Europäisches Engagement der KfW
Die KfW wirkt als nationale Förderbank Deutschlands auch für Europa. Die KfW Programme können von europäischen Unternehmen oder Privatpersonen mit Sitz in Deutschland genutzt werden. Einige der Programme fördern auch ganz konkret grenzüberschreitende Vorhaben. Ein wichtiges Aktionsfeld ist die Projekt- und Exportfinanzierung der KfW IPEX Bank als 100-prozentige Tochter der KfW, um die deutsche und europäische Exportwirtschaft zu stärken. Die KfW engagiert sich Seite an Seite mit der Europäischen Kommission, um im Rahmen von Team Europe die Wirkung der EU-Entwicklungszusammenarbeit zu steigern und zu den gemeinsamen Zielen der Bundesregierung und der EU beizutragen. Dabei bündeln der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank und die DEG ihre Ressourcen mit denen der EU-Institutionen sowie anderer bilateraler europäischer Förderbanken in konkreten Projekten. Die Synergien, die dabei entstehen, werden für Transformationsvorhaben weltweit genutzt, während zugleich die Resilienz Europas gestärkt und seine außen- und sicherheitspolitische Rolle wirkungsvoll flankiert wird. Daneben unterhält die KfW in Brüssel ein Verbindungsbüro, KfW-Mitarbeiter engagieren sich in europäischen Expertengruppen und die KfW arbeitet mit ihren europäischen Partnerbanken in gemeinsamen Finanzierungsinitiativen, etwa im Bereich Kreislaufwirtschaft.

Am 17. Juni 2026 unterzeichnete die KfW Capital mit der französischen Partnerbank Bpifrance ein Memorandum of Understanding (MoU). Beide Förderinstitute vereinbaren Investments in Höhe von insgesamt 400 Millionen Euro über einen Zeitraum von sechs Jahren in deutsche und französische Venture Capital (VC)-Fonds mit grenzüberschreitendem Investitionsfokus. Mit dem eingebrachten Kapital der beiden Förderinstitute beteiligen sie sich an Start-ups aus dem jeweiligen Herkunftsland und fördern damit innovative und strategisch wichtige Zukunftstechnologien, die die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz Europas stärken. Unter Berücksichtigung des Hebeleffekts könnten insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro Kapital für Start-ups mobilisiert werden. Die bestehenden Zusagen von KfW Capital in Frankreich und von Bpifrance in Deutschland belaufen sich zusammen bereits auf mehr als 500 Millionen Euro in 27 VC Fonds (s. Pressemitteilung vom 17.06.2026).
Die Unterzeichnung des MoUs durch KfW-Capital CEO Jörg Goschin und Bpifrance CEO Nicolas Dufourcq fand am Rande der Vivatech Messe in Paris und im Beisein von Carsten Wildberger, Staatsminister für Digitales und Staatsmodernisierung sowie der französischen Staatsministerin für Digitales, Anne Le Hénanff statt.
Auf ein Wort: Marjut Falkstedt zu Gast in der KfW
Anlässlich ihres Antrittsbesuchs bei der KfW, nutzte das EU-Team die Gelegenheit, die neue Geschäftsführerin des Europäischen Investitionsfonds (EIF), Frau Marjut Falkstedt, zu einem kurzen Videodreh ins KfW Studio einzuladen.
Im Gespräch ging es insbesondere um die Herausforderungen, die sie für den EIF sieht, und wie die Zusammenarbeit des EIF und der KfW weiter vertieft werden kann.
KfW Stories
Stand: September 2025












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