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Frachthafen mit vielen Verladekränen

    KfW Research – Dossier

    Konjunktur

    Wirtschaft­liches Wachstum verläuft nicht gleichmäßig, sondern in Zyklen: Phasen konjunk­tureller Unter- und Überaus­lastung der gesamt­wirtschaft­lichen Kapazitäten wechseln sich ab. Der Analyse solcher Zyklen und der Prognose konjunk­tureller Wende­punkte kommt eine wichtige Bedeutung zu. Denn die Konjunktur setzt den wirtschaft­lichen Rahmen, in dem private Haushalte, Unternehmen und Staat ihre Entscheidungen etwa im Hinblick auf ihren Konsum oder ihre Investitionen treffen. Auch Geld- und Fiskal­politik sollten je nach Phase im Konjunk­turzyklus unterschiedlich ausgerichtet sein. KfW Research analy­siert die Konjunktur in Deutschland und der Eurozone und veröffentlicht vierteljährlich eigene Prognosen zum realen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts.

    Kommentare KfW Research

    10.09.2026 | Vorabkommentar zum Zinsentscheid der US-Notenbank Fed am 16. September 2026

    Lupe
    Nach seiner betont restriktiven Rede auf dem Notenbank-Symposium in Jackson Hole muss Fed-Chef Kevin Warsh nun liefern, um seine Glaubwürdigkeit als Inflationsbekämpfer zu untermauern. Der einfachste Weg dorthin führt über eine Zinserhöhung. Ausgerechnet Trumps öffentlicher Druck auf eine Zinssenkung zwingt Warsh umso mehr dazu, das Vertrauen der Finanzmärkte durch einen kompromisslos glaubwürdigen Kurs zu sichern. Da die Fed unter seiner Führung bewusst auf die klassische Erwartungssteuerung verzichtet, tasten sich die Marktteilnehmer verstärkt von Datenpunkt zu Datenpunkt vor. Ein weiterhin robuster Arbeitsmarkt und ein widerstandsfähiger privater Konsum geben der US-Notenbank angesichts der ansteigenden Inflation den nötigen Spielraum für Zinserhöhungen. Ein deutliches Signal zum jetzigen Zeitpunkt könnte Warsh am Ende sogar neue Flexibilität verschaffen, sobald sich die Preisdynamik wieder beruhigt. Bleibt dieses trotz anhaltend hoher Inflation aus, dürfte das die Märkte nur noch mehr verunsichern.

    Dr. Stephan Bales

    Konjunktur

    Ein hartnäckiger Energiepreisschock

    2. April 2026

    Der durch den Krieg im Nahen Osten ausgelöste Energiepreis­schock wird stärker und nachhaltiger ausfallen als wir dies zu Beginn des Krieges in unserem Basis-Szenario angenommen hatten. Wir revidieren deshalb unsere Wachstums­prognose für Deutschland für das Jahr 2026 auf nur noch 0,9 % (0,6 % ohne Kalendereffekt), gegenüber einer Vorkriegs­prognose von 1,5 %. Wir unterstellen hierbei, dass die Straße von Hormus im Laufe des April wieder graduell passierbar wird. Eine längere Blockade würde die Rezessionsgefahr deutlich steigen lassen.

    Ein hartnäckiger Energiepreisschock

    Deutschland: Aufschwung bei kurzer Blockade der Straße von Hormus noch nicht gefährdet

    11. März 2026

    Der Krieg im Nahen Osten und der damit verbundene Anstieg des Öl- und Gaspreises stellen ein klares Risiko für unsere Wachstums­prognose für Deutschland von 1,5 % im Jahr 2026 dar. Wir gehen in unserem Basis-Szenario von einer mehrwöchigen Blockade der Straße von Hormus aus und einer anschließenden Normalisierung des Öl- und Gaspreises im Laufe des 2. Quartals. In diesem Szenario wäre der negative Wachstumseffekt gering, während die Inflation um etwa einen halben Prozentpunkt höher ausfallen könnte. Eine längere Blockade, die sich weit ins 2. Quartal erstreckt, würde allerdings das Wachstum in diesem Jahr auf unter 1 % drücken.

    Deutschland: Aufschwung bei kurzer Blockade der Straße von Hormus noch nicht gefährdet

    KfW-Konjunkturkompass

    Wachstum wider alle Belastungen

    25. August 2026

    Trotz der Belastungen, die aus dem Iran-Krieg resultieren, ist die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal um 0,3 % im Vorquartals­vergleich gewachsen. Auch der Trend beim Auftragseingang des Verarbeitenden Gewerbes zeigt weiterhin nach oben, und die Stimmungs­indikatoren präsentieren sich wieder freundlicher. KfW Research rechnet deshalb nun für das preisbereinigte Bruttoinlands­produkt (BIP) in Deutschland im Jahr 2026 mit einem aufwärtsrevidierten Wachstum von 1,1 % und für 2027 mit 1,5 %. Für den Euroraum wurden die BIP-Prognosen ebenfalls erhöht, die Inflations­prognose indes etwas zurückgenommen.

    Aktueller KfW-Konjunkturkompass

    Bruttoinlandsprodukt Deutschland

    KfW-ifo-Mittelstandsbarometer

    Mittelständische Unternehmen sind entscheidend für Wachstum und Wohlstand einer Volkswirtschaft. KfW Research analysiert mit seinen einzigartigen Umfragen, Studien und Statistiken die Bedürfnisse der mittelständischen Unternehmen in Deutschland. Die Indikatorfamilie KfW-ifo-Mittelstandsbarometer basiert auf einer größenklassenbezogenen Auswertung der ifo Konjunkturumfragen, aus denen unter anderem der bekannte ifo Geschäftsklimaindex berechnet wird. Dabei werden monatlich rund 9.500 Unternehmen aus den Wirtschaftsbereichen Verarbeitendes Gewerbe, Bauhauptgewerbe, Großhandel, Einzelhandel sowie Dienstleistungen (ohne Kreditgewerbe, Versicherungen und Staat) zu ihrer wirtschaftlichen Situation befragt, darunter rund 8.000 Mittelständler.

    Pauken- und womöglich auch Befreiungsschlag

    1. September 2026

    Das mittelständische Geschäftsklima verbessert sich im August erneut deutlich: Es steigt um kräftige 4,5 Zähler auf -12,5 Punkte. Dabei tragen das zweite Mal in Folge sowohl die Lagebeurteilung als auch die Geschäftserwartungen­ zur Stimmungsaufhellung­ bei. Optimistischer äußern sich vor allem das Verarbeitende Gewerbe und der Großhandel. Beide profitieren anscheinend vom kräftig anziehenden Exportgeschäft.

    Aktuelles KfW-ifo-Mittelstandsbarometer
    Grunddatensatz zum aktuellen KfW-Ifo-Mittelstandsbarometer

    Geschäftsklima

    Wachstumspotenzial Deutschlands

    Deutschland im Wachstumstief: Wie weiter?

    Deckblatt vom KfW Research Chartbook

    KfW Research Chartbook

    Das deutsche Wirtschafts­wachstum ließ während der vergangenen fünf Jahrzehnte im Trend immer weiter nach und ist in der ersten Hälfte der 2020er-Jahre sogar ganz zum Erliegen gekommen. Vorausblickend setzt die Verrentung der Babyboomer den Arbeitsmarkt zunehmend unter Druck. Eine Rückkehr zu einem durchschnittlichen Wachstum von 1 %, wie im Koalitionsvertrag als Mindestanspruch formuliert, ist realistisch, aber auch ambitioniert. Hierzu bedarf es gleichzeitiger substanzieller Fortschritte in allen für das Wachstum relevanten Bereichen. (Juli 2025)

    Deutschland im Wachstumstief: Wie weiter?

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    KfW Research, KfW Bankengruppe, Palmengartenstr. 5-9, 60325 Frankfurt,

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