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    KfW Research

    Attraktive Berufsaussichten und Akademisierung prägen Entwicklung der Studienabschlüsse

    Grafik auf einen Blick

    19. Februar 2026

    In Deutschland ist die Zahl der Studienabsolventen in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich gestiegen: Die Studienabsolventen­quote, also der Anteil der Absolventen an der Bevölkerung des entsprechenden Geburtsjahres, hat sich seit dem Jahr 2000 (17 %) bis 2010 nahezu verdoppelt, stagniert aber seitdem und lag im Jahr 2023 bei 32 %.

    Hauptursache für diesen Anstieg ist vor allem die höhere Studienanfänger­quote, zu der attraktive Berufsaussichten, steigende Bildungs­renditen sowie eine niedrige Arbeitslosenquote unter Akademikern beitragen. Darüber hinaus wird die Entwicklung durch den Wandel des Arbeitsmarktes begünstigt, in dem insbesondere Berufe im sozialen Bereich und in der Pflege zunehmend akademisierte Qualifikationen erfordern.

    Im Geschlechter­vergleich zeigen sich aber auch Unterschiede: Während die Quote der weiblichen Studienabsolventen nahezu kontinuierlich von 16 auf 36 % angestiegen ist, hat sie bei Männern nach einem Anstieg bis 2015 wieder abgenommen und liegt aktuell bei 28 % – und damit unter dem Niveau der Frauen. Diese unterschiedliche Entwicklung liegt zum einen daran, dass insbesondere Frauen zuletzt von der zunehmenden Akademisierung „traditionell weiblicher“ Berufe (z.B. „Nichtärztliche Heilberufe / Therapien“ oder „Pflegewissenschaft / -management“) profitierten. Männer hingegen neigten zuletzt häufiger dazu, seltener ein Abitur abzulegen oder in ein Studium zu starten.

    KfW Research
    Dr. Elisabeth Grewenig, +49 69 7431-55722,
    Kathrin Schmidt, +49 69 7431-13091,

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