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Jahresthema: Häuser für heute und morgen

Der KfW Award zeichnet Bauherren oder Baugemeinschaften aus, die in den vergangenen fünf Jahren ein Neubau-Projekt umsetzten oder ein bestehendes Gebäude erweiterten, umwidmeten, modernisierten oder belebten. Der Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, Horst Seehofer, übernimmt die Schirmherrschaft des KfW Awards Bauen. Die Jury um den Architekten Prof. Hans Kollhoff bewertete die Vorhaben hinsichtlich ihrer Balance aus Architektur und Erscheinungsbild, guter Integration in das bauliche Umfeld, Energie- und Kosteneffizienz, zukunftsorientierter und nachhaltiger Bauweise, optimaler Raum- und Flächennutzung sowie auch individueller Wohnlichkeit.

Die sieben inländischen Objekte wurden von der Jury mit einem Preisgeld von insgesamt 37.000 EUR prämiert. Die Preisträger erreichen vielfach auch die Standards der KfW-Energieeffizienzhäuser und bauen dank ihrer gelungenen Architektur Barrieren ab.

Leider konnte die diesjährige Preisverleihung aufgrund der Corona-Pandemie nicht wie gewohnt in der KfW-Niederlassung Berlin stattfinden. Die Preisträger werden auf KfW Stories vorgestellt.

KfW Stories

Hinter jedem Bauprojekt stecken Begeisterung, eine tolle Idee und eine gute Geschichte. Auf KfW Stories, der digitalen Storytelling-Plattform der KfW Bankengruppe, finden Sie die spannenden Geschichten hinter den Finanzierungen aus aller Welt.

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Die Preisträger 2020

Kategorie Neubau:

Erster Preis (dotiert mit 7.000 EUR)

Der Hamburger Neubau „Stadtfinken“ wurde von den Architekten Oliver Otte, Jan Pietje Witt und Tobias Reinhardt konzipiert und bietet über 140 Bewohnern in insgesamt 22 Stadthäusern einen neuen Wohnraum. Die Wohnanlage orientiert sich an der Typologie des Stadthauses, wird jedoch als Gemeinschaftsprojekt gehalten. Dazu dienen unter anderem ein E-Mobilitätsprojekt, ein gemeinsam genutztes Gästeappartement sowie ein Gemeinschaftsgarten. Der Neubau setzt als Passivhaus energetische Maßstäbe, z. B. durch dachliegende Solarzellen und einem Biogas-Blockheizkraftwerk.

Zweiter Preis (dotiert mit 5.000 EUR)

Im Chiemgau, Schleching, sind zwei neue Häuser in Holzbauweise entstanden. Die Schwestern Anja und Andrea Aicher legten großen Wert auf ökologische Baustoffe und eine regionaltypische Bauweise. Die Dämmung besteht ausschließlich aus natürlichen Materialien, wie Holzfaser und Cellulose. Der Standort zeichnet sich durch ein unverkennbares Alpenpanorama und den nahelegenden Chiemsee aus.

Kategorie Bestandsbau:

Erster Preis (dotiert mit 7.000 EUR)

In Stuttgart, auf einem ehemaligen Weinberg, haben die befreundeten Familien Frey und Roth ein 92 Jahre altes Haus kernsaniert und in zwei offene Haushälften mit Garten umgebaut. Beide Familien achteten besonders darauf, ressourcenschonend zu bauen und natürliche Materialien zu verwenden. Zudem haben sie im Garten des Eigenheims einen alten Weinberg mit Mauern und Treppen freilegen können und haben diesen wieder ins Leben gerufen.

Zweiter Preis (dotiert mit 6.000 EUR)

Der ehemalige Bahnhof in Gräfentonna, nordwestlich von Erfurt, ist bereits 130 Jahre alt und stand 20 davon leer. Gunter Ehe und seine Lebensgefährtin Karsta Schütte revitalisierten den alten Landbahnhof und setzten dabei auf Originalität, Industriebau-Optik und Liebe zum Detail. Die Inneneinrichtung hebt sich besonders durch Möbel, Gegenstände und Dekorationen aus originaler Bahnhofsausstattung ab, die das Paar eigenständig beschafft und restauriert hat.

Dritter Preis (dotiert mit 3.000 EUR)

Durch die Modernisierung der Cartonnagenfabrik aus dem Jahr 1898 wurde in Solingen Wohnraum geschaffen. Dr. Reinhard Maaß ließ zusammen mit den Kölner Architekten (CatalanoQuiel) aus der ehemaligen Gewerbeimmobilie Loftwohnungen entstehen. Der Industriecharakter wurde beigehalten, indem Mauerwerke, Decken, Stützen und alte Träger erhalten blieben.

Vierter Preis (dotiert mit 2.000 EUR)

Im ostwestfälischen Lage haben das Ehepaar Patrizia und Jochen Ferrara eine verlassene Hofstelle am Rande des Teutoburger Waldes wiederentstehen lassen. Der fast 400 Jahre alte Hof zeichnet sich durch eine idyllische Lage mitten im Landschaftsschutzgebiet und ein denkmalgeschütztes Gefüge aus. Das Ehepaar legte besonderen Wert auf eine energiesparende und nachhaltige Bauweise. Sie setzten auf Eichenholz, eine Holz-Pelletheizung mit Solarunterstützung und eine hauseigene Kläranlage.

Kategorie Sonderpreis der Jury (dotiert mit 5.000 EUR)

In der historischen Altstadt von Werder, am Hang über der Havel, schufen die Architekten Jurek Brüggen und Sebastian Sailer ein modernes „Jahreszeitenhaus“, das im Sommer und im Winter unterschiedliche Wohnmöglichkeiten bietet. Das Projekt zeichnet sich durch ein harmonisches Zusammenspiel von Wohnhaus, Landschaft und benachbarten Gebäuden aus.

bauen + wohnen

Das Magazin zum KfW-Award 2020

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Alia Begisheva

Frau

Alia Begisheva

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