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Kommunale Infrastruktur

Die Kommunen sind für viele Infrastrukturbereiche und öffentliche Einrichtungen zuständig, die von den Kommunen instandgehalten, modernisiert oder völlig neu errichtet werden müssen. Die Investitionsbedarfe der Kommunen sind somit vielfältig, ebenso wie die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen, denen die Kommunen gegenüberstehen. Die Analysen von KfW Research widmen sich insbesondere den Fragen, wo und wie hoch diese Bedarfe anfallen und welche Herausforderungen die Kommunen bei der Deckung dieser Bedarfe überwinden müssen.

Kommunale Investitionen in die Bildung

  • Der Zustand der Bildungsinfrastruktur wie z. B. Schulgebäude ist nicht der einzige, aber ein wichtiger Baustein für ein zukunftsfähiges Bildungssystem.
  • Die Kommunen sind in vielen Fällen als Schulträger zuständig für die Schulgebäude. Mit rd. 4,1 Mrd. EUR laut Finanzstatistik 2018 stellen Baumaßnahmen für Schulen einen der größten Investitionsbereiche dar.
  • Auch am Investitionsrückstand nehmen die Schulen einen erheblichen Teil ein. Mit 42,8 Mrd. EUR laut KfW-Kommunalpanel 2019 entfällt das größte „Kuchenstück“ auf die kommunalen Bildungseinrichtungen.

Kommunale Investitionen in Straßen und Verkehr

  • Eine gut ausgebaute Verkehrsinfrastruktur ist einer der wichtigsten Standortfaktoren. Nahezu 80 % des deutschen Straßennetzes besteht aus Kreis- und Gemeindestraßen.
  • Der größte kommunale Investitionsanteil mit 8,8 Mrd. EUR entfällt in der Planung der befragten Kommunen 2019 auf die Straßen und Verkehrsinfrastruktur. Hier gibt es mit 36,1 Mrd. EUR laut KfW-Kommunalpanel 2019 auch den zweitgrößten Investitionsrückstand.
  • Gerade bei den Straßen wird die Bedeutung des laufenden Unterhalts deutlich: In Kommunen, die nicht in vollem Umfang die Instandhaltung finanzieren konnten, fällt der Investitionsrückstand besonders hoch aus.
  • Auch mit Blick in die Zukunft sind viele der im KfW-Kommunalpanel 2019 befragten Kommunen skeptisch: Die Straßen und Verkehrsinfrastruktur ist der einzige Investitionsbereich, bei dem eine relative Mehrheit von 40 % in den nächsten Jahren einen weiteren Anstieg des Investitionsrückstands erwartet.

Kommunale Infrastruktur als Standortfaktor

  • Die angebotene Qualität und Quantität kommunaler Infrastruktur ist ein wesentlicher Standortfaktor für Unternehmen und Bürger.
  • In Zeiten knapper Kassen stellt sich für so manche Kommunen die Frage, wie sich wichtige freiwillige Aufgaben wie z. B. Sportstätten und Schwimmbäder finanzieren lassen.
  • Mit der zunehmenden Digitalisierung werden auch Investitionen in zukunftsträchtige Infrastrukturen wie Breitbandinternet immer wichtiger.
  • Nicht zuletzt müssen die kommunalen Gebäude auf einen modernen Stand gebracht und beispielsweise energetisch saniert werden, um Betriebskosten zu sparen und einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Stand: September 2019

Kontakt

KfW Research, KfW Bankengruppe, Palmengartenstr. 5-9, 60325 Frankfurt,

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