Tipp: Aktivieren Sie Javascript, damit Sie alle Funktionen unserer Website nutzen können.

Pressemitteilung vom 01.02.2022 / KfW, Investor Relations, Inlandsförderung

Außergewöhnliches Förderjahr 2021

  • Fördervolumen bei 107 Mrd. EUR
  • Im Inland 1,3 Mio. Einzelzusagen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 82,9 Mrd. EUR
  • Davon noch 10,1 Mrd. EUR für Corona-Hilfsprogramme
  • Neugeschäft der KfW IPEX-Bank beeinflusst durch Pandemie
  • Coronabedingte Auswirkungen auf Entwicklungszusammenarbeit – DEG entwickelt sich positiv

Das Fördervolumen der KfW liegt im Jahr 2021 mit 107 Mrd. EUR weiterhin auf einem hohen Niveau (2020: 135,3 Mrd. EUR; 2019: 77,3 Mrd. EUR), ist aber im Vergleich zum Krisenjahr 2020 zurückgegangen (-21%). Die abgeschwächte Nachfrage nach Corona-Hilfen infolge der Beendigung des Lockdowns bestimmt den Zusagerückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

„Die KfW hat ein außergewöhnliches Förderjahr 2021 erlebt. Wir sehen eine starke Fördernachfrage in den Bereichen Klimawandel und Umwelt und erfreulicherweise einen Rückgang in der Nachfrage nach den Corona-Hilfen. Der Verlauf sowie die Folgen der Pandemie sind jedoch noch mit Risiken verbunden. Die KfW wird daher auch weiterhin mit Angeboten für Wirtschaft und Gesellschaft unterstützend zur Verfügung stehen,“ sagte Stefan Wintels, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe.

Allein in Deutschland hat die KfW rund 1,3 Millionen Einzelzusagen mit einem Volumen von 82,9 Mrd. EUR (2020: 106,4 Mrd. EUR; 2019: 43,4 Mrd. EUR) gemacht und damit einen großen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilisierung in Deutschland geleistet. Die Zusagen für Corona-Hilfsprogramme im Inland belaufen sich auf 10,1 Mrd. EUR und liegen damit deutlich unter dem Niveau des Krisenjahrs 2020 in Höhe von 46,9 Mrd. EUR.

Zum hohen Inlandsvolumen hat weiter in starkem Maß die hohe Nachfrage nach energieeffizienter Wohnraumfinanzierung mit 34,5 Mrd. EUR (2020: 26,8 Mrd. EUR; 2019: 11,2 Mrd. EUR) beigetragen. Die enorme Antragsflut der letzten Wochen führte zu einer Ausschöpfung der vom Bund für die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bereitgestellten Haushaltsmittel und zu einem Stopp des Programms am 24. Januar 2022. Zudem hat auch der Förderschwerpunkt in der Mittelstandsbank Energieeffizienz und Erneuerbare Energien mit 11,8 Mrd. EUR (2020: 7,4 Mrd. EUR; 2019: 7,9 Mrd. EUR) deutlich zugelegt. Die Zusagen der KfW Capital für Start-ups und junge, innovative Technologieunternehmen in Deutschland erreichten im Jahr 2021 insgesamt 502 Mio. EUR.

Das Geschäftsfeld Export und Projektfinanzierung schließt das Jahr unter anderem aufgrund des Corona-Umfelds wie erwartet mit einem deutlichen Rückgang der Neuzusagen in Höhe von 13,6 Mrd. EUR (2020: 16,6 Mrd. EUR; 2019: 22,1 Mrd. EUR) ab und liegt damit wieder auf dem Niveau früherer Jahre. Damit ist die KfW IPEX-Bank weiterhin ein verlässlicher und starker Partner für die deutsche und europäische Wirtschaft insbesondere auch beim Ausbau der digitalen Infrastruktur.

Anspruchsvolle Voraussetzungen in den Partnerländern, coronabedingte Verzögerungen in den Projekten sowie ein Rückgang der bereitgestellten Corona-Hilfen führten zu verhaltenen Zusagen auch im Geschäftsfeld Förderung der Entwicklungs- und Schwellenländer (10,1 Mrd. EUR; 2020: 12,4 Mrd. EUR; 2019: 10,6 Mrd. EUR). Die DEG verzeichnet eine sehr erfreuliche Erholung in den krisenbedingten Bewertungen des Beteiligungsportfolios sowie ein positives Neugeschäft.

„Wir befinden uns im Jahrzehnt der Entscheidung, unter welchen Bedingungen unsere Kinder und Enkel in Zukunft leben werden. Die Art und Weise, wie wir mit dem Klimawandel, der Digitalisierung sowie der Innovationsfähigkeit unseres Landes umgehen, entscheidet, ob wir auch für die nächsten Generationen das Wohlstandsversprechen unserer Demokratie erfüllen werden. Die KfW wird auch weiterhin einen wirkungsvollen Beitrag zur Bewältigung dieser und der globalen Herausforderungen leisten – bereits in der Vergangenheit hat die KfW ihre Lieferfähigkeit immer wieder unter Beweis gestellt. Gleichzeitig wollen wir uns in diesem Jahrzehnt zu einer digitalen Transformations- und Förderbank entwickeln, um unseren Förderauftrag bestmöglich zu erfüllen,“ sagte Stefan Wintels.

Die Ergebnisse der Förderaktivitäten im Einzelnen

1. Mittelstandsbank und private Kunden

Das Neugeschäft im Geschäftsfeld Mittelstandsbank und Private Kunden befand sich mit einem Fördervolumen von 73,0 Mrd. EUR per 31.12.2021 auf einem hohen Niveau (2020: 86,3 Mrd. EUR). 29,6 Mrd. EUR des Fördervolumens entfielen dabei auf das gewerbliche Segment Mittelstandsbank (2020: 48,1 Mrd. EUR). Der Rückgang zum Vorjahr ist auf die geringere Nachfrage der von der Bundesregierung initiierten Corona-Hilfsprogramme zurückzuführen.

Gründung und Unternehmensinvestitionen
Der Förderschwerpunkt Gründung und Unternehmensinvestitionen erzielte im Jahr 2021 ein Fördervolumen in Höhe von 16,2 Mrd. EUR (2020: 39,7 Mrd. EUR). Die Corona-Hilfsprogramme wurden mit 9,0 Mrd. EUR (2020 35,6 Mrd. EUR) deutlich weniger nachgefragt. Alle anderen Programme dieses Schwerpunktes konnten ihr Zusagevolumen jedoch steigern. Der ERP-Gründerkredit hat sein Volumen mit 5,8 Mrd. EUR gegenüber dem Vorjahr verdoppelt (2020: 2,9 Mrd. EUR).

Klimawandel und Umwelt
Im Schwerpunkt Klimawandel und Umwelt betrugen die Neuzusagen 12,3 Mrd. EUR und liegen somit deutlich über dem Vorjahresniveau (2020: 7,6 Mrd. EUR). Haupttreiber sind hierbei insbesondere das zum 30.06.2021 ausgelaufene Programm Energieeffizient Bauen und Sanieren mit 1,7 Mrd. EUR sowie die zum 01.07.2021 neu eingeführte Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), welche 5,5 Mrd. EUR (davon Kredit: 2,8 Mrd. EUR, Zuschuss: 2,7 Mrd. EUR) des Fördervolumens ausmachte. Die enorme Antragsflut der letzten Wochen führte zu einer Ausschöpfung der vom Bund für die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bereitgestellten Haushaltsmittel und angesichts der Vorläufigkeit der Haushaltsführung zu einem Stopp des Programms am 24. Januar 2022. Darüber hinaus wurde zum 23.11.2021 das gewerbliche Ladeinfrastruktur – Zuschussprogramm für die Errichtung neuer Ladestationen für Elektroautos im nicht öffentlich zugänglichen Bereich von Unternehmen und Kommunen – eingeführt, das bis Ende des Jahres ein Zusagevolumen von 31 Mio. EUR erzielte.

Innovation
Die Neuzusagen im Förderschwerpunkt Innovation lagen im Jahr 2021 bei 1,1 Mrd. EUR (2020: 0,8 Mrd. EUR). Die Steigerung der Zusagen ist maßgeblich auf die höheren Zusagen im ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit zurückzuführen.

Mit einem Fördervolumen in Höhe von 43,4 Mrd. EUR erzielte das Segment Private Kunden einen historischen Höchststand (2020: 38,2 Mrd. EUR). Haupttreiber waren die zum 30.06.2021 ausgelaufene Produktfamilie Energieeffizient Bauen und Sanieren mit einem Zusagevolumen von 19,3 Mrd. EUR sowie die zum 01.07.2021 neu eingeführte Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) mit 15,2 Mrd. EUR. Beide Programmfamilien gehören dem Förderschwerpunkt Energieeffizienz und Erneuerbare Energien an, der insgesamt ein Zusagevolumen von 35,2 Mrd. EUR (2020: 26,9 Mrd. EUR) erzielte. Ebenfalls die Erwartungen deutlich übertroffen hat der Investitionszuschuss für Ladestationen bei Wohngebäuden für Elektroautos (private Ladeinfrastruktur), welches mit einem Volumen von gut 0,7 Mrd. EUR im Oktober ausgelaufen ist (2020: 0,1 Mrd. EUR).

Wohnen
Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnete der Bereich Wohnen (Wohneigentumsförderung und Altersgerecht Umbauen) einen Rückgang um 2,7 Mrd. EUR und schloss das Jahr mit einem Zusagevolumen in Höhe von 6,1 Mrd. EUR ab (2020: 8,8 Mrd. EUR).

Bildung
Die Zusagen im Förderschwerpunkt Bildung liegen mit 2,0 Mrd. EUR ebenfalls leicht unter dem Vorjahresniveau (2020: 2,5 Mrd. EUR). Das höhere Volumen im letzten Jahr war vor allem auf Produktanpassungen im KfW-Studienkredit als Corona-Hilfsmaßnahme (Nullzins und Erweiterung des Antragstellerkreises) zurückzuführen, welche im Jahr 2021 analog der Hilfsprogramme der Mittelstandsbank weniger nachgefragt wurden als noch im Vorjahr.

2. Individualfinanzierung und Öffentliche Kunden

Im Geschäftsfeld Individualfinanzierung und Öffentliche Kunden erreichte das Zusagevolumen einen Wert von 9,5 Mrd. EUR (2020: 19,2 Mrd. EUR). Damit normalisierte sich das Geschäftsvolumen nach den sehr hohen Volumina des Vorjahres, welches von den Corona-Sondermaßnahmen geprägt war.

Die Individualfinanzierung Unternehmen erreichte ein Zusagevolumen in Höhe von 0,3 Mrd. EUR nach 9,3 Mrd. EUR im Vorjahr. Dabei war das Vorjahresvolumen insbesondere durch die hohe Nachfrage im Corona-Sonderprogramm Konsortialfinanzierung gekennzeichnet.

Robust zeigte sich die Nachfrage im Segment Kommunale und Soziale Infrastruktur. Bei einem Zusagevolumen von 4,6 Mrd. EUR (4,8 Mrd. EUR) konnte durch Zuwächse in allen drei Förderschwerpunkten der Kommunalfinanzierung – Innovation, öffentliche Infrastruktur sowie Klimawandel und Umwelt – die vorjährigen Einmaleffekte aus der Corona-Sonderförderung für gemeinnützige Unternehmen (0,5 Mrd. EUR) weitgehend kompensiert werden.

Die Individualfinanzierung Banken und Landesförderinstitute lag mit 4,5 Mrd. EUR unter dem Vorjahreswert (5,1 Mrd. EUR), der ebenfalls stark von Corona-bedingten Zusagen geprägt war. Mehrere großvolumige Abschlüsse innerhalb der Globaldarlehen für Leasinginvestitionen standen hier einer verhalteneren Nachfrage der Landesförderinstitute nach allgemeiner Refinanzierung gegenüber.

3. KfW Capital

Die Zusagen des Geschäftsfeldes KfW Capital beliefen sich im Jahr 2021 insgesamt auf rund 502 Mio. EUR (inkl. Zusagen des Europäischen Investitionsfonds, EIF, im Rahmen des Corona-Maßnahmenpakets des Bundes für Start-ups und des Zukunftsfonds, 2020: rund 871 Mio. EUR). Dabei ist der Rückgang allein auf das planmäßige Auslaufen des vor dem Hintergrund der Pandemie 2020 aufgelegten Hilfsprogramms für Start-ups (Säule 1 des Corona- Maßnahmenpakets für Start-ups 2021: rund 20 Mio. EUR, 2020: rund 685 Mio. EUR/inklusive EIF/High-Tech Gründerfonds, exklusive ERP-Startfonds) zum 30.6.2021 zurückzuführen. Das Zusagevolumen im Programm „ERP-Venture Capital-Fondsinvestments“, das KfW Capital mit Unterstützung des ERP-Sondervermögens durchführt, erreichte plangemäß das Vorjahresniveau (187 Mio. EUR, 2020: rund 184 Mio. EUR). Seit Juni 2021 investiert KfW Capital zudem über die im Rahmen des Zukunftsfonds des Bundes aufgelegte „ERP/Zukunftsfonds-Wachstumsfazilität“ in europäische VC-Fonds mit Deutschlandfokus. Bis Jahresende konnten hier bereits rund 111 Mio. EUR investiert werden. Auch der EIF investierte erstmals Mittel des von KfW Capital im Auftrag des Bundes verwalteten Zukunftsfonds – im Rahmen der von ihm gemanagten GFF (German Future Fund)-EIF-Wachstumsfazilität hat er seit Juni 183 Mio. EUR zugesagt. Das über diese drei Programme zugesagte Kapital kommt Start-ups und jungen, innovativen Technologieunternehmen in Deutschland zugute.

4. KfW IPEX-Bank

Bei der KfW IPEX-Bank, die das Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung verantwortet, und Finanzierungen zur Begleitung deutscher und europäischer Unternehmen auf den globalen Märkten bereitstellt, schlugen sich die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Welthandel und große Teile der gesamten Weltwirtschaft weiterhin wie erwartet im Neugeschäft nieder. Die Neuzusagen von insgesamt 13,6 Mrd. EUR lagen nochmals deutlich unter dem Wert des Vorjahres (2020: 16,6 Mrd. EUR). Zum Neugeschäft haben alle Geschäftssparten gleichmäßig beigetragen. Den höchsten Anteil hatte mit 2,7 Mrd. EUR dabei erneut die Geschäftssparte Energie und Umwelt (2020: 2,8 Mrd. EUR). Hierzu zählen vor allem Projekte aus dem Bereich Erneuerbarer Energien wie Windparks und Photovoltaikanlagen, was das Engagement der KfW IPEX-Bank für den Umwelt- und Klimaschutz unterstreicht. Eine immer größere Rolle spielen Finanzierungen zum Ausbau der digitalen Infrastruktur wie etwa Glasfaserprojekte.

5. Förderung Entwicklungs- und Schwellenländer

Im Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank gingen die Zusagen im Vergleich zum Vorjahr zurück, in etwa auf das Niveau von 2019 (8,8 Mrd. EUR). 2021 stellte die KfW im Auftrag der Bundesregierung 8,6 Mrd. EUR (2020: 11 Mrd. EUR) für Finanzierungen in Entwicklungs- und Schwellenländern bereit. Ursächlich für diesen Rückgang sind zu einem großen Anteil pandemiebedingte Projektverzögerungen und Reiseeinschränkungen sowie schwierige politische Rahmenbedingungen in einigen Partnerländern. Gleichwohl hat die KfW das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) auch 2021 dabei unterstützt, die Folgen der Pandemie für Entwicklungs- und Schwellenländer abzumildern. Bis Jahresende konnten über die KfW etwa 2,7 Mrd. EUR für die Umsetzung des Corona-Sofortprogramms mobilisiert werden. Projekte im Bereich Klima- und Umweltschutz förderte die KfW mit 3,7 Mrd. EUR. Mit diesen Neuzusagen werden 7,5 Mio. Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr an Treibhausgasemissionen reduziert oder vermieden. Die Zusagen im Bereich Schutz der Biodiversität beliefen sich 2021 auf rund 685 Mio. EUR, was einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr um 27 % bedeutet. Weiter hat die KfW Entwicklungsbank im Jahr 2021 im Rahmen des Corona-Sofortprogramms die Beschaffung von Impfstoffen und die dafür nötige Logistik unterstützt. Auch die DEG setzt sich in der Corona-Pandemie gezielt für unternehmerische Vorhaben zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung ein. So hat sie 2021 eine Darlehensfinanzierung in Höhe von 144 Mio. EUR für den südafrikanischen Impfstoffhersteller Aspen arrangiert.

Die DEG konnte im Geschäftsjahr 2021 bei weiter anhaltender Corona-Pandemie mit rund 1,5 Mrd. EUR mehr Mittel für Investitionen privater Unternehmen in Entwicklungs- und Schwellenländern zusagen als im Vorjahr (2020: 1,4 Mrd. EUR). Außerdem wurden 507 Mio. EUR bei weiteren Kapitalgebern mobilisiert und damit über 30 Prozent mehr als im Vorjahr.

Regional betrachtet sagte die DEG für Investitionen in Lateinamerika mit 566 Mio. EUR deutlich mehr als 2020 zu (334 Mio. EUR). Mit diesen Mitteln trug die DEG in von der Pandemie besonders betroffenen Ländern der Region dazu bei, dass kleine und mittlere lokale Unternehmen Kapital erhielten und weiterbestehen konnten. Nach Asien ging rund ein Drittel der neu zugesagten Finanzierungen, gefolgt von Afrika und Europa.

6. Finanzmärkte

Das Geschäftsfeld Finanzmärkte der KfW unterstützte mit Investitionen in Green Bonds in Höhe von 527 Mio. EUR den Klima- und Umweltschutz. Für das Jahr 2022 plant die KfW im Rahmen ihres Green-Bond-Portfolios abermals eine Neuanlage von 400 Mio. EUR.

Zur Refinanzierung ihres Fördergeschäftes nahm die KfW 2021 Mittel in Höhe von 82,6 Mrd. EUR an den internationalen Kapitalmärkten auf. Im Vergleich zum Vorjahr emittierte die KfW im Euro (Anteil 55 %) rund 3 Mrd. EUR mehr. Als zweitwichtigste Währung mit einem Anteil von 26 % bleibt der US-Dollar von großer Bedeutung für die KfW. Insgesamt wurden 211 Transaktionen in 15 verschiedenen Währungen durchgeführt. 37 „Green Bonds – Made by KfW“-Transaktionen trugen mit 16,2 Mrd. EUR rund 20 % zur Refinanzierung bei, so viel wie noch nie.

Zur Refinanzierung des KfW-Sonderprogramms zur Unterstützung der deutschen Wirtschaft im Rahmen der Corona-Krise wurden im Geschäftsjahr 2021 Mittel in Höhe von 3 Mrd. EUR über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) aufgenommen. Damit beläuft sich die Gesamtsumme der seit Beginn der Pandemie aufgenommenen Mittel aus dem WSF auf 42 Mrd. EUR. Das derzeit ausstehende Volumen der Refinanzierungsmittel beträgt rund 35 Mrd. EUR. Anfang Dezember 2021 haben die Bundesregierung und die KfW die Frist zur Antragstellung im KfW-Sonderprogramm bis zum 30.04.2022 verlängert.

Für das Jahr 2022 wird eine langfristige Mittelaufnahme über die Kapitalmärkte in Höhe von 80 bis 85 Mrd. EUR geplant. Hiervon sollen mindestens 10 Mrd. EUR über die Emission von großvolumigen Green Bonds in unterschiedlichen Währungen aufgenommen werden.

Die Diversifizierung nach Produkten und Währungen gewährleistet hierbei Kontinuität und Flexibilität, um bestmögliche Refinanzierungsergebnisse für das Fördergeschäft zu erzielen. Zum aktuellen Zeitpunkt liegt das Refinanzierungsvolumen bereits bei über 20 Mrd. EUR.

Weiterführende Informationen zu den Förderzahlen der KfW finden sie unter folgenden Links:
www.kfw.de/DigitalePressemappe
www.kfw.de/berichtsportal

Kontakt

Portrait von Dr. Charis Pöthig

Frau

Dr. Charis Pöthig

Pressestelle KfW Bankengruppe

Kontakt für Vertreter der Presse und Medien

+49 (0) 69 74 31 32 66