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    KfW Research

    Vor Kevin Warshs erster Fed-Sitzung: Anleihemärkte bewerten US-Leitzinsen als zu niedrig

    Grafik auf einen Blick

    17. Juni 2026

    Im Vorfeld der ersten Fed-Sitzung unter dem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh senden die Anleihemärkte ein deutliches Signal. Die Rendite zweijähriger US-Staatsanleihen kletterte mit 4,05 % deutlich über den Leitzins der US-Notenbank, welcher bei durchschnittlich 3,63 % liegt. Dies zeigt, dass Marktteilnehmer das aktuelle geldpolitische Zinsniveau als zu niedrig empfinden und mit einer strafferen Geldpolitik rechnen. Damit übernimmt Kevin Warsh die Führung in einem herausfordernden Umfeld, in dem die Inflation (CPI) mit zuletzt 4,2 Prozent im Jahresvergleich ein Dreijahreshoch markiert und der Arbeitsmarkt robust bleibt. Unter diesen Vorzeichen erscheinen Zinssenkungen, wie sie sich vor allem der amerikanische Präsident wünscht, auf absehbare Zeit sehr unwahrscheinlich. Der deutliche Renditeanstieg am kurzen Ende zeigt vielmehr, dass Marktteilnehmer auch Zinserhöhungen zur Verankerung der Inflationserwartungen keineswegs mehr ausschließen.

    KfW Research
    Dr. Stephan Bales, +49 69 7431-99048,

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