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Finanzierungsentscheidungen von KMU in Deutschland

Meldung vom 15.05.2018 / KfW Research

Wollen Unternehmen ihre Geschäftstätigkeit langfristig sichern und ausbauen, brauchen sie vor allem eins: Geld. Den kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Deutschland steht dafür eine Vielzahl an Finanzierungsquellen zur Verfügung. Das Spektrum reicht von eigenen Mitteln, über Bankkredite hin zu Crowdfunding. Die Entscheidung für oder gegen ein Finanzierungsinstrument ist für Unternehmer von hoher Relevanz. Denn: Der Finanzierungsmix hat Einfluss auf die Handlungsfähigkeit des Unternehmens. Auf Basis des KfW-Mittelstandspanels haben wir erstmals die Motive, die hinter den Finanzierungsentscheidungen der KMU stehen, genauer untersucht.

Kreditverhandlungen – Warum so viele KMU darauf verzichten

Der Bankkredit ist für den deutschen Mittelstand die wichtigste externe Finanzierungsquelle. Eine Zusatz­befragung zum KfW-Mittelstandspanel (September 2017) zeigt: Rund 66 % der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) würden aktuell eine Kreditfinanzierung von Investitionen in Betracht ziehen. Die Kehrseite der Medaille ist jedoch, dass fast jedes dritte KMU eine Kreditfinanzierung aktuell für sich ausschließt, und das trotz historisch niedriger Zinsen. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Hohe Anforderungen an Sicherheiten sowie der Wunsch Schulden zu vermeiden stehen als Beweggründe an vorderster Stelle. Für jeden fünften Mittelständler, der eine Kreditfinanzierung nicht in Betracht zieht, ist zu viel Offenlegung ein entscheidendes Hindernis. Etwa genauso viele sehen aktuell keinen Bedarf für einen Bankkredit, da ausreichend Eigenmittel vorhanden sind.

Kreditverhandlungen – Warum so viele KMU darauf verzichten  (PDF, 103 KB, nicht barrierefrei)

Hohe Eigenkapitalquoten im Mittelstand: KMU schätzen ihre Unabhängigkeit

Die Eigenkapitalausstattung des deutschen Mittelstands hat seit Anfang der 2000er-Jahre stetig zugelegt und liegt aktuell bei durchschnittlich 30 %. Eine Zusatzbefragung zum KfW-Mittelstandspanel (September 2017) ergab: Der wichtigste Grund der kleinen und mittleren Unternehmen ihre Eigenkapital­quote zu erhöhen, ist die Wahrung der Unabhängigkeit des Unternehmens. Der Wunsche nach höherer Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisenzeiten sowie der Erhalt von Flexibilität sind ebenso wichtige Motive. Rund die Hälfte der Mittelständler stocken ihre Eigenmittel auch auf, um für ein schwierigeres Finanzierungsklima gewappnet zu sein. Das Thema Nachfolge und Attraktivität des Unternehmens spielt bei Überlegungen zur Eigenkapital­ausstattung dagegen eine weniger große Rolle.

Hohe Eigenkapitalquoten im Mittelstand: KMU schätzen ihre Unabhängigkeit  (PDF, 117 KB, nicht barrierefrei)

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