• Dämmung der Außenwände

    Mit einer energetisch optimierten Bauweise der Außenwand lassen sich die Wärmeverluste des Gebäudes auf ein Minimum reduzieren. Hierzu können Sie herkömmliche Wandaufbauten mit zusätzlichen Wärmedämmstoffen kombinieren. Alternativ können Sie Baumaterialien verwenden, die bereits selbst sehr gute energetische Eigenschaften aufweisen und somit eine herkömmliche Dämmung ersetzen.

    Die zusätzliche Dämmung der Außenwände wird in der Regel an der Außenseite des Gebäudes aufgebracht. Zum Schutz der Außendämmung eignen sich Putz, Holz, mineralische Platten oder Vorsatzmauerwerk als Verkleidung. In bestimmten Fällen kann auch eine Kerndämmung (Wandmitte) zur Ausführung kommen. Insbesondere in der Holzständerbauweise (Fertigbau) liegt die Dämmschicht in der Wand.

  • Dämmung der Dachflächen

    Im Satteldach wird die Dämmung (z. B. Mineralwolle) zwischen, auf oder unter die bestehende Tragkonstruktion (Sparren) montiert. Beim Flachdach wird die Dämmschicht in einer ganzen Reihe unterschiedlicher Aufbauarten auf die Tragkonstruktion aufgebracht. Flachdächer werden als nicht belüftetes Dach (Warmdach), als belüftetes Dach (Kaltdach) oder mit außen liegender Dämmschicht (Umkehrdach) ausgeführt.

  • Dämmung der Kellerdecke

    Ihre Kellerdecke kann auf zwei unterschiedliche Arten gedämmt werden: entweder von oben, z. B. durch Einbringen einer Dämmschicht unter dem Bodenbelag des darüber liegenden Wohnraums oder von unten, z. B. durch Befestigen von Dämmplatten an der Kellerdecke.

  • Fenster mit Dreifachverglasung

    Bei den Fenstern unterliegen sowohl Rahmensystem als auch Verglasung bestimmten Mindestanforderungen aus der Energieeinsparverordnung (EnEV). Handelsübliche Fenstersysteme mit hochwertiger 2-fach-Verglasung erreichen diese Vorgaben in der Regel.

    3-fach-Verglasungen sind energetisch hochwertiger und werden bereits in mehr als 90 % der geförderten Neubauvorhaben eingesetzt. Für besonders ambitionierte Standards wie z. B. ein Effizienzhaus 40 oder 55 können Sie die energetischen Eigenschaften des gesamten Fensters durch hochdämmende Rahmensysteme weiter verbessern.

  • Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung

    Anlagen zur kontrollierten Entlüftung des Gebäudes verringern Feuchtigkeit und Geruchsbildung, beugen der Entstehung von Schimmelpilzen vor und verbessern das Raumklima entscheidend.

    Besonders energieeffizient sind Anlagen mit Wärmerückgewinnung. Sie nutzen bis zu 90 % der Wärme, die in der verbrauchten und feuchten Abluft enthalten ist, für die Erwärmung der Zuluft und sparen dadurch Heizkosten.

    In mehr als der Hälfte der KfW-geförderten Neubauten verbessern Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung bereits den Wohnkomfort und die Energieeffizienz.

  • Effiziente Heizungsanlage

    Gas-/Öl-Brennwertkessel sparen besonders viel Primärenergie, wenn Sie sie mit einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung kombinieren.

    Nachwachsende Rohstoffe lassen sich in Biomassekesseln für Holzpellets, Hackschnitzel oder Scheitholz nutzen.

    Wärmepumpen nutzen die im Erdreich oder in der Außenluft vorhandene Wärme. Sie werden entweder mit Strom oder mit Gas angetrieben.

    Mini-Block-Heizkraftwerke erzeugen neben Wärme auch Strom für den Eigenverbrauch oder die Einspeisung.

    Die Wärmeübergabe an den Raum erfolgt häufig über eine Fußbodenheizung. Der hydraulische Abgleich stellt sicher, dass in jedem Raum genau die Wärme ankommt, die Sie dort benötigen.

  • Solarthermische Anlage (Dach)

    Erneuerbare Energien werden zunehmend für die Gebäudeheizung und die Warmwasserbereitung genutzt.

    Ein System zur solaren Warmwasserbereitung umfasst neben dem Kollektor weitere Komponenten wie Speicher, Verteilleitungen, Pumpe und Regelung. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist eine möglichst hohe Ausnutzung des solaren Energieeintrags sinnvoll.

  • Kombination mit Photovoltaikanlage (Dach)

    Photovoltaikanlagen nutzen Solarstrahlung zur Stromerzeugung. Der so erzeugte Strom dient entweder Ihrem Eigenbedarf oder wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Bei sogenannten Plusenergiehäusern produzieren Photovoltaikanlagen mehr Energie, als für den Gebäudebetrieb verbraucht wird.

    Gefördert durch das "KfW-Programm Erneuerbare Energien "Standard" - Photovoltaik" (274). Zusätzlich können Sie auch das "KfW-Programm Erneuerbare Energien Speicher" (275) nutzen.

  • Sonnenschutz und sommerlicher Wärmeschutz

    Wärmeschutz ist ein Sommerthema. Eine effiziente Dämmung minimiert im Sommer den Wärmeeintrag von außen nach innen und schützt das Gebäude vor Überhitzung.

    Weitere Maßnahmen sind außen liegende Rollos bzw. Markisen vor den Fenstern oder Sonnenschutzverglasungen.

  • Energetische Fachplanung und Baubegleitung

    Beim Neubau eines KfW-Effizienzhauses ist eine energetische Fachplanung und qualifizierte Baugleitung erforderlich. Für alle Effizienzhaus-Standards gilt: Die Betreuung des Vorhabens durch einen Sachverständigen gibt Ihnen als Bauherr die Sicherheit, dass der anvisierte energetische Standard wirklich erreicht wird. Die speziell ausgebildeten Sachverständigen führen z. B. Detailplanungen zur Belüftung des Gebäudes oder zur Reduzierung von Wärmebrücken durch und überwachen die Qualität der Umsetzung im Bauprozess.

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