KfW unterstützt Syrien beim Wiederaufbau
Nach dem Sturz des Assad-Regimes engagiert sich die KfW für die Stabilisierung und den Wiederaufbau Syriens. Im Auftrag der Bundesregierung stellt sie zusätzliche Finanzierungen bereit und trägt zum gesellschaftlichen Neuanfang des Landes bei. Im September 2026 wird das KfW-Büro Damaskus nach 14 Jahren Abwesenheit wieder eröffnet.
2025 sagte die KfW aus Mitteln der Bundesregierung 124 Millionen Euro zu. Für Vorhaben zur Wiederherstellung der Grundversorgung beauftragte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 2025 rund 119 Millionen Euro, davon 30 Million Euro für die Rehabilitierung von Gesundheitsinfrastruktur und 20 Millionen Euro zur Instandsetzung von Wasserinfrastruktur.
Internationale Partnerschaften
Die KfW unterstützte die syrische Bevölkerung auch in den Jahren des Bürgerkriegs zwischen 2011 und 2024. Das KfW-Engagement stand im Zeichen der Krisenbewältigung für betroffene Menschen und örtliche Strukturen.
Wie sich die KfW über internationale Partnerschaften während des Bürgerkriegs in Syrien engagierte, lesen Sie hier.
Auch nach dem Sturz des Assad-Regimes erfolgt die Umsetzung weiterhin über die bewährten Partner: UN-Organisationen (UNICEF, UNDP, UN-Habitat) und Nichtregierungsorganisationen (NRO) (Aga Khan Foundation, Norwegian Refugee Council).
Die KfW…
- engagiert sich etwa in den Bereichen der Wasserver- und -entsorgung, der Bildung und des Kinderschutzes sowie der sozialen Kohäsion und Ernährungssicherung. Diese Schwerpunkte werden im Rahmen des Neuanfangs in Syrien erweitert, mit einem verstärkten Fokus auf Instandsetzung struktureller Infrastruktur und, wo möglich, technischem Kapazitätsaufbau vor Ort.
- unterstützt konkret den Neustart der Wirtschaft in Syrien. Zentraler Ansatzpunkt ist der Wiederaufbau bedeutender Märkte und Produktionsanlagen an Standorten im ganzen Land für eine energieeffiziente Revitalisierung zentraler Wirtschaftssektoren. Zudem werden Beschäftigungsprogramme mit Ausbildungskomponenten und Unterstützung für kleine und mittlere Unternehmen bereitgestellt.
- organisiert ihr Engagement in Syrien über die KfW-Zentrale und das ab September 2026 wiedereröffnete KfW-Büro in Damaskus.
Aktuelle Situation
Die KfW beobachtet die Entwicklungen in Syrien nach dem Sturz des Assad-Regimes aufmerksam und steht mit der Bundesregierung in engem Austausch. Die Grundlage der zukünftigen Unterstützung für Syrien durch die Bundesregierung im Rahmen ihres Acht-Punkte-Plans bilden vorrangig:
- der friedliche Übergang zu einem inklusiven politischen System, das allen Gruppen Rechte und Teilhabe einräumt,
- die Aufarbeitung der Assad-Zeit,
- der gesellschaftliche Zusammenhalt,
- die Infrastruktur für die grundlegende Versorgung der Bevölkerung.
Syria Recovery Trust Fund
Die KfW verwaltet den im Jahr 2013 gegründeten Syria Recovery Trust Fund (SRTF). Auftraggeber sind die Staaten der internationalen Gemeinschaft, die in den Multigeber-Treuhandfonds einzahlen. Er trägt in den ehemaligen Oppositionsgebieten im Nordosten und Nordwesten Syriens zur Grundversorgung der notleidenden Bevölkerung bei. Mit den Zuschussmitteln werden beispielsweise Projekte zur Versorgung mit grundlegender Infrastruktur wie Wasser, Elektrizität, Gesundheitsdienstleistungen und Lebensmitteln finanziert.
Weiterführende Informationen
Stand: 7. August 2026
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