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    KfW Research

    47 Tage Iran-Krieg: Aktienmärkte resilient, Anleihenmärkte mit Inflationssorgen, Gold und USD keine Krisenanker

    Grafik auf einen Blick

    15. April 2026

    Nach rund 47 Tagen Iran-Krieg prägen vor allem die sprunghaft gestiegenen Preise für Erdöl und Gas das Geschehen an den Finanzmärkten. Die damit verbundenen Inflations­sorgen trieben die Anleihen­renditen deutlich nach oben, wobei der Anstieg der 2-jährigen Anleihen in Deutschland mit rund 52 Basispunkten stärker ausfiel als in den USA (+37 Basispunkte). Der US-Dollar bewegt sich seit Kriegsbeginn am 28. Februar seitwärts, ein weiteres Indiz für die geschwächte Rolle des Dollars als „Sicherer Hafen“. Auch Gold fungierte nicht als Sicherheits­anker und verlor seit Ende Februar knapp 9 %. Indes zeigen sich die US-Aktienmärkte trotz Inflations­sorgen robust: Der S&P 500 und der Nasdaq erreichten nach kurzem Einbruch wieder das Vorkriegs­niveau. Auch die Märkte in Europa und den Schwellen­ländern weisen mit rund 2–5 % Verlust keine außerordentliche Panik auf. Zudem hat die Volatilität des US-Aktienmarktes (VIX) im Vergleich zum Vorkriegs­zeitraum überraschend abgenommen. Die Märkte scheinen optimistisch zu sein, dass der Krieg nur geringe Spuren in der Weltwirtschaft hinterlassen wird.

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    Dr. Stephan Bales, +49 69 7431-99048,

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