Die Gastro-Academy als Plattform für Gastro-Neugründer
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Die Gastro-Experten aus Wertingen

Mit der Online-Plattform Gastro-Academy unterstützt die E.M. Group Holding AG Gastronomen fundiert in allen unternehmerischen Fragen. Europas größter Versandhändler für Gastronomiebedarf hat seine Neuerung mit Hilfe der KfW-Innovationsförderung finanziert.

Die Gastro-Academy als Plattform für Gastro-Neugründer
Die Macher

Hinter der Gastro-Academy steckt die E.M. Group Holding AG, Europas größter Versandhändler für Gastronomiebedarf.

In den Lagerhallen der E. M. Group Holding AG in Wertingen herrscht rege Betriebsamkeit. Wenn es schnell gehen soll, eilen die Pickerinnen auch mal mit dem Transportroller durch die Regalreihen. Während die Mitarbeiterinnen hier sorgfältig Kundenaufträge kommissionieren, werden in der benachbarten Versandhalle die Hochregallager vollautomatisch be- und entladen. Ein ausgeklügeltes Logistiksystem ermöglicht es dem Versandhändler, so täglich rund 7.000 Pakete an Gastronomen und Hoteliers in alle Welt zu verschicken.

Von diesem ständigen Warenfluss bekommen die Kunden im hauseigenen Verkaufsraum nichts zu spüren. Hier können Gastronomen das Sortiment der E. M. Group nach passenden Artikeln durchstöbern. „Kundenbesuche vor Ort sind aber eine Ausnahme“, weiß Manfred Braun, Head of Accountancy Europe bei der E. M. Group. „Das eigentliche Geschäft läuft über unseren Katalog und den Online-Shop.“ Das eigentliche Geschäft, das sind die Marken VEGA als Komplettausstatter für die Gastronomie, Hotelwäsche Erwin Müller als Lieferant für Textilien, JOBELINE für Gastro-Berufsbekleidung, die Discount-Marke Pulsiva sowie die Poggemeier GmbH als Objekteinrichter.

Die Gastro-Academy als Plattform für Gastro-Neugründer
Erfolgreich im Netz

Seit einem Jahr ist die Gastro-Academy online und schon 6.000 Gastronomen profitieren von der Plattform.

Gegründet hat das Unternehmen vor dreißig Jahren Erwin Müller jun. mit gerade mal 17 Jahren. 1987 gelang ihm der Markteinstieg als Großhändler für Hoteltextilien. Heute ist die E. M. Group nach eigenen Angaben europäischer Marktführer im Versandhandel mit Gastronomiebedarf und setzte 2016 mit 750 Beschäftigten 165 Millionen Euro um.

„Wir verstehen uns als Problemlöser für die Gastronomie“, betont Mirko Lauer, Geschäftsführer der VEGA GmbH. Doch den Fachhändler suchen Gastronomen meist erst auf, wenn die Ausstattung eines Restaurants mit Porzellan, Besteck oder Möbeln ansteht. „Wir haben uns deshalb gefragt“, erklärt Lauer, „wie wir mit unserer umfassenden Gastro-Kompetenz schon früher mit den Kunden in Kontakt treten können – am besten schon in der Gründungsphase.“ Die Lösung: Die Gastro-Academy – eine Online-Plattform für Existenzgründer in der Gastronomie .

Die KfW fördert

Zukunftsweisende Vorhaben und innovative Unternehmen wie die Gastro Academy fördert die KfW zwischenzeitlich mit dem ERP Digitalisierungs- und Innovationskredit (380).

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Die Gastro-Academy bietet mit einem Netzwerk von Experten jungen Gastronomen in Form von Fachartikeln, Apps oder Coaching-Videos ein komplettes Beratungsangebot rund um die Gründung und Führung eines Betriebes – von der Startfinanzierung über die Preiskalkulation bis hin zur Personalsuche. Seit einem Jahr ist die Gastro-Academy online. Rund 6.000 Gastronomen nutzen sie bereits.

Nun soll die Plattform erweitert werden. Denn Expertenwissen benötigen auch Restaurantbesitzer und Hoteliers auf Wachstumskurs oder jene, die in der Krise umsteuern müssen. Auch ihnen will die E. M. Group künftig zur Seite stehen. Dafür investiert das Unternehmen in neue Inhalte, Personal und IT-Dienstleistungen. Die Erweiterung der Gastro-Academy ist eines von acht Innovationsprojekten, zu deren Finanzierung die E. M. Group im Mai 2017 das ERP-Innovationsprogramm der KfW in Anspruch nahm.

Die Gastro-Academy als Plattform für Gastro-Neugründer
Gastro-Kompetenz

„Wir verstehen uns als Problemlöser für die Gastronomie“, sagt Mirko Lauer, Geschäftsführer der VEGA GmbH.

„Die Mittel wurden mit Hilfe des Beratungsunternehmens REM Capital und der Bayern LB als Finanzierungspartner beantragt“, erläutert Manfred Braun. „Dazu haben wir im Unternehmen geeignete förderfähige Projekte identifiziert. Die Kreditzusage der KfW erfolgte innerhalb von zwei Wochen.“ Der Vorteil: „Das Förderprogramm gibt der E. M. Group über einen Zeitraum von zehn Jahren Planungs- und Liquiditätssicherheit zu günstigen und nachhaltigen Konditionen.“

Damit noch mehr mittelständische Unternehmen die Chancen der Digitalisierung ergreifen, hat die KfW seit dem 1. Juli 2017 ihre Innovationsförderung noch einmal deutlich ausgebaut. Mit dem „ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit“ werden jetzt sowohl Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben als auch der gesamte Finanzierungsbedarf innovativer Unternehmen gefördert. Besonders attraktiv: Den durchleitenden Finanzierungspartnern bietet die KfW optional eine Haftungsfreistellung von 70 Prozent an.

Die KfW fördert

Weitere Beiträge über innovative Unternehmen und Förderprogramme der KfW lesen Sie in dem Magazin FÖRDERN „Digitalisierung“.

Zur Ausgabe

Bei der E. M. Group setzen die Verantwortlichen große Hoffnungen auf das neue Geschäftsfeld. Gegenwärtig tüftelt ein fünfköpfiges Team am Ausbau der Gastro-Academy. Den oft zu hörenden Einwand, die Digitalisierung vernichte Arbeitsplätze, kann VEGA-Geschäftsführer Lauer daher nicht gelten lassen: „Wir haben durch das neue Geschäftsfeld Arbeitsplätze geschaffen.“ Und mit Hilfe der Gastro-Academy vermutlich auch bereits erfolgreiche Gastronomie-Gründungen mit auf den Weg gebracht.

Auf KfW Stories veröffentlicht am: Donnerstag, 15. März 2018

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Alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen verabschiedeten im Jahr 2015 die Agenda 2030. Ihr Herzstück ist ein Katalog mit 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung, den Sustainable Development Goals (SDGs). Unsere Welt soll sich in einen Ort verwandeln, an dem Menschen ökologisch verträglich, sozial gerecht und wirtschaftlich leistungsfähig in Frieden miteinander leben können.