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KfW Research – Dossier

Konjunktur

Wirtschaft­liches Wachstum verläuft nicht gleichmäßig, sondern in Zyklen: Phasen konjunk­tureller Unter- und Überaus­lastung der gesamt­wirtschaft­lichen Kapazitäten wechseln sich ab. Der Analyse solcher Zyklen und der Prognose konjunk­tureller Wende­punkte kommt eine wichtige Bedeutung zu. Denn die Konjunktur setzt den wirtschaft­lichen Rahmen, in dem private Haushalte, Unternehmen und Staat ihre Entscheidungen etwa im Hinblick auf ihren Konsum oder ihre Investitionen treffen. Auch Geld- und Fiskal­politik sollten je nach Phase im Konjunk­turzyklus unterschiedlich ausgerichtet sein. KfW Research analy­siert die Konjunktur in Deutschland und der Eurozone und veröffentlicht vierteljährlich eigene Prognosen zum realen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts.

KfW Research Ausblick 2022 – temporäre oder dauerhafte Belastungsfaktoren?

Stand: 30. November 2021

Angesichts der sich rekordhoch auftürmenden vierten Corona-Welle und unverändert hartnäckiger Material­engpässe hat ein schwieriges Winterhalbjahr 2021/2022 begonnen, die deutsche Wirtschaft dürfte kaum mehr als stagnieren. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben! Trotz des schwierigen Starts in das neue Jahr geht KfW Research in seiner neuen Konjunktur­prognose davon aus, dass das deutsche BIP 2022 mit 4,4 % deutlich kräftiger wachsen wird als 2021 mit 2,6 %. Nach Stagnation im Hebst und Winter wird das Quartals­wachstum ab dem kommenden Frühling voraussichtlich wieder richtig Fahrt aufnehmen. Der Auftrags­bestand der Industrie ist rekordhoch und wird im Verlauf von 2022 für ein deutliches Produktionsplus sorgen, sobald die Material­knappheiten nachlassen. Mit der Eindämmung der Pandemie wird zudem die Konsum­nachfrage wieder anziehen, zumal die Haushalte erhebliche Überer­sparnisse angesammelt haben, mit denen sie auch den energie­preisbedingten Kaufkraftverlust zumindest abfedern können. Die Eurozone dürfte 2022 um 4,2 % wachsen, nach 5,0 % im zu Ende gehenden Jahr 2021. Die Corona-Pandemie ist weiterhin das zentrale Risiko für die Konjunktur, wie die neu entdeckte Virusvariante Omikron (B.1.1.529) augenfällig unterstreicht.

Unseren neuen Konjunktur­ausblick für Deutschland und die Eurozone finden sie in der nachstehenden Präsentation, die darüber hinaus weitere aktuell diskutierte Fragen und Heraus­forderungen beleuchtet: Wie dauerhaft sind die derzeit hohen Inflations­raten? Wie schafft Deutschland es, seine Produktivitäts­schwäche und den zunehmenden Fachkräftemangel zu überwinden?

Ausblick 2022 – temporäre oder dauerhafte Belastungsfaktoren?  (PDF, 972 KB, nicht barrierefrei)

Vertiefende Dokumente
KfW-Konjunkturkompass November 2021: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!  (PDF, 96 KB, nicht barrierefrei)
Presseerklärung KfW-Konjunkturkompass
KfW-ifo-Fachkräftebarometer 4. Quartal 2021: Fachkräfte so knapp wie nie seit der Wiedervereinigung  (PDF, 176 KB, nicht barrierefrei)
Fokus Volkswirtschaft Nr. 356: Deutschland muss produktiver werden, um die künftigen Herausforderungen zu meistern  (PDF, 2 MB, nicht barrierefrei)
Fokus Volkswirtschaft Nr. 357: Warum Unternehmen (nicht) investieren  (PDF, 143 KB, nicht barrierefrei)

Medienbeiträge und Kommentare Dr. Fritzi Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW

25.01.2022 | ifo Geschäftsklima Januar 2022

„Mit der ersten Geschäftsklima­aufhellung seit sieben Monaten ist der konjunkturelle Einstieg in das neue Jahr zumindest stimmungs­mäßig gelungen. Die Unternehmen sehen endlich Licht am Ende des Tunnels – und das zurecht! Eine „technische Rezession“ im Winterhalbjahr 2021/2022 ist zwar kaum noch zu vermeiden. Die erneute pandemie­bedingte Schwäche­phase dürfte aber in absehbarer Zeit ausgestanden sein. Schon Im Frühling wird sich voraussichtlich ein kräftiger Wachstums­schub anschließen, getragen von der Erholung der konsum­nahen Dienstleistungen und im weiteren Jahresverlauf dann zunehmend auch von der Industrie. Die Hoffnungen ruhen dabei auf einer Überwindung der Pandemie im Jahresverlauf sowie deutlich weniger Störungen in den globalen Lieferketten.“
Bisherige Kommentare von Dr. Fritzi Köhler-Geib

Konjunktur Deutschland / Eurozone

KfW-Konjunkturkompass Deutschland / Eurozone

30. November 2021

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben!

Das deutsche BIP wird 2022 mit 4,4 % deutlich kräftiger wachsen als 2021 mit 2,6 %. Nach Stagnation im Winter­halbjahr infolge hartnäckiger Material­engpässe und pandemie­bedingter Wertschöpfungs­verluste bei kontakt­intensiven Dienstleis­tungen nimmt das Quartalswachstum ab dem kommenden Frühling wieder richtig Fahrt auf. Der Auftragsbestand der Industrie ist rekordhoch und wird im Verlauf von 2022 für ein deutliches Produktions­plus sorgen, sobald die Material­knappheiten nachlassen. Mit Eindämmung der Pandemie wird zudem der Konsum wieder anziehen, zumal die Haushalte erhebliche Über­ersparnisse angesammelt haben, mit denen sie auch den energiepreis­bedingten Kauf­kraftverlust zumindest abfedern können. Die Eurozone dürfte 2022 um 4,2 % wachsen, nach 5,0 % im Jahr 2021. Die Pandemie ist weiterhin das zentrale Risiko, wie die neu entdeckte Virusvariante Omikron augenfällig unterstreicht.

Aktueller KfW-Konjunkturkompass  (PDF, 96 KB, nicht barrierefrei)

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer

Mittelständische Unternehmen sind entscheidend für Wachstum und Wohlstand einer Volkswirtschaft. KfW Research analysiert mit seinen einzigartigen Umfragen, Studien und Statistiken die Bedürfnisse der mittelständischen Unternehmen in Deutschland. Die Indikatorfamilie KfW-ifo-Mittelstandsbarometer basiert auf einer größenklassenbezogenen Auswertung der ifo Konjunkturumfragen, aus denen unter anderem der bekannte ifo Geschäftsklimaindex berechnet wird. Dabei werden monatlich rund 9.500 Unternehmen aus den Wirtschaftsbereichen Verarbeitendes Gewerbe, Bauhauptgewerbe, Großhandel, Einzelhandel sowie Dienstleistungen (ohne Kreditgewerbe, Versicherungen und Staat) zu ihrer wirtschaftlichen Situation befragt, darunter rund 8.000 Mittelständler.


27. Dezember 2021

Omikron verdüstert die Stimmung und den Konjunkturausblick auf 2022

Omikron treibt den Mittelständlern zusätzliche Sorgen­falten in die Stirn. Das Geschäfts­klima der kleinen und mittleren Unternehmen verschlechtert sich im Dezember deutlich und setzt damit seinen im Juli begonnenen und lediglich im Oktober unter­brochenen Abwärts­trend fort. Erstmals seit April fällt die Stimmung wieder unter den historischen Durchschnitt. Die Erwartungs­komponente allein notiert inzwischen sogar tief im pessimis­tischen Bereich. Am winterlichen Konjunktur­himmel ziehen dunkle Wolken auf und verdüstern den Ausblick auf 2022.

Aktuelles KfW-ifo-Mittelstandsbarometer  (PDF, 105 KB, nicht barrierefrei)

Europäische Konjunktur

seit Mai 2020 zusammen mit Konjunktur Deutschland

Kontakt

KfW Research, KfW Bankengruppe, Palmengartenstr. 5-9, 60325 Frankfurt,

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KfW Research

Aktuelle Analysen, Indikatoren und Umfragen zu Konjunktur und Wirtschaft in Deutschland und der Welt.

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