Südafrika steht vor großen Herausforderungen: Eine instabile Energieversorgung bremst wirtschaftliche Entwicklung, während der Klimawandel wertvolle Ökosysteme bedroht. Die DEG – Deutsche Investitions‑ und Entwicklungsgesellschaft – unterstützt den gerechten Übergang in Zusammenarbeit mit ihrem langjährigen Kunden, der südafrikanischen FirstRand Bank.
Südafrika leidet seit Jahren unter einer anhaltenden Energiekrise. In einigen Regionen kommt es zu Stromausfällen von bis zu zwölf Stunden täglich. Die Folgen reichen von Produktionsausfällen über Arbeitsplatzverluste bis hin zu sozialen Verwerfungen. Gleichzeitig ist das Land stark von Kohle abhängig und damit einer der größten CO₂‑Emittenten Afrikas.
Die DEG engagiert sich gemeinsam mit europäischen Partnern seit vielen Jahren in Südafrika, um den sozial ausgewogenen Umbau des Energiesektors zu unterstützen. Ein zentraler Baustein ist die Zusammenarbeit mit leistungsfähigen lokalen Finanzinstituten wie der südafrikanischen FirstRand Bank, über die Investitionen in erneuerbare Energien, Energieeffizienz und klimabezogene Infrastruktur ermöglicht werden. So hat die DEG 2025 für die FirstRand Bank ein Finanzierungs-Paket in Höhe von 300 Mio. US-Dollar – mit einem DEG-Anteil von 100 Mio. US-Dollar – mobilisiert, um Investitionen in die Klimaresilienz zu ermöglichen.
„Eine stabile und verlässliche Energieversorgung ist eine wichtige Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung und sozialen Fortschritt“, erklärt Abbad El-Rayyes von der DEG Impulse. Die DEG-Tochtergesellschaft setzt das Projekt im Rahmen des develoPPP-Programms mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) um. „Unser Ziel ist es, durch die finanzielle Unterstützung der FirstRand Bank Investitionen in den Übergang zu erneuerbaren Energien zu fördern.“
Im Rahmen des develoPPP-Projekts unterstützt die DEG Impulse die FirstRand Bank dabei, ihre Kunden bei Investitionen in erneuerbare Energien zu begleiten. Dazu gehören Beratungsangebote für kommerzielle Kunden ebenso wie der Ausbau interner Kompetenzen zu nachhaltigen Finanzierungen. Ergänzend sollen neue Rahmenwerke für Umweltwirkungsanleihen (sogenannte Environmental Impact Bonds) und Wasserzertifikate entwickelt werden, um privates Kapital für Klima- und Naturschutz zu mobilisieren.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Finanzierungsstrukturen, die öffentliche Mittel und privates Kapital miteinander verbinden. Solche Ansätze können helfen, Risiken zu mindern, Investitionen anzureizen und Finanzierungslücken in Bereichen zu schließen, die für einen sozial ausgewogenen Übergang besonders wichtig sind. Diese Maßnahmen sind eingebettet in die Just Energy Transition Partnership – eine auf der Weltklimakonferenz 2021 in Glasgow geschlossene Vereinbarung zwischen den G7-Ländern und Südafrika, die den gerechten Übergang zu einer klimaneutralen Energieversorgung unterstützt.
Ein wesentliches Merkmal des Projekts ist die systematische Messung und Steuerung der entwicklungspolitischen Wirkung. „Wir kombinieren zwei Perspektiven: das DEG-interne Development Effectiveness Rating DERa 2.0 und ergänzend die Wirkungslogik des BMZ“, erklärt Dr. Miriam Amine von der DEG Impulse.
DERa 2.0 betrachtet sowohl die Entwicklungswirkungen der Kunden – etwa mit Blick auf Beschäftigung, Einkommen oder Umweltaspekte – als auch die Transformationsprozesse, die durch DEG‑Finanzierung und ‑Beratung angestoßen werden. Die Ergebnisse fließen sowohl in Investitionsentscheidungen als auch in die Weiterentwicklung der Projekte ein.
Die ergänzende systematische Bewertung der Entwicklungszusammenarbeit des BMZ macht zudem nachvollziehbar, welche Ziele gesetzt wurden und wie Input, Output, Outcome und der Impact – also der entwicklungspolitische Mehrwert – zusammenhängen. So lässt sich transparent darstellen, wie finanzielle und personelle Ressourcen sowie Wissen und Expertise gemeinsam zu messbaren Entwicklungsbeiträgen führen.
Das Projekt soll zu mehreren Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) der Vereinten Nationen beitragen und adressiert dabei sowohl wirtschaftliche, soziale als auch ökologische Dimensionen:
Entwicklungspolitischer Bericht der DEG
Der entwicklungspolitische Bericht enthält die Wirkungen und Leistungen der DEG und ihre Beiträge zu den Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen.
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