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Konjunktur

Wirtschaftliches Wachstum verläuft nicht gleichmäßig, sondern in Zyklen: Phasen konjunktureller Unter- und Überauslastung der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten wechseln sich ab. Der Analyse solcher Zyklen und der Prognose konjunktureller Wendepunkte kommt eine wichtige Bedeutung zu. Denn die Konjunktur setzt den wirtschaftlichen Rahmen, in dem private Haushalte, Unternehmen und Staat ihre Entscheidungen etwa im Hinblick auf ihren Konsum oder ihre Investitionen treffen. Auch Geld- und Fiskalpolitik sollten je nach Phase im Konjunkturzyklus unterschiedlich ausgerichtet sein. KfW Research analysiert die Konjunktur in Deutschland und der Eurozone und veröffentlicht vierteljährlich eigene Prognosen zum realen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts.

KfW Research Jahresausblick 2020

Politische Störfeuer, fehlende Impulse: Konjunktur ohne Schwung

Die Konjunktur kommt nicht Recht in Fahrt. Auch im neuen Jahr wird es in Deutschland, Europa und der Welt nur in schleppendem Tempo aufwärts gehen.

Ausgebremst wird die weltwirtschaftliche Entwicklung weiterhin von tief greifenden Verwerfungen der internationalen Ordnung, die mit einer Vielzahl von Konflikten auf einer breiten Palette von Politik­bereichen einhergehen. Die damit verbundene, außergewöhnlich hohe Unsicherheit belastet die Investitions­tätigkeit weltweit und schwächt das international vernetzte Verarbeitende Gewerbe. Immerhin zeigt die jüngste Annäherung zwischen den USA und China, dass der Appetit auf weitere Eskalations­runden geringer wird.

Der Jahresausblick 2020 von KfW Research zeigt anschaulich im Präsentations­format, welche Folgen die schwache Auslands­nachfrage für Deutschland und die Eurozone hat und warum die Binnenwirtschaft dennoch für moderates Wachstum sorgt.

Jahresausblick 2020  (PDF, 461 KB, nicht barrierefrei)

Aktuelle Kommentare von KfW Research

15.01.2020 | BIP Deutschland

Dr. Fritzi Köhler-Geib

„Der sehr lange Aufschwung geriet 2019 gehörig ins Stocken, mit einem Realwachstum von 0,6 % blieb Deutschland erheblich hinter seinen Möglichkeiten zurück. Allein die solide Binnennachfrage bewahrte die Wirtschaft im vergangenen Jahr vor der Rezession. Das schwierige außenwirt­schaftliche Umfeld bedeutete dagegen Dauerstress für die deutsche Industrie, die zudem den notwendigen Strukturwandel hin zu umweltgerechten Produkten und Produktionsprozessen zu stemmen hat. Die außenwirt­schaftlichen Belastungen dürften im Verlauf von 2020 zwar nachlassen, aber nicht verschwinden. Hinzu kommen schwer zu kalkulierende geopolitische Risiken rund um den US-Iran-Konflikt.“

Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW

15.01.2020 | Staatsüberschuss Deutschland

Stephanie Schoenwald, KfW-Ökonomin

„Demografie, Klimawandel und Digitalisierung stellen Deutschland in den nun begonnenen 2020er-Jahren vor epochale Herausforderungen. Je entschlossener und rascher diese angegangen werden, desto besser. Investitionen in die digitale und physische Infrastruktur, Innovationen und Bildung sind dabei der Schlüssel. Öffentliche Finanzmittel hierfür sind reichlich vorhanden, wie der kräftige Staatsüberschuss von 1,5 % des BIP unterstreicht.“

Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW

Konjunktur Deutschland


22. November 2019

Deutschland: Konjunkturelle Hängepartie geht vorerst weiter

Die deutsche Wirtschaft schrammte an einer technischen Rezession vorbei, sie wuchs im dritten Quartal 2019 um 0,1 %. Im Schlussquartal dürfte das Wirtschafts­wachstum ähnlich mager ausfallen. KfW Research erwartet nun ein Realwachstum von 0,5 % für das Gesamtjahr 2019 und 0,9 % für 2020 (Vorprognose: 0,4 % und 0,6 %). Die etwas entschärften Handels­konflikte der USA sowie der vermiedene harte Brexit zu Halloween stehen hinter der Aufwärtsrevision. Die für 2020 erwartete Wachstums­beschleunigung um 0,4 Prozentpunkte ist allein dem Produktionsplus aus vier zusätzlichen Arbeitstagen zu verdanken (Kalendereffekt). Angesichts weiterhin beträchtlicher Unwäg­barkeiten bleibt die Wirtschaft anfällig für negative Überraschungen.

Aktueller KfW-Konjunkturkompass Deutschland  (PDF, 84 KB, nicht barrierefrei)

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer

Mittelständische Unternehmen sind entscheidend für Wachstum und Wohlstand einer Volkswirtschaft. KfW Research analysiert mit seinen einzigartigen Umfragen, Studien und Statistiken die Bedürfnisse der mittelständischen Unternehmen in Deutschland. Die Indikatorfamilie KfW-ifo-Mittelstandsbarometer basiert auf einer größenklassenbezogenen Auswertung der ifo Konjunkturumfragen, aus denen unter anderem der bekannte ifo Geschäftsklimaindex berechnet wird. Dabei werden monatlich rund 9.500 Unternehmen aus den Wirtschaftsbereichen Verarbeitendes Gewerbe, Bauhauptgewerbe, Großhandel, Einzelhandel sowie Dienstleistungen (ohne Kreditgewerbe, Versicherungen und Staat) zu ihrer wirtschaftlichen Situation befragt, darunter rund 8.000 Mittelständler.


30. Dezember 2019

Trotz kleiner Lichtblicke am Jahresende: Der Weg zum Aufschwung ist noch weit

Eine echte Stimmungsaufhellung im Mittelstand steht weiter aus. Dessen Geschäftsklima steigt im Dezember zwar geringfügig, bewegt sich damit aber bereits den fünften Monat in Folge eng an der Nulllinie entlang, die für konjunkturelle Richtungs­losigkeit steht. In den Großunter­nehmen verbessert sich die Stimmung etwas stärker als im Mittelstand, verharrt dessen ungeachtet jedoch auf einem noch immer viel niedrigeren Niveau. Diese Ergebnisse zeigen vor allem eines: Die deutschen Unternehmen freuen sich angesichts der langen Phase internationaler Unwäg­barkeiten schon über kleine Lichtblicke.

Aktuelles KfW-ifo-Mittelstandsbarometer  (PDF, 128 KB, nicht barrierefrei)

Europäische Konjunktur


5. Dezember 2019

Brexit erneut vertagt, aber Wachstum der Eurozone bleibt vorerst schwach

Von Juli bis September hat die Wirtschaft der Eurozone das gemächliche Tempo des Vorquartals beibehalten, was angesichts rückläufiger Stimmungs­indikatoren und einer zeitweisen Zuspitzung der politischen Risiken keine Enttäuschung ist. Insbesondere die französische und spanische Wirtschaft zeigen sich robust, während Italien und das besonders stark vom Industrie­abschwung betroffene Deutschland nur marginal expandieren.

Zuletzt hat der politische Gegenwind auch etwas nachgelassen. Insbesondere ist der noch im Sommer befürchtete harte Brexit am 31. Oktober nicht eingetreten, was uns zu einer Aufwärtsrevision des Winter­halbjahrs veranlasst. KfW Research rechnet nun mit einer Fortsetzung des niedrigen, aber immerhin klar positiven Wachstums im laufenden und kommenden Quartal sowie einer schrittweisen Rückkehr zum Trendwachstum ab dem Frühjahr. Im Gesamtjahr 2019 dürfte die Wirtschafts­leistung der Eurozone um 1,2 % und im Jahr 2020 um 1,0 % zulegen.

Aktueller KfW-Konjunkturkompass Eurozone  (PDF, 87 KB, nicht barrierefrei)

KfW Research Konjunkturuhr

Die KfW Research Konjunkturuhr zeichnet den aktuellen Konjunkturverlauf anhand der Outputgap nach, also der Abweichung der tatsächlichen Wirtschaftsleistung von derjenigen, die bei normaler Auslastung der Kapazitäten in der Eurozone erreicht wird. Sie erlaubt eine einfache Interpretation aktueller Konjunkturdaten und eine Einordnung in die vier Phasen eines Konjunkturzyklus Aufschwung, Boom, Abschwung und Rezession.

Details zur KfW Research Konjunkturuhr  (PDF, 499 KB, nicht barrierefrei)

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