Herstellung von Computerchips bei Fab. Halbleiter-Packaging-Prozess

    KfW Research

    Rohstoffe und Ressourcen

    Eine zukunftsfeste Aufstellung der Versorgung Deutschlands mit mineralischen Rohstoffen ist für den Wirtschafts­standort zentral. Angesichts des steigenden Bedarfs in strategischen Technologien – von Klimaschutz bis Verteidigung – muss die Beschaffung von Rohstoffen sowie deren Komponenten und Produkten sicher und nachhaltig gestaltet werden. Die Herausforderung liegt in wachsenden Bedarfen bei gleichzeitig hoher Abhängigkeit. Denn Lieferketten für mineralische Rohstoffe sind oftmals stark konzentriert und anfällig gegenüber Angebots­schocks und geopolitischen Risiken. Bei vielen Rohstoffen ist die deutsche Wirtschaft zugleich hochgradig abhängig und in hohem Maße auf Importe von außer­europäischen Lieferanten angewiesen. Nachhaltigkeits­aspekte verdienen aufgrund der gewichtigen Rolle rohstoff­abbauender Länder besondere Aufmerksamkeit.

    Die Analysen und Studien von KfW Research widmen sich den vielschichtigen Fragenstellungen rund um die Mammutaufgabe einer resilienten Rohstoff­versorgung. Wo liegen die Abhängigkeiten und wie lassen sie sich mindern? Wie kann es gelingen in unsicheren Zeiten, mehr wirtschafts­politische Freiheitsgrade in der Rohstoff­versorgung zu gewinnen? Und schließlich welche Instrumente und Ansätze stehen in Deutschland und Europa zur Verfügung und wie können sie eingesetzt werden, um der Komplexität Rechnung zu tragen?

    Hier ein Überblick über die relevanten Publikationen von KfW Research:

    In einer umfassenden Studie zur deutschen Industrie wird in einem separaten Kapitel auf die Abhängigkeit in der Rohstoff­versorgung und die damit verbundenen Risiken für Deutschland und Europa eingegangen. Deutschland ist durch einen importabhängigen bedeutsamen Industriesektor besonders verletzlich. (November 2025)

    Seltene Erden werden global als geopolitisches Druckmittel ein­ge­setzt. Die EU ist größtenteils auf importierte Rohstoffe angewiesen, Deutschland ist durch den hohen Industrieanteil besonders verwund­bar. Wie realistisch sind die Vorgaben des Critical Raw Materials Act und an welchen Stellen gibt es Bewegung, wo werden Deutschland und die EU auch absehbar verletzlich bleiben? (September 2025)

    Die EU hat im ersten Halbjahr 2025 14 % ihrer außereuro­päischen Importe von Erdgas, 17 % des LNGs und 29 % der Düngemittel aus Russland importiert. Damit bestehen trotz Reduktion der Anteile in einigen Warengruppen weiterhin Abhängigkeiten von Russland. (September 2025)

    Durch die Krisen seit 2020 hat sich der Veränderungsdruck für inter­nationale Lieferketten erhöht. Vor dem Hintergrund geoöko­nomi­scher Fragmen­tierung stehen kritische Abhängigkeiten im Fokus. Letztere zu erfassen und einzu­werten ist komplex, wie die analy­sierten Schwer­punkte mineralische und Energie­rohstoffe, Halbleiter, grüne und digitale Technologien sowie digitale Dienst­leistungen zeigen. (Juli 2025)

    Die Halbleiter-Wert­schöp­fungs­kette ist international aufgestellt und auf Effizienz ausgerichtet. Auch wegen des Risikos geoöko­nomischer Fragmentierung stellt sich die Frage nach der Resilienz dieser internationalen Lieferketten. Wie eine Analyse der Handels­daten zeigt, ist Deutschland kein reiner Nettoimporteur. Allerdings sind Deutschlands Halbleiter-Importmärkte oftmals stärker konzentriert als die Exportmärkte. (Juli 2024)

    Analyse basierend auf einer Auftragsstudie zur Bedeutung der Rohstoffe Kupfer, Lithium und Seltenen Erden für die Wert­schöpfung Deutschlands sowie eine Betrachtung möglicher Angebots­schocks entlang der Rohstoffwert­schöpfungsketten. Mit unterschiedlich gelagerten Länder­risiken und Marktkonzen­tration entlang der Wert­schöpfungs­kette ergibt sich für jeden der drei betrachteten Rohstoffe eine individuelle Situation. (Februar 2024)

    Bekannt ist, dass Deutschland und die EU bei einer Reihe von Rohstoffen und bestimmten Schlüsseltechnologien wie Photovoltaik oder Windturbinen stark von China abhängig sind. Eine Anwendung der unterschied­lichen quantitativen Kriterien auf die Warenimporte Deutschlands zeigt, wie heterogen die Güter­gruppen sind, für die sich eine entsprechende Abhängigkeit ermitteln lässt.
    (Januar 2024)

    Angesichts des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine hat die Prognos AG im Auftrag von KfW Research eine Neubewertung der Brückenfunktion von Erdgas auf dem Weg zur Klimaneutralität in Deutschland vorgenommen. Ergebnis: Die Brücke Erdgas wird schmaler, sie fällt aber nicht weg. (November 2023)

    Die EU-Kommission hat am 14. März 2023 ein neues Rohstoff­gesetz, den EU Critical Raw Materials Act (CRMA), vorgestellt. Im Kern geht es darum, die zukünftige Ressourcen­versorgung auf eine strategische Grundlage zu stellen. Die Studie zeigt mögliche Ansatzpunkte für die Verbesserung der Resilienz und Nachhaltigkeit von Rohstofflieferketten auf. (März 2023)

    Internationale Wertschöpfungs­ketten spielen für den Konjunktur­zusammenhang zwischen Ländern, bei der Übertragung und Abmil­derung wirtschaftlicher Angebots- und Nachfrage­schocks sowie der Erholungs­fähigkeit von Volks­wirtschaften und Erzielung von Handels­gewinnen eine Rolle. Hinzu kommt ihre Wahrnehmung als wirtschaftliche Abhängigkeiten vor dem Hintergrund geoöko­no­mischer und -strategischer Riva­litäten. (April 2023)

    Die Transformation Richtung Klimaneutralität und die Digita­lisierung werden den zukünftigen Rohstoffbedarf wesentlich prägen. Während die globale Nachfrage sowohl nach Massenmetallen wie Kupfer als auch nach Spezial­metallen wie Lithium, Seltenen Erden stark steigen wird, werden hohe Importabhängigkeiten über die Wertschöpfungskette hinweg zum Stresstest für die Rohstoff­versorgung.
    (September 2022)

    Nahezu die Hälfte aller Mittel­ständler in Deutschland ist von Liefereng­pässen betroffen. In der Folge kommt es zu Produktions­störungen, Liefertermine können nicht eingehalten, Kundenaufträge müssen abgelehnt und Preise angepasst werden. Mit einer schnellen Auflösung der Material­knappheit ist aus Sicht des Mittelstandes nicht zu rechnen. (Oktober 2021)

    Der ungebremste Anstieg des globalen Ressourcenverbrauchs ist Hauptverursacher des globalen Klimawandels und des Biodiversi­täts­verlusts. Gleichzeitig nimmt die Konkurrenz um knappe Rohstoffe zu. Angesichts dieser Heraus­forderungen soll die Circular Economy einen Beitrag dazu leisten, eine nachhaltige und wettbewerbsfähige Wirtschaft zu schaffen. (Juli 2019)

    Die Rückführung der in Abfällen enthaltenen sekundären Rohstoffe in den Wertstoffkreislauf ist ein wichtiger Baustein zur lang­fristigen Sicherung der Rohstoff­versorgung Deutschlands. Hohe Recyclingquoten kann Deutschland vor allem bei Massen­rohstoffen wie Glas, Papier, Kupfer und Eisen vorweisen. (November 2014)

    Stand: Februar 2026

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