Europäisches Engagement der KfW
Europäisches Engagement der KfW
Die KfW wirkt als nationale Förderbank Deutschlands auch für Europa. KfW Programme können von europäischen Unternehmen mit Sitz in Deutschland genutzt werden. Einige der Programme fördern auch grenzüberschreitende Vorhaben. Die KfW engagiert sich zudem mit der Europäischen Kommission, um als Teil von Team Europe die Wirkung der europäischen Entwicklungszusammenarbeit zu steigern und zur europäischen Resilienz, Partnerschaft und Wettbewerbsfähigkeit beizutragen. Ein weiteres wichtiges Aktionsfeld ist die Projekt- und Exportfinanzierung der KfW IPEX Bank, um die deutsche und europäische Exportwirtschaft zu stärken.Daneben unterhält die KfW ein Verbindungsbüro in Brüssel, KfW-Mitarbeiter engagieren sich in europäischen Expertengruppen und die KfW arbeitet mit ihren europäischen Partnerbanken in gemeinsamen Finanzierungsinitiativen, etwa im Bereich Kreislaufwirtschaft.

Die KfW hat im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Europäischen Kommission gemeinsam mit europäischen Partnern den Europäischen Flaggschifffonds für den Wiederaufbau der Ukraine an den Start gebracht, der bis Ende 2027 auf ein Zielvolumen von einer Milliarde Euro wachsen und dadurch sechs bis sieben Milliarden Euro Investitionen in die ukrainische Wirtschaft ermöglichen soll.
Das europäische Konsortium besteht aus den Regierungen Deutschlands, Italiens, Polens und Frankreichs, deren Entwicklungsbanken, der Europäischen Kommission sowie der Europäischen Investitionsbank (EIB).

Am 17. Juni 2026 unterzeichnete die KfW Capital mit der französischen Partnerbank Bpifrance ein Memorandum of Understanding (MoU). Beide Förderinstitute vereinbaren Investments in Höhe von insgesamt 400 Millionen Euro über einen Zeitraum von sechs Jahren in deutsche und französische Venture Capital (VC)-Fonds mit grenzüberschreitendem Investitionsfokus. Mit dem eingebrachten Kapital der beiden Förderinstitute beteiligen sie sich an Start-ups aus dem jeweiligen Herkunftsland und fördern damit innovative und strategisch wichtige Zukunftstechnologien, die die Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz Europas stärken. Unter Berücksichtigung des Hebeleffekts könnten insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro Kapital für Start-ups mobilisiert werden. Die bestehenden Zusagen von KfW Capital in Frankreich und von Bpifrance in Deutschland belaufen sich zusammen bereits auf mehr als 500 Millionen Euro in 27 VC Fonds (s. Pressemitteilung vom 17.06.2026).
Die Unterzeichnung des MoUs durch KfW-Capital CEO Jörg Goschin und Bpifrance CEO Nicolas Dufourcq fand am Rande der Vivatech Messe in Paris und im Beisein von Carsten Wildberger, Staatsminister für Digitales und Staatsmodernisierung sowie der französischen Staatsministerin für Digitales, Anne Le Hénanff statt.

Als Teil der Joint Initiative on Circular Economy (JICE) arbeitet die KfW gemeinsam mit EIB, BGK, CDC, CDP, Invest-NL und weiteren Partnern daran, Investitionen in zirkuläre Geschäftsmodelle in Europa zu mobilisieren. Die von JICE initiierte und in stetiger Kooperation organisierte Webinar-Reihe „Financing the Circular Transition“ beleuchtet ab Ende Juni Zirkularitätspotenziale und Finanzierungsbedarfe im Bereich Gebäude (mit der KfW in federführender Rolle), Textilien, kritische Rohstoffe und Plastik. Sei dabei!

Die nationalen Förderbanken Frankreichs, Deutschlands, Italiens, Polens und Spaniens sowie die Europäische Investitionsbank (EIB) wollen gemeinsam die europäische Sicherheits- und Verteidigungsindustrie stärken. Die sechs langfristigen Investoren (Caisse des Depôts, Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Cassa Depositi e Prestiti (CDP), Bank Gospodarstwa Krajowego (BGK), Instituto de Crédito Oficial (ICO) und EIB) haben vereinbart, weitere Möglichkeiten für eine Zusammenarbeit zu prüfen.
Im Fokus stehen dabei gemeinsame Finanzierungen von Investitionen in Forschung und Entwicklung, Industriekapazitäten und Infrastruktur.
Die entsprechende Vereinbarung wurde am 18. September 2025 am Rande des von der BGK ausgerichteten Treffens der European Association of Long-Term Investors (ELTI) in Warschau erzielt. Sie ist ein wichtiger Schritt zu einer stärkeren Zusammenarbeit bei der Förderung von Infrastruktur, Technologien und Industriekapazitäten für Europas Sicherheit und Verteidigung.
Die Initiative sieht auch gemeinsame Finanzprodukte und Beratung vor und versteht sich als gesamteuropäischer Ansatz. Sie steht Fördereinrichtungen in ganz Europa offen und flankiert die Anstrengungen zur Stärkung der EU angesichts der neuen Sicherheitsbedrohungen und geopolitischen Verschiebungen.

Die 2019 gegründete Initiative Europäischer Förderbanken zur Förderung und Finanzierung von Circular Economy in Europa (Joint Initiative on Circular Economy – „JICE“) setzt sich neben der Bereitstellung von Finanzierungsmitteln intensiv mit den Rahmenbedingungen auseinander, die für eine Stärkung von Circular Economy Geschäftsmodellen und Investitionen in Europa erforderlich sind.
Ende 2024 haben die CEOs bzw. Präsidenten der Förderbanken ein entsprechendes Empfehlungspapier an die Europäische Kommission übermittelt.
Die empfohlenen Maßnahmen adressieren vier Handlungsfelder:
1. Positionierung der Kreislaufwirtschaft als „game changer“ für Europa
2. Schaffung neuer Märkte und Unterstützung von Kreislaufinnovationen
3. Vereinfachung von Regeln und Sicherstellung, dass diese zirkuläre Geschäftsmodelle unterstützen
4. Verbesserung des Zugangs zu Finanzmitteln und Förderung von Investitionen
Das Dokument steht hier(PDF, 267 KB, barrierefrei) als PDF zum Download zur Verfügung.
Zur Joint Initiative on Circular Economy („JICE“) gehören neben der KfW die folgenden Banken:
Bpifrance (Frankreich), BGK (Polen), CDC (Frankreich), CDP (Italien), ICO (Spanien), Invest-NL (Niederlande), EIB

Die Zukunft der Regionalbahnen von Berlin ins umliegende Brandenburg ist CO2-frei. Anstelle von Diesellokomotiven will die Niederbarnimer Eisenbahn (NEB) ab Dezember 2024 die ersten Züge mit Batterieantrieb einsetzen. Für die insgesamt zehn Linien in Ostbrandenburg zwischen Berlin und der polnischen Grenze hat die Bahngesellschaft bei Siemens 31 neue „Mireo plus B Züge“ bestellt.
Diese Züge nutzen auf den elektrifizierten Streckenteilen die Oberleitungen auch dazu, die Batterie aufzuladen, mit deren Strom sie auf den nicht-elektrifizierten Strecken weiterfahren können. Sie sind damit – vor allem im Vergleich zu den bisher eingesetzten Diesellokomotiven - äußerst Energie-effizient und vermeiden Luftverschmutzung. Sobald der Bahn-Strom vollständig aus Erneuerbaren Energien stammt, werden die Züge komplett CO2-frei fahren.
Die Europäische Investitionsbank (EIB) fördert das Projekt mit einem Investitionskredit von bis zu 95 Millionen Euro für Entwicklung und Kauf der Züge. Die Europäische Kommission unterstützt das Projekt aus Mitteln der Connecting-Europe-Facility (CEF) für Verkehrsprojekte und der NER-Programme.
Dieses Bahnprojekt erfüllt als eines der ersten sowohl die Klima-, als auch die Nachhaltigkeitsziele der EU-Förderbank zu 100 Prozent. Die Mittel der EIB fließen gemeinsam mit rund €70 Millionen der KfW IPEX-Bank sowie bis zu €34 Millionen der NordLB in eine Zweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle) unter dem Dach von Alpha Trains.

Die KfW hat im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit dem tunesischen Energieversorger STEG (Société Tunisienne de l’Electricité et du Gaz) einen Darlehensvertrag in Höhe von 35 Mio. EUR für ein 200 Kilometer langes Unterseekabel unterzeichnet. Das Projekt ermöglicht erstmalig die Anbindung der Stromnetze Tunesiens und Italiens. Das Hochspannungsunterseekabel mit zugehöriger Infrastruktur hat eine Kapazität von 600 Megawatt. So sollen ab 2028 der Handel mit Strom zwischen Tunesien und der EU möglich und erhebliche CO2-Einsparungen verwirklicht werden.
Durchgeführt wird das Projekt von den beiden Netzbetreibern STEG (Tunesien) und TERNA (Italien). Die EU hat für das Projekt einen Zuschuss in Höhe von 307,6 Mio. EUR über die Connecting Europe Facility (CEF) bereitgestellt. Weitere Geber sind die Weltbank, die Europäische Investitionsbank, die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung und der Green Climate Fund.
Das Vorhaben ist eines der Flagship-Vorhaben der Global-Gateway-Initiative der EU. Sie unterstützt gezielt geopolitisch wichtige Projekte und Partnerländer.

Die KfW baut im Auftrag der Bundesregierung einen Fonds auf, um die nachhaltige Rohstoffversorgung der Wirtschaft in Deutschland und der EU zu unterstützen. Der Fonds soll die Wirtschaft in ihren Bemühungen begleiten, den Zugang zu strategischen Rohstoffen zu sichern und somit Abhängigkeiten zu reduzieren.
In einem ersten Schritt strukturiert die KfW den Rohstofffonds und identifiziert geeignete Projekte. Eine Förderung wird insbesondere in Form von Eigenkapitalbeteiligungen erfolgen. Das Finanzierungsbudget wird in der Regel bei zwischen 50 Mio. Euro und 150 Mio. Euro liegen. Maßgeblich für die Projekte ist, dass sie einen Beitrag zur Stärkung der Binnenwirtschaft leisten durch den langfristigen Bezug kritischer Rohstoffe, auch in weiterverarbeiteter Form, und zwar für Produktionsstandorte in Deutschland und der EU.
Link Factsheet KfW Rohstofffonds: Deutscher Rohstofffonds(PDF, 116 KB, barrierefrei)
Link Pressemitteilung: KfW baut Rohstofffonds auf
Weitere Informationen: KfW-Rohstofffonds
KfW Research zur Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft von Kuper, Lithium und Seltenen Erden: Abhängigkeit der deutschen Wirtschaft von Kupfer, Lithium und Seltenen Erden

Am 18.6.2024 am Rande des JEFIC High Level Meetings haben Christiane Laibach (Mitglied des Vorstands der KfW) und Jan Geert Koopman (Generaldirektor DG NEAR) den EFSD+ Garantievertrag "Supporting a market-oriented Green Transformation in the Western Balkans and European Neighbourhood East regions" unterzeichnet. Die EFSD+ Garantie der EU dient der Absicherung von Ausfallrisiken aus Entwicklungs- und Förderkrediten in Höhe von bis zu EUR 260 Mio. Die abgesicherten Darlehen ermöglichen in den Zielregionen Investitionen in erneuerbare Energien und die Netzinfrastruktur. Nach einer dreijährigen Startphase sichern die EFSD+ Garantien bis 2042 Darlehen mit einer Laufzeit von 15 Jahren ab.
- Der EFSD+ Garantievertrag umfasst zusätzlich eine Komponente für technische Unterstützung in Höhe von bis zu EUR 13 Mio.
- Das Investitionsprogramm ist eines von sechs Programmen der FZ (z.T. in Kooperation mit der DEG) mit einem Garantievolumen von insgesamt bis zu 1,1 Mrd. EUR die 2022 von der EU beschlossen wurden.
- Die Aufnahme der Kredite stärkt die Kommerzialisierung der staatlicher Energieversorgungsunternehmen und fördert ihre Marktreife.

Bislang werden von 2,5 Milliarden Tonnen Müll in der EU nur 38 % recycelt und wieder in Wertschöpfungsketten eingebunden. Durch das Konzept der Kreislaufwirtschaft werden Produkte und Prozesse neu entwickelt, damit Ressourcen immer wieder genutzt werden können und somit Müll verringert wird. Die Vorteile einer Transformation von einem linearen Wirtschaftsmodell hin zur Kreislaufwirtschaft liegen nicht nur im Umweltschutz, sondern auch in einer reduzierten Ressourcenabhängigkeit und der Schaffung von Arbeitsplätzen durch Innovationen bei der Neugestaltung von Materialien, Produkten und Prozessen. Um diesen Wandel zu unterstützen, ist die Kreislaufwirtschaft eine wichtige Säule des Europäischen Green Deals.
Um die Kreislaufwirtschaft in der Praxis umzusetzen, haben die größten öffentlichen Förderbanken der Europäischen Union (BGK Polen, CDC Frankreich, einschließlich Bpifrance, CDP Italien, ICO Spanien, die KfW sowie die EIB) 2019 beschlossen, die Joint Initiative on Circular Economy (JICE) ins Leben zu rufen. JICE soll langfristige Finanzierungen für Projekte bereitstellen, die den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft beschleunigen. Die teilnehmenden JICE-Partner hatten sich das Ziel gesetzt, bis Ende 2023 mindestens zehn Mrd. Euro für Investitionen in Kreislaufwirtschaftsprojekte bereitzustellen. Dieses Ziel nun übertroffen und Projekte im Umfang von 11,6 Mrd. Euro in einer Vielzahl von Sektoren gefördert, darunter Landwirtschaft, Industrie und Dienstleistungen, Mobilität, Stadtentwicklung, Abfall- und Wasserwirtschaft. Die Projekte erstrecken sich über alle Stufen der Wertschöpfungskette und des Lebenszyklus von Produkten und Dienstleistungen, vom Design bis zur Rückführung in den Kreislauf.
Geprägt durch den bisherigen Erfolg der JICE haben die Mitglieder beschlossen, die Initiative um zwei weitere Jahre zu verlängern und bis Ende 2025 ein höheres Ziel von 16 Mrd. Euro für Kreislaufwirtschaftsprojekte festgelegt. Gleichzeitig hat JICE ein neues Mitglied gewonnen: Invest-NL (Niederlande) ist nun Teil der Initiative.

WIN-Initiative:
Bundesregierung, KfW, Finanzwirtschaft und Akteure aus dem Start-up-Ökosystem vereinbaren gemeinsame Maßnahmen zur Stärkung der Wachstums- und Innovationsfinanzierung in Deutschland.
Am 17. September 2024 haben Bundeskanzler Olaf Scholz, der damalige Bundesfinanzminister Christian Lindner, Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sowie zahlreiche Unternehmen und Verbände in Berlin eine gemeinsame Absichtserklärung zur WIN-Initiative (Wachstums- und Innovationskapital für Deutschland) unterzeichnet. Die WIN-Initiative will die steuerlichen, rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen in Deutschland so verbessern, dass junge innovative Unternehmen leichter an privates Kapital kommen. Im Rahmen der WIN-Initiative haben die Teilnehmer zugesagt, im Zusammenspiel mit der Politik die Start-up-Landschaft in Deutschland und Europa durch zehn Maßnahmen strukturell zu stärken. Zugleich werden die teilnehmenden Unternehmen bis 2030 rund 12 Milliarden Euro in junge innovative Unternehmen investieren. Mit dem Zusammenspiel aus Maßnahmen und Investitionen sollen nachhaltige marktwirtschaftliche Strukturen für Wachstums- und Innovationskapital-Investitionen etabliert werden. Im Auftrag der Bundesregierung koordiniert die KfW die WIN-Initiative. Zudem engagiert sich die KfW in der WIN-Initiative mit einem eigenen Commitment.
Gemeinsame Presseerklärung der Bundesregierung und der KfW: Bundesfinanzministerium - Breites Bündnis aus Wirtschaft, Verbänden, Politik und KfW bekennt sich im Rahmen der WIN-Initiative zum Start-up-Standort Deutschland
Gemeinsame Absichtserklärung zur WIN-Initiative: WIN-Initiative, Wachstums- und Innovationskapital für Deutschland(PDF, 207 KB, barrierefrei)
Wachstumsfonds Deutschland:
Mit dem “Wachstumsfonds Deutschland” stärkt die KfW das deutsche und europäische Venture Capital-Ökosystem.
Der „Wachstumsfonds Deutschland“ hat sein Zielvolumen von 1 Mrd. EUR erreicht. Damit ist ein zentraler Baustein des Zukunftsfonds der Bundesregierung verwirklicht worden. Der Wachstumsfonds Deutschland gehört zu den größten VC-Dachfonds, die in Europa jemals aufgelegt wurden, und speist sich mehrheitlich aus privaten Mitteln. Zu den Investoren gehören neben dem Bund und KfW Capital als Ankerinvestoren über 20 bedeutende institutionelle Investoren, darunter Versicherungen, Versorgungswerke, Stiftungen, Vermögensverwalter und große Family Offices.
Gemeinsam mit anderen Investoren investiert der Wachstumsfonds in deutsche und internationale VC-Fonds mit Anlageschwerpunkt in Europa und Deutschland. Der Zugang zu dringend benötigtem Wachstumskapital wird so für Start-ups und innovative Technologieunternehmen deutlich verbessert, und der Innovationsstandort Europa und Deutschland gestärkt. KfW Capital agiert beim Wachstumsfonds Deutschland sowohl als Anlagevermittler als auch als Anlageberater.

Das neue Reformprogramm ‚Green Transition for Georgia‘ (Grüner Wandel für Georgien) ist ein konkretes Beispiel, wie eine Annährung an die EU-Politik in der Praxis umgesetzt werden kann. Das Programm wird die georgische Regierung auf ihrem Weg in Richtung EU unterstützen.
Am 24. November 2023 unterzeichneten der deutsche Botschafter Peter Fischer, die französische Botschafterin Sheraz Gasri sowie die jeweiligen Vertreter der KfW und der Agence Française de Développement (AFD), des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie der EU Delegation in Georgien, mit der georgischen Regierung das mehrjährige grüne Reformprogramm ‚Green Transition in Georgia‘.
Das Reformprogramm konzentriert sich auf Themen des ‚grünen‘ Übergangs, von erneuerbaren Energien, grünem Wasserstoff, Kohlenstoffbepreisung, smart mobility, bis hin zu sustainable finance. ‚Green Transition for Georgia‘ ist als policy-based lending Fazilität konzipiert, bei der Georgien im Gegenzug für die erfolgreiche Umsetzung von EU-Maßnahmen, eine Haushaltsfinanzierung zu Vorzugsbedingungen erhält.

Gemeinsam mit Jutta Urpilainen, EU-Kommissarin für Internationale Partnerschaften unterzeichnete KfW-Vorstandsmitglied Christiane Laibach am 26.10.23 in Brüssel einen Garantierahmenvertrag in Höhe von 100 Mio. EUR unter dem EFSD+ (European Funds for Sustainable Development). Der Garantierahmen wird zur Umsetzung eines Vorhabens mit dem African Local Currency Bond Fund (ALCBF) eingesetzt.
Der 2012 von der KfW im Auftrag des Bundes gegründete Fund unterstützt den Auf- und Ausbau afrikanischer Anleihemärkte in Lokalwährung. Er fungiert als Ankerinvestor in Lokalwährungsanleihen von afrikanischen Unternehmen, die über den jeweiligen lokalen Anleihemarkt Kapital aufnehmen. Die Aufgabe des ALCBF besteht darin, private Investoren für Beteiligungen an Emissionen zu gewinnen. Zum Jahresende 2022 verzeichnete der Fonds 47 aktive Anleiheinvestitionen in 16 Ländern über insgesamt rd. 148 Mio. USD. Die KfW hält für den Bund treuhänderisch eine Beteiligung in Höhe von insgesamt 92,6 Mio. EUR.
Mit dem zugesagten Garantierahmen der EU wird die KfW Garantien an Darlehensgeber des ALCBF gewähren und so einerseits den Fonds dabei unterstützen, privates Kapital in lokaler Währung aufzunehmen und andererseits seine Refinanzierungsquellen zu diversifizieren sowie Refinanzierungskosten zu reduzieren. Letztlich wird der Fonds mit europäischer Unterstützung in die Lage versetzt, seine Geschäftsaktivitäten – und somit seine entwicklungspolitische Wirkung – auszuweiten.

Chile besitzt hervorragende Bedingungen für die Nutzung von Solar- und Windkraft zur Energieerzeugung – und somit ein großes Potenzial für die kostengünstige und nachhaltige Produktion von grünem Wasserstoff. Bis 2030 will das Land zum weltweit günstigsten Anbieter des „Treibstoffs der Zukunft“ werden. Dabei wird die chilenische Regierung nun von der EU und von der KfW unterstützt. Auf höchster politischer Ebene wurde im Juni 2023 die Team Europe Renewable Hydrogen Funding Platform zur Förderung des Aufbaus einer grünen Wasserstoffwirtschaft in Chile durch Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und den chilenischen Staatspräsidenten Gabriel Boric verkündet. Mit Hilfe eines Finanzierungsbeitrags von insgesamt 216 Millionen Euro unter Federführung der KfW soll der Aufbau dieses Sektors in Chile unter Berücksichtigung sozialer und ökologischer Belange vorangetrieben werden. Umgesetzt wird das Vorhaben von der staatlichen chilenischen Wirtschaftsförderinstitution Corporación de Fomento de la Producción (CORFO), die die Mittel zur Entwicklung konkreter Projekte zur Erzeugung und Anwendung von Wasserstoff auf Basis erneuerbarer Energien einsetzen wird.
Insgesamt stellt das gemeinsame Engagement von EU, Europäischer Investitionsbank (EIB) und KfW im Auftrag der deutschen Bundesregierung einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der europäischen Investitions- und Konnektivitätsstrategie Global Gateway in der Zusammenarbeit mit Chile dar. Dabei unterstützt die KfW die EU als Umsetzungspartner und bringt ihre langjährige Expertise als Bank und Entwicklungsfinanzierer mit einem weltweiten Netzwerk lokaler und regionaler Büros ein. Mit unseren europäischen JEFIC-Partnern AFD, AECID, BGK und CDP bündeln wir darüber hinaus unser Potenzial, um der EU gemeinsam die jeweils besten Lösungen in der Entwicklungszusammenarbeit anbieten zu können.
KfW Stories
Stand: Juli 2026
FAQ
Die KfW wirkt als nationale Förderbank Deutschlands auch auf europäischer Ebene. Europäische Unternehmen und Privatpersonen mit Sitz in Deutschland können KfW-Programme nutzen, und einige Förderprogramme unterstützen gezielt grenzüberschreitende Projekte.
Die KfW IPEX-Bank, eine 100-prozentige Tochter der KfW, fördert die Projekt- und Exportfinanzierung, um die deutsche und europäische Exportwirtschaft zu stärken.
Im Rahmen von „Team Europe“ arbeitet die KfW Seite an Seite mit der Europäischen Kommission, um die Wirkung der EU-Entwicklungszusammenarbeit zu verstärken und die gemeinsamen Ziele der Bundesregierung und der EU zu verwirklichen.
Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank und die DEG koordinieren ihre Ressourcen zusammen mit EU-Institutionen und anderen bilateralen Förderbanken Europas in gemeinsamen Projekten, um Synergien zu schaffen und globale Transformationsvorhaben zu unterstützen.
Durch ihre Projekte und Kooperationen trägt die KfW zur Stärkung der Resilienz Europas sowie zu einer starken Außen- und Sicherheitspolitik bei.
Die KfW unterhält ein Verbindungsbüro zur EU in Brüssel und ihre Mitarbeitenden engagieren sich in europäischen Expertengruppen.
Die KfW kooperiert mit allen nationalen und europäischen Förderbanken in der EU. Neben bilateralen Kooperationen und gemeinsamen Finanzierungen engagiert sich die KfW in wichtigen europäischen Verbänden, darunter:
- ELTI (European Association of Long-Term Investors): Ein europaweites Netzwerk nationaler Förderbanken, das langfristige Finanzierungslösungen anbietet. Die 31 Mitglieder verfügen über eine kumulierte Bilanzsumme von 2,4 Billionen Euro.
- NEFI (Network of European Financial Institutions for Small and Medium-sized Enterprises): Dieses Netzwerk fördert KMU und umfasst 21 Institute aus 20 EU-Ländern plus dem Vereinigten Königreich. 2021 unterstützten die Mitglieder rund 330.000 KMU mit etwa 120 Mrd. Euro.
- JEFIC (Joint European Financiers for International Cooperation): Ein Netzwerk europäischer bilateraler Entwicklungsbanken und Finanzinstitutionen, das in Entwicklungs- und Schwellenländern tätig ist. Mitglieder sind unter anderem KfW, AECID (Spanien), AFD (Frankreich) und CDP (Italien).
Zusätzlich teilt sich die KfW in Brüssel eine Bürogemeinschaft mit mehreren Förderbanken und Entwicklungsinstitutionen wie der Agence française de développement, BGK (Polen), Bpifrance, CDC (Frankreich), CDP (Italien) und Invest-NL (Niederlande).
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