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Erstes Quartal 2019: KfW startet gut ins neue Förderjahr

Pressemitteilung vom 08.05.2019 / KfW

  • Gesamtfördervolumen von 16,9 Mrd. EUR
  • Inländische Förderung bei 10,9 Mrd. EUR
  • Großes Interesse an Gründungs- und Investitionsfinanzierungen
  • Internationale Finanzierungen wachsen auf 5,8 Mrd. EUR
  • Konzerngewinn auf 295 Mio. EUR angestiegen

Die KfW Bankengruppe hat in den ersten drei Monaten 2019 ein Fördervolumen von 16,9 Mrd. EUR (Vorjahreszeitraum 18,9 Mrd. EUR) verzeichnet. Die inländische Förderung liegt mit einem Zusagevolumen von 10,9 Mrd. EUR erwartungsgemäß unter dem hohen Vorjahresniveau (14,9 Mrd. EUR). Zurückzuführen ist dies auf volumenstarke Sondereffekte (z.B. ein Einzelabschluss im Globaldarlehensgeschäft) im ersten Quartal 2018, sowie auf die weiterhin guten Finanzierungsbedingungen für private und gewerbliche Investoren im aktuell anhaltenden Niedrigzinsumfeld in Deutschland. Die internationalen Finanzierungen der KfW sind auf 5,8 Mrd. EUR (3,8 Mrd. EUR) angestiegen. Einen wesentlichen Wachstumsbeitrag leistet die KfW IPEX-Bank, die sehr gut ins Jahr 2019 gestartet ist (4,8 Mrd. EUR; Vorjahreszeitraum 3,3 Mrd. EUR). Auch der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank mit 0,8 Mrd. EUR (0,4 Mrd. EUR) sowie die DEG mit 0,2 Mrd. EUR (0,1 Mrd. EUR) haben zum Wachstum des internationalen Geschäfts beigetragen.

„Die KfW startet gut ins neue Förderjahr. Die Nachfrage nach KfW-Förderung reflektiert die aktuelle gesamtwirtschaftliche Lage: verhaltenere Nachfrage in Deutschland dank des noch guten Finanzierungsumfeldes, zugleich starkes Interesse an internationalen Finanzierungen trotz schwieriger Rahmenbedingungen. Dies zeigt, dass die KfW mit ihrem Förderangebot einen wichtigen Beitrag leistet“, sagt Dr. Günther Bräunig, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe.

Die Ertragslage der KfW hat sich mit einem Konzerngewinn von 295 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr positiv
(228 Mio. EUR) entwickelt. Diese Entwicklung resultiert aus einem guten Bewertungsergebnis, das durch einen unverändert niedrigen Kreditrisikovorsorgebedarf und ein positives Beteiligungsergebnis geprägt ist. Der für die Steuerung der KfW relevante Konzerngewinn vor IFRS-Effekten aus Sicherungszusammenhängen beträgt
317 Mio. EUR (238 Mio. EUR).

„Die Ertragsentwicklung der KfW im ersten Quartal 2019 verläuft sehr erfreulich. Hervorzuheben ist die Stabilisierung des Betriebsergebnisses vor Bewertungen“, sagt Dr. Bräunig, Vorstandsvorsitzender der KfW Bankengruppe.

Das Betriebsergebnis vor Bewertungen (vor Förderaufwand) beträgt 392 Mio. EUR (374 Mio. EUR). Dabei entspricht der Zinsüberschuss (vor Förderaufwand) mit 597 Mio. EUR fast exakt dem Vorjahr (600 Mio. EUR) und stellt unverändert die wesentliche Ertragsquelle der KfW dar. Auch der Verwaltungsaufwand liegt mit 312 Mio. EUR
(312 Mio. EUR) auf Vorjahreshöhe. Das Provisionsergebnis trägt mit 107 Mio. EUR nach 86 Mio. EUR aus dem Vorjahr zum Ergebnis bei.

Der Förderaufwand – im Wesentlichen Zinsverbilligungen aus dem Neugeschäft – bewegt sich mit 58 Mio. EUR im aktuellen Zinsumfeld unverändert auf einem niedrigen Niveau (84 Mio. EUR).

Der Saldo der Risikovorsorge im Kreditgeschäft fällt mit -14 Mio. EUR (0 Mio. EUR) für das erste Quartal erneut erfreulich niedrig aus. Aus dem Beteiligungs- und Wertpapierportfolio des Konzerns resultiert ein leicht positiver Ergebniseffekt von 21 Mio. EUR (-11 Mio. EUR), insbesondere infolge der positiven USD-Entwicklung.

Die Bilanzsumme ist auf 508,8 Mrd. EUR vor allem aufgrund einer erhöhten Liquiditätshaltung aus den hohen Mittelaufnahmen im ersten Quartal angestiegen (gegenüber 485,8 Mrd. EUR per 31.12.2018).

Die aufsichtsrechtlichen Eigenkapitalquoten des Konzerns sind weiterhin auskömmlich. Die nahezu unveränderte Gesamtkapitalquote beträgt per 31.03.2019 20,0 % (31.12.2018: 20,1 %).


Ergebnisse der Förderaktivitäten im Einzelnen

Im Geschäftsfeld Mittelstandsbank & Private Kunden beträgt das Fördervolumen im ersten Quartal 2019
9,1 Mrd. EUR (12,7 Mrd. EUR).

Dabei liegt das Segment Mittelstandsbank mit 4,8 Mrd. EUR unter dem Vorjahreswert (6,3 Mrd. EUR).

Im Förderschwerpunkt Innovation wurde ein Volumen von insgesamt 106 Mio. EUR (2,4 Mrd. EUR) generiert. In den ersten Monaten 2018 verzeichnete der ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit einen deutlichen Anstieg. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden und dieses wichtige Finanzierungsangebot auch weiterhin anbieten zu können, wurden die Förderbedingungen zwischenzeitlich stärker fokussiert. Daher werden bereits seit Juni 2018 die Zusagen nun nach modifizierten Programmbedingungen gewährt, was mit einem geringeren Fördervolumen im genannten Programm einhergeht.

Der Schwerpunkt Gründung & Unternehmensinvestitionen verzeichnet mit einem Fördervolumen von 2,2 Mrd. EUR indes einen höheren Wert als im Vorjahresquartal (1,9 Mrd. EUR). Dies ist im Wesentlichen auf eine deutlich erhöhte Nachfrage im KfW-Unternehmerkredit zurückzuführen (1,0 Mrd. EUR; Vorjahreszeitraum: 0,6 Mrd. EUR).

Im Schwerpunkt Energieeffizienz & Erneuerbare Energien wurde ein Fördervolumen von insgesamt 2,4 Mrd. EUR (2,0 Mrd. EUR) erzielt. Insbesondere die gewerbliche Energieeffizienzförderung liegt über Vorjahresniveau. Das KfW-Programm Erneuerbare Energien hat zum genannten Schwerpunkt mit 0,4 Mrd. EUR beigetragen.

Das Segment Private Kunden erzielt zum Quartalsende ein Fördervolumen von 4,3 Mrd. EUR (6,3 Mrd. EUR). Insgesamt ist dies auf die aktuell gute Kreditversorgung Privater Kunden in Deutschland zurückzuführen.

Nach Rekordwerten im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres pendelt sich im Förderschwerpunkt Energieeffizienz & Erneuerbare Energien des genannten Segments ein Fördervolumen von 2,4 Mrd. EUR ein (4,7 Mrd. EUR).

Der Förderschwerpunkt Wohnen & Leben leistet einen bedeutenden Beitrag mit einem Fördervolumen von
1,4 Mrd. EUR und übertrifft das Vorjahresniveau (1,2 Mrd. EUR). Grund hierfür ist unter anderem das im vergangenen Jahr neu eingeführte Baukindergeld.

Der Schwerpunkt Bildung entwickelte sich weiterhin konstant mit einem Volumen von 0,5 Mrd. EUR zum Quartalsende (0,5 Mrd. EUR).

Das Geschäftsfeld Individualfinanzierung & Öffentliche Kunden erzielt im 1. Quartal 2019 ein Zusagevolumen von 1,7 Mrd. EUR. Damit liegt das Neugeschäft unter dem von einer großen Einzeltransaktion geprägten Vorjahreswert
(2,2 Mrd. EUR).

Das Zusagevolumen für Kommunale & Soziale Infrastruktur entspricht mit rund 700 Mio. EUR dem Vorjahreswert. Neben der Basisförderung für allgemeine Infrastrukturinvestitionen von Kommunen sowie kommunalen und sozialen Unternehmen leistet dabei auch die Förderung für Energieeffizientes Bauen und Sanieren im kommunalen Bereich mit über 200 Mio. EUR einen substanziellen Beitrag.

Die Individualfinanzierung Banken & Landesförderinstitute liegt mit einem Vertragsvolumen von knapp
900 Mio. EUR deutlich unter dem vergleichbaren Wert des Vorjahres (1,5 Mrd. EUR), der von einem großen Einzelabschluss im Globaldarlehensgeschäft von 500 Mio. EUR für Leasingfinanzierungen geprägt war. Die Allgemeine Refinanzierung der Landesförderinstitute erzielt mit einem Vertragsvolumen von 880 Mio. EUR eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr (786 Mio. EUR).

In der Individualfinanzierung Unternehmen beträgt das Zusagevolumen des ersten Quartals rund 140 Mio. EUR
(21 Mio. EUR). Hier waren erste Abschlüsse des neu eingeführten KfW-Kredites für Wachstum zu verzeichnen.

Im Geschäftsfeld KfW Capital wurden in den ersten drei Monaten des Jahres drei ERP-VC-Fondsinvestments in Höhe von insgesamt 33 Mio. EUR (17 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) zugesagt. Die neue KfW-Tochter ist somit erfolgreich in ihr erstes vollständiges Geschäftsjahr gestartet. Das Ziel von KfW Capital ist es, in den nächsten zehn Jahren – mit Unterstützung des ERP-Sondervermögens – rund 2 Mrd. EUR in Venture Capital-Fonds zu investieren, um den Zugang zu Wachstumskapital für junge, innovative Technologieunternehmen in Deutschland zu verbessern.

Das Geschäftsfeld Export- und Projektfinanzierung, das durch die KfW IPEX-Bank verantwortet wird, hatte einen guten Jahresstart und liegt mit einem Neuzusagevolumen von insgesamt 4,8 Mrd. EUR deutlich über dem Niveau des Vorjahreszeitraumes (3,3 Mrd. EUR). Schwerpunkte der Neuzusagen liegen in den Geschäftssparten Maritime Industrie mit 1,4 Mrd. EUR (0,9 Mrd. EUR), Infrastruktur mit 0,8 Mrd. EUR (0,4 Mrd. EUR) sowie Finanzinstitutionen und Trade Finance mit 0,8 Mrd. EUR (0,4 Mrd. EUR) und Energie und Umwelt mit 0,8 Mrd. EUR (0,4 Mrd. EUR).

Das Zusagevolumen im Geschäftsfeld Förderung der Entwicklungs- und Schwellenländer liegt bei 1 Mrd. EUR
(0,5 Mrd. EUR). Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank hat im ersten Quartal 2019 für Vorhaben in Entwicklungs- und Schwellenländern 0,8 Mrd. EUR (0,4 Mrd. EUR) zugesagt. Im mehrjährigen Vergleich bestätigt die Entwicklung der Zusagevolumina der ersten drei Monate den langfristigen Aufwärtstrend. Über 80 % der bisherigen Zusagen gingen 2019 an Länder in Afrika und dem Nahen Osten. Die DEG konnte im ersten Quartal 2019
156 Mio. EUR für die Finanzierung von unternehmerischen Investitionen in Schwellen- und Entwicklungsländern zusagen (54 Mio. EUR). Mehr als die Hälfte dieser Mittel sind für private Unternehmen in Afrika bestimmt, vor allem für lokale Banken. Diese können so gerade kleine und mittlere Unternehmen vor Ort mit Krediten versorgen und Finanzierungslücken schließen. Mit 69 Mio. EUR entwickelten sich auch die Zusagen für Projektfinanzierungen erfreulich, damit werden insbesondere Erneuerbare-Energien-Vorhaben finanziert.

Im Geschäftsfeld Finanzmärkte wurden im ersten Quartal 2019 Investments in Höhe von rund 321 Mio. EUR
(185 Mio. EUR) getätigt. Davon entfielen 298 Mio. EUR (117 Mio. EUR) auf Verbriefungstransaktionen im Bereich der kapitalmarktorientierten Mittelstandsförderung. Für das Green-Bond-Portfolio hat die KfW in zwei Wertpapiere zur Förderung von Klima- und Umweltschutzprojekten im Volumen von rund 24 Mio. EUR (68 Mio. EUR) investiert.

Zur Refinanzierung ihres Fördergeschäftes nahm die KfW im ersten Quartal 2019 Mittel in Höhe von 35 Mrd. EUR an den internationalen Kapitalmärkten auf und blickt auf einen gelungenen Refinanzierungsauftakt zurück. Für das Gesamtjahr 2019 plant die KfW ein Refinanzierungsvolumen von 80 Mrd. EUR.

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Erfolgskennzahlen (in Mio. EUR)01.01.2019 - 31.03.201901.01.2018 - 31.03.2018
Betriebsergebnis vor Bewertungen (vor Förderaufwand)392374
Förderaufwand5884
Konzerngewinn295228
Konzerngewinn vor IFRS-Effekten aus
Sicherungszusammenhängen
317238

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Bilanzkennzahlen (in Mrd. EUR)31.03.201931.12.2018
Bilanzsumme508,8485,8
Bilanzielles Eigenkapital30,430,3
Geschäftsvolumen613,2590,7

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Aufsichtsrechtliche Kennzahlen
(in %)1)
31.03.201931.12.2018
(Harte) Kernkapitalquote20,0 %20,1 %
Gesamtkapitalquote20,0 %20,1 %

1) Die ausgewiesenen Kapitalquoten berücksichtigen nicht das Zwischenergebnis des ersten Quartals 2019 (Kapitalquote zum 31.03.2019) bzw. des zweiten Halbjahres 2018 (Kapitalquote 31.12.2018). Die KfW weist in ihren Eigenmitteln kein wesentliches Tier 2 Kapital aus, so dass (harte) Kernkapitalquote und Gesamtkapitalquote nahezu übereinstimmen.

Service:
Eine tabellarische Übersicht der Geschäfts- und Förderzahlen steht auf: www.kfw.de/geschaeftszahlen zum Download bereit.

Kontakt

Sybille Bauerfeind

Frau

Sybille Bauernfeind

Pressestelle KfW Bankengruppe

Telefon

+49 (0) 69 7431 2038

Telefon

+49 (0) 172 325 9223

Fax

+49 (0) 69 74 31 32 66

E-Mail

sybille.bauernfeind@kfw.de