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Die KfW wird Akteur auf dem Kapitalmarkt

Anleihe
Die ersten Emissionen der KfW sind zugleich die ersten Anleihen, die am deutschen Nachkriegs-Kapitalmarkt überhaupt begeben wurden.

Nach der ursprünglichen Vorstellung der Alliierten sollte sich die KfW ihre Mittel auf dem deutschen Kapitalmarkt oder aus dem bizonalen Haushalt beschaffen. Da dies zum damaligen Zeitpunkt jedoch völlig unrealistisch war, wurde letztlich festgelegt, die Gegenwertmittel aus dem Marshallplan zur Refinanzierung zu nutzen. Hieraus entstand das ERP-Sondervermögen, aus dem die KfW bis heute ihre Förderprogramme zu einem großen Teil refinanziert.

Erste Kapitalmarktaktivitäten

Dennoch startete die KfW bereits im Herbst 1949 einen ersten Versuch, sich Geld auf dem Kapitalmarkt zu beschaffen. Zu früh, wie sich bald herausstellte denn der deutsche Kapitalmarkt war noch nicht weit genug entwickelt und die ausländischen Kapitalmärkte waren deutschen Emittenten völlig verschlossen. Erst neun Jahre später meldete sich die KfW auf dem Kapitalmarkt zurück – jetzt jedoch mit nachhaltigem Erfolg. Schnell konnte sie sich einen guten Ruf als seriöse Emittentin auf dem Kapitalmarkt aufbauen.

Bis Mitte der 1980er-Jahre verlief die Mittelbeschaffung der KfW in relativ unspektakulären Bahnen. Es gab nur die klassische Refinanzierung in D-Mark hauptsächlich über Schuldscheine. Daneben entwickelte die KfW mit den Kassenobligationen eine erste Finanzinnovation. Die Obligationen füllten eine Marktnische zwischen Geldmarkt und Anleihemarkt.

Internationalisierung der Kapitalmärkte

Geldscheine und Münzen
Zunehmende Internationalisierung der Kapitalmärkte

In den 1980er-Jahren kam Bewegung in die Finanzmärkte – die zunehmende Internationalisierung der Kapitalmärkte eröffnete der KfW ganz neue Refinanzierungsmöglichkeiten. Bedingt durch das starke Export- und Projektfinanzierungsgeschäft der KfW gab es neue Risikoebenen zu managen, insbesondere das Währungsrisiko. Die KfW nutzte neue Instrumente wie Zins- und Währungsswaps und begann, Anleihen in Fremdwährungen zu begeben.

Ab 1985 wurden weitere Märkte wie der Yankee-Markt in den USA und Ende der 90er-Jahre der Samurai-Markt in Japan für die KfW eröffnet. Voraussetzung hierfür war ein Rating der KfW durch die großen Agenturen Moody's und S&P, dessen sich die Bank als eine der ersten deutschen Unternehmen unterzog, sowie die Registrierung bei der Securities and Exchange Commission (SEC) in 1987.

Verdopplung des Refinanzierungsvolumens

Seit dem Jahrtausendwechsel hat die Refinanzierung in der KfW eine immer größere Dynamik entwickelt. Allein die Integration der Deutschen Ausgleichsbank (DtA), aber auch der stetige Ausbau der in- und ausländischen Wirtschaftsförderung hat zu einer Verdopplung des Refinanzierungsvolumens innerhalb weniger Jahre geführt. Die Währungsunion hat der KfW schließlich ganz neue Möglichkeiten geschaffen, auf den Kapitalmärkten als Emittentin aufzutreten.

Heute zählt die KfW zu den Schwergewichten auf den internationalen Finanzierungsmärkten. Ihre Refinanzierung ist international ausgerichtet und bedient einen globalen Investorenkreis. Bis Mitte der 1960er-Jahre nahm die KfW jährlich rund 255 Mio. Euro (500 Mio. DM) auf dem Kapitalmarkt auf, die überwiegend für die Exportfinanzierung eingesetzt wurden.

Nachdem in den 1970er-Jahren ein erstes eigenes permanentes Kreditprogramm eröffnet wurde, stieg der Bedarf an Refinanzierungsmitteln. Inzwischen beläuft sich das jährliche Refinanzierungsvolumen auf rund 60 bis 80 Mrd. Euro.

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