KfW-Chefvolkswirt Dr. Dirk Schumacher

    Dr. Dirk Schumacher – Chefvolkswirt der KfW

    Herr Dr. Dirk Schumacher ist seit April 2025 Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe und leitet KfW Research.

    Kommentar KfW-Chefvolkswirt

    10.08.2026 | Steigende Energie- und Rohstoffkosten sind starke Treiber für Umweltinnovationen

    Mitarbeiter tauschen sich während einer Besprechung aus.
    „Die Ergebnisse unterstreichen die Relevanz von Regulierungen und gesetzlichen Vorgaben im Umweltbereich. Unternehmen werden dazu veranlasst, ihre Produktpalette anzupassen und umweltfreundlicher zu gestalten. Die starken Steigerungen bei den Rohstoff- und Energiekosten in den vergangenen Jahren verdeutlichen den Unternehmen zudem den Wert von Umstellungen in ihren Produktionsprozessen, weg von fossilen Energien. Die Entwicklungen der vergangenen Monate, die in den Ergebnissen der Studie noch nicht abgebildet sind, haben das Thema Energiekosten sicherlich noch einmal verstärkt in den Fokus der Unternehmen gerückt.“
    Dr. Dirk Schumacher
    Steigende Energie- und Rohstoffkosten sind starke Treiber für Umweltinnovationen

    Auf einen Blick

    Konjunktur droht auf Grund zu laufen

    Grafik auf einen Blick

    12. August 2026

    Mit knapp 20 cm liegt der Pegelstand des Rheins an seinem Nadelöhr bei Kaub so niedrig wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1969. Die am Rande des Rheins angesiedelte Chemie- und Schwerindustrie hat deshalb Schwierigkeiten Vorprodukte zu beziehen und eigene Erzeugnisse auszuliefern. Laut einer Studie des Kiel-Instituts belasten 30 Tage mit Niedrigwasser am Rhein die Industrieproduktion­ in diesem Zeitraum um etwa 1 % – so etwa auch beim bisher erheblichsten Niedrigwasser im Jahr 2018. Nun dürften sich die Unternehmen zwar besser auf Niedrigwasser vorbereitet haben. Andererseits ist mit Blick auf den Wetterbericht aber auch keinerlei Besserung in Sicht und die alternativen Schienenwege fallen aufgrund von Sanierungsarbeiten­ teilweise aus. Ein volles Quartal mit extremem Niedrigwasser ist recht wahrscheinlich. Die Industrieproduktion im laufenden Quartal könnte also um 1 % reduziert werden und das würde das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts­ um etwa 0,2 % mindern. Außerdem werden auch die Spritpreise durch die Lieferprobleme nach oben getrieben, was den Konsum belastet. Die nicht getätigte Industrieproduktion­ dürfte aber später nachgeholt werden. Angesichts der gestiegenen Auftragseingänge sind die Aussichten für die Industriekonjunktur­ insgesamt wieder positiv.

    KfW Research
    Dr. Philipp Scheuermeyer, +49 69 7431-4017,

    Aktuelle Medienbeiträge

    KfW-Chefvolkswirt Dr. Dirk Schumacher

    Bankenumfrage der Creditreform

    Der Chefvolkswirt der KfW ist optimistisch – und rechnet 2026 mit einem Wachstum von 1,5 %.

    Creditreform vom 03.02.2026

    KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher spricht über die schwache Konjunktur, Investitionen und politische Unsicherheit.

    Im Interview mit der Frankfurter Rundschau

    Frankfurter Rundschau mit Dr. Dirk Schumacher vom 10.10.2025

    Was Deutschland braucht, um ein funk­tio­nierendes Start-up-Ökosystem zu werden

    Die Bundesregierung will die Bedingungen für Start-ups verbessern. Dafür muss sie einige Hindernisse aus dem Weg räumen.

    Gastbeitrag in der Wirtschaftwoche von Dr. Dirk Schumacher
    (August 2025, €)

    Dr. Dirk Schumacher beim Investorenbarometer

    Investorenbarometer Q2/2026

    Gedämpfte Stimmung, aber weiterhin Investitionsbereitschaft: Wie entwickelt sich der deutsche Venture-Capital- und Private-Equity-Markt im zweiten Quartal 2026?

    Das neue Investorenbarometer zeigt: Das Geschäftsklima hat sich in beiden Marktsegmenten eingetrübt. Makroökonomische Unsicherheiten, die Zinsentwicklung sowie die anhaltenden Herausforderungen bei Fundraising und Exits belasten die Stimmung.

    Im Venture-Capital-Markt sorgen große Finanzierungs­runden zugleich für positive Signale. Auch im Private-Equity-Markt bleibt die Investitions­bereitschaft hoch, sodass attraktive Unternehmen weiterhin auf Investoreninteresse stoßen.

    Hier geht es zum Video Investorenbarometer Q2/2026 (37:17)

    Aktuelle Publikationen

    02.04.2026 | Ein hartnäckiger Energiepreisschock

    LNG-Gastanker

    Der durch den Krieg im Nahen Osten ausgelöste Energiepreis­schock wird stärker und nachhaltiger ausfallen als wir dies zu Beginn des Krieges in unserem Basis-Szenario angenommen hatten. Wir revidieren deshalb unsere Wachstums­prognose für Deutschland für das Jahr 2026 auf nur noch 0,9 % (0,6 % ohne Kalendereffekt), gegenüber einer Vorkriegs­prognose von 1,5 %. Wir unterstellen hierbei, dass die Straße von Hormus im Laufe des April wieder graduell passierbar wird. Eine längere Blockade würde die Rezessions­gefahr deutlich steigen lassen.

    Ein hartnäckiger Energiepreisschock

    Werdegang von Dr. Dirk Schumacher

    Kontakt

    KfW Research, KfW Bankengruppe, Palmengartenstr. 5-9, 60325 Frankfurt,

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