Bericht des Verwaltungsrats
Sitzungen des Verwaltungsrats
Der Verwaltungsrat mit seinen Ausschüssen hat die Geschäftsführung und die Vermögensverwaltung der KfW laufend überwacht. Die erforderlichen Beschlüsse über die Gewährung von Finanzierungen und die Durchführung sonstiger Geschäfte nach KfW-Gesetz und -Satzung wurden gefasst. Zu diesem Zweck kamen im Jahr 2025 der Verwaltungsrat, der Präsidial- und Nominierungsausschuss und der Vergütungskontrollausschuss jeweils dreimal, der Prüfungsausschuss zweimal sowie der Risiko- und Kreditausschuss siebenmal zusammen.
In den Sitzungen nahm der Verwaltungsrat die Informationen des Vorstands über
- den Jahres- und Konzernabschluss der KfW 2024,
- die Geschäftstätigkeit und aktuelle Entwicklungen in den einzelnen Geschäftsfeldern, inkl. KfW IPEX-Bank, DEG und KfW Capital,
- die Vermögens-, Finanz-, Ertrags- und Risikolage des Konzerns im Allgemeinen und im Besonderen über sensitive Risikobereiche sowie
- bankenaufsichtliche Themen der KfW, aktuelle Abstimmungen mit den Bankenaufsichtsbehörden, die Einhaltung der regulatorischen Kapitalanforderungen, abgeschlossene und laufende Prüfungen, die hieraus abgeleiteten Maßnahmen sowie mögliche Auswirkungen künftiger regulatorischer Veränderungen,
zur Kenntnis.
Darüber hinaus hat sich der Verwaltungsrat auf der Grundlage der jeweiligen Berichterstattung des Vorstands zu den einzelnen Geschäftsfeldern mit folgenden inhaltlichen Schwerpunkten befasst:
- Das Inlandsgeschäft war im Bereich Unternehmensfinanzierung vor dem Hintergrund der Veränderung des EU-Referenzzinssatzes von einer dynamischen Zusageentwicklung geprägt. Die Förderung fokussierte sich zunehmend auf die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz der Unternehmen am Wirtschaftstandort Deutschland, insbesondere mit dem Start des gemeinsam mit dem Bundesministerium für Finanzen sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geschaffenen Deutschlandfonds. Auch wurden die Förderangebote im Bereich der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie diskutiert. Im Fokus der inländischen Förderung stand darüber hinaus die digitale Bildung mit neu errichteten TUMO-Zentren.
- Im Hinblick auf die Aktivitäten der Förderung der Entwicklungs- und Schwellenländer erörterte der Verwaltungsrat die strategische Neuausrichtung der Finanziellen Zusammenarbeit (FZ), bei der die KfW einen stärkeren Fokus auf deutsche Interessen setzen wird.
- Für das Geschäftsfeld der internationalen Export- und Projektfinanzierung standen weiterhin die Begleitung deutscher Investoren sowie die seit Jahresbeginn bestehende aufsichtsrechtliche Unterstellung der KfW IPEX-Bank bei der Europäischen Zentralbank (EZB) im Vordergrund.
Der Verwaltungsrat wurde in den Sitzungen sowie quartalsweise auch schriftlich über die Vermögens-, Finanz-, Ertrags- und Risikolage des Konzerns, die Fördergeschäftsentwicklung und die Tätigkeit der Internen Revision informiert. Der Verwaltungsratsvorsitzende bzw. seine Vertretung wurden auch zwischen den Sitzungen vom Vorstand über wesentliche Entwicklungen der Bank informiert.
Der Verwaltungsrat diskutierte die Schwerpunkte der Geschäftsstrategie und genehmigte die Planung für das Jahr 2026. Er nahm die mehrjährige Geschäftsstrategie, die Risikostrategie, die DOR-Strategie sowie die IT-(Konzern-)Strategie zur Kenntnis.
Jedes Verwaltungsratsmitglied ist verpflichtet, vor der Beschlussfassung den Vorsitzenden des Verwaltungsrats bzw. des jeweiligen Ausschusses über mögliche Interessenkonflikte zu informieren. Im Berichtszeitraum haben sich im Risiko- und Kreditausschuss bei insgesamt 14 Fällen potenzielle oder tatsächliche Interessenkonflikte ergeben; dies führte zu 15 Stimmenthaltungen oder der Nichtmitwirkung an Beschlüssen.
Im Berichtsjahr haben fünf Verwaltungsratsmitglieder an weniger als der Hälfte der Verwaltungsratssitzungen teilgenommen und im Präsidial- und Nominierungsausschuss ein Mitglied. Im Vergütungskontrollausschuss, im Risiko- und Kreditausschuss und im Prüfungsausschuss waren jeweils zwei Mitglieder bei mehr als der Hälfte der Sitzungen abwesend.
Mitglieder des Verwaltungsrats nahmen im Laufe des Jahres 2025 an sechs Schulungsveranstaltungen und elf Einzelschulungen zur Erlangung und zum Erhalt der Sachkundeerfordernisse gemäß Kreditwesengesetz (KWG) teil.
Ausschüsse des Verwaltungsrats
Der Präsidial- und Nominierungsausschuss beriet in Ausübung seiner satzungsgemäßen Aufgaben über Vorstandsangelegenheiten. So befasste sich der Ausschuss mit der Niederlegung des Vorstandsmandates durch Frau Katharina Herrmann und er beschloss eine entsprechende Änderung der Geschäftsverteilung im Zusammenhang mit der Übernahme der Dezernatsverantwortung für die inländische Förderung durch Frau Kehr. Des Weiteren informierte sich der Präsidial- und Nominierungsausschuss über die Bestellung von Frau Dr. Maurenbrecher zur Generalbevollmächtigten der KfW. Der Präsidial- und Nominierungsausschuss behandelte die Vergütungssystematik des Vorstands und genehmigte auf Empfehlung des Vergütungskontrollausschusses die Anpassung der Vorstandsbezüge. Darüber hinaus konkretisierte der Präsidial- und Nominierungsausschuss die grundsätzliche geschäftspolitische Ausrichtung der KfW im Rahmen der Strategischen Leitlinien für das Jahr 2026. Er führte die turnusgemäße Evaluierung der Organe der KfW durch, beriet die Förderung der Vertretung des unterrepräsentierten Geschlechts im Verwaltungsrat, befasste sich mit der Eignung seiner Mitglieder sowie der Zusammensetzung und formulierte entsprechende Empfehlungen an den Verwaltungsrat. Wiederkehrend setzte sich der Präsidial- und Nominierungsausschuss mit dem Umgang mit potenziellen Interessenkonflikten auf Ebene des Vorstands und des Verwaltungsrats auseinander. Des Weiteren wurde der Ausschuss unter anderem zu bankenaufsichtlichen Themen, dem Skalierungs- und Mobilisierungscase der DEG, Rechtsstreitigkeiten und der KfW Stiftung informiert.
Der Vergütungskontrollausschuss befasste sich mit der Vergütungssystematik des Vorstandes, der Anpassung der Vorstandsbezüge und einer Personalangelegenheit im Vorstand der KfW. Über Berichte gemäß Institutsvergütungsverordnung wurde der Vergütungskontrollausschuss unter anderem über die jährliche Risikoanalyse zur Ermittlung der Risikoträgerinnen und Risikoträger informiert. Im Rahmen dieser Risikoanalyse hat die KfW als Einzelinstitut sowie auf Gruppenebene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu identifizieren, deren berufliche Tätigkeit sich wesentlich auf das Risikoprofil des Instituts bzw. der Gruppe auswirken kann. Zudem hat der Vergütungskontrollausschuss über die gruppenweite Vergütungsstrategie und die Bemessungsgrundlagen der variablen Vergütung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten.
Der Risiko- und Kreditausschuss behandelte unter anderem die nach KfW-Gesetz und -Satzung vorlagepflichtigen Kreditengagements und Beteiligungen, Organkredite, den Rahmen für die zur Refinanzierung der KfW erforderlichen Mittelaufnahmen sowie die für deren Absicherung notwendigen Swapgeschäfte. Er befasste sich mit der Risikolage, der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems sowie der Angemessenheit der Berichterstattung zu Strategie und Risiko.
Ferner wurden das Exposure der KfW in einzelnen Ländern, Regionen und Branchen, die Entwicklung und Bewertung politischer Risiken in relevanten Tätigkeitsbereichen, Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Risikokultur, Stresstesting und Marktpreisrisiken, das Risikoprofil von Finanzierungen in bestimmten Sektoren sowie das Vergütungssystem, insbesondere im Hinblick auf die Institutsvergütungsverordnung, behandelt.
Eingegangen wurde auch auf die Auswirkungen aktueller geopolitischer Entwicklungen auf die KfW, etwa im Hinblick auf die Situation im Nahen, Osten und die Auswirkungen der US-Handelspolitik. Des Weiteren wurden unter anderem das Auslandsportfolio der KfW, die Limitierung von Länderrisiken, (Klima-)Stress-Szenarien, auch im Hinblick auf Flutrisiken, sowie der Umgang mit Informationssicherheitsrisiken thematisiert.
Weiterhin hat sich der Ausschuss auch nach Beginn der Unterstellung der KfW IPEX-Bank unter die Aufsicht der EZB zum 1. Januar 2025 regelmäßig zu aufsichtlichen Themen ausgetauscht. Auch wurden die Entwicklung des Kreuzfahrtschiffsportfolios sowie der Beitrag der KfW zur Transformation in Deutschland und Europa diskutiert. Schließlich erörterte der Ausschuss die Risikostrategie 2026 einschließlich der Kapitalplanung für die kommenden Geschäftsjahre sowie die DOR-Strategie 2026.
Der Prüfungsausschuss befasste sich mit dem Rechnungslegungsprozess, der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der KfW, den Berichten der Internen Revision, der Compliance sowie dem Jahresabschluss der KfW Bankengruppe 2024. Zur Feststellung des Jahresabschlusses 2024 sowie zur Bestellung des Abschlussprüfers für das Jahr 2026 sprach er entsprechende Empfehlungen an den Verwaltungsrat aus und fasste einen Beschluss zur Ausschreibung und zum Abschluss des Rahmenvertrags zur Abschlussprüfung für die Geschäftsjahre 2027–2030 mit Verlängerungsoption für 2031. Er befasste sich anhand von Informationen des Vorstands mit der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, des Internen Kontrollsystems (IKS) und des Internen Revisionssystems. Zusätzlich befasste er sich mit der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der Qualität der Abschlussprüfung; er bestimmte Schwerpunkte für die Jahresabschlussprüfung 2025 und setzte sich mit den ersten Ergebnissen der Jahresabschlussprüfung 2025 (Teilprüfungsbericht I) auseinander. Der Ausschuss stimmte dem Prüfungsplan der Internen Revision für das Jahr 2026 zu. Er begleitete bankenaufsichtliche Themen und beschäftigte sich eingehend mit den Prüfungen der Bankenaufsicht und den hieraus abgeleiteten Maßnahmen und Projekten zur Behebung der Feststellungen sowie dem zusammengefassten nichtfinanziellen Bericht 2024 (nach den Vorgaben der ESRS). Schließlich befasste sich der Ausschuss mit aktuellen Entwicklungen im Bereich der Informationstechnologie.
Die Vorsitzenden der Ausschüsse haben dem Verwaltungsrat regelmäßig über die Arbeit der Ausschüsse berichtet.
Personalien
Frau Katharina Herrmann ist auf eigenen Wunsch zum 30.04.2025 aus dem Vorstand der KfW ausgeschieden. Der Verwaltungsrat dankt Frau Herrmann für ihre engagierte Tätigkeit. Zur Generalbevollmächtigten wurde zum 01.10.2025 Frau Dr. Susanne Maurenbrecher bestellt.
Gemäß § 7 Absatz 1 Nummer 1 KfW-Gesetz habe ich als Bundesministerin für Wirtschaft und Energie für das Jahr 2026 den Vorsitz im Verwaltungsrat von meinem Kollegen Lars Klingbeil, Bundesminister der Finanzen, übernommen.
Neu in den Verwaltungsrat eingetreten sind zum 01.01.2026: Thomas Bareiß, Minister Dr. Danyal Bayaz, Gero Bergmann, Staatsminister Prof. Dr. R. Alexander Lorz, Dr. Jan-Marco Luczak, Dirk Salewski, Staatssekretär Martin Schöffel und Karolin Schriever. Zum 06.05.2025 schieden Dr. Jörg Kukies,
Dr. Robert Habeck, Annalena Baerbock, Steffi Lemke, Cem Özdemir, Svenja Schulze und Dr. Volker Wissing aus dem Verwaltungsrat aus. Neu in den Verwaltungsrat eingetreten sind zum 06.05.2025: Lars Klingbeil, Katherina Reiche, Reem Alabali-Radovan, Alois Rainer, Carsten Schneider, Patrick Schnieder und Dr. Johann Wadephul. Mandatsniederlegungen erfolgten zum 15.05.2025 durch Ulrich Lange, zum 21.05.2025 durch Verena Hubertz und zum 31.12.2025 durch Prof. Dr. Ulrich Reuter. Ausgeschieden sind zum 31.12.2025: Volker Bouffier, Minister Gerald Heere, Harald Hübner, Dr. Bettina Orlopp und Dr. Kai H. Warnecke.
Turnusgemäß sind zum 31.12.2025 ausgeschieden und wiederbestellt worden:
Olav Gutting, Minister Dr. Marcus Optendrenk, Daniel Quinten, Dr. Thorsten Rudolph und Joachim Rukwied.
Der Verwaltungsrat dankt allen ausgeschiedenen Mitgliedern für ihre Mitarbeit.
Jahresabschluss
Die für das Geschäftsjahr 2025 zum Abschlussprüfer bestellte Deloitte GmbH hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht zum 31.12.2025 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss der KfW wurde nach den Vorschriften des HGB, der Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind.
Der Verwaltungsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss in der Sitzung am 26.03.2026 gemäß § 9 Absatz 2 KfW-Gesetz nach Empfehlung durch den Prüfungsausschuss genehmigt sowie den Konzernabschluss gebilligt.
Frankfurt am Main, 26. März 2026
Der Verwaltungsrat
Die Vorsitzende
Rechtlicher Hinweis:
Die Ausführungen dieses Online-Geschäftsberichts 2025 basieren auf dem Finanzbericht 2025 der KfW, den Sie hier downloaden können. Treten bei den mit größter Sorgfalt erstellten Inhalten dieses Online-Geschäftsberichts 2025 Widersprüche oder Fehler im Vergleich zum Finanzbericht auf, hat der Finanzbericht 2025 der KfW Vorrang.
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