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Digitales Lernen

Vom Präsenzunterricht zum Blended Learning

Das „Lern­studio Wattenscheid“ reagierte auf den Corona-Lockdown blitz­schnell: mit Online-Konzepten, Lern­plattformen und motivierenden Videos.

Frau Kleinbeck-Dicke, Leiterin des Lernstudios Wattenscheid in einem Klassenraum
Silvia Kleinbeck-Dicke kombiniert in ihrem Lernstudio Präsenzunterricht mit digitalem Lernen

Über 12.000 Abonnenten zählt der YouTube-Kanal des in Bochum ansässigen „Lern­studio Watten­scheid“. Und dass obwohl das auf Nach­hilfe, Sprachen und Computer-Kurse spezialisierte Lern­studio vor dem Corona-Lockdown in erster Linie Präsenz­unterricht anbot. Geschäfts­führerin Silvia Kleinbeck-Dicke und ihr Team hatten vor Corona schon begriffen, dass es so ganz ohne Online-Angebote nicht geht. So liefen ergänzend zum Unterricht in den „echten“ Seminar­räumen bereits Themen wie „Gleichungen mit zwei Variablen“ in Mathe, die Future-Formen in Englisch, oder „Briefe schreiben“ in Deutsch als Zweit­sprache auf YouTube.

Weil das so gut angenommen wurde, entschied sich Silvia Kleinbeck-Dicke vor gut einem Jahr, einen großen Schritt in Richtung Digitalisierung zu gehen. Sie ließ sich durch eine Consulting-Firma beraten und brachte ihr 2000 gegründetes Studio über einen ERP Digitalisierungs- und Innovations­kredit der KfW in Höhe von 60.000 Euro auf den neuesten Stand: „Damit haben wir alle unsere Unterrichts­räume mit ActivPanels ausgestattet, das sind große Tablets an der Wand, die viel mehr sind als ein interaktives White­board, mit denen man auch Lehr­bücher digital nutzen und Informationen im Internet recherchieren kann. Außerdem haben wir als Klassen­satz 15 Tablets gekauft und zehn Note­books für unsere Lehr­kräfte, die wir natürlich zusätzlich entsprechend geschult haben.“

So war das „Lern­studio Wattenscheid“ auf den ersten Blick gut gerüstet, als die Corona-Pandemie Deutschland erreichte. „Das war am Sonntag, den 15. März 2020“, erinnert sich Silvia Kleinbeck-Dicke so exakt, weil sie den Tag bestimmt nie wieder vergessen wird. „Bis dahin waren wir noch davon ausgegangen, dass wir, wenn die öffentlichen Schulen schließen, unseren Teilnehmern mit Präsenz­unterricht Alternativ­angebote anbieten können. An dem Sonntag aber war dann klar, dass auch wir keinen Unterricht in Präsenz­form mehr anbieten durften.“

Eine Lehrerin steht vor einem Whiteboard, die Schüler sind digital zugeschaltet
Damit der Unterricht auch während der Corona-Pandemie stattfinden konnte, wurde auf digitale Formate umgestellt.

Dann der Montag, als das Telefon nicht still­stand und Silvia Kleinbeck-Dicke sich mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Krisen­sitzung traf: „Wir brauchten Informationen über den technischen Stand der häuslichen Geräte und mussten heraus­finden, welches Wissen vorhanden ist und welche Platt­formen es gibt, über die man mit unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen virtuellen Unterricht realisieren kann.“

Über einen Messenger-Dienst wurden virtuelle Klassen­räume gebildet. Die Lehrerinnen und Lehrer produzierten zu ihrem Unterricht passende Videos, luden diese in ihrem Klassen­raum hoch und konzipierten dazu passende Aufgaben, die die Teilnehmer orts- und zeitunabhängig abrufen konnten. Online-Lernen und Präsenz­unterricht – inzwischen bietet Silvia Kleinbeck-Dicke beide Formen an. Das Konzept des Blended Learning, also des integrierten Lernens, sei für sie das Lernen der Zukunft: „Wir müssen jetzt ganz unabhängig von Corona dran­bleiben und Themen wie Digitalisierung, Online-Learning und virtuelle Klassen­räume weiter leben, man darf nicht stehen bleiben, darf das alles nicht vergessen und irgendwann zum reinen Vor-Corona-Unterricht zurückkehren. Was das betrifft, verstehe ich mein Unternehmen als lernende Organisation und denke, das sollte jeder machen.“

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