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KfW-Chefvolkswirt Dr. Dirk Schumacher

    Dr. Dirk Schumacher – Chefvolkswirt der KfW

    Herr Dr. Dirk Schumacher ist seit April 2025 Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe und leitet KfW Research.

    Kommentar KfW-Chefvolkswirt

    30.09.2026 | Inflationsentwicklung Deutschland September 2026

    Mitarbeiter tauschen sich während einer Besprechung aus.
    Ein starker Anstieg der Energiepreise ist für das Anziehen der Inflation im September auf 3,3 Prozent verantwortlich. Die Stabilität der Kernrate der Inflation (ohne Energie und Nahrungsmittel), sowie der weitere leichte Rückgang der Dienstleistungs­inflation zeigt allerdings, dass das Inflationsbild insgesamt moderat bleibt und es keine Anzeichen für ein „Überschwappen“ der hohen Energiepreise auf andere Preissegmente gibt. Dies sollte den unmittelbaren Druck auf die EZB für eine weitere geldpolitische Straffung auf ihrer nächsten Sitzung reduzieren. Gleichzeitig besteht aber weiterhin die Gefahr, dass hohe Energiepreise zu einem späteren Zeitpunkt doch noch zu einem breiteren Anstieg der Inflation führen. Für eine echte Entwarnung für die EZB ist es deshalb zu früh.

    Dr. Dirk Schumacher

    Auf einen Blick

    Hoher Anteil ausländischer Investoren bei französischen Staatsanleihen

    Grafik auf einen Blick

    6. Oktober 2026

    Die Zinsen französischer Staatsanleihen sind in den vergangenen Wochen deutlich stärker gestiegen als diejenigen anderer europäischer Länder. Anfang August lag der Zinsabstand zehnjähriger französischer Staats­anleihen gegenüber deutschen Papieren noch bei knapp 80 Basispunkten und damit in einer ähnlichen Größenordnung wie bei italienischen Staatsanleihen. Inzwischen hat sich der französische Spread auf knapp 130 Basispunkte ausgeweitet und liegt damit mehr als 20 Basispunkte über dem italienischen. Das anhaltend hohe Haushaltsdefizit und die Unsicherheit über den weiteren fiskalischen Kurs Frankreichs tragen wesentlich zu diesem Überschießen der Zinsen bei. In diesem Zusammen­hang spielt die Anlegerstruktur eine wichtige Rolle: Rund ein Drittel der französischen Staatsanleihen wird von Anlegern außerhalb des Euroraums gehalten, in Italien sind es lediglich etwa 11 %. Ausländische Investoren agieren im Durchschnitt stärker renditeorientiert und reagieren tendenziell sensibler auf negative politische Nachrichten. Dadurch steigt die Gefahr einer sich selbst verstärkenden Verkaufsdynamik.

    KfW Research
    Dr. Dirk Schumacher, +49 69 7431-2931,

    Aktuelle Medienbeiträge

    KfW-Chefvolkswirt Dr. Dirk Schumacher

    Bankenumfrage der Creditreform

    Der Chefvolkswirt der KfW ist optimistisch – und rechnet 2026 mit einem Wachstum von 1,5 %.

    Creditreform vom 03.02.2026

    KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher spricht über die schwache Konjunktur, Investitionen und politische Unsicherheit.

    Im Interview mit der Frankfurter Rundschau

    Frankfurter Rundschau mit Dr. Dirk Schumacher vom 10.10.2025

    Was Deutschland braucht, um ein funk­tio­nierendes Start-up-Ökosystem zu werden

    Die Bundesregierung will die Bedingungen für Start-ups verbessern. Dafür muss sie einige Hindernisse aus dem Weg räumen.

    Gastbeitrag in der Wirtschaftwoche von Dr. Dirk Schumacher
    (August 2025, €)

    Dr. Dirk Schumacher beim Investorenbarometer

    Investorenbarometer Q2/2026

    Gedämpfte Stimmung, aber weiterhin Investitionsbereitschaft: Wie entwickelt sich der deutsche Venture-Capital- und Private-Equity-Markt im zweiten Quartal 2026?

    Das neue Investorenbarometer zeigt: Das Geschäftsklima hat sich in beiden Marktsegmenten eingetrübt. Makroökonomische Unsicherheiten, die Zinsentwicklung sowie die anhaltenden Herausforderungen bei Fundraising und Exits belasten die Stimmung.

    Im Venture-Capital-Markt sorgen große Finanzierungs­runden zugleich für positive Signale. Auch im Private-Equity-Markt bleibt die Investitions­bereitschaft hoch, sodass attraktive Unternehmen weiterhin auf Investoreninteresse stoßen.

    Hier geht es zum Video Investorenbarometer Q2/2026 (37:17)

    Aktuelle Publikationen

    02.04.2026 | Ein hartnäckiger Energiepreisschock

    LNG-Gastanker

    Der durch den Krieg im Nahen Osten ausgelöste Energiepreis­schock wird stärker und nachhaltiger ausfallen als wir dies zu Beginn des Krieges in unserem Basis-Szenario angenommen hatten. Wir revidieren deshalb unsere Wachstums­prognose für Deutschland für das Jahr 2026 auf nur noch 0,9 % (0,6 % ohne Kalendereffekt), gegenüber einer Vorkriegs­prognose von 1,5 %. Wir unterstellen hierbei, dass die Straße von Hormus im Laufe des April wieder graduell passierbar wird. Eine längere Blockade würde die Rezessions­gefahr deutlich steigen lassen.

    Ein hartnäckiger Energiepreisschock

    Werdegang von Dr. Dirk Schumacher

    Kontakt

    KfW Research, KfW Bankengruppe, Palmengartenstr. 5-9, 60325 Frankfurt,

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