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Energetische Sanierung von ganzen Stadtteilen durch Kommunen erhöht Klimaschutz

Pressemitteilung vom 27.05.2019 / KfW, KfW Research

  • Studie bestätigt Ansatz des KfW-Förderprogramms für integrierte Konzepte der energetischen Stadtsanierung
  • Bündelung von energetischen Sanierungsmaßnahmen auf Stadtteilebene verspricht höhere Einsparpotenziale
  • Von 2012 bis 2017 rund tausend Quartierskonzepte und Sanierungsmanagements mit Zuschüssen von 56 Mio. EUR gefördert

Die Kommunen in Deutschland können ihren Beitrag zum Klimaschutz erhöhen, wenn mehrere Maßnahmen der energetischen Sanierung und die verschiedenen Akteure in ganzen Stadtteilen miteinander vernetzt werden. Hierzu bedarf es eines gebäudeübergreifenden Ansatzes, der die Verbesserung der Energieeffizienz, die Nutzung erneuerbarer Energien oder die Reduktion von Treibhausgasemissionen systematisch miteinander verbindet. Seit dem Jahr 2012 fördern Bund und KfW die Entwicklung entsprechender Konzepte und deren Umsetzung durch die Kommunen mit Zuschüssen.

Die Schweizer Prognos AG hat das KfW-Programm „Energetische Stadtsanierung“ im Auftrag der KfW evaluiert. Den Kommunen wird durch einen niederschwelligen Zugang, Offenheit und Flexibilität des Programms ermöglicht, integrierte Konzepte zur energetischen Sanierung zu entwickeln, die helfen, die spezifischen Gegebenheiten vor Ort besser zu berücksichtigen.

Die Prognos-Evaluation beurteilt rund drei Viertel der analysierten Konzepte als gut oder sehr gut. Das Institut wertet dies als einen beachtlichen Erfolg für das Programm. Die analysierten Konzepte vermittelten einen guten Eindruck der möglichen energetischen Einsparpotenziale in den Quartieren über die Ebene von Sanierungsmaßnahmen bei einzelnen Gebäuden hinaus.

Die für die inländische Förderung der KfW zuständige Vorständin der KfW, Dr. Ingrid Hengster, sagt: „Für die Klimaziele der Bundesregierung spielt der kommunale Sektor eine bedeutende Rolle, denn hier liegt viel Potenzial zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen. Um dieses Potenzial zu heben, ist es notwendig, den Blick vom einzelnen Gebäude zu lösen und auf zusammenhängende Stadtteile zu lenken. Um es einfach zu sagen: Bei der kommunalen Energieeffizienz spielt die Musik im Quartier.“

Ergebnisse der Evaluierung zeigen, dass sehr unterschiedliche Voraussetzungen in den Kommunen und Quartieren gegeben sind. Die KfW-Förderung lässt darum bewusst viele Freiheiten, die vor Ort passenden Ansätze zu wählen. Im untersuchten Zeitraum bis 2017 wurden die Erstellung von über 700 Quartierskonzepten sowie die Umsetzung von Maßnahmen der energetischen Sanierung in fast 200 Sanierungsmanagements mit rund 56 Mio. EUR gefördert.

Neben der Entwicklung von Konzepten zur energetischen Stadtsanierung fördert die KfW auch die energieeffiziente Sanierung von öffentlichen, gewerblichen und privaten Gebäuden, die Vermeidung bzw. Nutzung von Abwärme im gewerblichen Sektor und die Nutzung von Erneuerbaren Energien mit jeweils eigenen Förderprogrammen.

Hinweis:
Der Endbericht der Evaluierung ist unter www.kfw.de/research zu finden. Über das Programm können sich interessierte Kommunen unter www.kfw.de/432 informieren.

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