Niedrigenergiehaus Kalbach
Energieeffizienz

Energieeffizienz

Petra Bühner legt den Standard fest

Die KfW fördert die Energieeffizienz. Welche technischen Normen dabei zu beachten sind, definiert das Team der Technischen Sachverständigen. Interview mit Petra Bühner über ihr Wirken bei der KfW.

Zur Person
Petra Bühner

Petra Bühner ist Technische Sachverständige bei der KfW in Berlin.

Ich bin Starthelferin für

... mehr Energieeffizienz. Gemeinsam mit meinen Kollegen Anke Schenker und Dirk Markfort bilde ich das Team der Technischen Sachverständigen bei der KfW.

Wem nützt Ihre Arbeit?

Allen, die die Förderprogramme der KfW zur Energieeffizienz in Anspruch nehmen oder beruflich damit beschäftigt sind, beispielsweise den Energieberatern. Indem wir klare Anforderungen für eine Förderung definieren, schaffen wir einen verlässlichen Rahmen für ihre Arbeit. Und wir unterstützen natürlich die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung, etwa jenes, bis zum Jahr 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand in Deutschland zu erreichen. Das ist wichtig, denn auf den Gebäudebestand entfallen hierzulande rund 35 Prozent des Endenergieverbrauchs und rund ein Drittel der Treibhausgasemissionen.

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Zielgerichtet

Förderprogramme der KfW unterstützen energieeffizientes Wohnen und Arbeiten.

Die größte Herausforderung?

Die Förderprodukte der KfW sollen helfen, energieeffiziente Lösungen auf dem Markt zu etablieren. Deshalb müssen wir darauf achten, dass die Förderprogramme einerseits energetisch anspruchsvoll, andererseits aber auch markttauglich und für den Fördernehmer verständlich konzipiert sind. Die Herausforderung ist, dass alle in unserem Team, das von externen Sachverständigen unterstützt wird, sowohl über technisches Fachwissen als auch über genaue Kenntnisse der rechtlichen Rahmenbedingungen auf nationaler und europäischer Ebene verfügen. Immerhin sind die von uns entwickelten technischen Standards ein wesentlicher Bestandteil der Förderprogramme im Bereich Energieeffizienz.

Ein persönlicher Erfolg?

Der Start der Förderung von Energieeffizienzmaßnahmen für Nichtwohngebäude. Dieses Thema beschäftigt mich schon sehr lange, weil im kommunalen und gewerblichen Bereich große CO₂-Einsparungen bei der Gebäudesanierung zu erzielen sind. Als Technische Sachverständige haben wir die Förderprodukte maßgeblich mitentwickelt.

Staunzahl Energieeffizienz

Was macht Ihnen an Ihrem Job Freude?

Oft sehe ich konkret, was Fördergelder der KfW in der Praxis positiv bewirken. Zu unserem Aufgabengebiet zählt die Qualitätssicherung – dann gehen wir raus und prüfen, ob technische Anforderungen bei den geförderten Projekten eingehalten wurden. Dann erlebe ich selbst, wenn beispielsweise die bauliche Qualität von Kindergärten oder Sporthallen dank einer energetischen Sanierung erheblich gesteigert werden konnte.

Quelle
Cover CHANCEN „Innovation“

Dieser Artikel ist erschienen in CHANCEN Frühjahr/Sommer 2018 „Neue Ideen erhellen die Welt“.

Zur Ausgabe

Welche Projekte liegen aktuell auf Ihrem Tisch?

Im Gebäudebereich gewinnt das Smart Home, das intelligent vernetzte Gebäude, an Bedeutung. Und klimapolitisch bedeutsame Energiethemen wie die dezentrale Stromproduktion, emissionsarmer Verkehr oder energieeffiziente Gebäude werden noch stärker miteinander verknüpft werden. Ein Beispiel hierfür sind Überlegungen des Gesetzgebers, künftig bei gewerblichen Neubauten Parkplätze verpflichtend mit Ladestationen für Elektroautos auszurüsten. Dadurch entstehen neue Anforderungen für die Konzeption unserer Förderprodukte.

Auf KfW Stories veröffentlicht am: Dienstag, 3. Juli 2018