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Fortschritt für Entwicklungs- und Schwellenländer mit der Finanziellen Zusammenarbeit der KfW

Die heutige Finanzielle Zusammenarbeit der KfW begann 1958 mit einzelnen, weltweit verstreuten Finanzierungen. Dabei handelte es sich vorwiegend um Projekte, die von der Bundesregierung als politisch sinnvoll erachtet und der KfW zugewiesen wurden. Aus einzelnen internationalen Aufgaben entstand zu Beginn der 1960er-Jahre mit der "Kapitalhilfe an Entwicklungsländer" ein großes, neues Geschäftsfeld, das 1961 im KfW-Gesetz verankert wurde.

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Zeitzeugen erzählen

Die beiden früheren KfW-Vorstandsmitglieder Ingrid Matthäus-Maier und Wolfgang Kroh erinnern in Zeitzeugengesprächen an die Anfänge und die Entwicklung der Finanziellen Zusammenarbeit der KfW.

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Epoche der großen Infrastrukturprojekte

Die 1960er-Jahre waren die Epoche der großen Infrastrukturprojekte mit den Schwerpunkten Energieversorgung, Verkehr und Bewässerung. Der Einfluss des Kalten Krieges war damals auch in der Entwicklungshilfe spürbar, so wurden viele politisch motivierte Projekte finanziert, überwiegend in Indien, Ägypten, der Türkei und Pakistan. Aber auch Länder in Europa wie Spanien, Portugal und Griechenland gehörten damals zu den Empfängern der deutschen Entwicklungshilfe. Die übrigen Mittel wurden in den noch jungen Staaten Afrikas eingesetzt. Die KfW sah daneben jedoch auch ihre eigene Erfolgsstory der 1950er-Jahre als ein Exportmodell für Entwicklungsländer an. Sie vergab daher lokalen Entwicklungsbanken Kreditlinien, damit diese die lokalen kleinen und mittelständischen Unternehmen bei Investitionen unterstützen konnten. Ein weiteres Instrument der Entwicklungshilfe, wie die Finanzielle Zusammenarbeit damals noch genannt wurde, bildeten in den 1960er-Jahren Kredite der Warenhilfe.

Von der Kapitalhilfe zur Finanziellen Zusammenarbeit

Ab 1970 konzentrierte sich die Entwicklungshilfe stärker darauf, der ärmeren Bevölkerung in den Entwicklungsländern ein Mindestmaß eines menschenwürdigen Lebensstandards zu sichern durch Maßnahmen zur unmittelbaren Armutsbekämpfung. Diese Projekte erforderten von der KfW eine umfassendere Betreuung, angefangen bei der Vorbereitung und Planung bis zu einer intensiveren Kontrolle der Durchführung und der anschließenden Weiterführung. Daher wurde die KfW 1973 auch mit Aufgaben der Technischen Hilfe betraut.

Ende der 1970er-Jahre bahnte sich die internationale Schuldenkrise an, die viele Entwicklungsländer in massive finanzielle Schwierigkeiten stürzte. Die ärmsten Entwicklungsländer erhielten anstelle von Krediten nur noch Zuschüsse, bestehende Schulden wurden erlassen. Auch das Verständnis der Entwicklungsprobleme und die Ansätze wandelten sich: Partnerschaft statt Hilfe. Aus der Kapitalhilfe wurde die Finanzielle Zusammenarbeit.

Während in den 1980er-Jahren die Ziele der deutschen Entwicklungspolitik zunächst unverändert blieben, richtete die KfW ihre Arbeitsmethoden stärker darauf aus, entwicklungspolitische Ziele nachhaltig und wirksam zu erreichen. Neu waren die Sektorprogramme und Strukturhilfen, um Reformanstrengungen in den Entwicklungsländern zu unterstützen. In fortgeschrittenen Entwicklungsländern wurde mit der Mischfinanzierung erstmals ein Instrument der Finanziellen Zusammenarbeit eingeführt, bei dem eigene Mittel der KfW ergänzend zu den Mitteln des Bundes eingesetzt wurden.

Good Governance

Nach der Wende und dem Ende des Ost-West-Konflikts veränderte sich auch die deutsche Entwicklungspolitik. Von den Entwicklungsländern wird seither mehr Eigenleistung, mehr Reformwille und Good Governance verlangt.

Die Aufgaben der KfW in der Finanziellen Zusammenarbeit wurden in den 90er-Jahren größer, es kamen neue Partner, etwa in Europa und Zentralasien, und neue Ansätze zu einer strukturwirksamen Entwicklungszusammenarbeit hinzu. Innerhalb weniger Jahre verdoppelte die KfW beispielsweise ihre Umweltschutzprojekte. Mit der Verbundfinanzierung wurde 1994 ein weiteres Instrument der Finanziellen Zusammenarbeit eingeführt, das niedrig verzinste Haushaltsmittel mit Kapitalmarktmitteln der KfW kombiniert.

KfW-Büros weltweit

1994 hat die KfW auch begonnen, Büros in den Entwicklungsländern einzurichten, um näher an den Partnern zu sein. Die ersten beiden Büros wurden in Delhi und Kairo eröffnet; inzwischen ist die KfW in mehr als 80 Ländern vertreten.

Die KfW verfügt heute über ein breites Instrumentarium und eine breite entwicklungspolitische und fachliche Kompetenz. Diese setzt sie ein, um die wirtschaftliche und soziale Lage der Entwicklungsländer dauerhaft zu verbessern. Die Förderaktivitäten reichen von der Gesundheitsversorgung, der Bildung und sozialen Sicherung über Energie- und Wasserversorgung, vom Schutz der natürlichen Ressourcen, dem Klimaschutz bis hin zum Aufbau verlässlicher Finanzsysteme und der Unterstützung der Reformen auf sektoraler und makroökonomischer Ebene.

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