Das energieeffiziente Haus

Die KfW fördert folgende Maßnahmen, die zum
KfW-Effizienzhaus-Standard führen bzw. alle
Einzelmaßnahmen, die den technischen
Mindestanforderungen entsprechen:

Tipp: Kombinieren Sie Ihre Umbaumaßnahmen mit einer
Maßnahme zur Barrierereduzierung oder einer Maßnahme zum Einbruchschutz.

  • Dämmung der Außenwände, inklusive Sonnenschutz

    Mit einer Dämmung der Außenwände (einschließlich Maßnahmen zum Sonnenschutz), lassen sich die Wärmeverluste des Gebäudes auf ein Minimum reduzieren.

    In der Regel wird die Dämmung an der Außenseite des Gebäudes aufgebracht. Zum Schutz der Außendämmung eignen sich Putz, Holz, mineralische Platten oder Sichtmauerwerk als Verkleidung.

    Bei einem Einfamilienhaus liegen die Vollkosten pro m² Außenwanddämmung für ein Wärmedämmverbundsystem (Dämmung und Verkleidung) bei 110 bis 130 Euro/m² (Brutto-Kosten ohne Gerüst).

    Gefördert durch: Energieeffizient Sanieren − Kredit (151, 152) oder Investitionszuschuss (430)
  • Dämmung der Dachflächen

    Im Satteldach wird die Dämmung (z. B. Mineralwolle) zwischen, auf oder unter die bestehende Tragkonstruktion (Sparren) montiert. Beim Flachdach wird die Dämmschicht in einer ganzen Reihe unterschiedlicher Aufbauarten auf die Tragkonstruktion aufgebracht. Flachdächer gibt es in den Varianten: nicht belüftetes Dach (Warmdach), belüftetes Dach (Kaltdach) oder mit außen liegender Dämmschicht (Umkehrdach).

    Bei einem Einfamilienhaus liegen die Vollkosten pro m² Dachdämmung für eine nachträgliche Dämmung eines Steildaches (Zwischen- und Aufsparrendämmung) bei 210 bis 230 Euro/m² (Brutto-Kosten).

    Gefördert durch: Energieeffizient Sanieren − Kredit (151, 152) oder Investitionszuschuss (430)
  • Dämmung der Kellerdecke

    Ihre Kellerdecke kann auf zwei unterschiedliche Arten gedämmt werden: entweder von oben, z. B. durch Einbringen einer Dämmschicht unter dem Bodenbelag des darüber liegenden Wohnraums oder von unten, z. B. durch Befestigen von Dämmplatten an der Kellerdecke.

    Für ein Einfamilienhaus liegen die Vollkosten pro m² Kellerdeckendämmung für eine nachträgliche Dämmung bei 30 bis 40 Euro/m² (Brutto-Kosten).

    Gefördert durch: Energieeffizient Sanieren − Kredit (151, 152) oder Investitionszuschuss (430)
  • Erneuerung der Fenster, inklusive Sonnenschutz

    Bei den Fenstern unterliegen sowohl Rahmensystem als auch Verglasung bestimmten Mindestanforderungen aus der Energieeinsparverordnung (EnEV). Handelsübliche Fenstersysteme mit hochwertiger 2-fach-Verglasung erreichen diese Vorgaben in der Regel.

    3-fach-Verglasungen und optimierte Rahmensysteme sind energetisch hochwertiger und werden z. B. notwendig, wenn die Fenster im Rahmen einer Einzelmaßnahme ausgetauscht werden.

    Für ein Einfamilienhaus liegen die Vollkosten pro m² Fensterfläche mit 2-fach-Verglasung bei 290 bis 340 Euro/m², mit 3-fach-Verglasung bei 340 bis 390 Euro/m² (Brutto-Kosten). Im Rahmen der Fenstererneuerung fördern wir auch Maßnahmen zum Sonnenschutz.

    Gefördert durch: Energieeffizient Sanieren − Kredit (151, 152) oder Investitionszuschuss (430)
  • Einbau und Erneuerung einer Lüftungsanlage

    Anlagen zur kontrollierten Entlüftung des Gebäudes verringern Feuchtigkeit und Geruchsbildung, beugen der Entstehung von Schimmelpilzen vor und verbessern das Raumklima entscheidend.

    Besonders energieeffizient sind Anlagen mit Wärmerückgewinnung. Sie nutzen bis zu 90 % der Wärme, die in der verbrauchten und feuchten Abluft enthalten ist, für die Erwärmung der Zuluft und sparen dadurch Heizkosten.

    Die Vollkosten für eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung liegen bei rund 4.600 Euro pro Wohneinheit (Brutto-Kosten).

    Gefördert durch: Energieeffizient Sanieren − Kredit (151, 152) oder Investitionszuschuss (430)
  • Austausch der Heizung

    Gas-/Öl-Brennwertkessel sparen besonders viel Primärenergie, wenn Sie sie mit einer Solaranlage zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung kombinieren.

    Nachwachsende Rohstoffe lassen sich in Biomassekesseln für Holzpellets, Hackschnitzel oder Scheitholz nutzen.

    Wärmepumpen nutzen die im Erdreich oder in der Außenluft vorhandene Wärme. Sie werden entweder mit Strom oder mit Gas angetrieben.

    Mini-Block-Heizkraftwerke erzeugen neben Wärme auch Strom für den Eigenverbrauch oder die Einspeisung.

    Der hydraulische Abgleich sorgt für die optimale Verteilung der Wärme im ganzen Haus.

    Gefördert durch: Energieeffizient Sanieren − Kredit (151, 152) oder Investitionszuschuss (430), Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit (167).
  • Einbau einer solarthermischen Anlage (Dach)

    Erneuerbare Energien werden zunehmend für die Gebäudeheizung und die Warmwasserbereitung genutzt.

    Ein System zur solaren Warmwasserbereitung umfasst neben dem Kollektor auch weitere Komponenten wie Speicher, Verteilleitungen, Pumpe und Regelung. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist eine möglichst hohe Ausnutzung des solaren Energieeintrags sinnvoll.

    Bei einem Einfamilienhaus liegen die Vollkosten für eine Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung bei 6.000 Euro, bei zusätzlicher Heizungsunterstützung bei 18.000 Euro (Brutto-Kosten). Hinweis: Den Einbau einer solarthermischen Anlage fördern wir nur im Zusammenhang mit einer Erneuerung der Heizungsanlage.

    Gefördert durch: Energieeffizient Sanieren − Kredit (151, 152) oder Investitionszuschuss (430)
  • Einbau einer Photovoltaikanlage (Dach)

    Photovoltaikanlagen nutzen Solarstrahlung zur Stromerzeugung. Der so erzeugte Strom dient entweder Ihrem Eigenbedarf oder wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Bei sogenannten Plusenergiehäusern produzieren Photovoltaikanlagen mehr Energie, als für den Gebäudebetrieb verbraucht wird.

    Die Kosten für eine Photovoltaikanlage werden in Bezug zur Leistung angegeben. Die Kosten liegen für 1 KW_peak bei 2.000 Euro. Dies entspricht in etwa einer Fläche von 8 bis 9 m².

    Gefördert durch: KfW-Programm Erneuerbare Energien „Standard“ – Photovoltaik (274) und KfW-Programm Erneuerbare Energien „Speicher“ (275)

  • Energetische Fachplanung und Baubegleitung

    Eine sorgfältige Planung und fachgerechte Baubegleitung ist wichtig, damit Sie den geplanten energetischen Standard nach der Sanierung wirklich erreichen. Speziell ausgebildete Sachverständige führen Detailplanungen z. B. zur Belüftung des Gebäudes oder zur Reduzierung von Wärmebrücken durch und überwachen die Qualität der Umsetzung im Bauprozess.

    Gefördert durch: Energieeffizient Sanieren − Baubegleitung (431)
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Das barrierereduzierte Haus

Die KfW fördert folgende Maßnahmen, die zum
Standard Altersgerechtes Haus führen bzw.
alle Einzelmaßnahmen, die den technischen
Mindestanforderungen entsprechen:

Tipp: Kombinieren Sie Ihre Umbaumaßnahmen
mit einer energetischen Sanierung
oder einer Maßnahme zum Einbruchschutz.

  • Wege & Stellplätze

    Wege sollen ausreichend breit angelegt werden, keine Schwellen und Stufen haben und mit einem ebenen und rutschhemmenden Belag versehen sein.

    An folgende Wege sollten Sie denken:

    • zum Hauseingang
    • zu Stellplätzen und Garagen
    • zu Spielplätzen
    • zu Entsorgungseinrichtungen

    Bei Gebäuden mit mehr als 3 Wohneinheiten fördern wir auch den Bau von Spielplätzen und Sitzgelegenheiten.

    Die KfW fördert zusätzlich die Schaffung oder Überdachung von Abstellplätzen für Kinderwagen, Gehhilfen und Rollstühle. Auch der Bau von Kfz-Stellplätzen und der Einbau von automatischen Antrieben für Garagentore sind förderfähig.

  • Eingangsbereich und Wohnungszugang

    Der Eingang zum Gebäude bzw. zur Wohnung sollte vor allem:

    • ausreichend Bewegungsfläche bieten,
    • stufen- und schwellenlos sein,
    • mit einer leichtgängigen, ausreichend breiten und einbruchsicheren Tür ausgestattet sein und
    • über einen Wetterschutz (z. B. Überdachung) verfügen.

    Türschilder und Briefkästen können z. B. durch Braille- oder Reliefschrift barrierefrei gestaltet werden.

    Rampen erleichtern Familien mit Kinderwagen, Menschen mit Gehilfen und Rollstuhlfahrern den Zugang zum Haus. Deshalb sollten Rampen möglichst breit sein und eine geringe Neigung haben. Beidseitige Handläufe machen das Abstützen möglich.

  • Überwindung von Treppen und Stufen

    Zur besseren Überwindung von Treppen fördert die KfW:

    • Handläufe ohne Unterbrechungen
    • Stufenmarkierungen
    • rutschhemmende Beläge

    Noch komfortabler ist der Einbau eines Treppenlifts, den wir ebenfalls fördern, sofern im Haus kein Aufzug vorhanden ist.

    Am leichtesten aufwärts geht’s jedoch per Fahrstuhl. Für Familien, ältere Menschen, beim Umzug oder nach dem Großeinkauf ist ein Aufzug eine gute Unterstützung. Die KfW fördert daher auch den Umbau von Aufzugsanlagen.

  • Anpassung der Raumgeometrie

    Ist die Küche zu groß und das Wohnzimmer zu klein, dann bauen Sie um! Die KfW fördert die Anpassung der Raumgeometrie z. B. in Küchen, Wohn- und Schlafräumen oder in Fluren, damit Sie sich in Ihrer Wohnung rundum wohlfühlen und bewegen können.

  • Balkone, Loggien und Terrassen

    Ein Balkon oder eine Terrasse sind ein Gewinn für jede Wohnung. Häufig ist der Zugang allerdings eine Stolperfalle, weil Schwellen vorhanden sind. Deshalb fördert die KfW auch die Anpassung und Schaffung von Balkonen, Terrassen oder Loggien. Nach dem Umbau oder Anbau sollen diese schwellenlos zu erreichen, mit einem rutschhemmenden Bodenbelag versehen und einer Durchsicht ausgestattet sein.

  • Umbau des Bades

    Wer sein Bad umbauen möchte, den unterstützt die KfW bei Sanitärobjekten wie:

    • Waschbecken, die genug Beinfreiheit haben oder höhenverstellbar sind,
    • Badewannen mit niedriger Einstiegshöhe, alternativem Türeinstieg oder Liftsystem,
    • bodengleichen Duschen und
    • WCs, die in der Sitzhöhe dem Nutzerbedarf angepasst oder in der Höhe flexibel verstellbar sind.

    Wichtig ist zudem die ausreichende Bewegungsfläche um die Sanitärobjekte herum. Die Tür sollte daher nach außen öffnen. Als Alternative eignet sich eine Schiebetür.

  • Sicherheit und Bedienelemente

    Wir fördern Stütz- und Haltesysteme sowie bauliche Maßnahmen für die spätere Nachrüstung. Denn auch Bedienfunktionen wie Lichtschalter und Bedienelemente etwa für Rollläden, Türöffner oder Fahrstühle können barrierereduziert oder intelligent gestaltet werden.

    Durch intelligente Assistenzsysteme lassen sich Funktionen wie Türkommunikation, Beleuchtung, Heizung und Klimatechnik, Überfall- und Einbruchmeldeanlagen, Ruf-, Notruf und Unterstützungssysteme in einer Wohnung zentral, sicher und bequem steuern.

    Gefördert werden auch:

    • Nachrüstung von automatischen Tür-, Tor- oder Fensterantrieben
    • Maßnahmen zur Verbesserung der Orientierung und Kommunikation wie z. B. Beleuchtung, Gegensprech- oder Briefkastenanlagen
    • Sicherheits- und Notrufsysteme

  • Beratung durch Experten / Sachverständige

    Lassen Sie sich am besten von Anfang an von einem Wohnberater, Architekten oder Handwerker beraten. Dieser kann Ihnen dabei helfen zu entscheiden, welche Umbauten an Ihrer Wohnimmobilie sinnvoll sind. Oft reichen schon einzelne Maßnahmen aus, um Ihr persönliches Umfeld barrierearm und komfortabel zu gestalten. Je früher Sie diese Maßnahmen umsetzen, desto eher können Sie davon profitieren!

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Das einbruchgeschützte Haus

Die KfW fördert folgende Maßnahmen zum Einbruchschutz,
die den technischen Mindestanforderungen entsprechen:

Tipp: Kombinieren Sie Ihre Maßnahmen
zum Einbruchschutz mit einer energetischen Sanierung
oder einer Maßnahme zur Barrierereduzierung.

  • Alarmanlagen innen und außen

    Alarm- bzw. Einbruchmeldeanlagen (EMA) sind eine gute Ergänzung zu mechanischen Sicherungen. Sie machen durch Ton- und Lichtsignale auf das Eindringen unbefugter Personen aufmerksam oder leiten den Alarm weiter. Als Auslöser dienen Bewegungsmelder oder Infrarot-Lichtschranken. Mögliche Komponenten der Anlagen sind: Kamerasysteme, Panikschalter, Geräteabschaltung, präsenzabhängige Zentralschaltung definierter Geräte bzw. Steckdosen, Personenerkennung an Haus- und Wohnungstüren und intelligente Türschlösser mit personalisierten Zutrittsrechten.

    Die KfW fördert:

    • den Einbau von Systemen zur Einbruchs- und Überfallmeldung ab Grad 2 nach DIN EN 50 131.

    Gefördert durch: Altersgerecht Umbauen – Kredit (159) oder Investitionszuschuss (455)

  • Fenster oder Balkon- und Terrassentüren einbauen & nachrüsten

    Sie bauen – das fördern wir:

    • einbruchhemmende Fenster mit extra stabiler Rahmenkonstruktion und abschließbaren, drehgehemmten Griffen.
    • Nachrüstsysteme für Fenster z. B. Fensterstangenschlösser, Bandseitensicherungen oder Pilzkopfverriegelungen.
    • einbruchhemmende Gitter und Rollläden.

    Das richtige Förderprodukt für Ihre Maßnahme:

    Energieeffizient Sanieren für den nachträglichen Einbau von Rollläden oder Fenstergittern im Rahmen einer Fenstererneuerung oder Außenwanddämmung. Altersgerecht Umbauen für den Einbau von Nachrüstsystemen für Fenster, Balkon- und Terrassentüren oder Gitter und Rollläden.

  • Beleuchtung von Fenstern / Türen

    Die Polizei empfiehlt als Ergänzung zu mechanischen Sicherungseinrichtungen die Beleuchtung leicht zugänglicher Fenster und Türen. Durch die Verwendung von Bewegungsmeldern erhöht sich außerdem die Chance, dass Nachbarn oder Passanten auf unbefugte Personen aufmerksam werden.

    Die KfW fördert:

    • die Beleuchtung des Eingangsbereichs,
    • Bewegungsmelder.

    Gefördert durch: Altersgerecht Umbauen – Kredit (159) oder Investitionszuschuss (455)

  • Einbau / Nachrüstung von Türen

    Mechanische Sicherungen sind wirksame Maßnahmen zum Einbruchschutz. Dazu gehören beispielsweise einbruchhemmende Türen mit Verstärkungen an Türblatt, Zarge oder Verglasung. Zusätzlich bieten einbruchhemmende Schlösser durch spezielle Zylinder, Schutzbeschläge und Schließbleche kaum Angriffsfläche für Einbruchwerkzeuge.

    Die KfW fördert den Einbau von:

    • Türen ab Widerstandsklasse RC2 nach
      DIN EN 1627,
    • Nachrüstsystemen für Haus- und Wohneingangstüren entsprechend den Technischen Mindestanforderungen.

    Gefördert durch: Altersgerecht Umbauen – Kredit (159) oder Investitionszuschuss (455)

  • Weitwinkelspione / Gegensprechanlagen / Videokameras

    Weitwinkelspione, Gegensprechanlagen und Videokameras im Eingangsbereich dienen der Überprüfung von Besuchern.

    Die KfW fördert:

    • Gegensprechanlagen,
    • den Einbau von Türspionen,
    • Kamerasysteme.

    Gefördert durch: Altersgerecht Umbauen – Kredit (159) oder Investitionszuschuss (455)

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