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Wappnen gegen Wetterextreme: KfW stärkt äthiopischen Agrarsektor mit Schutzmaßnahmen gegen Klimarisiken

Pressemitteilung vom 17.12.2018 / KfW, KfW Entwicklungsbank

  • 20 Mio. EUR für Ausweitung der Rural Resilience Initiative (R4) des Welternährungsprogramms
  • Dürreversicherung, Bodenerosionsschutz und Mikrokredite: 130.000 Haushalte im Norden Äthiopiens profitieren
  • Ernährungssicherheit für die ländliche Bevölkerung

Die KfW hat heute im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gemeinsam mit dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) einen Finanzierungsvertrag in Höhe von 20 Mio. EUR unterzeichnet. Die Förderung, finanziert durch die Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger“, stellt eine Ausweitung der von WFP und Oxfam gegründeten Rural Resilience Initiative (R4) dar und unterstützt den äthiopischen Agrarsektor in ausgewählten Regionen, die insbesondere extremen Wetterereignissen ausgesetzt sind. Das Vorhaben ist Teil der G7-Initiative InsuResilience, die das Ziel verfolgt, die ländliche Bevölkerung weltweit gegen Klimarisiken abzusichern und so einen wesentlichen Teil zur ländlichen Ernährungssicherheit beizutragen.

„Die Landwirtschaft, von der über 85% der Bevölkerung Äthiopiens direkt oder indirekt abhängen, ist besonders klimaempfindlich. In den ländlichen Gebieten stellt der Agrarsektor zumeist die einzige Beschäftigungs- und Einkommensmöglichkeit dar. Umso wichtiger ist es, die Landbevölkerung für Klimarisiken und damit verbundene Ernteausfälle zu rüsten und so das Nahrungsangebot in den betroffenen Regionen sicherzustellen“, sagte Prof. Dr. Joachim Nagel, Mitglied des Vorstands der KfW Bankengruppe.

Der ganzheitliche Ansatz R4 umfasst vier Maßnahmen zum besseren Umgang mit Wetterrisiken: Zum einen werden wirtschaftlich und finanziell nachhaltigen Dürreversicherungen für die ansässige Bevölkerung bereitgestellt, zum anderen werden Maßnahmen zum Erosionsschutz und der Wasserrückhaltung im Fall von Starkregen eingeleitet, um die Risikoanfälligkeit der Zielgruppe zu reduzieren. Darüber hinaus können die kleinbäuerlichen Betriebe über Mikrokredite in die Diversifizierung ihrer Einkommen investieren, z.B. indem sie Bienen für die Honigproduktion und –vermarktung erwerben. Schließlich wird auch das Sparverhalten der Landwirte durch spezielle Trainings gestärkt und so ein finanzielles Polster für etwaige Ernteausfälle angespart.

Derzeit erreicht das Resilienz-Programm im Norden Äthiopiens etwa 30.000 Haushalte. Im Rahmen der Erweiterung durch das Vorhaben der Finanziellen Zusammenarbeit soll die Zielgruppe auf insgesamt 130.000 Haushalte vergrößert werden.

Weitere Informationen zum Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank finden Sie unter: www.kfw-entwicklungsbank.de

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