Beispiele
Programmnummer 270, 274 Kredit
Beispiel 1: Finanzierung einer Photovoltaik-Aufdachanlage
Theodor Sonnenreich plant die Errichtung und den Betrieb einer Photovoltaikanlage auf dem Dach seines Einfamilienhauses. Die Anlage soll aus kristallinen Solarmodulen bestehen und eine Leistung von 18,40 kWp haben. Die erwartete, jährliche Energieerzeugung beträgt 16.668 kWh.
Die förderfähigen Netto-Investitionskosten für die zu finanzierende Photovoltaik-Aufdachanlage betragen 44.400 Euro. Herr Sonnenreich beantragt über seine Hausbank ein Darlehen aus dem KfW-Programm Erneuerbare Energien Standard. Zusammen mit den Antragsunterlagen reicht Herr Sonnenreich auch die vollständig ausgefüllte und unterschriebene Anlage zum Kreditantrag (Kurzversion für Photovoltaik-Aufdachanlagen) über die Hausbank ein.
Finanzierung
Die gesamten 44.400 Euro können über ein Darlehen aus dem KfW-Programm Erneuerbare Energien Standard finanziert werden. Das Förderprogramm zeichnet sich insbesondere durch lange Darlehenslaufzeiten und Zinsbindungsfristen sowie Tilgungsfreijahre aus.
Beispiel 2: Finanzierung einer Photovoltaik-Freiflächenanlage
Die neu gegründete Projektgesellschaft "Sonnenschein GmbH & Co. KG" plant die Errichtung und den Betrieb einer Photovoltaik-Freiflächenanlage. Die Anlage soll aus kristallinen Solarmodulen bestehen und eine Leistung von 13.172 kWp haben. Der erzeugte Strom wird vollständig ins Netz des Energieversorgers eingespeist. Die erwartete jährliche Energieerzeugung beträgt 12.513.400 kWh.
Die Netto-Investitionskosten für die zu finanzierende Photovoltaik-Freiflächenanlage betragen voraussichtlich inklusive technischer Planung 31.218.000 Euro.
Die Sonnenschein GmbH & Co. KG beantragt über ihre Hausbank aus dem KfW-Programm Erneuerbare Energien - Standard ein Darlehen in Höhe des Förderhöchstbetrages von 10.000.000 Euro (im Rahmen der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung Komponente 2 "Investitions- und Beschäftigungsbeihilfen für KMU"). Zusammen mit den Antragsunterlagen reicht die Sonnenschein GmbH & Co. KG die vollständig ausgefüllte und unterschriebene Anlage zum Kreditantrag für Photovoltaik-Freiflächenanlagen mit allen dort abgeforderten Angaben und über die Hausbank ein.
Gesellschaftsrechtlicher Hintergrund
Komplementärin der "Sonnenschein GmbH & Co. KG" ist die "Sonnenschein Verwaltungs-GmbH". Gesellschafter und Geschäftsführer der Komplementär-GmbH sind Max Modul und Regina Solis zu jeweils 50 %. Sie treten als Initiatoren eines so genannten Bürgersolarparks auf, denn Kommanditisten der KG wollen verschiedene Bürger der Region werden. Über einen Zeitraum von voraussichtlich 4 Monaten sollen diese als private Investoren "eingeworben" werden.
Die KMU-Kriterien der EU sind sowohl zum Zeitpunkt der Antragstellung als auch nach vollständiger Einwerbung sämtlicher Anleger erfüllt.
Finanzierung
Zur Finanzierung der förderfähigen Netto-Investitionskosten gewährt die KfW 10.000.000 Euro über ein Darlehen des KfW-Programms Erneuerbare Energien - Standard.
Das Förderprogramm zeichnet sich insbesondere durch lange Darlehenslaufzeiten und Zinsbindungsfristen sowie Tilgungsfreijahre aus.
Aus Eigenmitteln können 7.442.000 Euro finanziert werden. Die verbleibende Finanzierungslücke in Höhe von 13.776.000 Euro wird über ein Hausbankdarlehen abgedeckt.