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Ein Roboterarm in einer Fertigung

    Standort Zukunft: Wie Deutschland zu neuer Stärke und Wachstum findet

    Deutschland hat trotz jahrelanger Stagnation realistische Chancen auf dauerhaft deutlich mehr Wachstum. Die neue Chancen-Studie von KfW Research „Standort Zukunft. Wie Deutschland zu neuer Stärke und Wachstum findet“ kommt zu dem Ergebnis, dass im kommenden Jahrzehnt ein Potenzialwachstum von mehr als einem Prozent jährlich erreichbar ist. Dieses Wachstum ist seit 2015 von knapp zwei Prozent auf nur noch leicht über null gefallen. Voraussetzung für einen nachhaltigen Umschwung ist, dass Deutschland gezielt die drei zentralen Wachstumskräfte Arbeit, Kapital und Produktivität stärkt.

    Verena Köttker, Stefan Wintels und Dr. Dirk Schumacher beim Pressetermin der Studie
    Leiterin Konzernkommunikation Verena Köttker; Vorstandsvorsitzender Stefan Wintels und Chefvolkswirt Dr. Dirk Schumacher (v.l.n.r) beim Pressetermin der KfW-Studie "Standort Zukunft"

    Zwölf Thesen zu wirtschaftlichen Handlungsfeldern

    Die folgenden Thesen ordnen wirtschaftliche Handlungsfelder aus der KfW-Research-Studie „Standort Zukunft: Wie Deutschland zu neuer Stärke und Wachstum findet“ ein. Sie sind kein politischer Forderungskatalog der KfW, sondern ein Debattenbeitrag zur Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

    Produktivität ist der zentrale Hebel für mehr Potenzialwachstum – und zwar nur im Zusammenspiel mit Arbeit und Kapital. Produktivität entscheidet darüber, wie viel Wohlstand mit einer begrenzten Zahl an Arbeitskräften, mit knapperen Ressourcen und mit hohen Investitionsbedarfen geschaffen werden kann. Deutschland wird seinen Wohlstand künftig nicht mehr vor allem über eine wachsende Zahl von Erwerbstätigen und Stärken in einigen Exportindustrien wie Automobil- oder Maschinenbau sichern können. Die Bevölkerung im Erwerbsalter wird schrumpfen, während die Zahl der Menschen im Rentenalter steigt. Damit wächst die Bedeutung dessen, was mit der vorhandenen Arbeitskraft und dem vorhandenen Kapital erreicht wird. Wie stark der Handlungsdruck inzwischen ist, zeigt das Potenzialwachstum: Seit 2015 ist es von knapp zwei Prozent auf nur noch leicht über null gefallen.

    Produktivität beschreibt nicht bloß eine Kennziffer. Sie zeigt, wie gut es gelingt, menschliche Arbeit, Maschinen, Wissen und Technologie miteinander zu verbinden. Eine neue Software, ein effizienterer Produktionsprozess, eine bessere Logistik oder der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) können dieselben Arbeitskräfte und Anlagen deutlich leistungsfähiger machen.

    Gerade deshalb liegt in der Produktivität die größte Wachstumschance. Digitalisierung und KI werden ihre Wirkung aber nicht von selbst entfalten. Sie müssen in den Unternehmen und der öffentlichen Hand ankommen, in Arbeitsabläufe integriert und durch Weiterbildung, Investitionen und eine leistungsfähige Infrastruktur unterstützt werden. Dabei geht es nicht um einzelne Leuchtturmprojekte, sondern um die Anwendung in der Breite. Im KfW-Research-Szenario wird für die Jahre 2030 bis 2040 im Durchschnitt ein reales Potenzialwachstum von mehr als einem Prozent möglich, wenn man die Rahmenbedingungen für Arbeit, Investitionen und Produktivität in die richtige Richtung weiterentwickelt. Den größten zusätzlichen Beitrag muss dabei die Produktivität leisten.

    Drei wichtige Hebel

    1. Breite Anwendung: Digitale Technologien, insbesondere KI, müssen schnell in den Arbeitsabläufen möglichst vieler Unternehmen ankommen.

    2. Qualifikation: Weiterbildung in digitalen Kompetenzen ermöglicht die Anwendung im Arbeitsalltag.

    3. Investitionen in Maschinen, Forschung und digitale Infrastruktur erhöhen die Produktivität dauerhaft.

    Kontakt für Vertreter der Presse und Medien

    Dr. Jobst-Hinrich Wiskow

    Leiter KfW-Newsroom
    Konzernkommunikation

    Stand: 21. September 2026