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Die KfW stabilisiert Deutschland in Zeiten der Ölkrise

Zwei Ölkrisen (1972–1974 und 1978–1980) sowie eine lang anhaltende Hochzinsphase führen in der Wirtschaft zu erheblichen Verwerfungen. Die Neujustierung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit verlangt neue Wege auch in der Förderpolitik. Energieeinsparung und Innovation lautet das Gebot der Stunde. Immer lauter wird der Ruf nach der KfW und ihren Förderprogrammen.

Das Mittelstandsprogramm

1971 steigt die Bank massiv in die inländische Mittelstandsförderung ein und entwickelt erstmals ein eigenes Förderprogramm für den Mittelstand – das M-Programm. Dieses neue Förderprodukt ist das Ergebnis der Neustrukturierung der inländischen Investitionsfinanzierung und ermöglicht Kredite an Kleinunternehmen zu den Finanzierungskonditionen der Großunternehmen. Dank ihrer guten Bonität kann die KfW für dieses Programm Mittel auf dem Kapitalmarkt zu vergleichsweise günstigen Konditionen aufnehmen und diese an ihre Endkunden weitergeben. Von Jahr zu Jahr sind es mehr Kredite, die über den Weg der Hausbanken in die mittelständische Wirtschaft fließen. Innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte wird die inländische Wirtschaftsförderung um ein Vielfaches steigen. Seit 1979 können aus dem M-Programm auch Auslandsinvestitionen finanziert werden, seit 1983 auch innovative Vorhaben (KfW übernimmt dabei einen Teil des Risikos). Mitte der 80er-Jahre wird das Programm für Umweltschutzfinanzierungen geöffnet.

Exportfinanzierung auf Wachstumskurs

Auch beim Geschäftsfeld Exportfinanzierung stehen die Zeichen auf Wachstum: Kraftwerke, Flugzeuge, Schiffe. Bau und Absatz dieser Projekte "Made in Germany" werden durch KfW-Kredite beflügelt. Aus den einfach gestrickten Staatskrediten mit Hermes-Deckung sind längst maßgeschneiderte Projekt-, Objekt- und Unternehmensfinanzierungen geworden, die eine wachsende Marktnähe erfordern.

Kapitalmarktaktivitäten

In dem Maße, wie der Anteil der vom Bund gestützten Kredite zurückgeht, muss die KfW eigene Mittel am Kapitalmarkt aufnehmen – immer häufiger übrigens in fremden Währungen. 1978 nimmt die KfW ihren ersten Fremdwährungskredit am Kapitalmarkt auf, bereits zehn Jahre später werden zwei Drittel der Exportkredite in ausländischer Währung fakturiert.

Daten und Fakten

Mit Helmut Schmidt wird 1974 erstmals ein amtierender Bundesfinanzminister und späterer Bundeskanzler Vorsitzender des KfW-Verwaltungsrats

1971

Die KfW legt zur Förderung von Inlandsinvestitionen ein eigenes, selbst finanziertes Programm auf (M-Programm).

ERP-Programm für Beteiligungsfinanzierungen

1973

Eröffnung eines betriebseigenen Kindergartens als erste Bank am Finanzplatz Frankfurt

1974

KfW-Sonderprogramm zur Stabilisierung ausgewählter Branchen

1978

Rahmenkredite für Exportfinanzierung

Erster Fremdwährungskredit in der Exportfinanzierung

1979

Die KfW beginnt im Rahmen des M-Auslandsprogramms mit Auslandsfinanzierungen.

400 Mio. DM (ca. 205 Mio. Euro) für Landwirtschaftsprogramm der KfW

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