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    KfW Research

    Reaktion der Konjunkturindikatoren auf den Iran-Krieg

    Grafik auf einen Blick

    24. April 2026

    In Reaktion auf den Iran-Krieg sind die Konjunktur­indikatoren von Unternehmen und Konsumenten signifikant zurückgegangen. Teilweise ist die Eintrübung noch etwas geringer als nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022. Das ifo-Geschäftsklima etwa gab im März und April 2026 um zusammen 4,8 Indexpunkte nach, während es in den beiden Monaten nach Beginn des Ukraine-Kriegs um 8 Indexpunkte einbrach. Auch beim Konsumklima, das für April bisher nur für die Eurozone bekannt ist, liegt der aktuelle Rückgang mit 8,3 Punkten etwas unter dem Einbruch von 2022 (12,6 Punkte). Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird sich der Krieg in Nahen Osten weniger lange hinziehen als die russische Invasion, was eine moderatere Reaktion begründet. Allerdings dürfte auch das niedrigere Ausgangsniveau der Indikatoren zu Beginn des laufenden Jahres eine Rolle spielen. Bei dem für das Wachstum in Deutschland recht aussagekräftigen Composite PMI war die Verschlechterung im Vergleich zum Februar außerdem sehr deutlich. Mit 48,3 Punkten ist er im April unter die Wachstumsschwelle von 50 gerutscht. Auch die Absatzpreiserwartungen der Industrie sind im März schon sehr deutlich gestiegen, während die inflations­näheren Preiserwartungen im Einzelhandel und bei den Dienstleistungsunternehmen noch moderater reagierten. Preiserwartungen aus dem April werden in der kommenden Woche veröffentlicht.

    KfW Research
    Dr. Philipp Scheuermeyer, +49 69 7431-4017,

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