App von Clark zeigt auf, wo Versicherungs-Optimierungsbedarf besteht
Innovation

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Digitale Versicherer

Das Unternehmen Clark analysiert Versicherungsdaten der Kunden und vergleicht sie mit Angeboten anderer Versicherungen. Die InsurTech-Firma setzt dabei unter anderem auf eine App, die junge Menschen für das Thema Versicherungen begeistern soll.

Über Clark
Die Gründer von Clark

Marco Adelt, Chris Lodde, Steffen Glomb und Christopher Oster (von links nach rechts) gründeten 2015 das Unternehmen Clark.

zur Website Clark.de

In modernen, jungen Unternehmen des Jahres 2021 ist das Herzstück meist digital; so auch bei Clark, einem digitalen Versicherungsmakler. Mithilfe der Clark-App erhalten Kunden eine Übersicht über ihre Versicherungssituationen und können diese optimieren und mit dem Angebot von über 160 Versicherern vergleichen. Entwickelt haben das System CEO und Co-Founder Christopher Oster und seine drei Co-Gründer Marco Adelt, Steffen Glomb sowie Chris Lodde. Heute beschäftigt Clark über 300 Mitarbeiter.

Mithilfe von Clark-App erhält der Kunde eine verlässliche Aussage über seine Versicherungssituation: Sind alle einzelnen Verträge und Policen gut aufeinander abgestimmt? Sind all seine individuellen Risiken abgedeckt? Wie ist das Preis-Leistungs-Verhältnis, gibt es günstigere Angebote? Ist die Versicherungssituation zu komplex, hilft einer von über 100 unabhängigen Versicherungsexperten per Chat, Telefon oder E-Mail weiter. Für den Kunden ist der Service kostenlos, er muss Alternativangebote nicht annehmen.

Mitarbeiter von Clark Versicherungsmanager
Optimierer

Über das Portal von Clark kann man seine Versicherungen von KfZ bis Privathaftpflicht im Blick behalten und papierlos managen. Die Mitarbeiter des Unternehmens optimieren das Produkt ständig.

Das InsurTech-Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Frankfurt am Main. Die Mitarbeiter arbeiten in der 4. bis 7. Etage eines schicken Bürogebäudes in Großraumbüros: Tischinseln, viele Rechner, blaue Wände mit bunten Post-its, auf denen Ideen, Strategien, Termine notiert sind. Inzwischen ist das InsurTech an drei Standorten in Deutschland (Frankfurt, Berlin und Püttlingen) und einem Standort in Österreich (Wien) vertreten. Die Qualifikation des jungen, internationalen Teams ergibt sich aus dem digitalen Geschäftsmodell: Viele Mitarbeiter sind Softwareentwickler, andere Versicherungskaufleute und Marketingexperten. Ein wesentlicher Teil ihrer Arbeit besteht in der Weiterentwicklung der App: kontinuierlich wird diese mit Daten und neuen Funktionen ausgestattet.

Versicherungen haben längst erkannt, dass Anbieter wie Clark, die es in der analogen Welt nicht gab, interessante Wege zu neuen Kunden bieten: Insbesondere junge Menschen, so berichtet Christopher Oster, haben die Clark-App bisher installiert. Sie sind längst gewohnt, ihre Freundschaften, Bankgeschäfte, Ferien mithilfe ihres Smartphones zu organisieren. Warum sollte es bei Versicherungen anders sein? Auf dem Sofa oder im Café scheint das etwas schwerfällige Thema für viele an Gewicht zu verlieren. Derzeit arbeitet Clark mit über 160 Versicherungen zusammen - Clark hat es sich zum Ziel gesetzt, der führender digitale Versicherungsmanager Europas zu werden.

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Sechs Jahre nach der Gründung des Unternehmens durch Christopher Oster, Steffen Glomb, Marco Adelt und Chris Lodde steht Clark – fast prototypisch – für ein schnell wachsendes, digitales Unternehmen, das zur richtigen Zeit an den Start ging: Die technischen Möglichkeiten der Digitalisierung sind vorangeschritten, bieten aber gleichzeitig noch enorme Entwicklungsmöglichkeiten.

Jeder fünfte Unternehmensstarter in Deutschland bezeichnet sich als „digitaler Gründer“. Auch die Finanzierungsmöglichkeiten für die erforderlichen Investitionen haben sich für Gründer und Unternehmer deutlich verbessert – zuletzt durch das KfW-Digitalisierungsprogramm, das auf die speziellen Bedürfnisse dieser Gruppe reagiert: die Unternehmen benötigen in der Regel keine Anlagen oder materielle Güter, sondern müssen Entwicklungs- und Programmierungskosten finanzieren.

KfW Capital übernimmt

Clark hat einen Investor gesucht und Coparion gefunden. Coparion ist im Jahr 2016 gemeinsam von der KfW und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gegründet worden, um junge Wachstumsunternehmen zusammen mit privaten Investoren beim Start zu unterstützen. Seit Ende 2018 ist zudem die Europäische Investitionsbank in Coparion investiert. Mit dem Beginn seines operativen Geschäfts hat das KfW-Tochterunternehmen KfW Capital die Anteile des Mutterhauses an Coparion und weiteren Beteiligungen übernommen.

Im Fall von Clark stand zu Beginn der unbedingte Wille von Christopher Oster, sich selbständig zu machen. Nach seiner Promotion bei einer Unternehmensberatung den Karriereweg einzuschlagen, war keine Option für ihn. Nach ausgiebiger Recherche konkretisierte sich schließlich eine Geschäftsidee; die passenden Vorstandskollegen wählte er danach aus: „Der Versicherungsmarkt in Deutschland ist von der Digitalisierung noch weitgehend unberührt. 95 Prozent des Marktes findet offline statt. Hier lag und liegt unsere Chance“, sagt Christopher Oster. Dann ging es um das Suchen und Finden geeigneter Geldgeber. Eine erste Anschubfinanzierung gab es von Finleap, einem Berliner Unternehmen, das Fintechs oder eben auch InsurTech-Unternehmen bei der Gründung unterstützt.

2016 stieß Clark dann auf den Co-Investitionsfonds Coparion, in den - neben dem Bundeswirtschaftsministerium und der Europäischen Investitionsbank (seit 2018) - KfW Capital, die Beteiligungstochter der KfW, investiert ist. Der Fonds ist seitdem mit einem siebenstelligen Betrag in Clark investiert als Teil eines größeren Konsortiums, das bisher insgesamt 13 Millionen Euro in das Unternehmen gesteckt hat. Coparion-Geschäftsführer David Zimmer steht im regelmäßigen Austausch mit Christopher Oster und dessen Kollegen. „Wir sind von der Geschäftsidee, aber auch von den Unternehmerpersönlichkeiten überzeugt“, sagt Zimmer.

Im Januar 2020 hat Clark bereits die dritte Finanzierungsrunde über 69 Millionen Euro erfolgreich abschließen können. Angeführt wird die Series C vom chinesischen Internetgiganten Tencent, aber auch Bestandsinvestoren, wie Portag3 Ventures, White Star Capital und Yabeo haben ihr Investment in Clark erhöht. Das frische Geld will Clark in erster Linie für Wachstum im deutschen Markt nutzen. Oster erklärt: „Unser Ziel ist, die Kundenzahl in drei Jahren von derzeit 350.000 auf über eine Million zu steigern. Im selben Zeitraum wollen wir unsere Markenbekanntheit von 15 Prozent auf 40 Prozent erhöhen.“

Die solide finanzielle Ausstattung gepaart mit Mut, Risikobereitschaft, strategischem Weitblick hat bei Clark bisher dazu geführt, dass sich die Geschäftsidee rasant entwickeln konnte. Weiteres Wachstum ist anvisiert: „Nur ein Drittel aller Deutschen ist mit ihrer Versicherungssituation zufrieden“, sagt Oster. Werbung im TV, online und in Zeitschriften soll für Aufmerksamkeit sorgen, damit immer mehr Menschen die App von Clark kennenlernen. „Darüber hinaus haben wir zahlreiche Ideen für die Weiterentwicklung unserer Produkte und Services. Unter anderem wollen wir den Nutzern noch mehr Transparenz über ihre Altersvorsorge bieten“, verspricht Oster.

Auf KfW Stories veröffentlicht am 12. Juli 2021

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Alle Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen verabschiedeten im Jahr 2015 die Agenda 2030. Ihr Herzstück ist ein Katalog mit 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung, den Sustainable Development Goals (SDGs). Unsere Welt soll sich in einen Ort verwandeln, an dem Menschen ökologisch verträglich, sozial gerecht und wirtschaftlich leistungsfähig in Frieden miteinander leben können.