Meldung vom 20.02.2026 / KfW

Europäische Förderinstitute und EIB wollen Investitionen beschleunigen und die Wettbewerbsfähigkeit, Widerstandsfähigkeit und Sicherheit Europas stärken

Die Spitzen der größten nationalen Förderbanken und -institute Europas BGK (Polen), Caisse des Dépôts – CDC (Frankreich), Cassa Depositi e Prestiti – CDP (Italien), KfW (Deutschland), Instituto de Crédito Oficial – ICO (Spanien) und die Europäische Investitionsbank (EIB), deren Finanzierungen im Jahr 2025 sich auf insgesamt mehr als 300 Milliarden Euro beliefen, haben sich heute in München getroffen, um ihre gemeinsame Entschlossenheit zur Förderung von Investitionen, Wettbewerbsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit in der gesamten Europäischen Union zu bekräftigen, aufbauend auf mehr als einem Jahrzehnt enger Zusammenarbeit.

In einem sich schnell verändernden globalen Umfeld unterstrich die Gruppe ihr gemeinsames Engagement zur Bewältigung der dringlichsten wirtschaftlichen Herausforderungen Europas, zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, zur Schließung anhaltender Investitionslücken und zur Stärkung der strategischen Autonomie der EU.

Die Finanzchefs betonten die wesentliche Rolle, die langfristige öffentliche Anleger bei der Mobilisierung von privatem Kapital und der Förderung langfristiger Investitionen im Einklang mit den Prioritäten der EU spielen.

Verstärkte Zusammenarbeit in strategischen Schwerpunktbereichen

Die Institute blickten auf den Fortschritt ihrer Zusammenarbeit und vereinbarten nächste Schritte in mehreren Schwerpunktbereichen:

  • Wettbewerbsfähigkeit: Auf der Grundlage des richtungsweisenden Draghi-Berichts über die Zukunft der europäischen Wettbewerbsfähigkeit und des Letta-Berichts über den Binnenmarkt sowie der jüngsten nationalen Analysen bekräftigten die Institute ihre Entschlossenheit zur Förderung einer stärkeren Integration, zum Ausbau der Investitionen in Innovation, Kompetenzen und Infrastruktur und zur Verbesserung des Geschäftsumfelds für europäische Unternehmen. Die Institute und die EIB-Gruppe setzen diese Ziele durch koordinierte, langfristige Finanzierungen und innovative Instrumente in konkrete Maßnahmen um.
  • Sicherheit und Verteidigung: Zusammenarbeit zur Unterstützung zusätzlicher Investitionen in Sicherheit und Verteidigung, die für die Stärkung der Sicherheit und industriellen Widerstandsfähigkeit Europas unerlässlich sind, einschließlich der Erschließung von Privatkapital zur Deckung des europäischen Investitionsbedarfs in diesem Sektor.

Die Institute freuen sich, im Anschluss an den im Juni 2025 in Warschau geschlossenen Vertrag fünf weitere Institute willkommen zu heißen, die sich ihrer Initiative zur Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung anschließen und sie dadurch stärken: SFPIM, PMV, Wallonie Entreprendre (die drei belgischen Förderbanken), Banco Português de Fomento (Portugal) und die Förderbank des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, NRW.Bank (Deutschland).

Eine Analyse zur Schaffung eines mit einem signifikanten Betrag ausgestatteten Sicherheits- und Verteidigungsinfrastrukturfonds („Security and Defence Infrastructure Fund”) zur Unterstützung kritischer Infrastrukturprojekte, die zur Stärkung der Sicherheit und industriellen Widerstandsfähigkeit Europas beitragen, wurde geteilt. Die Initiative zielt darauf ab, die Entwicklung von Sicherheits- und Verteidigungsinfrastrukturfonds zu fördern und privates Kapital zu mobilisieren, um den europäischen Investitionsbedarf in diesem Sektor zu decken.

  • Digitale Souveränität: Erkundung von Strategien zur Stärkung der digitalen Souveränität, und Umsetzung konkreter Maßnahmen zur Gewährleistung technologischer Autonomie und Resilienz. Die Institute haben sich darauf geeinigt, einen digitalen Resilienzindex zu entwickeln, um digitale Abhängigkeiten zu messen und die europäische Unabhängigkeit zu stärken.
  • Spar- und Investitionsunion (SIU): Weiterentwicklung der Zusammenarbeit zu marktbasierten Instrumenten – wie der Ausbau der erfolgreichen European Tech Champions Initiative, verbesserte Ausstiegstools, Verbriefungslösungen – und Verbesserung der Komplementarität mit nationalen Initiativen wie dem KfW-Deutschlandfonds und Future Tech Poland der BGK.
  • Wohnraum: Aufbauend auf dem Plan der Europäischen Kommission für bezahlbaren Wohnraum werden nationale Förderbanken und - institute sowie die EIB-Gruppe die Zusammenarbeit intensivieren, um die Finanzierung von Wohnungsbauprogrammen europaweit auszuweiten und zu verbessern.

Kontakt

Frank Brandmaier

Pressestelle KfW Bankengruppe

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