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Informationen zu den Zinsen des KfW-Studienkredits

Zum 1. Oktober 2023 mussten wir - angesichts der steigenden Marktzinsen - leider auch die Zinskonditionen im KfW-Studienkredit ein weiteres Mal anheben.­

Der seit 2006 angebotene KfW-Studienkredit ist kein klassisches Förderprodukt, sondern ein von der KfW eigenfinanziertes Angebot an Studierende in Deutschland. Viele andere Banken bieten ein vergleichbares Produkt gar nicht erst an. Wir betonen, dass die KfW mit diesem Kreditangebot zur Finanzierung der Lebenshaltungskosten von Studierenden kein Geld verdient, sondern wir lediglich unsere Kosten (inkl. der Risikokosten) abdecken. ­

Den KfW-Studienkredit kann jeder Studierende beantragen – unabhängig davon, ob er/sie (oder die Eltern) über Sicherheiten, Einkommen oder Vermögen verfügt. Deshalb ist der KfW-Studienkredit nicht vergleichbar mit anderen Bankkrediten, bei denen die Bonität des Kreditnehmers geprüft und in der Regel auch Sicherheiten gestellt werden müssen (wie zum Beispiel bei einem Immobilienkredit). Der KfW-Studienkredit bietet flexible Wahlmöglichkeiten für die Kreditnehmer in der Auszahlungs- und Rückzahlungsphase. So kann etwa der benötigte Kreditbetrag monatlich angepasst werden oder jederzeit außerplanmäßig in Teilbeträgen bis hin zur vollen Summe getilgt werden. ­

Studierenden empfehlen wir, genau zu prüfen, welche Finanzierungsquellen sie nutzen können. Der KfW-Studienkredit kann ein Baustein unter vielen in der Studienfinanzierung sein und z.B. für laufende Kosten genutzt werden, die nicht durch Bafög, einen Nebenjob oder Unterstützung der Familie abgedeckt werden können. Für Studierende in der letzten Ausbildungsphase kommt beispielsweise alternativ der KfW-Bildungskredit in Frage (max. 300 EUR monatlich, max. 2 Jahre, Zinssatz aktuell 5,12% eff.).­

Der KfW-Studienkredit wird variabel auf Basis des 6M-EURIBOR bepreist (jeweils zum 01.04 / 01.10). Das bedeutet, dass sich der Zinssatz alle 6 Monate je nach Kapitalmarktsituation ändert, je nach Entwicklung des 6M-Euribors kann der Zinssatz steigen oder sinken. Die Entwicklung hängt dabei von einer Vielzahl von Faktoren ab, wie unter anderem die wirtschaftliche Gesamtlage, die Inflation und die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank. Der EURIBOR ist seit Ausbruch des Kriegs in der Ukraine von – 0,5% um mehr als 4,5 Prozentpunkte gestiegen. Auch gegenüber der letzten Zinsanpassung im KfW-Studienkredit im Frühjahr ist der EURIBOR weiter gestiegen. Darüber hinaus mussten wir auch die Marge zur Deckung der Kosten, die durch die ordnungsgemäße Abwicklung des Darlehens, aus der Übernahme der zugehörigen Ausfallrisiken sowie aus den laufzeitdifferenzierten Refinanzierungskosten entstehen, leicht nach oben setzen.