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Kinderrechte im Fokus: KfW und Burkina Faso weiten Zusammenarbeit aus

Pressemitteilung vom 21.06.2018 / KfW, KfW Entwicklungsbank

  • 6 Mio. EUR zum Schutz von Kinderrechten bereitgestellt
  • Maßnahmen stärken rechtliche, institutionelle, sozioökonomische und kulturelle Rahmenbedingungen
  • Neue Projektphase widmet sich insbesondere Berufsbildung und Existenzgründungen

Die KfW und die burkinische Regierung weiten ihre Zusammenarbeit zum Schutz von Kinderrechten in Burkina Faso aus. Das Vorhaben, das die KfW im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchführt, verbessert die Lebensbedingungen von betroffenen und potenziell gefährdeten Kindern und Jugendlichen sowie ihres familiären Umfeldes. Die Maßnahme befördert zudem die nationalen und lokalen Rahmenbedingungen zum Schutz von Kinderrechten. Die neue Projektphase ergänzt die bisherigen Anstrengungen durch einen zusätzlichen Fokus auf die Berufsbildung und Existenzgründungen junger Erwachsener. Die KfW erhöht durch einen erneuten Zuschuss in Höhe von 6 Mio. EUR ihr Engagement für den Kinderfonds auf insgesamt rund 25 Mio. EUR.

„Die prekären Lebensumstände von Kindern und Jugendlichen stellen nach wie vor ein Kernproblem der burkinischen Entwicklung dar“, sagt Prof. Dr. Joachim Nagel, Mitglied des Vorstandes der KfW Bankengruppe. „Die burkinische Regierung hat diese Herausforderung erkannt und mit der nationalen Entwicklungsstrategie ‚Plan National de Développement Economique et Social‘ konkrete Maßnahmen initiiert. Die KfW leistet einen relevanten Beitrag, um die Situation und die Zukunftsperspektiven der burkinischen Kinder und Jugendlichen zu verbessern.“

Zum Vorhaben gehören Schulstipendien und –speisungen, der Bau von Ausbildungs- und Freizeitzentren, Zentren zur Wiedereingliederung straftätiger Minderjähriger und Aufnahmezentren für Straßenkinder. Weiterhin fördert die Maßnahme auf kommunaler und nationaler Ebene die Aufklärung der Bevölkerung über Kinderrechte.

Kinderhandel und Kinderarbeit sind in Burkina Faso weit verbreitet. Die burkinischen Behörden gehen davon aus, dass etwa die Hälfte aller burkinischen Kinder in Haushalten, in der Landwirtschaft oder in Goldminen arbeitet. Die Tendenz ist infolge der vermehrten Anzahl von Goldminen und der anhaltenden Armut steigend. Die hohe Armut und das revisionsbedürftige Schulsystem begünstigen negative Tendenzen. Hinzu kommen die bestehenden soziokulturellen Praktiken sowie die hohe Anzahl von Waisenkindern infolge der HIV/AIDS-Pandemie.

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