Meldung vom 13.11.2025 / KfW, KfW Entwicklungsbank
KfW unterstützt den Neustart der Wirtschaft in Syrien
- Finanzierungsverträge in Höhe von 46,5 Millionen Euro für Wiederaufbau von Märkten, Handelszentren, Produktionsanlagen und die Unterstützung kleiner Unternehmen
- Neue Perspektiven für Binnengeflüchtete und Rückkehrende
- Christiane Laibach: „Kontinuierliches Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit zahlt sich aus“
Die KfW unterstützt den Neustart der Wirtschaft in Syrien. Sie hat im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) zwei Verträge für Zuschüsse in Höhe von 46,5 Millionen Euro mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen UNDP abgeschlossen.
Damit knüpft die KfW an ihre langjährige Unterstützung von UN- und Nichtregierungs-Organisationen während des Bürgerkriegs seit 2011 an. Zentraler Ansatzpunkt ist der Wiederaufbau bedeutender Märkte und Produktionsanlagen zur Sicherung der Versorgung mit lebenswichtigen Ressourcen.
„Kontinuierliches Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit zahlt sich aus“,
sagte Christiane Laibach, Mitglied des Vorstands der KfW.
„Seit Jahren unterstützt die KfW die syrische Bevölkerung mit regelmäßig angepassten Maßnahmen. Im Zuge des Regierungswechsels in Syrien vor knapp einem Jahr setzen wir neue Impulse. Es geht darum, Wirtschaftsstrukturen aufzubauen, um die ökonomische Entwicklung zu stärken und die Situation der Menschen vor Ort zu verbessern. Wir legen Wert darauf, die Bevölkerung vor Ort einzubinden und Rückkehrenden und Binnengeflüchteten eine Perspektive zu bieten.“
Die jahrelangen Kampfhandlungen seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs haben das Land in eine schwierige wirtschaftliche und eine desaströse humanitäre Situation geführt. Märkte, Produktionsanlagen sowie die Transport- und Energieinfrastruktur wurden weiträumig zerstört. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte seit 2011 um 64 Prozent. Rund 90 Prozent der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze.
Die KfW unterstützt folgende neue Vorhaben:
- Das erste zielt mit 20 Millionen Euro auf die Wiederbelebung wichtiger Märkte und Handelszentren sowie den Wiederaufbau von Produktions- und Verarbeitungsanlagen – etwa Mühlen, Silos, Schlachthöfen oder Spinnereien. Besonderen Wert haben dabei energieeffiziente Bauweisen und die Einbindung erneuerbarer Energien wie Solar- und Photovoltaikanlagen. Die Baumaßnahmen bieten Einkommensmöglichkeiten und Wirtschaftswachstum. Von dem Projekt sollen bis zu drei Millionen Syrer profitieren.
- Das zweite mit einer Förderung von 26,5 Millionen Euro geht in eine neue Phase. Damit will die deutsche finanzielle Zusammenarbeit besonders Binnengeflüchtete, Rückkehrende und die aufnehmenden Gemeinden unterstützen, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Zu den Maßnahmen zählen die Wiederherstellung von Basisinfrastruktur wie Schulen, Berufsbildungs- sowie Gesundheitszentren. Es soll 3.300 „Cash-for-Work“-Beschäftigungen geben, Förderungen für 1.650 kleine und mittlere Unternehmen sowie berufliche Trainings für 1.600 Personen.
Weitere Informationen zu den internationalen Finanzierungen der KfW finden Sie hier: Internationale Finanzierung der KfW
Seite teilen
Um die Inhalte dieser Seite mit Ihrem Netzwerk zu teilen, klicken Sie auf eines der unten aufgeführten Icons.
Hinweis zum Datenschutz: Beim Teilen der Inhalte werden Ihre persönlichen Daten an das ausgewählte Netzwerk übertragen.
Datenschutzhinweise
Alternativ können Sie auch den Kurz-Link kopieren: https://www.kfw.de/s/dekBbm2u.DUSA
Link kopieren Link kopiert