Briefing
Wie die KfW erneuerbare Energien im Ausland fördertCO2 zu reduzieren und verlässlich über ausreichend Energie zu verfügen, weltweit und in Deutschland: Das ist nur über die Entwicklung und Förderung innovativer Lösungen und eine intensivere internationale Zusammenarbeit erreichbar. Dadurch profitieren die Partnerländer und die deutsche sowie europäische Wirtschaft gemeinsam. Erneuerbare Energien gelten als Zukunftsmarkt – die technologischen Möglichkeiten verbessern sich stetig, die Nachfrage wächst, und die Kosten sinken.
Um den Ausbau regenerativer Energien auf globaler Ebene zu forcieren, finanziert die KfW gezielt Zukunftstechnologien. Dazu zählen beispielsweise grüner Wasserstoff, Photovoltaik, Solarthermie oder On- und Offshore-Windprojekte. Dabei hat die KfW immer auch die Interessen der Entwicklungs- und Schwellenländer und ihre Teilhabe an den Potenzialen erneuerbarer Energien fest im Blick.
Damit der weltweit steigende Energiebedarf durch klimafreundliche Quellen gedeckt werden kann, müssen die Möglichkeiten für die Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energien ausgeschöpft werden. Natürliche Energiequellen wie Sonnenlicht, Wind, Wasser, Wellen, Biomasse und Erdwärme bieten, wo sie verfügbar sind, ein enormes Potenzial, insbesondere in Entwicklungs- und Schwellenländern.
Im Jahr 2025 betrug das Klima- und Umweltengagement der KfW – über ihre Bankentöchter KfW IPEX-Bank und DEG und dem Geschäftsbereich Entwicklungsbank – rund 14 Mrd. Euro (2024: 12,6 Mrd. Euro). Das entspricht knapp 40 Prozent der Zusagen.
In den Jahren 2021 - 2025 lagen die Zusagen insgesamt bei rund 56 Mrd. Euro für Klima- und Umweltschutzfinanzierungen. (Stand: April 2026)
Energie, die eingespart wird, also gar nicht erst verbraucht wird, ist die klimafreundlichste Art der Energie. Einsparung und Effizienz senken daher Kosten und Treibhausgasemissionen. In den Bereichen Mobilität, bei Gebäuden, in der Wirtschaft und bei öffentlichen Dienstleistungen ist das Einsparpotenzial in den Partnerländern groß.
Daher fördert die KfW neben Investitionen in effizientere Stromsysteme in mehreren Partnerländern eine Vielzahl von Effizienzvorhaben. Die KfW stellt z. B. Mittel bereit, damit Kommunen, Unternehmen und öffentliche Versorger in Umweltmaßnahmen investieren können. Die Projekte erhöhen die Energieeffizienz, verbessern den Wohnkomfort und verlängern gleichzeitig den Lebenszyklus der Gebäude substantiell.
Der weltweite Investitionsbedarf in den Ausbau der Wasserstoffwirtschaft ist sehr hoch und wird bis 2050 auf über 2 Billionen Euro geschätzt.
Die KfW bietet gezielte und ineinandergreifende Finanzierungsprodukte, um entlang der gesamten Wertschöpfungskette von grünem Wasserstoff Projekte zu fördern: Von der Herstellung über den Transport bis zur Speicherung und Nutzung und den dazu notwendigen Erneuerbaren Energien.
Deutschlands hohe Abhängigkeit von Wasserstoffimporten (über 70 Prozent des Gesamtbedarfs) macht die Förderung deutscher Investitionen und den Aufbau belastbarer Wasserstoffpartnerschaften besonders dringlich.
Marokko nutzt die Solarkraft, um sich von fossilen Energien zu befreien. Auf einer Fläche von 3.000 Hektar ist in den letzten Jahren einer der größten Solarkomplexe der Welt entstanden. Internationale Geldgeber wie die KfW fördern die Energiewende, bei der viele deutsche Firmen mit an Bord sind.
Das Solarkraftwerk gilt als Modellprojekt für den Ausbau der Solarenergie in der Côte d‘Ivoire. Es ist ein entscheidender Schritt, um den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung des Landes bis zum Jahr 2030 auf 45 % zu steigern. Den Bau führte ein deutsch-französisches Konsortium als Generalunternehmer durch. Auf diese Weise profitiert die Côte d‘Ivoire von europäischem Know-how, während das Vorhaben gleichzeitig zur Sicherung von Arbeitsplätzen in Deutschland und Europa beiträgt.
Die KfW-Töchter DEG und KfW IPEX-Bank sind an der Finanzierung des Onshore-Windparkprojekts „Enerjisa YEKA-2“ in der Türkei beteiligt, das neun Windparks mit einer Gesamtkapazität von 750 MW umfasst. Lieferant und Installateur der 180 Windturbinen ist der deutsche Hersteller Enercon. Die Finanzierung von gut 1 Mrd. US-Dollar kommt von einem Konsortium von sieben kommerziellen Banken und Entwicklungsinstitutionen. Die KfW IPEX-Bank ist mit 125 Millionen US-Dollar dabei. Die DEG stellt 40 Millionen US-Dollar als langfristiges Darlehen zur Verfügung. Große Teile der Finanzierung sind als „Green Loan“ strukturiert.
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