KfW-Chefvolkswirt Dr. Dirk Schumacher

    Dr. Dirk Schumacher – Chefvolkswirt der KfW

    Herr Dr. Dirk Schumacher ist seit April 2025 Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe und leitet KfW Research.

    Kommentar KfW-Chefvolkswirt

    14.04.2026 | Bereitschaft Bankkredite zu nutzen, sinkt weiter – kleine KMU besonders zurückhaltend

    Mitarbeiter tauschen sich während einer Besprechung aus.
    „Die mittelständischen Unternehmen haben derzeit einen sehr ausgeprägten Wunsch nach finanzieller Stabilität und Unabhängigkeit. Die schwierige konjunkturelle Lage und die unsicheren wirtschaftlichen Zukunftsaussichten führen dazu, dass viele Unternehmen sehr vorsichtig agieren und auf Neuverschuldung verzichten.

    Positiv zu vermerken ist, dass mehr Unternehmen als noch vor einigen Jahren ihre Eigenmittelausstattung als ausreichend für ihre Investitionsvorhaben ansehen. Der Investitionsbedarf im Mittelstand insgesamt ist aber so hoch, dass externes Kapital unverzichtbar sein wird, um die Zukunft vieler Unternehmen zu sichern. Ohne die grundsätzliche Bereitschaft mittelständischer Unternehmen, auch Kredite aufzunehmen, drohen notwendige Investitionsvorhaben auszubleiben."

    Dr. Dirk Schumacher

    Bereitschaft Bankkredite zu nutzen, sinkt weiter – kleine KMU besonders zurückhaltend

    Auf einen Blick

    47 Tage Iran-Krieg: Aktienmärkte resilient, Anleihenmärkte mit Inflationssorgen, Gold und USD keine Krisenanker

    Grafik auf einen Blick

    15. April 2026

    Nach rund 47 Tagen Iran-Krieg prägen vor allem die sprunghaft gestiegenen Preise für Erdöl und Gas das Geschehen an den Finanzmärkten. Die damit verbundenen Inflations­sorgen trieben die Anleihen­renditen deutlich nach oben, wobei der Anstieg der 2-jährigen Anleihen in Deutschland mit rund 52 Basispunkten stärker ausfiel als in den USA (+37 Basispunkte). Der US-Dollar bewegt sich seit Kriegsbeginn am 28. Februar seitwärts, ein weiteres Indiz für die geschwächte Rolle des Dollars als „Sicherer Hafen“. Auch Gold fungierte nicht als Sicherheits­anker und verlor seit Ende Februar knapp 9 %. Indes zeigen sich die US-Aktien­märkte trotz Inflations­sorgen robust: Der S&P 500 und der Nasdaq erreichten nach kurzem Einbruch wieder das Vorkriegs­niveau. Auch die Märkte in Europa und den Schwellen­ländern weisen mit rund 2–5 % Verlust keine außerordentliche Panik auf. Zudem hat die Volatilität des US-Aktienmarktes (VIX) im Vergleich zum Vorkriegs­zeitraum überraschend abgenommen. Die Märkte scheinen optimistisch zu sein, dass der Krieg nur geringe Spuren in der Weltwirtschaft hinterlassen wird.

    KfW Research
    Dr. Stephan Bales, +49 69 7431-99048,

    Aktuelle Medienbeiträge

    KfW-Chefvolkswirt Dr. Dirk Schumacher

    Bankenumfrage der Creditreform

    Der Chefvolkswirt der KfW ist optimistisch – und rechnet 2026 mit einem Wachstum von 1,5 %.

    Creditreform vom 03.02.2026

    KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher spricht über die schwache Konjunktur, Investitionen und politische Unsicherheit.

    Im Interview mit der Frankfurter Rundschau

    Frankfurter Rundschau mit Dr. Dirk Schumacher vom 10.10.2025

    Was Deutschland braucht, um ein funk­tio­nierendes Start-up-Ökosystem zu werden

    Die Bundesregierung will die Bedingungen für Start-ups verbessern. Dafür muss sie einige Hindernisse aus dem Weg räumen.

    Gastbeitrag in der Wirtschaftwoche von Dr. Dirk Schumacher
    (August 2025, €)

    Dr. Dirk Schumacher beim Investorenbarometer

    Investorenbarometer Q4/2025

    Das Investorenbarometer von BVK, KfW und Handelsblatt zeigt:

    Die Lage bleibt herausfordernd. Globale Risiken und geopolitische Spannungen sorgen weiterhin für Zurückhaltung bei vielen Marktteil­nehmern. Gleichzeitig zeichnet sich ein differenziertes Bild ab: Ein Teil der Investoren mit langfristigem Kapital wagt sich langsam und vorsichtig zurück in den Markt. Bei jungen, besonders risikoreichen Unternehmens­finanzierungen hingegen ist die Zuversicht zuletzt wieder gesunken.

    Hier geht es zum Video Investorenbarometer Q4/2025 (15:30)

    Aktuelle Publikationen

    02.04.2026 | Ein hartnäckiger Energiepreisschock

    LNG-Gastanker

    Der durch den Krieg im Nahen Osten ausgelöste Energiepreis­schock wird stärker und nachhaltiger ausfallen als wir dies zu Beginn des Krieges in unserem Basis-Szenario angenommen hatten. Wir revidieren deshalb unsere Wachstums­prognose für Deutschland für das Jahr 2026 auf nur noch 0,9 % (0,6 % ohne Kalendereffekt), gegenüber einer Vorkriegs­prognose von 1,5 %. Wir unterstellen hierbei, dass die Straße von Hormus im Laufe des April wieder graduell passierbar wird. Eine längere Blockade würde die Rezessions­gefahr deutlich steigen lassen.

    Ein hartnäckiger Energiepreisschock

    Vorträge und Veranstaltungsbeiträge

    08.06.2026 │ Tag der jungen Wirtschaft, Wirtschaftsjunioren Deutschland

    Werdegang von Dr. Dirk Schumacher

    Kontakt

    KfW Research, KfW Bankengruppe, Palmengartenstr. 5-9, 60325 Frankfurt,

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