research

18.10.2019 | Geldpolitischer Entscheid der EZB am 24.10.2019

Dr Sebastian Wanke, KfW-Ökonom

„Mario Draghi hat, und das ist sein großer Verdienst, den Euro gerettet. Auch hat er die Geldpolitik in ungeahnte Extreme geführt. Seine Amtszeit endet mit einem Einlagensatz, der seit über fünf Jahren negativ ist, und mit der Frage: „Muss das sein?“. Zugegeben: Ein positiver Zinssatz ist kein Naturgesetz, wie viele meinen. Doch ist eine Inflationsrate von „unter, aber nahe 2 %“ auch keine notwendige Bedingung für unser wirtschaftliches Wohlergehen. Die Diskussion hierzu und darüber hinaus um eine neue, ganz andere Finanzpolitik in der Eurozone ist mehr denn je eröffnet. Draghi hat sie mit seinen unorthodoxen Maßnahmen provoziert. Sollte sich diese Debatte intensivieren und zu grundlegenden Reformen im gemeinsamen Währungsraum führen, wäre das der zweite große Verdienst des scheidenden EZB-Präsidenten. Nicht zuletzt deshalb sind jetzt alle Augen auf seine Nachfolgerin gerichtet.“

Dr. Sebastian Wanke, KfW-Ökonom

Konjunktur Deutschland


27. August 2019

Industrieschwäche treibt Deutschland in die technische Rezession

Die deutsche Wirtschaft schrumpfte im zweiten Quartal um 0,1 %. Hoffnung auf Besserung gibt es kurzfristig kaum.Vor allem die Industrie hat es schwer, ihre Geschäfts- und Exporterwartungen bleiben pessimistisch. KfW Research geht deshalb nur noch von einem mageren jahres­durchschnittlichen Realwachstum von 0,4 % für 2019 und 0,6 % für 2020 aus (Vorprognose: 0,8 % und 1,8 %). Mit verschärften Handels­konflikten sowie einem wahrscheinlichen harten Brexit hält der außen­wirtschaftliche Gegenwind vorerst an und hemmt die inländische Investitionstätigkeit.

Aktueller KfW-Konjunkturkompass Deutschland  (PDF, 191 KB, nicht barrierefrei)

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer

Mittelständische Unternehmen sind entscheidend für Wachstum und Wohlstand einer Volkswirtschaft. KfW Research analysiert mit seinen einzigartigen Umfragen, Studien und Statistiken die Bedürfnisse der mittelständischen Unternehmen in Deutschland. Die Indikatorfamilie KfW-ifo-Mittelstandsbarometer basiert auf einer größenklassenbezogenen Auswertung der ifo Konjunkturumfragen, aus denen unter anderem der bekannte ifo Geschäftsklimaindex berechnet wird. Dabei werden monatlich rund 9.500 Unternehmen aus den Wirtschaftsbereichen Verarbeitendes Gewerbe, Bauhauptgewerbe, Großhandel, Einzelhandel sowie Dienstleistungen (ohne Kreditgewerbe, Versicherungen und Staat) zu ihrer wirtschaftlichen Situation befragt, darunter rund 8.000 Mittelständler.


2. Oktober 2019

Leichte Stimmungsaufhellung im Mittelstand – aber nicht bei Großunternehmen

Nach einer Verschlech­terung im Vor­monat erholt sich das mittel­ständische Geschäfts­klima im September wieder etwas. Die schon lange deutlich schlechtere Stimmung der Groß­unternehmen geht derweil weiter bergab. Bei einem starken außenwirt­schaftlichen Gegenwind profitieren inlands­orientierte kleine und mittlere Unter­nehmen noch von einer robusten Binnen­nachfrage. Dennoch war das Sommer­quartal auch für den Mittelstand kein gutes und die Aus­sichten für den Herbst und Winter sind eher trüb.

Aktuelles KfW-ifo-Mittelstandsbarometer  (PDF, 113 KB, nicht barrierefrei)

Europäische Konjunktur


6. September 2019

Von der Delle zur Flaute – Eurozone vor längerer Wachstumsschwäche

Während die gesamtwirtschaftliche Produktion in Deutschland, der größten Volkswirtschaft der Eurozone, geschrumpft ist, reichte es für die Währungsunion insgesamt immerhin noch zu einem mageren Wachstum von 0,2 % im Vergleich zum Vorquartal.

Die Aussichten für die weitere Entwicklung beurteilen wir nun skeptischer als noch im Frühjahr. Die jüngsten Umfragen unter den Unternehmen zeigen, dass kein Ende der Industrie­rezession absehbar ist. Sowohl die Verschärfung der handelspolitischen Konflikte als auch die konfrontative Brexit-Strategie der britischen Strategie fordern ihren Tribut.

Daher rechnen wir bis Mitte 2020 mit Fortsetzung der konjunkturellen Durststrecke und korrigieren unsere Wachstums­prognose für das laufende Jahr leicht auf 1,0 % und für das kommende Jahr deutlich auf 0,7 % nach unten.

Aktueller KfW-Konjunkturkompass Eurozone  (PDF, 183 KB, nicht barrierefrei)

KfW Research Konjunkturuhr

Die KfW Research Konjunkturuhr zeichnet den aktuellen Konjunkturverlauf anhand der Outputgap nach, also der Abweichung der tatsächlichen Wirtschaftsleistung von derjenigen, die bei normaler Auslastung der Kapazitäten in der Eurozone erreicht wird. Sie erlaubt eine einfache Interpretation aktueller Konjunkturdaten und eine Einordnung in die vier Phasen eines Konjunkturzyklus Aufschwung, Boom, Abschwung und Rezession.

Details zur KfW Research Konjunkturuhr  (PDF, 499 KB, nicht barrierefrei)

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