KfW Research – Dossier
KonjunkturWirtschaftliches Wachstum verläuft nicht gleichmäßig, sondern in Zyklen: Phasen konjunktureller Unter- und Überauslastung der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten wechseln sich ab. Der Analyse solcher Zyklen und der Prognose konjunktureller Wendepunkte kommt eine wichtige Bedeutung zu. Denn die Konjunktur setzt den wirtschaftlichen Rahmen, in dem private Haushalte, Unternehmen und Staat ihre Entscheidungen etwa im Hinblick auf ihren Konsum oder ihre Investitionen treffen. Auch Geld- und Fiskalpolitik sollten je nach Phase im Konjunkturzyklus unterschiedlich ausgerichtet sein. KfW Research analysiert die Konjunktur in Deutschland und der Eurozone und veröffentlicht vierteljährlich eigene Prognosen zum realen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts.
Kommentare KfW Research
08.05.2026 | Industrieproduktion in Deutschland
„Die Industrieproduktion kommt nicht in Schwung. Der erneute Rückgang der Produktion im März ist eine klare Enttäuschung. Der gleichzeitige sehr robuste Anstieg der Aufträge im März, aber auch die Verbesserung der Lageeinschätzung im Ifo, deutet allerdings an, dass der Rückgang der Produktion nicht „für bare Münze“ genommen werden sollte. Ein deutlicher Anstieg im April ist demnach wahrscheinlich. Leider bedeutet der Irankrieg und der Energiepreisschock, dass jede Verbesserung der Produktion nur temporär sein wird. Der erneute Anstieg der Exporte kann über das sich verschlechternde externe Umfeld für die deutsche Industrie nicht hinwegtäuschen.“
Dr. Dirk Schumacher
Konjunktur
KfW-Konjunkturkompass
Deutsche Konjunktur kurz vor dem Abheben
25. Februar 2026
Die deutsche Wirtschaft ist von der ersten Warteposition auf die konjunkturelle Startbahn gerollt und dürfte schon bald abheben. Außergewöhnlich stark waren zuletzt die Auftragseingänge. Auch die Stimmungsindikatoren drehen wieder nach oben. Wir rechnen deshalb 2026 nach wie vor mit 1,5 % BIP-Wachstum, 2027 mit 1,8 %. Auch die Eurozone profitiert vom nahenden Aufschwung hierzulande. Vor diesem Hintergrund sinkt die Teuerung bei Dienstleistungen nur sehr allmählich und hält die Inflation in Deutschland bei etwas über zwei Prozent und im gesamten Euroraum knapp darunter.
KfW-ifo-Mittelstandsbarometer
Mittelständische Unternehmen sind entscheidend für Wachstum und Wohlstand einer Volkswirtschaft. KfW Research analysiert mit seinen einzigartigen Umfragen, Studien und Statistiken die Bedürfnisse der mittelständischen Unternehmen in Deutschland. Die Indikatorfamilie KfW-ifo-Mittelstandsbarometer basiert auf einer größenklassenbezogenen Auswertung der ifo Konjunkturumfragen, aus denen unter anderem der bekannte ifo Geschäftsklimaindex berechnet wird. Dabei werden monatlich rund 9.500 Unternehmen aus den Wirtschaftsbereichen Verarbeitendes Gewerbe, Bauhauptgewerbe, Großhandel, Einzelhandel sowie Dienstleistungen (ohne Kreditgewerbe, Versicherungen und Staat) zu ihrer wirtschaftlichen Situation befragt, darunter rund 8.000 Mittelständler.
Mittelstand im Energiepreis-Schock
30. April 2026
Zum zweiten Mal in Folge hat sich das Geschäftsklima der kleinen und mittleren Unternehmen deutlich verschlechtert. Es sinkt im April um 4,1 Zähler auf -22,4 Saldenpunkte. Im Vergleich zum Niveau vom Februar ist es inzwischen um 8 Zähler eingebrochen. Der Krieg im Nahen Osten mit seinen schwer kalkulierbaren Folgen für Energiepreise und Lieferketten hinterlässt tiefe Sorgenfalten im deutschen Mittelstand
Aktuelles KfW-ifo-Mittelstandsbarometer
Grunddatensatz zum aktuellen KfW-Ifo-Mittelstandsbarometer
Wachstumspotenzial Deutschlands
Deutschland im Wachstumstief: Wie weiter?
KfW Research Chartbook
Das deutsche Wirtschaftswachstum ließ während der vergangenen fünf Jahrzehnte im Trend immer weiter nach und ist in der ersten Hälfte der 2020er-Jahre sogar ganz zum Erliegen gekommen. Vorausblickend setzt die Verrentung der Babyboomer den Arbeitsmarkt zunehmend unter Druck. Eine Rückkehr zu einem durchschnittlichen Wachstum von 1 %, wie im Koalitionsvertrag als Mindestanspruch formuliert, ist realistisch, aber auch ambitioniert. Hierzu bedarf es gleichzeitiger substanzieller Fortschritte in allen für das Wachstum relevanten Bereichen. (Juli 2025)
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