KfW-Chefvolkswirt Dr. Dirk Schumacher

    Dr. Dirk Schumacher – Chefvolkswirt der KfW

    Herr Dr. Dirk Schumacher ist seit April 2025 Chefvolkswirt der KfW Bankengruppe und leitet KfW Research.

    Kommentar KfW-Chefvolkswirt

    19.05.2026 | KfW-Gründungsmonitor 2026

    Mitarbeiter tauschen sich während einer Besprechung aus.
    „Wir sehen zwei gegenläufige Trends. Einerseits nehmen vor allem viele junge Menschen über die Medien erfolgreiche Gründer wahr, seien es Start-up-Unternehmer oder Influencer, die als Rollenvorbilder für eine Selbstständigkeit dienen. Andererseits wird in Deutschland im Vergleich zu früher viel weniger gegründet. Dadurch kommen die Menschen auch seltener mit Selbstständigen in Kontakt, Rollenvorbilder im direkten Umfeld fehlen.
    Seit der Jahrtausendwende ist die Zahl der Gründungen in Deutschland aber deutlich gesunken, 2002 etwa gab es noch rund 1,5 Millionen Existenzgründungen. Die geringere Gründungstätigkeit ist sicherlich auch dem über ein Jahrzehnt gut gelaufenen Arbeitsmarkt geschuldet, der vielen Menschen attraktive Arbeitsverhältnisse bot.
    Es ist erfreulich, dass wieder mehr Menschen in Deutschland ein Unternehmen ganz neu gründen und damit womöglich eine innovative Geschäftsidee umsetzen. Der Wirtschafts­standort Deutschland benötigt kreative und mutige Unternehmerinnen und Unternehmer. Tatsache ist aber auch: Es gibt sehr viele gute Unternehmen, die eine neue Führung benötigen. Das Durchschnittsalter der Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland liegt bei über 54 Jahren. Viele von ihnen suchen händeringend nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin. Ein Umdenken ist dringend erforderlich: Nicht nur sollten sich noch mehr Menschen in Deutschland überlegen, zu gründen. Deutlich mehr sollten auch erwägen, ein bestehendes Unternehmen zu übernehmen.“
    Dr. Dirk Schumacher
    KfW-Gründungsmonitor 2026

    Auf einen Blick

    Im Osten boomt‘s

    Grafik auf einen Blick

    18. Mai 2026

    Berlin boomt. Von 2014 bis 2024 wuchs das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf dort insgesamt um 23 %, im Bundesdurchschnitt dagegen um 6 %. Deutlich stärker als in anderen Bundesländern wuchs das Pro-Kopf-BIP auch in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen mit rund 10 %. Hält dieser Wachstumsvorsprung an, wird Berlin innerhalb der nächsten zehn Jahre nach Hamburg das zweithöchste Pro-Kopf-BIP von allen Bundesländern erreichen. Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen werden dann je Einwohner eine etwa ebenso hohe Wirtschaftskraft wie das Saarland und Schleswig-Holstein haben. Vom Boom in der Bundeshauptstadt profitieren auch die vielen Berufspendler aus Brandenburg. Das verfügbare Einkommen pro Kopf war in Brandenburg im Jahr 2023 mit 26.440 EUR etwas höher als in Berlin, Bremen und dem Saarland. Die Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts entsprachen in Ostdeutschland in den ersten Jahren nach dem Mauerfall denen des Wirtschaftswunders in der Bundesrepublik in der Nachkriegszeit ( In der Normalität angekommen – Deutschland 25 Jahre nach dem Mauerfall).

    KfW Research
    Martin Müller, +49 69 7431-3944,

    Aktuelle Medienbeiträge

    KfW-Chefvolkswirt Dr. Dirk Schumacher

    Bankenumfrage der Creditreform

    Der Chefvolkswirt der KfW ist optimistisch – und rechnet 2026 mit einem Wachstum von 1,5 %.

    Creditreform vom 03.02.2026

    KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher spricht über die schwache Konjunktur, Investitionen und politische Unsicherheit.

    Im Interview mit der Frankfurter Rundschau

    Frankfurter Rundschau mit Dr. Dirk Schumacher vom 10.10.2025

    Was Deutschland braucht, um ein funk­tio­nierendes Start-up-Ökosystem zu werden

    Die Bundesregierung will die Bedingungen für Start-ups verbessern. Dafür muss sie einige Hindernisse aus dem Weg räumen.

    Gastbeitrag in der Wirtschaftwoche von Dr. Dirk Schumacher
    (August 2025, €)

    Dr. Dirk Schumacher beim Investorenbarometer

    Investorenbarometer Q4/2025

    Das Investorenbarometer von BVK, KfW und Handelsblatt zeigt:

    Die Lage bleibt herausfordernd. Globale Risiken und geopolitische Spannungen sorgen weiterhin für Zurückhaltung bei vielen Marktteil­nehmern. Gleichzeitig zeichnet sich ein differenziertes Bild ab: Ein Teil der Investoren mit langfristigem Kapital wagt sich langsam und vorsichtig zurück in den Markt. Bei jungen, besonders risikoreichen Unternehmens­finanzierungen hingegen ist die Zuversicht zuletzt wieder gesunken.

    Hier geht es zum Video Investorenbarometer Q4/2025 (15:30)

    Aktuelle Publikationen

    02.04.2026 | Ein hartnäckiger Energiepreisschock

    LNG-Gastanker

    Der durch den Krieg im Nahen Osten ausgelöste Energiepreis­schock wird stärker und nachhaltiger ausfallen als wir dies zu Beginn des Krieges in unserem Basis-Szenario angenommen hatten. Wir revidieren deshalb unsere Wachstums­prognose für Deutschland für das Jahr 2026 auf nur noch 0,9 % (0,6 % ohne Kalendereffekt), gegenüber einer Vorkriegs­prognose von 1,5 %. Wir unterstellen hierbei, dass die Straße von Hormus im Laufe des April wieder graduell passierbar wird. Eine längere Blockade würde die Rezessions­gefahr deutlich steigen lassen.

    Ein hartnäckiger Energiepreisschock

    Vorträge und Veranstaltungsbeiträge

    08.06.2026 │ Tag der jungen Wirtschaft, Wirtschaftsjunioren Deutschland

    Werdegang von Dr. Dirk Schumacher

    Kontakt

    KfW Research, KfW Bankengruppe, Palmengartenstr. 5-9, 60325 Frankfurt,

    Folgen Sie KfW Research auf

    Zurück zur Überblickseite von KfW Research