Viele Little-Sun-Solarlampen im Dunkeln
Erneuerbare Energien

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Licht für alle

Die Solarlampe Little Sun bringt Licht auch in Regionen, die ohne stabile Stromversorgung auskommen müssen. Geschäftsführer Felix Hallwachs über eine kleine Solarlampe, die die Welt verändert.

Von der Idee zum Unternehmen

Geschäftsführer Felix Hallwachs erklärt, wie die Solarlampe Licht in dunkle Regionen bringt (KfW Bankengruppe/n-tv).

„Elektrischer Strom ist für uns eine Selbstverständlichkeit. Doch über 1 Milliarde Menschen leben ohne eine stabile Stromversorgung und so richtet sich ihr Leben oft nach dem Sonnenlicht. Wenn es dunkel ist, zünden sie rauchende Kerosinlampen an, um zu kochen oder zu arbeiten. Dabei haben sie tagsüber Sonne im Überfluss – man muss sie nur richtig nutzen.

Die Verwandlung von Sonne in Strom ist unsere Grundidee. Die LED-Solarlampe wurde 2012 im Rahmen eines Kunstprojekts in der Tate Gallery in London vorgestellt. Der Erfolg und die Aufmerksamkeit waren enorm und mit der Unterstützung einer Stiftung ist daraus das Unternehmen Little Sun entstanden. Heute wird unsere Lampe weltweit verkauft. Allerdings sind die Preise je nach Region verschieden. In Deutschland kostet sie mit 22 Euro doppelt so viel wie zum Beispiel in Äthiopien. Durch diese Art von Subventionierung können wir einen niedrigen Preis für die Menschen in ärmeren Ländern garantieren.

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Sieger

Die Little Sun GmbH gewann 2015 den Sonderpreis des KfW Awards GründerChampions (heute KfW Award Gründen). Gegründet wurde das Unternehmen 2012 von dem Künstler Ólafur Elíasson und dem Ingenieur Frederik Ottesen. Ihr Ziel: Erschwingliches Licht in Regionen bringen, die ohne konstante Stromversorgung leben.

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Wir möchten langfristig helfen und bauen daher Strukturen für den Vertrieb vor Ort auf. Händler beziehen die Lampe zum Herstellungspreis und verkaufen sie in ihrem Kiosk oder fahren mit ihnen auf dem Fahrrad von Dorf zu Dorf. Sie schaffen sich eine Verdienstmöglichkeit und leisten oft richtige Pionierarbeit, denn sie erklären die Unterschiede zu den Kerosinlampen. Diese sind nicht nur schädlich für die Gesundheit, sondern auch teuer. Der Brennstoff kostet etwa einen Dollar pro Woche. Unsere Solarlampe rechnet sich daher schon nach wenigen Wochen. Und sie spart im Jahr 50 Kilo CO₂ ein, das ist auch ein Beitrag zum globalen Klimaschutz.

Unser Fokus liegt auf der Verbindung von Nachhaltigkeit und Entwicklung. Auch die KfW verfolgt diese Ziele. Daher hat uns die Verleihung des Sonderpreises im Unternehmenswettbewerb KfW-Award GründerChampions 2015 besonders gefreut.

Die Kraft der Sonne möchten wir für weitere Produkte nutzen und haben ein solarbetriebenes Ladegerät entwickelt. Es wird ab März 2016 zu kaufen sein. Hier verfolgen wir dasselbe Geschäftsmodell à la Robin Hood: Kunden der Ersten Welt finanzieren den günstigen Preis für die Dritte Welt mit. Und alle haben sauberen Strom für ihre Handys – damit verändern wir wirklich etwas!“

Auf KfW Stories veröffentlicht am: Donnerstag, 31. August 2017