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Dr. Fritzi Köhler-Geib – What's On

Beiträge, Veranstaltungen, Person

Seit November 2019 ist Frau Dr. Fritzi Köhler-Geib Chefvolkswirtin der KfW und leitet die volkswirt­schaftliche Abteilung der Bankengruppe. Sie analysiert die für die KfW relevanten Trends in Wirtschaft, Gesellschaft sowie auf den Finanzmärkten und setzt Impulse in der wirtschafts- und finanzpolitischen Diskussion. Inhaltliche Schwerpunkte ihrer Arbeit liegen auf der Analyse von konjunkturellen Entwicklungen und Wachstums­trends in Deutschland. Besonders im Fokus stehen die Lage des Mittelstands, die Rolle von Innovation und Digitalisierung zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sowie Fragestellungen rund um das Ziel des klimaneutralen Wirtschaftens. Dr. Fritzi Köhler-Geib beschäftigt sich darüber hinaus mit Fragen der wirtschaftspolitischen Verknüpfungen Deutschlands mit Europa und der Welt.

KfW Research Jahresausblick 2021

Was uns erwartet und worauf es jetzt ankommt

KfW-Chefvolkswirtin Dr. Fritzi Köhler-Geib

Um insgesamt gestärkt und nachhaltig aus der Krise zu kommen, muss Deutschland verstärkt den digitalen und klima­neutralen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft angehen. Hier gilt es durch entschiedene Weichen­stellung die Rückkehr zu einem nachhaltigen Wachstumspfad zu ermöglichen. Ansatzpunkte hierfür sind:

  • Investitionen in Digitalisierung und Klimaschutz
  • Aus- und Weiterbildung von Fachkräften und die
  • Nutzung von Europas Stärken.

KfW Research Jahresausblick 2021  (PDF, 570 KB, nicht barrierefrei)

Presseerklärung

Kommentare zu aktuellen Themen

14.01.2021 │ Deutsches BIP und Staatsdefizit im Jahr 2020

„Die Corona-Pandemie hinterließ 2020 tiefe wirtschaftliche Spuren in Deutschland: Der gemeldete BIP-Einbruch um 5,0 % ist der zweitstärkste seit Bestehen der Bundesrepublik, knapp hinter der Finanzkrise 2009 und mit weitem Abstand zu allen anderen Rezessions­jahren. Gemessen an den ursprünglichen Befürchtungen nach Ausbruch der Pandemie ist dieses traurige Ergebnis aber auch ein Erfolg in Schadens­begrenzung. Denn im März vergangenen Jahres hielt ein führendes deutsches Forschungs­institut einen Absturz der Wirtschaftsleistung um bis zu 20 % für möglich und noch zur Jahresmitte lag die Konsens­prognose bei -6,5 %. Die geglückte Schadens­begrenzung ist der effektiven Eindämmung der ersten Infektionswelle zu verdanken, den dadurch ermöglichten Lockerungen ab Mai sowie den begleitenden, sehr umfangreichen wirtschafts­politischen Stabilisierungs­maßnahmen. Die im Sommer begonnene Erholung in der Industrie sorgt bislang dafür, dass Deutschland zumindest wirtschaftlich einigermaßen glimpflich durch den Anfang November begonnenen, zweiten Lockdown kommt. Das gibt mir Hoffnung, auch wenn mit der erneuten Verlängerung und Verschärfung der Einschränkungen eine Schrumpfung des BIP im Auftaktquartal 2021 wahrscheinlich wird. Mit der Aussicht auf den baldigen großflächigen Einsatz effektiver Impfstoffe sowie der Erfahrung einer rapiden Erholungs­geschwindigkeit im vergangenen Sommer ist eine starke Aufholbewegung im weiteren Verlauf von 2021 noch immer sehr wahrscheinlich.

Die Corona-Pandemie brachte eine Zäsur im deutschen Staatshaushalt: Nach acht Jahren in Folge mit Überschüssen schloss der Staat 2020 mit einem Defizit von 158 Mrd. EUR bzw. 4,8 % des BIP ab. Die äußerst kräftigen Fiskalimpulse aus dem Corona-Schutzschild vom März und dem Konjunktur­programm vom Juni werden der historischen Krise gerecht. Das rasche und beherzte Eingreifen hat die wirtschaftliche Substanz im Lockdown geschützt, die Erholung angeschoben und die Wirtschaft so vor Schlimmerem bewahrt. Die Krise ist allerdings noch nicht vorbei, der staatliche Unterstützungs­bedarf bleibt vorerst hoch. Glücklicherweise kann Deutschland sich diese Hilfen leisten. Die deutsche Bruttostaatsschuld war mit schätzungsweise etwas über 70 % des BIP im vergangenen Jahr weit geringer als im Hochpunkt nach der Finanzkrise (2010: 82 %) und auch als in anderen großen Industrieländern. Natürlich bleibt die langfristige Schulden­tragfähigkeit ein zentrales Thema. Hier ist entscheidend, dass die Zinslastquote des deutschen Staates trotz steigender Kreditaufnahme wegen des derzeitigen Niedrigzins­umfeldes historisch gering ist. Es gibt deshalb den Spielraum und es ist sogar ratsam, die notwendige Konsolidierung erst dann anzugehen, wenn die Krise nachhaltig überwunden und die Wirtschaft auf einen selbsttragenden Aufschwung eingeschwenkt ist. Ich bin überzeugt: Die besten Aussichten für eine nachhaltige Erholung der deutschen Wirtschaft bestehen, wenn es gelingt, notwendige Hilfen zugleich effektiv für den grünen und digitalen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft einzusetzen.“

Bisherige Kommentare von Dr. Fritzi Köhler-Geib

KfW Research Positionspapier

Wie weiter? Worauf es in der Corona-Krise jetzt ankommt

Die Wirtschaftskrise infolge des Corona-Schocks ist einzigartig in der Schnelligkeit ihrer Ausbreitung, ihrer Tiefe und ihrem weltweiten Ausmaß. Eine nachhaltige Erholung ist aufgrund der hohen Unsicherheit besonders schwierig und hängt wesentlich von der Bewältigung drei zentraler Herausforderungen ab: Erstens ist mit einer steigenden Verschuldung des Unternehmens­sektors zu rechnen, die sich negativ auf die Investitionstätigkeit auswirkt. Hinzu kommt, dass hohe Kreditausfälle und geringe Erträge die Eigenkapital­positionen der Banken und damit das Kreditangebot zunehmend belasten. Zweitens hat die Corona-Pandemie die Umsetzung kurzfristiger Digitalisierungs- und Innovations­projekte beschleunigt. Langfristigere, tief greifendere Vorhaben laufen jedoch Gefahr, aufgrund fehlender Mittel zurückgestellt zu werden. Drittens erfordert der Klimawandel strukturelle Anpassungen in allen Wirtschafts­bereichen, die ungeachtet finanzieller Engpässe rasch und entschlossen angegangen werden müssen.

Wie weiter? Worauf es in der Corona-Krise jetzt ankommt  (PDF, 180 KB, nicht barrierefrei) (August 2020)

Gastbeitrag von Dr. Fritzi Köhler-Geib in der FAZ vom 15.09.2020 (€)


Weiteres Positionspapier vom 18.05.2020 sowie Publikationen zum Thema Corona und die Krise

Gastbeitrag von Dr. Fritzi Köhler-Geib in der Börsenzeitung vom 29.05.2020

Aktueller Gastbeitrag

14.11.2020 | Börsen-Zeitung

Eigenkapital - Basis für Strukturwandel und Wachstum

„Eigenkapital ist die zentrale Ressource für die Finanzierung von Innovationen und somit für Strukturwandel und Wachstum“ – mit dieser Grundthese starten KfW-Chefvolkswirtin Dr. Fritzi Köhler-Geib und ihre Research-Kollegen Dr. Georg Metzger und Dr. Volker Zimmermann ihren Beitrag über den Venture-Capital-Markt in Deutschland und die Finanzierung von Innovation hier zu Lande. Darin befassen sich die Autoren auch mit der – vor allem in Coronazeiten wichtigen – Frage, welche Rolle die Wirtschaftspolitik mit Förderkrediten, Haftungsfrei­stellungen und steuerlichen Erleichterungen spielen kann.

Börsen-Zeitung vom 14.11.2020  (PDF, 2 MB, nicht barrierefrei)

Aktuelle Medienbeiträge

05.11.2020 | Investorenbarometer

Die Ergebnisse des German Venture Capital Barometers im Video "Investorenbarometer". Ein Interview u.a. mit Fritzi Köhler-Geib, dem BVK und Handelsblatt.

Markt für Wagniskapital in Deutschland stabilisiert sich

KfW-Mittelstandspanel 2020

KfW-Chefvolkswirtin Dr. Fritzi Köhler-Geib erläutert die Erwartungen der befragten Unternehmen im Mittelstand.

(22. Oktober 2020)

Video anzeigen

KfW-Mittelstandspanel

KfW Stories

Klimaschutzziele – Viel Luft nach oben

Der Wiederaufbau der Wirtschaft nach Corona und die Bekämpfung der Klimakrise müssen Hand in Hand gehen. Um das deutsche Klimaschutzziel zu erreichen, müssen vernachlässigte CO₂-Einsparpotenziale gehoben werden. Vor allem im Verkehrssektor ist das nötig. Und selbst im innovativen Gebäudebereich ist noch mehr drin.

Ein Beitrag von Dr. Fritzi Köhler-Geib auf KfW Stories

Vorträge und Veranstaltungsbeiträge

20./21.05.2021 | Fachtagung Kommunalfinanzen

  • Berlin

Werdegang von Dr. Fritzi Köhler-Geib

zur Vita


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KfW-Bildarchiv

Dr. Fritzi Köhler-Geib im Portrait

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KfW Research, KfW Bankengruppe, Palmengartenstr. 5-9, 60325 Frankfurt,

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