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    KfW Research

    KfW-Gründungsmonitor

    Der KfW-Gründungsmonitor liefert umfangreiche Gründungsstatistiken für Deutschland

    Der KfW-Gründungsmonitor wird als jährliche, repräsentative Bevölkerungs­befragung zum Gründungs­geschehen in Deutschland erhoben. Seit dem Jahr 2000 wird der KfW-Gründungs­monitor von renommierten Befragungs­instituten nach wissenschaftlichen Standards durchgeführt. Mit dem KfW-Gründungs­monitor stehen umfangreiche Statistiken zur Struktur der Gründungs­tätigkeit in Deutschland zur Verfügung, die eine differenzierte Analyse von Existenz­gründungen ermöglichen. Die Ergebnisse werden in einem jährlich erscheinenden gleichnamigen Jahresbericht mit statischem Begleitheft sowie in Form von Kurzstudien veröffentlicht.

    Mit den repräsentativen Informationen können Aussagen zur Entwicklung sowohl der Soziodemo­grafika von Gründerinnen und Gründern, von jungen Selbst­ständigen und von Gründungs­planerinnen und -planern gemacht werden, als auch der Merkmale ihrer Gründungs­projekte sowie zu Schwierigkeiten und Hemmnissen gemacht werden.

    Ausgabe 2026

    Gründungstätigkeit in Deutschland: Trend zum Nebenerwerb verfestigt sich, junge Erwachsene prägen Gründerlandschaft

    Die Zahl der Existenzgründungen ist im Jahr 2025 deutlich gestiegen. Über die letzten Jahre zeigt sich eine merkliche Verlagerung der Gründungstätigkeit in den Nebenerwerb. Der Anteil hybrider Gründungen, mit vorheriger und nach Gründung weiter bestehendem Arbeitsverhältnis, ist dabei beständig hoch. Mit einem erneut geringeren Altersdurchschnitt verjüngte sich die Gründerlandschaft 2025 weiter. Junge Gründerinnen und Gründer gründen dabei häufig aus dem Studium heraus. Der mehrjährige Trend zu einer höheren Bedeutung digitaler Angebote hält an. Insgesamt sehen viele ihre Existenzgründung als Start-up. Bürokratie ist für viele Gründerinnen und Gründer ein Belastungsfaktor. Die Erfüllung gesetzlicher und regulatorischer Anforderungen kostet einige Stunden Wochenarbeitszeit. Ausgehend von der Gründungstätigkeit 2025 kann für 2026 eine ähnliche Gründungstätigkeit erwartet werden, mit leichten Aufwärtschancen, aber auch Abwärtsrisiken.

    Der Tabellen- und Methodenband KfW-Gründungsmonitor 2026 erscheint demnächst

    Weitere Veröffentlichungen zum Thema Gründungen in unserem Dossier Existenzgründungen

    Kommentar des Chefvolkswirts der KfW

    KfW-Chefvolkswirt Dr. Dirk Schumacher
    „Wir sehen zwei gegenläufige Trends. Einerseits nehmen vor allem viele junge Menschen über die Medien erfolgreiche Gründer wahr, seien es Start-up-Unternehmer oder Influencer, die als Rollenvorbilder für eine Selbstständigkeit dienen. Andererseits wird in Deutschland im Vergleich zu früher viel weniger gegründet. Dadurch kommen die Menschen auch seltener mit Selbstständigen in Kontakt, Rollenvorbilder im direkten Umfeld fehlen.
    Seit der Jahrtausendwende ist die Zahl der Gründungen in Deutschland deutlich gesunken, 2002 etwa gab es noch rund 1,5 Millionen Existenzgründungen. Die geringere Gründungstätigkeit ist sicherlich auch dem über ein Jahrzehnt gut gelaufenen Arbeitsmarkt geschuldet, der vielen Menschen attraktive Arbeitsverhältnisse bot.
    Es ist erfreulich, dass wieder mehr Menschen in Deutschland ein Unternehmen ganz neu gründen und damit womöglich eine innovative Geschäftsidee umsetzen. Der Wirtschaftsstandort Deutschland benötigt kreative und mutige Unternehmerinnen und Unternehmer. Tatsache ist aber auch: Es gibt sehr viele gute Unternehmen, die eine neue Führung benötigen. Das Durchschnittsalter der Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland liegt bei über 54 Jahren. Viele von ihnen suchen händeringend nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin. Ein Umdenken ist dringend erforderlich: Nicht nur sollten sich noch mehr Menschen in Deutschland überlegen, zu gründen. Deutlich mehr sollten auch erwägen, ein bestehendes Unternehmen zu übernehmen.“

    Dr. Dirk Schumacher