KfW Research – Dossier
KonjunkturWirtschaftliches Wachstum verläuft nicht gleichmäßig, sondern in Zyklen: Phasen konjunktureller Unter- und Überauslastung der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten wechseln sich ab. Der Analyse solcher Zyklen und der Prognose konjunktureller Wendepunkte kommt eine wichtige Bedeutung zu. Denn die Konjunktur setzt den wirtschaftlichen Rahmen, in dem private Haushalte, Unternehmen und Staat ihre Entscheidungen etwa im Hinblick auf ihren Konsum oder ihre Investitionen treffen. Auch Geld- und Fiskalpolitik sollten je nach Phase im Konjunkturzyklus unterschiedlich ausgerichtet sein. KfW Research analysiert die Konjunktur in Deutschland und der Eurozone und veröffentlicht vierteljährlich eigene Prognosen zum realen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts.
Kommentare KfW Research
23.12.2025 | US BIP Q3 2025
„Die US-Wirtschaft demonstriert deutlich ihre Widerstandskraft mit einem annualisierten Wachstum von 4,3 Prozent im dritten Quartal. Nach dem Zickzackkurs der ersten Jahreshälfte deutet vieles auf eine klare Stabilisierung der US-Konjunktur hin. Damit können die Märkte nach einem turbulenten Zolljahr beruhigt in die Weihnachtsfeiertage gehen. Auch im kommenden Jahr erwarten wir ein solides US-Wirtschaftswachstum. Viele Haushalte spüren zwar immer noch die Belastung durch die Preissteigerungen der vergangenen Monate, doch der zuletzt nachlassende Inflationsdruck gibt Hoffnung auf Entlastungen. Die Unternehmensinvestitionen sind verhaltener als noch im Frühjahr, dürften durch die Investitionszusagen der Zoll-Deals jedoch wieder leicht an Fahrt gewinnen. Die US-Wirtschaft bleibt damit auf Kurs trotz globaler Unsicherheiten und noch nicht vollständig durchgeschlagener Zollkosten.“
Dr. Stephan Bales
Konjunktur
KfW-Konjunkturkompass
Konjunktur in Warteposition
26. November 2025
Noch hat der Aufschwung nicht abgehoben, die deutsche Wirtschaft dürfte aber inzwischen auf die erste Warteposition vorgerückt sein. Nach zwei Jahren der Rezession kann nun wieder mit einem leichten Wachstum gerechnet werden. Getrieben von steigenden Staatsausgaben und ungewöhnlich vielen Arbeitstagen ist 2026 dann sogar eine deutliche Beschleunigung wahrscheinlich. Unsere Wachstumsprognosen für Deutschland 2025 und 2026 bleiben unverändert bei +0,2 % und +1,5 %. Die Wirtschaft im Euroraum wächst trotz der im Frühjahr angehobenen US-Zölle solide. Wir haben unsere Prognose für 2025 um 0,2 Prozentpunkte nach oben auf 1,4 % angepasst. Für 2026 rechnen wir nun ebenfalls mit einem leicht höheren Wachstum von 1,3 %. Günstige Energiepreise dämpfen die Preisentwicklung 2026 – insbesondere zu Jahresbeginn. Die Inflationsprognosen für 2026 bleiben unverändert bei 2,0 % (Deutschland) und 1,9 % (Euroraum).
KfW-ifo-Mittelstandsbarometer
Mittelständische Unternehmen sind entscheidend für Wachstum und Wohlstand einer Volkswirtschaft. KfW Research analysiert mit seinen einzigartigen Umfragen, Studien und Statistiken die Bedürfnisse der mittelständischen Unternehmen in Deutschland. Die Indikatorfamilie KfW-ifo-Mittelstandsbarometer basiert auf einer größenklassenbezogenen Auswertung der ifo Konjunkturumfragen, aus denen unter anderem der bekannte ifo Geschäftsklimaindex berechnet wird. Dabei werden monatlich rund 9.500 Unternehmen aus den Wirtschaftsbereichen Verarbeitendes Gewerbe, Bauhauptgewerbe, Großhandel, Einzelhandel sowie Dienstleistungen (ohne Kreditgewerbe, Versicherungen und Staat) zu ihrer wirtschaftlichen Situation befragt, darunter rund 8.000 Mittelständler.
Winter Blues statt Weihnachtsstimmung
29. Dezember 2025
Das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen beschließt das Jahr 2025 mit einem Rückgang um 0,5 Zähler auf nun -15,0 Saldenpunkte. Ursächlich für das Minus im Dezember sind negativere Geschäftserwartungen. Besonders stark gibt das Klima in den Dienstleistungsunternehmen nach. Positiv entwickelt es sich lediglich im Bauhauptgewerbe, wenngleich der Anstieg hier auch nur gering ist.
Aktuelles KfW-ifo-Mittelstandsbarometer
Grunddatensatz zum aktuellen KfW-Ifo-Mittelstandsbarometer
Wachstumspotenzial Deutschlands
Deutschland im Wachstumstief: Wie weiter?
KfW Research Chartbook
Das deutsche Wirtschaftswachstum ließ während der vergangenen fünf Jahrzehnte im Trend immer weiter nach und ist in der ersten Hälfte der 2020er-Jahre sogar ganz zum Erliegen gekommen. Vorausblickend setzt die Verrentung der Babyboomer den Arbeitsmarkt zunehmend unter Druck. Eine Rückkehr zu einem durchschnittlichen Wachstum von 1 %, wie im Koalitionsvertrag als Mindestanspruch formuliert, ist realistisch, aber auch ambitioniert. Hierzu bedarf es gleichzeitiger substanzieller Fortschritte in allen für das Wachstum relevanten Bereichen. (Juli 2025)
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