KfW-Chefvolkswirt Dr. Dirk Schumacher

    Dr. Dirk Schumacher – Chefvolkswirt der KfW

    Herr Dr. Dirk Schumacher ist seit April 2025 Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe und leitet KfW Research.

    Kommentar KfW-Chefvolkswirt

    13.02.2026 | Venture Capital – Markttrends 2026

    Mitarbeiter tauschen sich während einer Besprechung aus.
    „Der Marktanteil der Venture Capital-Investitionen in Künstliche Intelligenz lag 2025 weltweit bei 47 %, in Deutschland bei ebenfalls hohen 41 %. Die weit verbreitete Annahme, dass Deutschland im Bereich Künstliche Intelligenz wenig zu bieten hat, stimmt nicht. Es gibt inzwischen viele vielversprechende Start-ups in Deutschland, die in diesem Bereich aktiv sind.
    Deutsche VC-Investoren sehen für dieses Jahr hohe Wachstumschancen für das Technologiefeld Internet of Things und Robotics. Hier kommt zum Ausdruck, dass die Industriekultur in Deutschland nach wie vor ein guter Nährboden für Innovationen in der Produktionstechnik ist.“

    Dr. Dirk Schumacher

    Venture Capital – Markttrends 2026

    Auf einen Blick

    Erdgasimporte der EU: Diversifizierung oder neue Abhängigkeit?

    Grafik auf einen Blick

    13. Februar 2026

    Die gute Nachricht zuerst: Die Versorgung der EU mit Erdgas ist heute deutlich diversifizierter als zu Beginn des russischen Angriffskrieges. Auf keinen der Zulieferer entfiel 2025 ein Anteil von mehr als 40 %. Auch sind die Gaseinkäufe insgesamt leicht zurückgegangen von 400 Mrd. Kubikmetern im Jahr 2019 auf 314 Mrd. im Jahr 2025. Während sich der Anteil von Pipelinegas und LNG aus Russland seit 2022 von 43 % auf 12 % verringert hat, setzt die EU mittlerweile bei 27 % ihrer Gasimporte auf LNG aus den USA. Mit dem kürzlich beschlossenen Einfuhrverbot für russisches Gas ab 2027 dürfte diese Handelsbeziehung noch bedeutsamer werden. Die Abhängigkeit ist jedoch nicht nur einseitig. Denn die EU ist mit einem Anteil von 56 % wichtigster Exportmarkt für verschifftes Flüssiggas aus den USA. Das dürfte sich fortsetzen: Im Jahr 2025 erzielten die USA ein Allzeithoch an Investitionen in LNG-Verflüssigungskapazitäten, weitere Ausbauziele sind gesteckt. Die Tatsache, dass die LNG-Importe aus den USA – anders als etwa bei Russland – auf privaten Verträgen beruhen, wirkt zumindest mildernd auf potenzielle Verwundbarkeiten. In Zeiten, in denen wirtschaftliche Abhängigkeiten eingesetzt werden, um geo­strategische Einfluss­bereiche zu konsolidieren, dürfte die Diversifizierung auch im Sinne der RePowerEU-Agenda oberstes Gebot bleiben.

    KfW Research
    Hannah Levinger, +49 69 7431-5714,

    Aktuelle Medienbeiträge

    KfW-Chefvolkswirt Dr. Dirk Schumacher

    Bankenumfrage der Creditreform

    Der Chefvolkswirt der KfW ist optimistisch – und rechnet 2026 mit einem Wachstum von 1,5 %.

    Creditreform vom 03.02.2026

    KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher spricht über die schwache Konjunktur, Investitionen und politische Unsicherheit.

    Im Interview mit der Frankfurter Rundschau

    Frankfurter Rundschau mit Dr. Dirk Schumacher vom 10.10.2025

    Was Deutschland braucht, um ein funk­tio­nierendes Start-up-Ökosystem zu werden

    Die Bundesregierung will die Bedingungen für Start-ups verbessern. Dafür muss sie einige Hindernisse aus dem Weg räumen.

    Gastbeitrag in der Wirtschaftwoche von Dr. Dirk Schumacher
    (August 2025, €)

    Dr. Dirk Schumacher beim Investorenbarometer

    Investorenbarometer Q4/2025

    Das Investorenbarometer von BVK, KfW und Handelsblatt zeigt:

    Die Lage bleibt herausfordernd. Globale Risiken und geopolitische Spannungen sorgen weiterhin für Zurückhaltung bei vielen Marktteil­nehmern. Gleichzeitig zeichnet sich ein differenziertes Bild ab: Ein Teil der Investoren mit langfristigem Kapital wagt sich langsam und vorsichtig zurück in den Markt. Bei jungen, besonders risikoreichen Unternehmens­finanzierungen hingegen ist die Zuversicht zuletzt wieder gesunken.

    Hier geht es zum Video Investorenbarometer Q4/2025 (15:30)

    Handelskonflikt mit den USA

    19.08.2025 | Gewinnt Trump den Handelskrieg?

    Die amerikanische Flagge weht vor Kränen am Hafen
    Handelskriege produzieren gewöhnlich nur Verlierer. Insofern ist das Nachgeben der EU – zumindest in der kurzen Sicht – das kleinere Übel, nicht zuletzt da ein signifikanter Teil der Zölle voraussichtlich überwälzt wird. Aber die Kosten des Nachgebens könnten deutlich steigen, insbesondere wenn es zu massiven Unternehmens­verlagerungen in die USA kommen sollte. Europa muss deshalb in der nächsten Auseinandersetzung – die eher früher als später kommen wird – vorbereitetet sein, sein ökonomisches Gewicht besser einzusetzen.
    Gewinnt Trump den Handelskrieg?

    Vorträge und Veranstaltungsbeiträge

    25.02.2026 │ Real Estate Family Office Summit, Kronberg

    Werdegang von Dr. Dirk Schumacher

    Kontakt

    KfW Research, KfW Bankengruppe, Palmengartenstr. 5-9, 60325 Frankfurt,

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