Pressemitteilung vom 28.06.2018 / KfW

KfW beteiligt sich als Ankerinvestor am Connecting Europe Broadband Fund für den Breitbandausbau in unterversorgten Regionen

  • 420 Mio. EUR Startkapital für schnelles Internet auf dem Land
  • Europäische Kommission, Europäische Investitionsbank, Nationale Förderbanken und private Investoren sind erste Investoren
  • Mindestens 1 Mrd. EUR zusätzliche Investitionen sollen angestoßen werden

Frankfurt/Brüssel. Die KfW beteiligt sich am neuen Europäischen Fonds zum Ausbau der Breitband-Infrastruktur (Connecting Europe Broadband Fund, CEBF) mit 50 Mio. EUR. Mit dem Fonds sollen Investitionen in unterversorgten Gebieten in Europa unterstützt werden. Der Fonds wird die erste Investitionsplattform sein, die den Breitbandausbau unter dem Europäischen Fonds für Strategische Investitionen (EFSI) bündelt. Zu den weiteren Startinvestoren zählen die Europäische Kommission mit 100 Mio. EUR aus der Fazilität „Connecting Europe“ (CEF), die Europäische Investitionsbank mit 140 Mio. EUR (davon 100 Mio. EUR im Rahmen des Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI), der tragenden Säule des Investitionsplans für Europa), die französische Förderbank Caisse des dépôts et consignations (CDC), die italienische Förderbank Cassa Depositi e Prestiti mit jeweils 50 Mio. EUR sowie private Investoren.

Aus dem Kapital des neuen Fonds sollen bis 2023 jedes Jahr sieben bis zwölf Projekte in unterversorgten europäischen Regionen in einem Umfang zwischen 1 und 30 Mio. Euro finanziert werden. Deutschland hat hier deutlichen Nachholbedarf: Nach einer Untersuchung des World Economic Forum liegt Deutschland bei der durchschnittlichen Bandbreite auf Platz 19 der 35 Mitgliedsländer. Zudem ist eine hohe Bandbreite gerade im ländlichen Raum rar:
2016 hatten dort nur ca. 30% der Haushalte mehr als 50 Mbit/s; Zugang zu Glasfaser mit höherer Bandbreite sogar nur knapp 2 %. Insgesamt wird erwartet, dass der Fonds zusätzliche Investitionen von mindestens 1 Mrd. Euro für den Breitbandausbau in unterversorgten Gebieten in Europa auslöst. Das Management des Fonds und der finanzierten Projekte liegt bei der Cube Infrastructure Managers S.A. mit Sitz in Luxemburg.

Das für das inländische Fördergeschäft zuständige Vorstandsmitglied der KfW, Dr. Ingrid Hengster, sagte: „Breitbandanschluss wird zum Standortfaktor der Zukunft und zum Schlüssel für die Wettbewerbsfähigkeit ganzer Regionen. Um an die Spitze zu kommen, müssen wir in Deutschland etwas bewegen. Vor allem im ländlichen Raum ist die Versorgung mit hoher Bandbreite oft noch schlecht. Das muss sich ändern. Mit unserer Beteiligung am Europäischen Breitbandfonds leisten wir einen Beitrag, damit auch diese Regionen als Wirtschaftsstandorte in Zukunft ihr Potential ausschöpfen können.“

Pressemitteilung der Europäischen Kommission

Pressemitteilung der EIB

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