Herr Dr. Dirk Schumacher ist seit April 2025 Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe und leitet KfW Research.
„Der Iran-Krieg war ein heftiger Nackenschlag für die deutsche Wirtschaft. Wichtig ist nun vor allem, dass die Straße von Hormus wieder geöffnet wird. Damit rechnen wir bis etwa Ende Juni. Das würde die Energiepreise langsam drücken. Die Wachstumsrate der deutschen Wirtschaft dürfte dann im dritten Quartal wieder ins Positive drehen. Für das zweite Quartal rechnen wir mit einem leichten Rückgang des BIP."
Dr. Dirk Schumacher
KfW-Konjunkturkompass Mai 2026
22. Mai 2026
Der US-Aktienindex S&P 500 steigt von Allzeithoch zu Allzeithoch, getragen von KI-Euphorie und starken Gewinnen großer Techkonzerne. Gleichzeitig befindet sich die Konsumentenstimmung in den USA auf dem tiefsten Stand seit Beginn der Datenerhebung vor über sieben Jahrzehnten. Hohe Energiepreise, geopolitische Verunsicherungen und die wahrgenommene wirtschaftliche Unsicherheit drücken die Stimmung der privaten Haushalte massiv. Auch wenn umfragebasierte Indikatoren wie der Stimmungsindex der University of Michigan mit einer gewissen Vorsicht zu interpretieren sind, ist die Tendenz deutlich und zeigt, dass sich in der breiten Bevölkerung zunehmend Unzufriedenheit breit macht. Historisch gesehen machen die privaten Konsumausgaben knapp 70 % des US-Bruttoinlandsprodukts aus. Kommt es hier infolge des anhaltenden Pessimismus zu spürbaren Rückgängen, wird auch ein boomender Technologiesektor diese Schwäche der Binnenkonjunktur nur bedingt abfedern können.
KfW Research
Dr. Stephan Bales, +49 69 7431-99048,
Der Chefvolkswirt der KfW ist optimistisch – und rechnet 2026 mit einem Wachstum von 1,5 %.
Im Interview mit der Frankfurter Rundschau
Frankfurter Rundschau mit Dr. Dirk Schumacher vom 10.10.2025
Die Bundesregierung will die Bedingungen für Start-ups verbessern. Dafür muss sie einige Hindernisse aus dem Weg räumen.
Gastbeitrag in der Wirtschaftwoche von Dr. Dirk Schumacher
(August 2025, €)
Das Investorenbarometer von BVK, KfW und Handelsblatt zeigt für das erste Quartal:
Kapital ist vorhanden, die Investitionsbereitschaft bleibt grundsätzlich da. Gleichzeitig bleiben Exits schwierig, das Marktumfeld angespannt und die Unsicherheit hoch. Impulse kommen vor allem aus Zukunftsfeldern wie KI, Robotik und Defense. Doch damit aus Stabilisierung wieder Wachstum wird, braucht es bessere Rahmenbedingungen für mehr privates Kapital.
Hier geht es zum Video Investorenbarometer Q1/2026 (26:38)
Der durch den Krieg im Nahen Osten ausgelöste Energiepreisschock wird stärker und nachhaltiger ausfallen als wir dies zu Beginn des Krieges in unserem Basis-Szenario angenommen hatten. Wir revidieren deshalb unsere Wachstumsprognose für Deutschland für das Jahr 2026 auf nur noch 0,9 % (0,6 % ohne Kalendereffekt), gegenüber einer Vorkriegsprognose von 1,5 %. Wir unterstellen hierbei, dass die Straße von Hormus im Laufe des April wieder graduell passierbar wird. Eine längere Blockade würde die Rezessionsgefahr deutlich steigen lassen.
08.06.2026 │ Tag der jungen Wirtschaft, Wirtschaftsjunioren Deutschland
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