KfW Research
Warum der Wanderungssaldo der Deutschen nur die eine Seite der Medaille zeigt
18. August 2026
Im Jahr 2025 sind fast 100.000 Deutsche mehr ins Ausland ausgewandert als eingewandert. Und oft wandern wertvolle Fachkräfte aus. Diese aktuelle Zahl hat Anlass zu Diskussionen gegeben, dass Deutschland als Standort zum Arbeiten und Wirtschaften plötzlich unattraktiv geworden sei. Was dabei übersehen wird: Der Auswanderungsüberschuss junger Menschen ist nicht neu, sondern trat schon in Jahren des Aufschwungs auf. Und aus Ländern wie der Schweiz oder Italien sind relativ zur Bevölkerung etwa ebenso viele Einheimische abgewandert, aus Schweden gar doppelt so viele. Ein anderer Indikator spricht deutlich für die Attraktivität Deutschlands: In keinem anderen Land arbeiten auch nur annähernd so viele Menschen aus anderen EU-Staaten. Unstrittig dürfte dennoch sein: Es bedarf weitreichender Reformen. Nur so kann Deutschland einer der weltweit attraktivsten Standorte zum Arbeiten und Wirtschaften bleiben.
KfW Research
Martin Müller, +49 69 7431-3944,
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