KfW-Chefvolkswirt Dr. Dirk Schumacher

    Dr. Dirk Schumacher – Chefvolkswirt der KfW

    Herr Dr. Dirk Schumacher ist seit April 2025 Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe und leitet KfW Research.

    Kommentar KfW-Chefvolkswirt

    04.03.2026 | KfW-Innovationsbericht Mittelstand 2025

    Mitarbeiter tauschen sich während einer Besprechung aus.
    „Dass wieder etwas mehr Unternehmen Innovationen tätigen, ist erfreulich. Es ist mit Blick auf das weiterhin schwierige konjunkturelle Umfeld auch bemerkenswert. Angesichts der Bedeutung des Mittelstands für die deutsche Wirtschaft können wir mit der Innovationstätigkeit der Unternehmen aber nicht zufrieden sein. Diese war in der Vergangenheit schon einmal deutlich höher. Die Produktivitäts­entwicklung und die Transformations­fähigkeit der deutschen Wirtschaft werden nachhaltig geschwächt, wenn ein immer größerer Anteil von Unternehmen auf die regelmäßige Erneuerung ihrer Produktionsprozesse und ihrer Produktangebote verzichtet.

    Innovationen im Mittelstand kommen im Regelfall nicht aus eigenen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen, sondern entstehen aus dem Arbeitsalltag heraus. Es ist wichtig, dass wirtschaftspolitische Maßnahmen wie Förderprogramme so gestaltet werden, dass auch kleine Unternehmen ohne eigene Forschung und Entwicklung sie wahrnehmen können. Außerdem ist der Abbau bürokratischer Hemmnisse und die Linderung des Fachkräftemangels für mittelständische Unternehmen von zentraler Bedeutung.“

    Dr. Dirk Schumacher

    KfW-Innovationsbericht Mittelstand 2025

    Auf einen Blick

    Wasserstoff-Elektrolyse: Ausbau bleibt hinter Erwartung zurück

    Grafik auf einen Blick

    4. März 2026

    Der Hochlauf der grünen Wasserstoff­wirtschaft in Deutschland geht deutlich langsamer voran als ursprünglich geplant. Die aktuell installierte Elektrolyse­leistung, mit der grüner Wasserstoff mittels erneuerbaren Stroms produziert werden kann, beläuft sich auf etwa 0,2 GW. Darüber hinaus befinden sich weitere 1,1 GW in Bau. Unter Berücksichtigung geplanter Projekte mit hoher Realisierungs­wahrscheinlichkeit könnte die Elektrolyse­kapazität bis Ende 2030 bei konservativer Schätzung auf bis zu 2,4 GW anwachsen. Dies bleibt deutlich hinter dem in der Nationalen Wasserstoffstrategie 2023 gesetzten Ziel von 10 GW bis 2030 zurück. Auch international kommt der Ausbau der Elektrolyse­kapazitäten nur schleppend voran.

    Die Hauptgründe für den stockenden Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft liegen in höheren als ursprünglich erwarteten Kosten, einer geringen Zahlungs­bereitschaft der Nachfrageseite sowie Unsicherheiten bezüglich zukünftiger Fördermaßnahmen und regulatorischer Rahmenbedingungen.

    Grüner Wasserstoff und seine Derivate sind aus heutiger Sicht die einzigen großmaßstäblich verfügbaren Optionen, um saisonale Energiespeicherung, industrielle Prozesse wie Stahl- und Chemie­produktion sowie den Luft- und Hochsee­schiffverkehr klimaneutral zu gestalten

    KfW Research
    Anke Brüggemann, +49 69 7431-1736,

    Aktuelle Medienbeiträge

    KfW-Chefvolkswirt Dr. Dirk Schumacher

    Bankenumfrage der Creditreform

    Der Chefvolkswirt der KfW ist optimistisch – und rechnet 2026 mit einem Wachstum von 1,5 %.

    Creditreform vom 03.02.2026

    KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher spricht über die schwache Konjunktur, Investitionen und politische Unsicherheit.

    Im Interview mit der Frankfurter Rundschau

    Frankfurter Rundschau mit Dr. Dirk Schumacher vom 10.10.2025

    Was Deutschland braucht, um ein funk­tio­nierendes Start-up-Ökosystem zu werden

    Die Bundesregierung will die Bedingungen für Start-ups verbessern. Dafür muss sie einige Hindernisse aus dem Weg räumen.

    Gastbeitrag in der Wirtschaftwoche von Dr. Dirk Schumacher
    (August 2025, €)

    Dr. Dirk Schumacher beim Investorenbarometer

    Investorenbarometer Q4/2025

    Das Investorenbarometer von BVK, KfW und Handelsblatt zeigt:

    Die Lage bleibt herausfordernd. Globale Risiken und geopolitische Spannungen sorgen weiterhin für Zurückhaltung bei vielen Marktteil­nehmern. Gleichzeitig zeichnet sich ein differenziertes Bild ab: Ein Teil der Investoren mit langfristigem Kapital wagt sich langsam und vorsichtig zurück in den Markt. Bei jungen, besonders risikoreichen Unternehmens­finanzierungen hingegen ist die Zuversicht zuletzt wieder gesunken.

    Hier geht es zum Video Investorenbarometer Q4/2025 (15:30)

    Handelskonflikt mit den USA

    19.08.2025 | Gewinnt Trump den Handelskrieg?

    Die amerikanische Flagge weht vor Kränen am Hafen
    Handelskriege produzieren gewöhnlich nur Verlierer. Insofern ist das Nachgeben der EU – zumindest in der kurzen Sicht – das kleinere Übel, nicht zuletzt da ein signifikanter Teil der Zölle voraussichtlich überwälzt wird. Aber die Kosten des Nachgebens könnten deutlich steigen, insbesondere wenn es zu massiven Unternehmens­verlagerungen in die USA kommen sollte. Europa muss deshalb in der nächsten Auseinandersetzung – die eher früher als später kommen wird – vorbereitetet sein, sein ökonomisches Gewicht besser einzusetzen.
    Gewinnt Trump den Handelskrieg?

    Vorträge und Veranstaltungsbeiträge

    25.02.2026 │ Real Estate Family Office Summit, Kronberg

    Werdegang von Dr. Dirk Schumacher

    Kontakt

    KfW Research, KfW Bankengruppe, Palmengartenstr. 5-9, 60325 Frankfurt,

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