KfW-Chefvolkswirt Dr. Dirk Schumacher

    Dr. Dirk Schumacher – Chefvolkswirt der KfW

    Herr Dr. Dirk Schumacher ist seit April 2025 Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe und leitet KfW Research.

    Kommentar KfW-Chefvolkswirt

    24.06.2026 | ifo Geschäftsklima Juni 2026

    Mitarbeiter tauschen sich während einer Besprechung aus.
    „Die Stimmung der Unternehmen hat sich etwas verbessert. Die Entwicklung basiert dabei mehr auf der Einschätzung der aktuellen Lage als auf den Zukunftserwartungen. Das deutet auf eine moderate Beschleunigung der Konjunktur zum Ende des zweiten Quartals hin. Alles in allem scheint der Irankrieg nur geringe Spuren hinterlassen zu haben. Die Unternehmen bleiben jedoch zurückhaltend, was den weiteren Verlauf des Jahres angeht. Es gib offenbar eine gewisse Skepsis bezüglich der Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran, aber auch andere Faktoren drücken die Stimmung. Erwähnenswert ist, dass sich die Erwartungen im Verarbeitenden Gewerbe deutlich erholt haben. Zumindest die Industrie scheint also eine weitere Beruhigung der Lage im Mittleren Osten zu erwarten.“
    Dr. Dirk Schumacher

    Auf einen Blick

    Die Kommunen in Deutschland kommen bei der Wärmeplanung voran (das könnte auch bei der Kälteplanung helfen)

    Grafik auf einen Blick

    30. Juni 2026

    Zum 30. Juni 2026 müssen alle deutschen Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern ihre kommunale Wärmeplanung abgeschlossen haben. Laut des KWW ist dieses Zwischenziel bei 7 von 10 Kommunen erreicht und bei den übrigen zumindest in greifbarer Nähe. Städte, Gemeinden und Kreise mit weniger Einwohnern haben noch zwei Jahre Zeit für das Fertigstellen der kommunalen Wärmeplanung. Trotzdem haben bereits über 80 % der mittelgroßen Kommunen die Planung zumindest angestoßen, 42 % haben sie sogar schon abgeschlossen. Für Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern, die die große Mehrheit der Kommunen in Deutschland ausmachen, gelten besondere Regeln: So können sich Gemeinden in einem sogenannten „Konvoi-Verfahren“ bei der Planung zusammen­schließen und es kommen zum Teil vereinfachte Verfahren zur Anwendung. Auch in dieser Gruppe zeigen sich deutliche Fortschritte: 30 % der kleinen Gemeinden haben ihre Wärmeplanung bereits abgeschlossen und weitere 22 % befinden sich im laufenden Prozess. Damit wird eine Voraussetzung geschaffen für wichtige Investitions­entscheidungen von Netzbetreibern, Hausbesitzern, Gewerbe und Industrie. Jedoch gilt es auf dem Weg zur Umsetzung vor allem noch einige finanzielle Herausforderungen zu meistern, wie eine Studie von PwC im Auftrag der KfW letztes Jahr gezeigt hat. Darüber hinaus wird auch das Thema Kälte zunehmend eine Rolle spielen, wie die letzten Tage veranschaulicht haben. Durch die zentrale Kopplung von Wärme- und Kälteversorgung könnten Synergien erschlossen und Fortschritte bei der Anpassung an den Klimawandel erzielt werden.

    KfW Research
    Dr. Stefanie Brilon, +49 69 7431-99767,

    Aktuelle Medienbeiträge

    KfW-Chefvolkswirt Dr. Dirk Schumacher

    Bankenumfrage der Creditreform

    Der Chefvolkswirt der KfW ist optimistisch – und rechnet 2026 mit einem Wachstum von 1,5 %.

    Creditreform vom 03.02.2026

    KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher spricht über die schwache Konjunktur, Investitionen und politische Unsicherheit.

    Im Interview mit der Frankfurter Rundschau

    Frankfurter Rundschau mit Dr. Dirk Schumacher vom 10.10.2025

    Was Deutschland braucht, um ein funk­tio­nierendes Start-up-Ökosystem zu werden

    Die Bundesregierung will die Bedingungen für Start-ups verbessern. Dafür muss sie einige Hindernisse aus dem Weg räumen.

    Gastbeitrag in der Wirtschaftwoche von Dr. Dirk Schumacher
    (August 2025, €)

    Dr. Dirk Schumacher beim Investorenbarometer

    Investorenbarometer Q1/2026

    Das Investorenbarometer von BVK, KfW und Handelsblatt zeigt für das erste Quartal:

    Kapital ist vorhanden, die Investitions­­bereitschaft bleibt grundsätzlich da. Gleichzeitig bleiben Exits schwierig, das Marktumfeld angespannt und die Unsicherheit hoch. Impulse kommen vor allem aus Zukunftsfeldern wie KI, Robotik und Defense. Doch damit aus Stabilisierung wieder Wachstum wird, braucht es bessere Rahmenbedingungen für mehr privates Kapital.

    Hier geht es zum Video Investorenbarometer Q1/2026 (26:38)

    Aktuelle Publikationen

    02.04.2026 | Ein hartnäckiger Energiepreisschock

    LNG-Gastanker

    Der durch den Krieg im Nahen Osten ausgelöste Energiepreis­schock wird stärker und nachhaltiger ausfallen als wir dies zu Beginn des Krieges in unserem Basis-Szenario angenommen hatten. Wir revidieren deshalb unsere Wachstums­prognose für Deutschland für das Jahr 2026 auf nur noch 0,9 % (0,6 % ohne Kalendereffekt), gegenüber einer Vorkriegs­prognose von 1,5 %. Wir unterstellen hierbei, dass die Straße von Hormus im Laufe des April wieder graduell passierbar wird. Eine längere Blockade würde die Rezessions­gefahr deutlich steigen lassen.

    Ein hartnäckiger Energiepreisschock

    Werdegang von Dr. Dirk Schumacher

    Kontakt

    KfW Research, KfW Bankengruppe, Palmengartenstr. 5-9, 60325 Frankfurt,

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