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Innovation in der Zahnmedizin

Wenn Dr. Johannes Scherer spricht, könnte er auch von einer Nordpol­expedition oder einem Tandem­sprung erzählen. So begeistert klingt er. Dabei geht es eigentlich um einen wenige Millimeter großen Stift aus Titan für Zahn­implantate und die großen Chancen, die die Digitalisierung bietet.

Scherer erforscht mit seinem Start-up ADVANTIQX neue Wege in der Implantologie.
Begonnen hat die Geschichte seiner Idee Jahr­zehnte zuvor im Zahnmedizin­studium: „Damals habe ich für mich mitgenommen, dass Implantologie anrüchig, ja sogar dubios ist.“ Als Scherer nach dem Studium bei seinem Bruder in die Zahnarzt­praxis einsteigt, scheitert der Versuch, die Verwaltungs­abläufe zu digitalisieren – ein weiteres Thema, das ihn seit dem begleitet. Dann kam eines Tages die Anfrage eines Bekannten nach Zahn­implantaten: „Ich machte mich für ihn schlau, suchte den besten Implantologen und war begeistert als ich das Ergebnis sah.“ Scherer studiert erneut und beginnt dann selbst zu implantieren. „Die ersten Jahre waren von Erfolg geprägt. Allerdings war damals die Implantologie noch völlig analog.“

Als die gemeinsame Praxis 2012 zu klein wird, eröffnet Scherer eine Filiale in der Nachbar­gemeinde. Kurze Zeit später erweist sich die Behandlung eines nicht perfekt gesetzten Implantats als kompliziert. So entsteht die Idee von ADVANTIQX: „Die Implantate, die wir heute verwenden, sind in einer Zeit entstanden, in der alles noch analog war. Sie folgen der Logik eines analogen Prozesses, das heißt, es mussten nach­träglich Ungenauigkeiten ausgleichen werden. Wenn ich aber nicht mehr analog bin, brauche ich diesen Ausgleich nicht mehr. Dann kann ich alles vorher virtuell ins Implantat einsetzen und es so planen, dass es richtig sitzt.“ Genau dieses Implantat will Scherer erfinden – gekoppelt mit einem System, das es dem Arzt ermöglicht, alles im Vorfeld durch optimal aufeinander abgestimmte digitale Technik zu planen, um mehr Zeit für den Patienten zu haben und ihm schmerz­hafte und lang­wierige Behandlungen zu ersparen.

Mit im Boot: seine Tochter Lisa, die zu diesem Thema ihre Promotion in Zahn­medizin geschrieben hat und der Sohn Florian, mit seiner Bachlor­arbeit in BWL, die so die wissen­schaftliche und wirtschaftliche Grund­lage schaffen. Während die Zahnarzt­praxis parallel weiter­läuft, kümmert sich das noch kleine Team um Forschungs­gelder wie einen KfW-Innovationskredit über 300.0000 Euro mit dem die EDV-Anlage und Test­maschinen finanziert wurden. „Plötzlich hatten wir Sicher­heit. Wir konnten Mitarbeiter einstellen, darunter zwei Ingenieure. Inzwischen haben wir acht Angestellte und viele Kooperations­partner, die für dieses Projekt brennen. – Wir werden die Implantologie auf den Kopf stellen. Die ersten Forschungs­ergebnisse sind da und ich kann sehen, das wird funktionieren. Schon 2022/23 könnten wir in die Zulassung gehen – das ist unsere Vision.“

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