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Vom zerbombten Nachkriegsdeutschland bis heute: Die Wohnbauförderung hat für die KfW hohe Priorität

Angesichts der katastrophalen Wohnungsnot im Nachkriegsdeutschland hatte der Wohnungsbau oberste Priorität. Bereits 1949 begann daher die KfW mit der Vergabe günstiger Finanzierungsmittel für den Wohnungsbau. 1950 wurden 350.000 Wohnungen mit einem Kapitalaufwand von 1,84 Mrd. EUR fertiggestellt. Damit erreichte die KfW im Wohnungsbau eine Finanzierungsquote von 12 Prozent. Bis Ende 1953 hat die KfW insgesamt 318,53 Mio. EUR für den Wohnungsbau zugesagt. In der zweiten Hälfte der 1950er-Jahre flossen zunehmend Mittel der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl über die KfW in den Wohnungsbau – vorwiegend zur Förderung von Wohnungen für Bergarbeiter.

Ankurbelung der Baukonjunktur

In den 1960er-Jahren spielte die Förderung inländischer Investitionen insgesamt nur noch eine geringe Rolle, und damit verlor auch der Wohnungsbau für die KfW an Bedeutung. Das änderte sich erst in den späten 1980er-Jahren. Zunächst stockte die KfW 1985 ihre Eigenprogramme zur Ankurbelung der erlahmenden Baukonjunktur auf. Im Herbst 1989 wurde ein Wohnungsbauprogramm über 766,94 Mio. EUR zur Schaffung von Mietwohnungen in bereits bestehenden Gebäuden aufgelegt.

Sanierung und Modernisierung in den neuen Ländern

Mit der Wiedervereinigung gewann die Wohnungsbauförderung Anfang der 1990er-Jahre eine neue Dimension. Im Oktober 1990 wurde das Wohnraummodernisierungsprogramm in den neuen Ländern aufgelegt. Zunächst wurde es sehr rege von privaten Hausbesitzern in Anspruch genommen. Später wurde es zunehmend zur Sanierung und Modernisierung der Plattenbauten eingesetzt. Allein in den Jahren 1990 bis Anfang 2000 wurden mit den Mitteln des Wohnraummodernisierungsprogramms über 3,6 Mio. Wohnungen modernisiert – das sind rund die Hälfte der Wohnungen, die es bei der Wende in der DDR gab. 1998 wurde das KfW-Wohnraumprogramm im Rahmen der Beschäftigungsinitiative der Bundesregierung erweitert. Seit Mitte der 1990er-Jahre unterstützt die KfW in Gesamtdeutschland mit günstigen Förderkrediten gezielt junge Familien beim Erwerb von Wohneigentum.

Wohnraumförderung im Dienst des Umwelt- und Klimaschutzes

In jüngsten Jahren wird die Wohnraumförderung verstärkt in den Dienst der Umwelt- und Klimaschutzförderung gestellt. Bereits 1996 legte die KfW ein erstes Programm zur CO2-Minderung auf. Im Februar 2006 starteten Bund und KfW die äußerst erfolgreiche Förderinitiative "Wohnen, Umwelt, Wachstum". Seither stehen die energetische Sanierung von Wohnhäusern sowie der Neubau von Energiesparhäusern im Vordergrund.

Die KfW fördert sowohl Investitionen, die dem Klima- und Umweltschutz dienen, als auch Investitionen, die auf den Megatrend "Demografischer Wandel" fokussieren. Die Förderprogramme reichen von der breit angelegten Wohneigentumsförderung über die Energieeffizienzförderung bis zur Förderung von Investitionen in altersgerechtes, barrierefreies Wohnen.

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